Corona-Pandemie: Linkes Bündnis ruft zu Demo-Protesten auf – 1663 neue Fälle

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Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Ein neuer Blutverdünner gibt Hoffnung im Kampf gegen das Virus, während nach der Demo-Absage von Berlin schon tausende Neuanmeldungen eingegangen sind. Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie hier im News-Ticker.

Topmeldungen zur Corona-Pandemie: Oberverwaltungsgericht bestätigt: Verbot für Berliner Anti-Corona-Demo steht  (03.06 Uhr) +++ Linkes Bündnis ruft zu Protesten gegen Anti-Corona-Demos auf (19.07 Uhr) +++ Streit um Corona-Demonstration – Polizei legt Beschwerde beim OVG ein (18.00 Uhr) +++ Ungarn macht Grenzen wegen Corona-Anstiegs in Europa dicht (17.13 Uhr) +++ Corona-Zahlen gestiegen – Stadt München verhängt Alkoholverbot (16.54 Uhr) +++

TOP-NEWS: Oberverwaltungsgericht bestätigt: Verbot für Berliner Anti-Corona-Demo steht

03.06 Uhr: Der umstrittene Demonstrationszug sowie die Kundgebung gegen die Corona-Politik können am Samstag in Berlin stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin bestätigte am frühen Samstagmorgen in zweiter Instanz, dass das Verbot der Berliner Polizei keinen Bestand hat. Diese Entscheidung ist nun rechtskräftig.

Argentinien verlängert Ausgangssperre um zwei weitere Wochen

02.54 Uhr: Nach rund 160 Tagen in Quarantäne werden die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Argentinien um weitere zwei Wochen verlängert. Allerdings dürfen sich künftig wieder bis zu zehn Personen unter freiem Himmel treffen – aber mit Mundschutz und unter Beachtung eines Mindestabstands von zwei Metern, wie Präsident Alberto Fernández am Freitag in einer Videobotschaft sagte.

Argentinien hatte am 20. März recht strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, den Wirtschaftsbetrieb weitgehend heruntergefahren und die Grenzen geschlossen. Im Vergleich zu den Nachbarländern war es so zunächst gelungen, die Verbreitung des Virus deutlich zu bremsen. Nach rund fünf Monaten Einschränkungen ließ die Disziplin der Bevölkerung allerdings deutlich nach und die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg zuletzt auf über 10.000. Zudem kam es auch außerhalb des Großraums Buenos Aires wieder zu neuen Ausbrüchen.

Bislang haben sich fast 400.000 Menschen in Argentinien mit dem Coronavirus infiziert, über 8000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben.

Röttgen: Reisen in Risikogebiete vorab den Gesundheitsämtern melden

01.33 Uhr: CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen hat sich dafür ausgesprochen, dass Reisen in Corona-Risikogebiete künftig vorab bei den Gesundheitsämtern angezeigt werden müssen. “Es ist nicht rational, mitten in einer Pandemie in eine Gegend zu fahren, die ein Corona-Risikogebiet darstellt”, sagte Röttgen der “Welt”. “Wer das tut, muss akzeptieren, dass dieser Urlaub keine reine Privatangelegenheit mehr ist. Denn er gefährdet damit die öffentliche Gesundheit”, so Röttgen. “Ich plädiere deshalb dafür, dass Reisen in Risikogebiete vorab bei den Gesundheitsämtern angezeigt werden müssen.”

Kritik übte Röttgen am aktuellen Corona-Krisenmanagement: “Ich finde, gerade in den ersten Monaten haben gute Kommunikation und ein hohes Maß an Rationalität vorgeherrscht. Davon bräuchten wir jetzt wieder mehr.”

Er zeigte sich offen für eine Impfpflicht zur Eindämmung des Coronavirus: “Eine Impfpflicht stellt einen weitreichenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar. Ich sage aber nicht kategorisch Nein dazu. Sollte der Wirkungsgrad einer solchen Impfung sehr hoch und die Nebenwirkungen ungefährlich sein, kann ich mir gegen das Coronavirus eine Impfpflicht vorstellen.”

USA: Erster entdeckter Fall einer wiederholten Corona-Infektion

Samstag, 29. August, 01.11 Uhr: Wissenschaftler haben einer Studie zufolge eine erneute Corona-Infektion eines bereits seit längerem genesenen Patienten in den USA nachgewiesen. Dies zeige, dass die Immunität nach einer Infektion nicht absolut sei und Mehrfachansteckungen möglich seien, hieß es in der Studie. Zudem sei die zweite Erkrankung des Patienten schwerer ausgefallen als die erste. Es sei aber unklar, inwieweit daraus generelle Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.

Die Studie ist bislang aber noch nicht unabhängig geprüft und veröffentlicht. Der Fall schien die erste nachgewiesene Zweifach-Infektion in den USA darzustellen.

Zuletzt hatten bereits Forscher in Hongkong, Belgien und den Niederlanden von dokumentierten Fällen erneuter Infektionen berichtet. Wie lange die Immunität nach einer Ansteckung anhält und wie deren Dauer mit der Schwere des Krankheitsverlaufs zusammenhängt, ist auch gut acht Monate nach Beginn der Pandemie noch unklar.

Forscher gehen bislang davon aus, dass eine durchgemachte Corona-Infektion zumindest zeitweise Schutz vor einer erneuten Ansteckung verleihen dürfte.

Fast 7400 Neuinfektionen in Frankreich – “exponentieller” Anstieg

20.44 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden “exponentiell” an. In den vergangenen 24 Stunden wurden 7379 neue Fälle gezählt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Am Vortag waren es mehr als 6000, davor mehr als 5000. Auch wenn das Niveau immer noch begrenzt sei, nehme vor allem in den Risikogebieten die Zahl der Krankenhauseinweisungen und der Einweisungen auf Intensivstationen zu.

Die Regierung hat 21 Départements im Land als derartige Gebiete klassifiziert, in denen erhöhte Ansteckungsgefahr herrscht. Frankreich zählt seit Beginn der Epidemie mehr als 30.500 Tote. In zahlreichen Städten – darunter auch Paris – gilt eine Maskenpflicht unter freiem Himmel. Die Bundesregierung hat für den Großraum Paris und weite Teile der Mittelmeerküste eine Reisewarnung ausgesprochen.

Rund 1500 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Corona-Politik

20.37 Uhr: Rund 1500 Demonstranten der Initiative Querdenken haben sich am Freitagabend am Brandenburger Tor in Berlin versammelt und gegen die deutsche Corona-Politik protestiert. Die angemeldete Kundgebung verlief friedlich, teilte die Polizei am Abend mit. Es habe von Seiten der Polizei aber mehrmals Appelle zum Abstandhalten geben müssen. Die Polizei hatte am frühen Abend zunächst von 120 Teilnehmern gesprochen, ihre Schätzung aber gegen 20.30 Uhr aktualisiert.

Berlin steht voraussichtlich ein Wochenende mit breiten Protesten gegen die deutsche Corona-Politik bevor. Das Verwaltungsgericht der Stadt kippte am Freitag eine Verbotsverfügung der Polizei und stellte klar, dass eine am Samstag geplante Demonstration der Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart mit Tausenden Teilnehmern aus ganz Deutschland unter Auflagen stattfinden kann. Der Beschluss war zunächst noch nicht rechtskräftig, die Polizei legte Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht ein. Dieses wollte seine Entscheidung voraussichtlich noch am Freitagabend verkünden.

1663 neue Fälle in Deutschland – Bayern meldet erneut die meisten Neuinfektionen

20.06 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer melden für die letzten 24 Stunden 1663 neue Corona-Fälle. Aus Bayern werden wie schon am Tag zuvor die meisten Neuinfektionen gemeldet. Dort kommen 432 bestätigte Fälle hinzu.

Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sind weiterhin die drei Bundesländer, in denen die 7-Tage-Inzidenz deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert (9,9 Fälle pro 100.000 Einwohner) liegt, wie das RKI im aktuellen Lagebericht mitteilt.

Der R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (+0,11) und nähert sich somit wieder der kritischen Marke. Die Zahl der aktiv Infizierten steigt weiterhin kontinuierlich an. Fast 18.000 Menschen sind aktuell an Covid-19 erkrankt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 240.260, 9258 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 41.547 (+327) / 1862 Todesfälle (-2/Zahl korrigiert)
  • Bayern: 56.764 (+432) / 2636 Todesfälle (+3)
  • Berlin: 11.124 (+114) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3895 (+14) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 1983 (+23) / 56 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 6192 (+26) / 235 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 15.232 (+127) / 530 Todesfälle (+1)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1004 (+3) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 16.555 (+92) / 659 Todesfälle (-2/Zahl korrigiert)
  • Nordrhein-Westfalen: 58.186 (+361) / 1808 Todesfälle (+1)
  • Rheinland-Pfalz: 8920 (+69) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3094 (+12) / 175 Todesfälle (+1)
  • Sachsen: 5930 (+41) / 224 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2229 (+8) / 65 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4014 (+15) / 160 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3591 (+7) / 186 Todesfälle

Gesamt (Stand 28.08.2020, 20.00 Uhr): 240.260 (9258 Todesfälle)

Vortag Stand 27.08.2020, 20.30 Uhr): 238.597 (9256 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 213.200

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 17.802 (+361)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,94 (+0,11)

 

TOP-NEWS: Linkes Bündnis ruft zu Protesten gegen Anti-Corona-Demos auf

19.07 Uhr: Linke Aktivisten wollen am Samstag gegen die angekündigten Demonstrationen gegen die Corona-Politik protestieren. Das Berliner Bündnis gegen Rechts rief zu einer Kundgebung ab 9.30 Uhr auf dem Bebelplatz in Mitte auf. Motto: “Kein Schulterschluss mit Nazis”. Unter dem Titel “Tätervolk sucht Opferrolle?” organisiert außerdem die Bergpartei ab 10.00 Uhr eine Kundgebung am Bahnhof Friedrichstraße. Um 12.00 Uhr soll dann von dort ein Fahrradkorso starten.

 

TOP-NEWS: Streit um Corona-Demonstration – Polizei legt Beschwerde beim OVG ein

18.00 Uhr: Die Berliner Polizei akzeptiert die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, die Demonstration gegen die Corona-Politik zu erlauben, nicht. Sie legte am Freitagnachmittag Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) ein, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Begründung der Polizei werde noch bis 18.30 Uhr nachgereicht, hieß es. Dann erhalten die Veranstalter der Demonstration noch einmal Gelegenheit zu einer kurzen Stellungnahme. Voraussichtlich will das OVG noch am (heutigen) Freitagabend seine Entscheidung verkünden.

Sollte das OVG die Aufhebung des Demonstrationsverbots bestätigen und damit den Veranstaltern Recht geben, wäre diese Entscheidung rechtskräftig. Die Polizei hätte dann keine Möglichkeit mehr für einen Einspruch.

Würde das OVG hingegen die Entscheidung der ersten Instanz aufheben und der Polizei mit ihrem Verbot Recht geben, könnten die Anmelder der Demonstration kurzfristig noch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe als dritte und letzte Instanz anrufen.

Die Verbotsverfügung der Polizei für die Demonstration war am Freitagnachmittag vom Verwaltungsgericht gekippt worden. Die Veranstaltung am Samstag könne unter Auflagen des Infektionsschutzes stattfinden, hieß es. Für den Fall, dass es dabei bleibt, kündigte die Polizei strenge Auflagen für die Teilnehmer an, die konsequent durchgesetzt würden. 3000 Polizisten sollen bereitstehen, 1000 davon kommen aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Sollten sich die Demonstranten etwa nicht an Abstandsregeln halten, würden die Sicherheitskräfte “sehr zügig” räumen, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik.

Die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart hatte die Kundgebung mit 22.000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor angemeldet.

25 Mitarbeiter in nordsächsischem Geflügelbetrieb positiv auf Corona getestet

17.45 Uhr: In einem Geflügelbetrieb in Nordsachsen ist bei 25 Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Alle Betroffenen zeigten keine Symptome, teilte das Landratsamt Nordsachsen am Freitag mit. Die Beschäftigten und sämtliche Kontaktpersonen müssten sich in häusliche Quarantäne begeben. Das Unternehmen aus Mockrehna hatte das Gesundheitsamt des Kreises gebeten, alle Beschäftigten vorsorglich zu testen. Zuvor waren sechs Corona-Fälle in dem Betrieb bekannt geworden. Insgesamt wurden 596 Menschen getestet.

Das Gesundheitsamt werde versuchen, alle Infektionsketten akribisch nachzuvollziehen, um einen Hotspot auszuschließen, erklärte Nordsachsens parteiloser Landrat Kai Emanuel. Vieles deute darauf hin, dass die Beschäftigten nach Ende der Ferienzeit das Virus aus den verschiedensten Urlaubsorten mitbrächten. Auch der erste Fall in dem Geflügelbetrieb war ein Urlaubsrückkehrer. Der Landrat rief alle Bürger dringend zur Vorsicht auf.

Urteil im Saarland: Kontaktnachverfolgung ist verfassungswidrig

17.32 Uhr: Die Vorschrift zur Kontaktnachverfolgung der saarländischen Corona-Verordnung ist nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes verfassungswidrig. Es handele sich dabei um einen “Grundrechtseingriff von einer derartigen Intensität, dass nur ein Parlamentsgesetz, nicht aber eine Rechtsverordnung der Landesregierung, ihn rechtfertigen kann”, teilte der Gerichtshof am Freitag in Saarbrücken mit.

Die Vorschrift bleibe dennoch bis zu einer Neuregelung durch den Landtag vorübergehend – längstens aber bis zum 30. November 2020 – in Kraft. Solange dürften personenbezogene Daten, die nach der Vorschrift erhoben würden, nur aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung an die Gesundheitsbehörden übermittelt werden.

Die Verfassungsrichter führten aus, dass durch die Vorschrift persönliche Daten nicht nur beim Besuch von Gaststätten erhoben würden, sondern auch bei Gottesdiensten sowie politischen und gesellschaftlichen Zusammenkünften. Damit sei die Kontaktnachverfolgung durchaus geeignet, “Bürgerinnen und Bürger von der Ausübung grundrechtlicher Freiheiten entscheidend abzuhalten und Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile zu erstellen”.

Über einen solchen Eingriff dürfe nicht nur die Exekutive allein entscheiden, hieß es in einer Mitteilung des Verfassungsgerichtshofs. Vielmehr sei das Parlament berufen, “in öffentlicher, transparenter Debatte Für und Wider abzuwägen, vor allem aber die Verwendung der Informationen rechtssicher zu machen”, hieß es.

Mit der Entscheidung reagierte der Gerichtshof auf eine Verfassungsbeschwerde eines im Saarland lebenden Bürgers, der sich durch die Vorschriften zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und zur Kontaktnachverfolgung in seinen Grundrechten der allgemeinen Handlungsfreiheit und auf Datenschutz verletzt sah. Anders als die Vorschrift zur Kontaktnachverfolgung sei die Maskenpflicht verfassungsgemäß, hieß es.

Ungarn macht Grenzen wegen Corona-Anstiegs in Europa dicht

17.13 Uhr: Ungarn schließt angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Ausland vom 1. September an seine Grenzen für ausländische Touristen. Das gab die Regierung in Budapest am Freitag bekannt. Einreisen dürfen nur noch ungarische Staatsbürger, Ausländer müssen dazu einen triftigen Grund angeben. Die meisten neuen Infektionen in Ungarn seien aufgrund von Ansteckungen im Ausland festgestellt worden, sagte Regierungssprecher Gergely Gulyas.

In Ungarn mit einer Bevölkerung von rund zehn Millionen Menschen lag die Zahl der Neuinfektionen am Donnerstag bei 132 binnen 24 Stunden. Derzeit gilt Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen mit Ausnahme von Gaststätten, auch Abstände müssen eingehalten werden.

Gericht: Prostitution in Niedersachsen trotz Coronavirus erlaubt

15.37 Uhr: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die von der Landesregierung wegen der Corona-Pandemie angeordnete Schließung von Bordellen und ähnlichen Einrichtungen außer Vollzug gesetzt. Das teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Das gelte auch für die Straßenprostitution. Ein vollständiges Verbot sei unverhältnismäßig, weil mildere Maßnahmen für den Infektionsschutz bereit stünden, erklärte sie zu einem der Beschlüsse vom 28. August.

In einem der beiden Verfahren hatte ein Vermieter von sogenannten Lovemobilen gegen die Schließung geklagt. Die am Straßenrand stehenden Fahrzeuge fielen begrifflich nicht unter den betreffenden Passus der Corona-Verordnung, entschied der 13. Senat (Az.: 13 MN 299/20). Im zweiten Verfahren ging der Betreiber eines Bordells gegen die Verordnung vor. Er verwies dabei auch auf die seit längerem unter Auflagen zugelassenen körpernahen Dienstleistungen etwa von Friseuren. Der Senat setzte die entsprechende Regelung der Verordnung vorläufig und mit allgemeinverbindlicher Wirkung außer Vollzug (Az.: 13 MN 307/20). Bis zu einer möglichen Neuauslegung gelten damit die allgemeinen Regelungen für körpernahe Dienstleistungen auch im Bereich der Prostitution. Dazu gehören etwa ein Hygienekonzept und die Dokumentation der Kontaktdaten. Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

TOP-NEWS: Corona-Zahlen gestiegen – Stadt München verhängt Alkoholverbot

14.54 Uhr: In München gilt nach einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen von Freitag an ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum. Der Warnwert von 35 Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen war am Freitag nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überschritten und lag bei 35,27. “Damit tritt die Allgemeinverfügung in Kraft, die wir erlassen haben”, sagte ein Sprecher der Stadt.

Der Verkauf von Alkohol ist ab 21 Uhr bis 6 Uhr morgens verboten. Zudem darf Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr konsumiert werden. Ausnahmen gelten jeweils für den Ausschank in der Gastronomie und bei genehmigten Veranstaltungen.

Auch in anderen bayerischen Städten gibt es bereits Alkoholverbote im öffentlichen Raum. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass entsprechender Regelungen zu prüfen. In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen.

Verwaltungsgericht Berlin erklärt die Aufhebung des Demo-Verbots

14.16 Uhr: Das Verwaltungsgericht Berlin hat sich gegenüber FOCUS Online zum Aufhebung des Demonstrationsverbots der Corona-Gegner am Samstag in Berlin geäußert: “Die Kammer hat ausgeführt, dass der Antragsgegner die Voraussetzungen, die für ein Versammlungsverbot gefordert sind, nicht ausreichend dargelegt hat. Das Gesetz sieht als Voraussetzung die unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und da hat die Kammer nicht ausreichend Anhaltspunkte dafür gesehen. Zudem hat der Veranstalter ein Hygienekonzept vorgelegt.”

 

Weiter sagte der Sprecher: “Die Kammer hat ein paar Auflagen formuliert, die zu einer räumlichen Entzerrung führen sollen. Sie hat aber auch gesagt, dass sich die Versammlungsbehörde noch mehr mit Auflagen hätte beschäftigen sollen, die man im Vorfeld dem Veranstalter mitgeteilt hätte können, statt einem direkten Verbot. Deswegen ist das Verbot jetzt auch als unverhältnismäßig eingestuft worden.”

Es gelten Auflagen: Der Standort der Bühne wird auf einen größeren Platz verlegt. Der neue Standort soll an der Straße Platz des 18. März, Ebertstraße, Straße des 17. Juni sein. Videoleinwände werden im Abstand von 300 Metern aufgebaut. Bühne und Leinwände sollen mit sogenannten Hamburger Gittern abgesperrt werden, um große Menschenansammlungen zu entzerren. Dazu muss der Veranstalter durch Ordner und Durchsagen sicherstellen, dass Mindestabstände eingehalten werden. ​Falls diese Auflagen nicht eingehalten werden, müsse Polizei prüfen, ob sie die Versammlung dann auflöst werde.

Nach vorheriger Absage: Berliner Gericht kippt Demoverbot

13.42 Uhr: Die für Samstag geplante Groß-Demonstration gegen die Corona-Regeln darf nun doch stattfinden. Das Berliner Verwaltungsgericht entschied nach einem Eilantrag der Organisatoren, dass die Versammlung unter Auflagen durchgeführt werden darf. Dazu gehören unter Umständen ein strenges Mindestabstandsgebot. Das sagte ein Gerichtssprecher.

Berliner Hotelverband: Zahl der Buchungen steigt wegen Corona-Demo – trotz Verbots

13.33 Uhr: Trotz des vom Berliner Senats verhängten Verbot der geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik verzeichnen die Hotels der Hauptstadt spürbar mehr Buchungen, die sie auf die erwarteten Protestkundgebungen zurückführen. „Wir gehen davon aus, dass die Zimmer im Zusammenhang mit der Demonstration gebucht wurden“, sagte der Berliner  Landesverbandchef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Thomas Lengfelder der „Augsburger Allgemeinen“. Das Verbot der Demonstration durch die Behörden habe bisher nicht dazu geführt, dass Reservierungen zurückgezogen worden seien. „Dass Zimmer storniert werden, haben wir noch nicht gehört“, sagte Dehoga-Chef Lengfelder.

Die Initiative „Querdenken“ 711 aus Stuttgart hatte für Samstag eine Demonstration von 22.000 Teilnehmer angemeldet. Die Gegner der Corona-Politik von Bund und Ländern überfluten derzeit die Polizei mit Anmeldungen für eigene Versammlungen. Rund 4.000 sind schon beantragt. Die Stadt Berlin hatte die Großkundgebung verboten, weil sie fürchtet, dass Abstandsregeln und die Maskenpflicht ignoriert werden. Bei einer Demonstration vor vier Wochen hatten sich die Teilnehmer nicht an die Hygieneauflagen gehalten.

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