Corona-Pandemie: Österreich kehrt nach wenigen Wochen zur Maskenpflicht zurück

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Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 13 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 201.373 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Neuer Corona-Alarm in China, “Kriegslage” erklärt (18.01 Uhr) +++ Coronavirus: 13 neue Fälle im Landkreis Uelzen  (16.22 Uhr) Landkreis will nach Corona-Ausbruch Schlachthof nicht schließen (15.06 Uhr) +++ Österreich kehrt zur Maskenpflicht zurück (08.15 Uhr) +++

Zahl der Infektionen jetzt bei 201.600 – R-Wert sinkt

21.58 Uhr: Die Zahl der registrierten Infektionen in Deutschland liegt Stand Sonntagabend bei 201.600. Im Vergleich zum Vortag gibt es 227 neue Fälle. Todesfälle kamen in den vergangenen 24 Stunden nicht dazu.  Allerdings haben die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Sonntag keine neuen Zahlen gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle liegt derzeit bei 5142.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 19.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,25 (Vortag: 1,42). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 19.7., 0.00 Uhr, bei 1,22 (Vortag: 1,34). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 201.600, 9058 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.352 (1838 Todesfälle)
  • Bayern: 49.693 (2614 Todesfälle)
  • Berlin: 8778 (221 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3510 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1719 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5239 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.386 (514 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 806 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.989 (646 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 46.024 (1712 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7306 (238 Todesfälle)
  • Saarland: 2800 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5484 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1941 (62 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3253 (154 Todesfälle)
  • Thüringen: 3320 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 19.07.2020, 21.38 Uhr): 201.600 (9058 Todesfälle)

Vortag (Stand 18.07.2020, 19.45 Uhr): 201.373 (9058 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 187.400.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,25 (Stand 19.07.20)

Trump: Corona ist bei jungen Menschen oft nur wie ein “Schnupfen”

21.41 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der rasch zunehmenden Coronavirus-Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten erneut heruntergespielt. Bei der Zunahme in Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes handle es sich nur um “Flammen” oder gar nur “Glutherde”, die rasch gelöscht würden, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox News. Bei vielen der Neuinfektionen handle es sich um “junge Leute, die einen Schnupfen haben”, sagte Trump. Er behauptete weiter, dass “99,7 Prozent” aller Corona-Patienten “sehr schnell” wieder gesund würden.

Gesundheitsexperten warnen jedoch, dass es auch bei jüngeren Menschen nach einer Corona-Ansteckung ernsthafte Krankheitsverläufe und sogar Todesfälle geben könne. In den USA melden die Behörden seit knapp zwei Wochen 60.000 bis 77.000 Neuinfektionen pro Tag – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Florida, Georgia, Texas, Arizona und Kalifornien. Seit Februar gab es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge in den USA bereits 3,7 Millionen bestätigte Infektionen und 140 000 Todesfälle.

TOP-NEWS: Neuer Corona-Alarm in China, “Kriegslage” erklärt

18.01 Uhr: Der Corona-Alarm in der chinesischen Hauptstadt Peking wird herabgestuft. Vorangegangen seien 14 Tage ohne Neuansteckungen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Behörden hätten verkündet, dass der neue Ausbruch in Peking von Mitte Juni erfolgreich eingedämmt worden sei. Die Änderung der Warnstufe sollte am Montag in Kraft treten. Der Corona-Ausbruch im Juni war von einem Großmarkt der Hauptstadt ausgegangen.

Dagegen erklärten die Behörden in der fernwestlichen Region Xinjiang eine “Kriegslage”, um einen dortigen Corona-Ausbruch einzudämmen. Es habe dort 17 bestätigte Fälle gegeben, 23 Infektionen ohne Symptome, und 269 Menschen hätten am Sonntagmorgen noch unter Beobachtung gestanden. In Xinjiangs Hauptstadt Urumtschi wurde am Donnerstag ein Lockdown verhängt. Flüge, U-Bahn- und Eisenbahnverkehr wurden eingestellt.

China, wo die ersten Fälle Ende 2019 in der Stadt Wuhan aufgetreten waren, hat die Pandemie dank strikter Lockdown-Maßnahmen nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht. Am Samstag wurden in dem 1,4-Milliarden-Einwohner-Land landesweit nur 252 Neuansteckungen gemeldet. Insgesamt gab es bisher 85 857 bestätigte COVID-19-Fälle. Zum Vergleich: In Deutschland (83 Millionen Einwohner) waren es bisher mehr als 200 000, in den USA (330 Mio. Einwohner) mehr als 3,7 Millionen.

NRW: Hunderte feiern Party in alter Zeche – Polizei rückt an und nimmt Mann fest

17.20 Uhr: Einen größeren Einsatz hatte die Polizei in der vergangenen Nacht in Kamp-Lintfort am Niederrhein. Rund 300 Menschen feierten hier in der Nacht auf Sonntag einen Geburtstag auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche. Die Polizei löste die Veranstaltung auf und stellte mehrere Anzeigen aus. Ein 24-jähriger Krefelder wurde in Gewahrsam genommen, nachdem er sich gegenüber den Beamten aggressiv verhalten hatte.

TOP-NEWS: Coronavirus: 13 neue Fälle im Landkreis Uelzen

16.22 Uhr: Im Landkreis Uelzen ist es zu einem Corona-Ausbruch mit 13 Fällen in mehreren Familien gekommen. Die Familien lebten “in enger räumlicher Nähe zueinander” in Uelzen, teilte der niedersächsische Landkreis am Sonntag mit. Betroffen seien auch schulpflichtige Kinder. Alle Infizierten seien in häuslicher Quarantäne. “Wir hoffen, dass das Infektionsgeschehen auf die betroffenen Familien eingegrenzt werden kann”, sagte Landrat Heiko Blume. Derzeit liefen die Untersuchungen zu möglichen Kontaktpersonen. Am Freitag war im Landkreis ein erster neuer bestätigter Corona-Fall aufgetreten.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen und weitere Infektionen ausschließen zu können, sollten am Montag in zwei Schulen Mitschüler sowie weitere mögliche Kontaktpersonen auf das Virus getestet werden, kündigte der Landkreis an.

TOP-NEWS: Landkreis will nach Corona-Ausbruch Schlachthof nicht schließen

15.06 Uhr: Nach einem größeren Corona-Ausbruch von Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei im niedersächsischen Lohne sieht der Landkreis keine Veranlassung für eine Schließung des Betriebs. Es handele sich um eine Ermessensfrage, sagte der Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel (CDU), am Sonntag. Es gebe zwar ein größeres Ausbruchsgeschehen, das sich auf ein Kartonage-Lager zurückführen lasse, wo sich einige Mitarbeiter in den Pausen getroffen hatten. Das Hygienekonzept des Betriebs sei aber gut. Die Mehrheit der Betroffenen habe sich wohl in der Freizeit infiziert.

Bei einem Reihentest unter Mitarbeitern der Hähnchen-Schlachterei der Wiesenhof-Gruppe wurden von 1046 Mitarbeitern 66 positiv auf Covid-19 getestet. Alle Infizierten wurden unter Quarantäne gestellt. Auch 70 direkte Angehörige seien bereits unter Quarantäne, sagte Winkel. Weitere Kontaktpersonen sollen ab Montag ermittelt werden.

Reedereien arbeiten am Corona-Comeback

11.31 Uhr: Nach der coronabedingten Zwangspause für Kreuzfahrtschiffe bereitet sich die Branche allmählich wieder auf Passagierfahrten vor. Am Samstag sind zwei Kreuzfahrtschiffe der Reederei Aida Cruises im Überseehafen in Rostock-Warnemünde eingelaufen – allerdings noch ohne Passagiere. „Es ist alles planmäßig gelaufen“, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Am Pier hätten sowohl viele Fans und Touristen als auch zahlreiche Mitarbeiter die beiden Schiffe begrüßt.

Die beiden Kreuzfahrtschiffe sowie die Crew werden nun auf die ersten Abfahrten seit Beginn der Corona-Krise vorbereitet. Mit Passagieren an Bord sollen die Schiffe der Reederei im August zu Kurz-Kreuzfahrten ohne Landgang starten.

Auf den beiden Aida-Schiffen werden dem Sprecher zufolge zwischen 500 und 800 Menschen arbeiten und die ersten Touren werden mit einer Auslastung von etwa 50 Prozent der Kapazitäten angeboten. Bis Ende August seien mehrere drei- bis viertägige Kurzreisen geplant.

Die Pandemie hatte der weltweit boomenden Kreuzschifffahrt im Frühjahr ein Stoppzeichen gesetzt. Nachdem auch auf Schiffen Infektionen aufgetreten waren, sperrten einige Länder ihre Häfen. Wenig später wurden die Reisen gänzlich eingestellt. Die Zahl deutscher Kreuzfahrtpassagiere war nach Branchenangaben im vergangenen Jahr erstmals auf über drei Millionen gestiegen. Für das laufende Jahr rechnen die Veranstalter mit einem massiven Einbruch der Gästezahlen und Umsätze.

TOP-News: Österreich kehrt zur Maskenpflicht zurück

Sonntag, 19. Juli 2020, 8.15 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angekündigt, dass er die Maskenpflicht wieder einführen wird – zumindest teilweise. Gegenüber der Tageszeitung „Österreich“ sagte er vor Beratungen mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Vizekanzler Werner Kogler: „Wir werden dar­über beraten, in welchen Bereichen wir die Maskenpflicht wieder einführen.“

Bereits fest steht, dass der verpflichtende Mund-Nasen-Schutz für Supermärkte in ganz Österreich noch kommende Woche wieder kommen soll. Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres wünscht sich diesen in allen öffentlichen geschlossenen Räumen. Teile der Gastronomie und Hotellerie wehren sich noch dagegen.

Kurz sagte gegenüber „Österreich“ weiter, dass ihm das Comeback der Masken „noch zu wenig“ sei. Das Ampelsystem, an dem das Gesundheitsministerium arbeitet, müsse „nun zügig zur Umsetzung kommen, damit in ganz Österreich kein Fleckerlteppich an unterschiedlichen Maßnahmen kommt“.

Österreich hatte als eines der ersten Länder innerhalb der EU die Maskenpflicht eingeführt – in umfassenderem Maße als etwa Deutschland. Sogar in der Öffentlichkeit, wenn Bürger mit anderen Menschen in Kontakt kommen, mussten bis Mitte Juni Masken getragen werden.

Als sich die Situation deutlich entspannt hatte, hob die Regierung die Maskenpflicht weitestgehend auf. Seit dem 15. Juni müssen die Österreicher nur noch im öffentlichen Nahverkehr und in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs wie etwa Apotheken zum Mund-Nasen-Schutz greifen, oder wenn sie Dienstleistungen in Anspruch nehmen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, etwa beim Friseur. Allerdings kehrten zuletzt einzelne Regionalregierungen zu einer lokalen Maskenpflicht zurück, nachdem die Fallzahlen wieder angestiegen waren.

WHO meldet Rekord bei Neuinfektionen – meiste Tote seit Anfang Mai

22.59 Uhr: Den zweiten Tag in Folge meldet die WHO einen neuen Rekord bei den weltweiten Neuinfektionen. 259.848 bestätigte Fälle wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Toten stieg auf den höchsten Wert seit Anfang Mai. 7360 Menschen starben an einer Covid-19-Erkrankung.

TOP-NEWS: Kanzleramt macht Impfstoff-Hoffnung

22.52 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat eine positive Zwischenbilanz der Bekämpfung der Corona-Krise in Deutschland gezogen. “Derzeit kann man sagen: Wir haben Corona in Deutschland im Griff”, sagte Braun der “Bild”-Zeitung. “Aber das ist eine Momentaufnahme – das Virus ist nach wie vor im Land, es kann immer wieder zu Ausbrüchen kommen.”

Braun stellte Großveranstaltungen im Kulturbereich und Fußballspiele mit Fans im Stadion für den Herbst in Aussicht. “Mit Abstand und Hygiene­konzept können Sportveranstaltungen mit Zuschauern durchgeführt werden. Zu großes Gedränge muss aber noch vermieden werden. Die Stadien werden also nicht ausverkauft sein können und das muss gut organisiert und kontrolliert werden. Dann müssen sie aber nicht mehr leer sein, finde ich.” Veranstaltungen mit einer größeren Zahl an Zuschauern sehe er “besonders für Kulturevents wie Oper, Theater und Konzerte”, so Braun. “Kultur ist ganz wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, auch für das Verarbeiten einer solchen Krise.”

Auch der Unterricht an Schulen soll nach dem Willen des Kanzleramtschefs nach den Ferien wieder möglichst regulär aufgenommen werden. “Wir müssen dafür sorgen, dass der Schulbetrieb nach den Sommerferien in ganz Deutschland weitestgehend normal läuft”, so Braun der “Bild“-Zeitung. “Der Staat muss den Bildungsauftrag für die Kinder wieder komplett erfüllen. Zudem haben Schulen und Kindergärten die Funktion, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Der Zustand, in dem das nicht so ist, muss so kurz wie möglich sein.” Ziel sei “ein verlässlicher Schulbetrieb für alle Kinder”, so der CDU-Politiker. “Die Schulen müssen aber ein Hygienekonzept haben und dafür sorgen, dass Kontakte zum Beispiel nur im Klassenverband bestehen. Dann muss bei einer Infektion nur die Klasse in Quarantäne und nicht die ganze Schule.”

An der Maskenpflicht will Braun bis zur Zulassung eines Impfstoffs festhalten: “Die Maskenpflicht stellt einen relativ niedrigen Eingriff in die Rechte der Bürger dar. Und sie ist effektiv. Nur weil es in einem Landkreis keine Fälle mehr gibt, ist die Gefahr doch nicht verschwunden. Ohne Maßnahmen hat sich die Zahl der Infizierten alle drei Tage verdoppelt. In diesen Zustand dürfen wir unter keinen Umständen zurück. Abstand halten und Masken tragen gehört für mich weiter zum Basisschutz – besonders in Innenräumen.” Erst mit Impfstoff werde man zum Normalzustand zurückkehren können.

Braun rechnet mit einem solchen Impfstoff schon bis Anfang kommenden Jahres: “Mehrere Impfstoffe werden bereits klinisch getestet und vermitteln den Test-Patienten Immunität. Ich bin optimistisch, dass wir Anfang des Jahres einen sicheren Impfstoff haben. Aber versprechen kann das niemand.”

Zugleich appellierte Braun an die Deutschen, Arztbesuche und Operationen wegen Corona nicht länger aufzuschieben: “Ich kann die Menschen nur auffordern: Wer zum Arzt muss, der möge bitte gehen, bei wem eine Operation ansteht, der möge sie bitte durchführen lassen!” Die Tatsache, dass viele Patienten aus Angst vor Corona trotz Beschwerden zu Hause blieben, mache ihm “große Sorgen”. Der Kanzleramtschef rechtfertigte die Verschiebung der Eingriffe gegenüber der Zeitung: “Unsere Maßnahmen waren richtig. Als Jens Spahn die Krankenhäuser aufgefordert hat, die Betten zu leeren, mussten wir mit Millionen Infizierten und Zehntausenden schweren Verläufen rechnen. Dafür mussten wir vorsorgen. Niemand konnte damals sicher vorhersagen, dass wir die Welle so gut in den Griff bekommen.”

TOP-NEWS: 66 Corona-Infektionen bei Schlachthof in Lohne

21.43 Uhr: Corona-Ausbruch in einem Schlachthof: 66 Menschen sind in einem Wiesenhof-Hähnchenschlachthof im niedersächsischen Lohne positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Landkreis Vechta am Samstagabend mit. Insgesamt wurden 1046 Abstriche genommen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei 41,13 pro 100.000 Einwohner. Als Grenzwert für Einschränkungen des öffentlichen Lebens gilt der Wert 50. Von den neuinfizierten Personen wohnen 35 im Landkreis Vechta, 27 im Landkreis Diepholz, zwei im Landkreis Osnabrück und jeweils eine im Landkreis Cloppenburg und in der Stadt Delmenhorst.

Corona-Krise: Tausende Israelis demonstrieren gegen Regierungspolitik

20.49 Uhr: Tausende von Israelis haben am Samstag gegen den Kurs der Regierung von Benjamin Netanjahu in der Corona-Krise demonstriert. Zahlreiche Menschen versammelten sich am Abend in einem Tel Aviver Park am Mittelmeerstrand. Außerdem demonstrierten in Jerusalem sowie an vielen Kreuzungen und auf Brücken landesweit Mitglieder der Bewegung “Schwarze Flaggen” gegen den Ministerpräsidenten, der wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht steht. Am Sonntag ist eine weitere Sitzung im Prozess gegen Netanjahu angesetzt.

Die Demonstranten in Tel Aviv warfen der politischen Führung vor, sie sei korrupt und habe sich vom Volk entfernt. Sie hielten Plakate in die Höhe, auf denen Slogans wie “Corona-Diktatur” und “Wirtschaftliche Sicherheit für uns alle!” standen.

Netanjahu hatte zwar ein milliardenschweres Hilfspaket zur Linderung des finanziellen Drucks während der Corona-Krise vorgestellt sowie Einmalzahlungen für alle Bürger angekündigt. Die Maßnahmen wurden jedoch von vielen als ungenügend und fehlgeleitet kritisiert.

Die Folgen der Corona-Einschränkungen haben der Wirtschaft des Landes schwer zugesetzt. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei mehr als 20 Prozent.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel stieg zuletzt auf immer neue Rekordwerte. In der Nacht zum Freitag beschloss die Regierung, an Wochenenden müsse ein Corona-Lockdown gelten. Es wurden erneut Einschränkungen für Versammlungen und Restaurants verhängt. Viele Restaurantbesitzer wollen jedoch gegen die Vorschriften rebellieren.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 49 204 Menschen in Israel nachgewiesen worden; 400 Infizierte sind gestorben. Im besetzten Westjordanland wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bisher 8 132 Menschen infiziert, 58 starben.

Zahl der Infektionen jetzt bei auf 201.000 – R-Wert steigt weiter an, Zahl der aktiven Fälle auch

19.36 Uhr: Die Zahl der registrierten Infektionen in Deutschland liegt Stand Samstagabend bei 201.373. Im Vergleich zum Vortag gibt es 435 neue Fälle, drei weitere Menschen starben an dem Virus. Allerdings haben die Bundesländer Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Samstag keine neuen Zahlen gemeldet.

Die Zahl der aktiven Fälle liegt derzeit bei 5115 – das sind 132 mehr als am Vortag. Deutschlandweit sind derzeit im Schnitt 3,1 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert, 105 Landkreise meldeten in den letzten sieben Tagen keine einzige Neuinfektion.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,42 (Vortag: 1,25) – Tendenz steigend. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 142 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Weil die Zahl der aktiv Infizierten mittlerweile sehr niedrig ist, unterliegt der Wert zudem immer größeren Schwankungen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 201.600, 9058 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.352 (1838 Todesfälle)
  • Bayern: 49.693 (2614 Todesfälle)
  • Berlin: 8778 (221 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3510 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1719 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5239 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.386 (514 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 806 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.989 (646 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 46.024 (1712 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7306 (238 Todesfälle)
  • Saarland: 2800 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5484 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1941 (62 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3253 (154 Todesfälle)
  • Thüringen: 3320 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 19.07.2020, 21.38 Uhr): 201.600 (9058 Todesfälle)

Vortag (Stand 18.07.2020, 19.45 Uhr): 201.373 (9058 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 187.400.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,25 (Stand 19.07.20)

TOP-NEWS: Als Johnson noch immer keinen Lockdown befahl, schickte Macron eine Drohung

18.44 Uhr: Ein strategischer Fehler mit Folgen: Als die anderen europäischen Staaten Mitte März weitgehende Lockdown-Maßnahmen beschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen, blieben in Großbritannien die Geschäfte, Bars und Restaurants weiter offen. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson setzte zunächst auf die Strategie der „Herdenimmunität“, also der gezielten Durchseuchung der Bevölkerung. Als neue Zahlen jedoch 500.000 Tote in nur vier Monaten prognostizierten, wechselte Großbritannien die Strategie – trotzdem befahl Johnson keinen sofortigen Lockdown.

Das soll Präsident Emmanuel Macron im benachbarten Frankreich dermaßen erzürnt haben, dass er am 20. März eine Drohung an Johnson schickte: Handelt jetzt, oder wir schließen die Grenzen. Das berichtet die britische „Times“. Noch am selben Tag verkündete Johnson die Schließung von Bars, Pubs und Restaurants, drei Tage später ordnete er umfassende Ausgangsbeschränkungen an.

Ob die Drohung Macrons mit Johnsons Beschluss in Zusammenhang steht, ist unklar. Eine vollständige Schließung der See- und Tunnelgrenze zu Frankreich hätte für Großbritannien allerdings verheerende Folgen gehabt. Die Insel produziert nicht genügend Lebensmittel zur Eigenversorgung und ist daher auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Im Jahr 2018 importierte Großbritannien Lebensmittel im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro, von denen ein großer Teil über den sogenannten „Eurotunnel“ sowie den Hafen im französischen Calais geliefert werden.

Zu Beginn der Corona-Pandemie soll in Großbritannien daher für kurze Zeit sogar Lebensmittelknappheit gedroht haben, berichtet die „Times“ weiter. Demnach habe Gesundheitsminister Matt Hancock Warnungen erhalten, dass die Lebensmittelversorgung gerade „in sich zusammenbricht“. Der Grund: „Von den Arbeitern in den französischen Häfen ist an diesem ersten Wochenende keiner aufgetaucht“, zitiert die „Times“ eine Regierungsquelle. „Es war nicht klar, ob wir die vor uns liegende Woche genügend Lebensmittel haben würden.“

Sorge vor zweiter Corona-Welle: Frankreich führt Maskenpflicht früher als geplant ein

17.35 Uhr: In Frankreich wächst die Angst vor einer zweiten Welle: Wie Gesundheitsminister Verran nun mitteilte, gilt ab Montag eine Maskenpflicht. In Geschäften, Banken sowie auf öffentlichen Plätzen müssen ab dem 20. Juli Masken getragen werden. Eigentlich sollte die Maskenpflicht erst ab August gelten. Zuvor waren die Fallzahlen spürbar angestiegen.

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite.

 

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