Corona-Pandemie: Viele Neuinfektionen! 9900 akut Infizierte in Deutschland

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Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem: Mehr als 19 Millionen Menschen haben sich bisher weltweit mit dem Coronavirus infiziert, 215.460 davon in Deutschland. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Fast 10.000 akut Infizierte – NRW erneut mit deutlichem Anstieg der Corona-Fallzahlen (20.10 Uhr) +++ Neue Panne: Britische Behörde ruft 740.000 Coronavirus-Tests zurück (18.54 Uhr) +++ Strand-Ampeln in Badeorten springen reihenweise auf Rot (11.03 Uhr) +++

Paris führt Maskenpflicht im Freien an stark besuchten Orten ein

22.21 Uhr: An besonders stark besuchten Orten der französischen Hauptstadt gilt ab Montag Maskenpflicht auch im Freien. Betroffen sind vor allem die Ufer der Seine sowie touristische Sehenswürdigkeiten, Märkte und Einkaufsstraßen, wie die Stadtverwaltung am Samstag mitteilte. Bei Missachtung der Maskenpflicht droht eine Geldbuße in Höhe von 135 Euro.

Zahlreiche weitere Städte in Frankreich hatten zuvor bereits eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken an besonders belebten Orten erlassen, darunter etwa Nizza, Marseille und La Rochelle.

TOP-NEWS: Fast 10.000 akut Infizierte – NRW erneut mit deutlichem Anstieg der Corona-Fallzahlen

20.10 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 215.460 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen demnach bei 883. Am stärksten war der Anstieg erneut in Nordrhein-Westfalen mit 393 gemeldeten Neuinfektionen. Bereits am Freitag waren rund 500 Neuinfektionen gemeldet worden. 883 neue positive Corona-Tests sind vor allem für einen Wochenend-Tag beachtlich hoch. Zumal Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Wochenende keine Zahlen vermelden. Zudem lagen für Bremen zunächst keine Zahlen vor.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 215.460, 9167 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.752 (1858 Todesfälle)
  • Bayern: 51.788 (2624 Todesfälle)
  • Berlin: 9687 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3654 (175 Todesfälle)
  • Bremen: 1803 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5663 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.602 (524 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 937 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.895 (654 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 51.330 (1759 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7763 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2898 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5624 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2059 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3586 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3419 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 08.08.2020, 20.08 Uhr): 215.460 (9167 Todesfälle)

Vortag (Stand 07.08.2020, 21.46 Uhr): 214.577 (9161 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 196.400

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 9900

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,32

Bundesweit sind bislang 9167 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Robert Koch-Institut beziffert die Zahl der Genesenen auf 196.400. Somit sind rund 9900 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Das ist ein deutlicher Anstieg. Am Freitag lag die Zahl der aktiven Fälle noch bei 9500.

Der R-Wert liegt laut RKI derzeit bei 1,32. Auch er verzeichnete einen deutlichen Anstieg (1,16 am Freitag).

TOP-NEWS: Neue Panne: Britische Behörde ruft 740.000 Coronavirus-Tests zurück

18.54 Uhr: Die britische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte hat den Rückruf Hunderttausender Coronavirus-Test-Sets veranlasst. Wie die Regierung in London am Samstag bestätigte, handelt es sich um bis zu 741.000 Tests der Firma Randox. Diese seien möglicherweise nicht sicher für den Gebrauch, hieß es zur Begründung.

Randox hatte im März einen Auftrag in Höhe von 133 Millionen Pfund von der britischen Regierung erhalten, unter anderem für die Bereitstellung von Coronavirus-Tests. Dem «Guardian» zufolge erfolgte die Vergabe ohne Ausschreibung. Gerechtfertigt wurde das durch die hohe Dringlichkeit, die Testkapazitäten des Landes rasch zu erhöhen. Pikant ist jedoch, dass ein führender Abgeordneter der regierenden Konservativen, Owen Paterson, als Berater für die Firma tätig ist. Paterson erhält dem Register für Nebeneinkünfte des britischen Parlaments zufolge dafür jährlich 100.000 Pfund (umgerechnet rund 110.000 Euro).

Der Vorgang reiht sich in eine ganze Kette von Pannen und zweifelhaften Deals beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie ein. Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass 50 Millionen Schutzmasken, die vom Gesundheitsministerium in London gekauft wurden, für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst ungeeignet sind. Auch hier soll es der Nichtregierungsorganisation Good Law Project zufolge keine Ausschreibung gegeben haben. Eingefädelt worden sein soll der Deal durch einen Regierungsberater, der auch für die beauftragte Firma tätig ist. Nach Schätzung des Good Law Project wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro) ausgegeben.

Dänischer Schlachthof schließt nach dutzenden Corona-Fällen vorübergehend

17.04 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch mit Dutzenden infizierten Mitarbeitern wird ein Schlachtbetrieb in Dänemark vorübergehend geschlossen. Nachdem weitere 22 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden seien, werde der Betrieb in Ringsted ab Montag zunächst für eine Woche geschlossen, teilte der Fleischverarbeiter Danish Crown am Samstag mit. Damit solle versucht werden, die Infektionsketten innerhalb des Personals zu durchbrechen.

Mittlerweile sind damit fast 150 Mitarbeiter von Danish Crown in Ringsted positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danish Crown war vor knapp zwei Wochen über einen ersten Corona-Fall unter den rund 850 Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35.000 Schweine geschlachtet, was aber in Folge des Ausbruchs bereits deutlich zurückgefahren wurde.

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen hatte es nach einem Corona-Massenausbruch eine fast vierwöchige Zwangspause am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gegeben. Mitte Juli war ein Anlaufen der Produktion wieder erlaubt worden. Der Vorfall hatte eine Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der dort angestellten Arbeiter ausgelöst.

Weitere Lehrer an Schule in Ludwigslust positiv getestet – “damit greift jetzt die nächste Stufe”

16.26 Uhr: Die Corona-Infektion einer Gymnasiallehrerin in Ludwigslust hat Folgen. Wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim am Samstag mitteilte, wurden bei Tests im gesamten Kollegium zwei weitere Pädagogen positiv auf das neuartige Virus getestet. “Damit greift jetzt die nächste Stufe”, erklärte Landrat Stefan Sternberg (SPD). Da die infizierten Lehrer seit dem Schulstart am Montag Kontakt zu 205 Schülern gehabt hätten, würden diese nun als Kontaktpersonen ersten Grades per Allgemeinverfügung in Quarantäne geschickt. Eltern und Geschwister seien von der Quarantäneregelung nicht betroffen.

Sternberg zufolge werden am Montag nochmals das gesamte Schulpersonal sowie die 205 Schüler getestet. Die Ergebnisse würden für Dienstag erwartet. “Danach werden wir entscheiden, wie wir mit der Schulöffnung weiter verfahren”, erklärte der Landrat. Vorerst war der Präsenzunterricht für alle 800 Schüler bis einschließlich Mittwoch kommender Woche ausgesetzt worden. Der Unterricht werde aber für alle Schüler gewährleistet, versicherte Sternberg. Die Schule stelle auf das Lernen von Zuhause am Computer um.

Der Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern hatte erst am Montag wieder begonnen. Das Bundesland war als erstes nach den sechswöchigen Sommerferien in das neue Schuljahr gestartet.

Corona-Demo in Stuttgart mit mehreren Hundert Teilnehmern

14.00 Uhr: Die Corona-Demo in Stuttgart hat am Samstagmittag mit mehreren Hundert Teilnehmern auf dem Marienplatz begonnen. Mit Trommeln und Sprechchören, die „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut“ skandieren, zieht der Zug nun Richtung Schlossgarten, wo die Gruppe „Querdenken-711“ am Nachmittag die Hauptkundgebung angemeldet hat. Unter den Teilnehmern sind auch viele Familien mit kleinen Kindern. Maskenpflicht besteht nicht, doch die Sicherheitsabstände müssen eingehalten werden. Die Veranstalter fordern unterdessen immer wieder zum Abstandhalten auf: “1,5 Meter Abstand halten, bitte, bitte. Wir wollen nicht, dass die Veranstaltung aufgelöst wird.”

TOP-NEWS: Teil-Reisewarnung für Bulgarien und Rumänien – Goldstrand betroffen

13.06 Uhr: Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.

Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit Samstag auf Corona testen lassen.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

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Polizei löst illegale Party mit 200 Feiernden in Ulmer Park auf

12.21 Uhr: Die Polizei hat in einem Park in Ulm ungefähr 200 junge Menschen bei einer illegalen Party erwischt. Die feiernde Gruppe sei bei einer Streifenfahrt entdeckt worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Als sie den Streifenwagen sahen, verließen einige Jugendliche bereits den Ort. Andere blieben aber sitzen und waren den Beamten zufolge unkooperativ, provokant und respektlos. Die Polizei löste die Party daraufhin am Freitagabend auf. Einen Veranstalter konnten sie nicht ermitteln. Die derzeit gültige Corona-Verordnung sieht vor, dass sich maximal 20 Menschen öffentlich treffen dürfen.

TOP-NEWS: Gäste-Ansturm trotz Corona: Strand-Ampeln in Badeorten springen reihenweise auf Rot

11.03 Uhr: Touristen oder Einheimische, die sich auf einen Tagesausflug an die Strände der Lübecker Bucht gefreut haben, müssen wohl umplanen. Die Strandampeln sind in vielen Bereichen bereits auf Rot gesprungen – die Strände sind voll. Wegen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen können dort keine weiteren Gäste zugelassen werden.

Derzeit stehen die Ampeln an folgenden Stränden auf Rot:

  • Niendorf/Ostsee, Abschnitt 55-62, 65-80
  • Timmendorfer Strand, Abschnitt 1-14, 15-30, 31-54
  • Scharbeutz, Abschnitt 1-8, 9-13, 14-20, 21-24, 25-29, 30-46
  • Haffkrug
  • Sierksdorf
  • Neustadt
  • Pelzerhaken
  • Rettin

An den restlichen Stränden steht die Ampel derzeit auf Gelb. Wer noch an die Strände möchte, kann sich hier über die aktuellen Zustände informieren.

Der übliche Bettenwechsel in den Ferienorten und die Aussicht auf ein traumhaftes Sommerwochenende haben am Samstagmorgen zudem für dichten Verkehr Richtung Ostsee geführt. “Die Reisewelle rollt schon ganz gut an”, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei im vorpommerschen Grimmen. Reiseziele seien vor allem die Ferieninseln Rügen und Usedom. Das zeige sich insbesondere am Fahrzeugaufkommen auf der Ostsee-Autobahn A20, aber auch auf der Bundesstraße 96, die von Berlin direkt nach Rügen führt.

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“Wir setzen auf Vernunft”: Badeorte fürchten Gäste-Ansturm

10.39 Uhr: Das Ostseebad Boltenhagen rechnet zum Wochenende mit bis zu 20.000 Badegästen. “Die tollen Wetteraussichten lassen einen Ansturm auf unsere Strände erwarten”, sagte Bürgermeister Raphael Wardecki (Grüne) am Freitag. Schon bei den deutlich kühleren Temperaturen eine Woche zuvor seien die Parkplätze vollständig ausgelastet gewesen. Deshalb sei nun auf einem Feld am Ortseingang ein Behelfsparkplatz eingerichtet worden.

Was in normalen Jahren große Freude in der vom Tourismus lebenden Gemeinde auslöse, stelle unter den aktuellen Pandemiebedingungen eine große Herausforderung dar. “Wir setzen auf die Vernunft unserer Gäste, dass sie Abstand halten, und werden gegebenenfalls auch regulierend eingreifen, wenn dies erforderlich sein sollte”, sagte Wardecki. Ob Schließungen von Strandabschnitten – wie im benachbarten Schleswig-Holstein schon häufiger geschehen – nötig werden, könne noch nicht gesagt werden. Dies sei aber das letzte Mittel.

Auf der Insel Poel sieht man dem Wochenende mit Gelassenheit entgegen. “Wir haben elf Kilometer Außenküste. Da findet jeder einen Platz”, sagte Kurdirektor Markus Frick. Anders als auf Rügen oder Usedom gibt es auf Poel keine großen Hotels. Die Bettenkapazität der Insel liegt laut Frick bei etwa 6000, den beliebten Campingplatz in Timmendorf eingeschlossen.

Berlins Schüler kündigen Streik an

9.46 Uhr: Kurz vor dem Ferienende in Berlin hat der Landesschülerausschuss am Freitag mit knapper Mehrheit für einen Schulstreik gestimmt. Das berichtet der “Tagesspiegel”. Demonstriert werden solle für mehr Sicherheit. “Wir wollen stärkere Hygienemaßnahmen erreichen und mehr Geld für die Schulreinigung”, zitiert die Zeitung Lena Werner, Sprecherin des Landesschülerausschusses. Das weitere Vorgehen solle jedoch noch mit den Bezirksschülerausschüssen abgestimmt werden.

Ärzteverband: Masken im Unterricht machen “überhaupt keinen Sinn”

9.21 Uhr: Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht – wie von Nordrhein-Westfalen vorgesehen – als sinnlos kritisiert. “Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung”, sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ). “Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben.”

Mehrere Länder haben eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt – mit einer zumindest vorübergehenden Tragepflicht für weiterführende und berufsbildende Schulen steht NRW aber bislang alleine da. Der Vorstoß hatte eine bundesweite Debatte ausgelöst.

“Nicht akzeptabel”: Kritik aus der CDU an kostenloses Corona-Tests für Rückkehrer

09.02 Uhr: In der CDU regt sich Kritik an den kostenlosen Pflichttests für Reisende, die aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. “Der Aufwand für selbst gewählte Risiken kann nicht ständig auf die Gesellschaft abgewälzt werden”, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dem “Spiegel”. Vorübergehend sei die Regelung richtig, “um die sofortige Inanspruchnahme durch die Reisenden zu sichern.” Für eine dauerhafte Lösung müsse aber über Alternativen nachgedacht werden, “zum Beispiel, ob die Kosten für die Tests auf die entsprechenden Flugtickets umgelegt werden”.

Wer aus Risikogebieten nach Deutschland kommen, muss sich seit diesem Samstag bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Der Test ist für die Betroffenen bis zu drei Tage nach der Ankunft kostenlos. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Kostenfreiheit zuletzt noch einmal verteidigt.

Noch deutlicher als Haseloff wurde der designierte Hamburger CDU-Landeschef Christoph Ploß. “Es ist nicht akzeptabel, dass die Kosten für die Tests allen Deutschen gleichermaßen aufgedrückt werden”, sagte Ploß dem “Spiegel”. Auch er begrüßte die Testpflicht, forderte aber: “Wer einen Test benötigt, sollte auch für ihn bezahlen.”

Kritik gab es es auch an der Forderung des CDU-Wirtschaftsrats, Reisen in Risikogebiete grundsätzlich zu verbieten. “Ich halte pauschale Reiseverbote für einen zu großen Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte der Bürger. Das gleiche Ziel erreichen wir auch durch eine strikte Testpflicht und konsequente Quarantäneregeln”, sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Carsten Linnemann, dem “Spiegel”.

Für die Akzeptanz in der Bevölkerung sei es “auch weiterhin sehr wichtig, dass wir gut abwägen zwischen Infektionsschutz auf der einen Seite und der individuellen Freiheit auf der anderen Seite”, sagte der Unionsfraktionsvize.

TOP-NEWS: Hausärzteverband kritisiert Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer als “wahnwitzig”

7.17 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband übt Kritik an der Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. “Viel zu testen ist an sich vernünftig, die Testpflicht ist aber Aktionismus, von dem ich wenig halte”, sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der “Welt” (Samstagsausgabe). Die Risikogebiete seien “viel zu pauschal” eingeteilt worden und viele Hausärzte nicht für einen riesigen “Ansturm von Testwilligen” ausgestattet.

Weigeldt bezeichnete es zudem als “absurd”, dass Reiserückkehrer dem Arzt glaubhaft machen müssten, tatsächlich im Ausland gewesen zu sein – etwa durch einen Boarding-Pass oder eine Hotelrechnung. “Wir sind Ärzte, die dafür da sind, Menschen zu behandeln und nicht die Außenstelle des Bundesgesundheitsministeriums. Wie soll ich denn auch überhaupt eine Hotelrechnung überprüfen? Wer da wann genau wo gewesen ist?”, sagte Weigeldt. “Das ist doch wahnwitzig.”

Wer aus Risikogebieten nach Deutschland kommen, muss sich seit diesem Samstag bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Alternativ kann ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, das nicht mehr als zwei Tage alt ist.

Als Risikogebiete eingestuft sind die meisten Staaten der Erde, auch die USA oder Brasilien. In der EU hat das Robert-Koch-Institut Luxemburg, die belgische Region Antwerpen und einige Regionen Nordspaniens als Risikogebiet ausgewiesen, ebenso mehrere europäische Staaten außerhalb der EU. Auch die vier türkischen Küstenprovinzen, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr gilt, sind weiterhin als Risikogebiete eingestuft.

Trotz Corona: Trump verteidigt bei Pressekonferenz Maskenverweigerer

Samstag, 8. August, 7.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Gäste seines Golfclubs verteidigt, die bei seiner Pressekonferenz in einem geschlossenen Raum trotz der anhaltenden Corona-Pandemie keine Maske trugen. Es gebe Ausnahmen von der Maskenpflicht für “politische Aktivitäten”, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey. Seine offizielle Pressekonferenz als US-Präsident sei auch ein “friedlicher Protest”, behauptete Trump unter dem Jubel der Gäste weiter.

Mitglieder des Golfclubs waren eingeladen worden, der Pressekonferenz des US-Präsidenten beizuwohnen. Die Gäste wüssten, dass die Medien nur Falschinformationen (“fake news”) verbreiteten, ihre Anwesenheit stelle daher einen politischen Protest dar, sagte Trump weiter – unter großem Jubel. Nach Berichten anwesender Journalisten und auf Fotos trugen die meisten Gäste keine Maske.

Die bei Trumps Pressekonferenzen anwesenden Journalisten werden routinemäßig auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Bei den Gästen des Golfclubs wurde nach Angaben mitreisender Journalisten vor der Pressekonferenz gemessen, ob sie Fieber haben.

Der Republikaner Trump wurde lange dafür kritisiert, dass er trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten keine Maske über Mund und Nase trug. Das Tragen von Masken wurde dadurch in den USA auch ein Politikum. Inzwischen ist Trump aber einige Male auch mit Maske aufgetreten. Trump ist für das Wochenende in den exklusiven Golfclub gereist.

TOP-NEWS: Mehr als 1200 Neuinfektionen – Zahl der aktiven Fälle und R-Wert steigen deutlich

21.48 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 214.577 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 1229. Am stärksten war der Anstieg in NRW mit 498 neuen Fällen.

9161 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Robert Koch-Institut beziffert die Zahl der Genesenen auf 195.900. Somit sind rund 9500 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Auch das ist ein deutlicher Anstieg. Am Donnerstag lag die Zahl der aktiven Fälle noch bei rund 9000. Der R-Wert stieg laut RKI wieder deutlich, von 0,99 auf 1,16. Er gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 215.460, 9167 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.752 (1858 Todesfälle)
  • Bayern: 51.788 (2624 Todesfälle)
  • Berlin: 9687 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3654 (175 Todesfälle)
  • Bremen: 1803 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5663 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.602 (524 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 937 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.895 (654 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 51.330 (1759 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7763 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2898 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5624 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2059 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3586 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3419 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 08.08.2020, 20.08 Uhr): 215.460 (9167 Todesfälle)

Vortag (Stand 07.08.2020, 21.46 Uhr): 214.577 (9161 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 196.400

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 9900

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,32

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