Corona-Pandemie: Weitere 17 Infizierte auf Gemüsehof in Mamming – 930 neue Fälle

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Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 17 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, 212.369 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Nur jedes zweite Labor kann Daten an Corona-Warn-App senden (05.04 Uhr) +++ Bundesländer melden 930 Neuinfektionen (21.37 Uhr) +++ Regierung warnt vor Reisen in belgische Provinz (20.10 Uhr) +++ Partyurlaub in Kroatien – Abiturienten mit Corona im Gepäck (18.13 Uhr) +++

TOP-NEWS: Nur jedes zweite Labor kann Daten an Corona-Warn-App senden

05.04 Uhr: Rund die Hälfte aller Corona-Testlabore in Deutschland sind aktuell vollständig digital angebunden und können Corona-Tests vom Scan des Auftragsformulars bis zur Übermittlung der Daten an die Corona-Warn-App digital abwickeln. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Frank Sitta zurück. Demnach werden die Labore sukzessive mit den technischen Komponenten ausgestattet. 74 Prozent der Labore werden zum aktuellen Zeitpunkt an den entsprechenden Verifikationsserver der App angebunden.

Nutzer, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, tragen diesen Status selbst in die Corona-Warn-App ein. Um einen Missbrauch zu verhindern, muss die Infektion offiziell bestätigt werden. Das geschieht über einen QR-Code durch das Testlabor oder per TAN, die man von einer Telefon-Hotline bekommt, da nicht alle Labore in der Lage sind, QR-Codes zu generieren. Im Infektionsfall erhalten die betroffenen Kontakte einen Hinweis, dass sie sich testen lassen sollen.

Dass nur die Hälfte der Labore über eine vollständige digitale Anbindung verfügt, ist nach Auffassung Sittas ein “Defizit im Kampf gegen die Nachverfolgung von Infektionsketten”. “Um positive Testergebnisse auch direkt als Warnung in der Corona-Warn-App anzuzeigen, muss nun schnellstens die gesamte Meldekette digitalisiert werden”, sagte der FDP-Abgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Damit würden auch die Meldungen über die “datenschutzrechtlich unglückliche” Telefon-Hotline überflüssig.

Ägypten fordert Ende der Reisewarnung von Bundesregierung

04.38 Uhr: Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. “Es ist sehr frustrierend, dass ich keine Antwort darauf bekomme, warum die Reisewarnung nicht aufgehoben wird”, sagte der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, der dpa. “Wir bitten nicht um einen Gefallen. Was wir sagen, ist: Schaut Euch die Lage an und trefft eine rationale und angemessene Entscheidung. Alles deutet darauf hin, dass die Reisewarnung nicht gerechtfertigt ist.”

Ägypten ist nach der Türkei das zweitbeliebteste Urlaubsziel der Deutschen außerhalb der Europäischen Union. Aus ägyptischer Sicht sind die Deutschen die wichtigste Urlaubergruppe aus der EU. Im vergangenen Jahr seien 1,8 Million Deutsche nach Ägypten gekommen. “Das ist sehr wichtig für uns, weil der Tourismus 12 Prozent unserer Wirtschaftsleistung ausmacht.”

GDL fordert mehr Durchgriffsrechte für Zugbegleiter bei der Maskenpflicht

Donnerstag, 06. August, 0.04 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer verlangt mehr Kompetenzen für die Zugbegleiter, damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann. “Die Ausgangsposition für die Zugbegleiter ist schon dadurch schlecht, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske nicht Teil der Beförderungsbedingungen ist”, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der “Süddeutschen Zeitung”. Aus unerfindlichen Gründen könne sich die Bahnspitze nicht dazu durchringen, dies zu ändern. Dadurch seien den Zugbegleitern “in letzter Instanz die Hände gebunden”.

Insgesamt registrierten die Zugbegleiter einen laxeren Umgang mit dem Mund-Nase-Schutz – neben “vielen vernünftigen Fahrgästen, die ihre Maske tragen”, sagte Weselsky. Die aber verlangten von den Zugbegleitern, die Maskenpflicht auch bei allen anderen durchzusetzen. “Unsere Leute geraten da gerade zwischen alle Fronten”, kritisierte der GDL-Vorsitzende.

Bei Fahrgästen, die sich hartnäckig weigern, sind Verweise nach Angaben des Konzerns bereits möglich. Weigerten sich Fahrgäste nach wiederholter Aufforderung, die Maske aufzusetzen, werde der Fahrgast am nächsten Halt aus dem Zug gebeten, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums – gegebenenfalls komme die Bundespolizei hinzu und zeige Verstöße auch an.

„Wiederholte Verletzungen der Vorschriften“: Italien droht Ryanair mit Flugverbot

22.03 Uhr: Die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac prüft derzeit, Ryanair-Flüge von und nach Italien zu untersagen. Das geht aus einer Mitteilung der Behörde hervor. Die Enac wirft Ryanair „wiederholte Verletzungen der Covid-19-Gesundheitsvorschriften“ vor. Ryanair achte nicht darauf, dass der Mindestabstand zwischen den Passagieren an Bord eingehalten werde, so der konkrete Vorwurf. Den Bestimmungen zufolge dürften höchstens 50 Prozent aller Sitze im Flugzeug belegt werden. Laut Behörde hält sich Ryanair jedoch nicht an diese Regel. Weiter heißt es in dem Bericht, die Enac werde Ryanair jegliche Aktivitäten im Luftraum untersagen, sollte die Airline weiterhin gegen die Bestimmungen verstoßen.

Bundesländer melden 930 Neuinfektionen – deutlicher Anstieg der Fallzahlen in Bayern und NRW

21.37 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 212.369 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das sind 930 mehr Fälle als noch am Dienstag. Besonders hoch war die Zahl der Neuinfektionen in Bayern (206) und Nordrhein-Westfalen (341). In NRW sind zudem seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

9146 Menschen sind bislang an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl der Genesenen beziffert das Robert Koch-Institut auf 194.600. Somit sind rund 8600 Menschen in Deutschland akut Infiziert (aktive Fälle). Das sind rund 300 mehr als noch am Dienstag. Der R-Wert fiel unterdessen wieder unter 1 – von 1,02 auf 0,90. Er gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 212.369, 9146 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.579 (1851 Todesfälle)
  • Bayern: 51.484 (2622 Todesfälle)
  • Berlin: 9489 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3615 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1795 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5485 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.254 (523 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 907 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.663 (654 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 50.068 (1751 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7627 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2868 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5568 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2044 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3534 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3389 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 05.08.2020, 20.38 Uhr): 212.369 (9146 Todesfälle)

Vortag (Stand 04.08.2020, 20.00 Uhr): 211.439 (9130 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 194.600

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 8309

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,90

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich auf höchstem Stand seit zwei Monaten

21.27 Uhr: In Frankreich wurden 1695 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, wie das französische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit 30. Mai. Damals lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden laut Gesundheitsministerium bei 1828. Frankreich zählt neben Spanien und Italien zu den am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Nach Angaben der Johns Hopkins University haben sich bislang mehr als 228.500 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 30.000 sind an den Folgen des Virus gestorben.

TOP-NEWS: Regierung warnt vor Reisen in belgische Provinz

20.10 Uhr: Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Region Antwerpen. “Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt”, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch auf seiner Internetseite mit.

Zuvor hatte die Provinzregierung von Antwerpen bereits selbst von Reisen in die Region abgeraten. Dort übersteigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Solche Regionen hat das Robert Koch-Institut zu Risikogebieten erklärt.

Weitere 17 Infizierte auf Gemüsehof in Mamming

19.01 Uhr: Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Mittwochabend berichtete, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. “17 von ihnen tragen nachweislich das Covid-19-Virus in sich, 214 wurden auch ein drittes Mal negativ getestet”, teilte die Behörde mit. Die Neuinfizierten seien nun von den Gesunden getrennt worden.

Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden, als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter. Die anderen sind genesen und durften die Quarantäne verlassen.

Auch Beschäftigte einer nahen Konservenfabrik in Mamming haben sich angesteckt. Dort sind 166 von etwa 600 Mitarbeitern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden auch Reihentestungen an zwei anderen Standorten des Betriebes veranlasst. “Die Auswertung dauert noch an”, berichtete die Kreisbehörde.

TOP-NEWS: Partyurlaub in Kroatien – Abiturienten mit Corona im Gepäck

18.13 Uhr: Nach einer Abifahrt nach Kroatien sind mehrere Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits neun Reisende aus dem Raum Donzdorf im Kreis Göppingen hätten sich infiziert, teilte das Göppinger Landratsamt am Mittwochabend mit. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Die Reise sei bundesweit organisiert worden von einem in Hamburg ansässigen Party-Reiseveranstalter. Nach bisherigem Kenntnisstand gebe es auch in anderen Landkreisen und Bundesländern infizierte Teilnehmer.

Bei den erkrankten Abiturienten aus dem Kreis Göppingen seien bereits während der Heimreise erste Symptome aufgetreten. Alle 18 Teilnehmer aus dem Kreis Göppingen und 50 Kontaktpersonen stehen nun für zwei Wochen unter Quarantäne.

Der Leiter des Göppinger Gesundheitsamts, Heinz Pöhler, betonte, das momentan vermehrt Corona-Erkrankungen bei Reiserückkehrern aus den Balkanländern nachgewiesen werden. “Dieser Fall zeigt deutlich das Risiko von Reisen und Partys während einer Pandemie und wie schnell das Virus innerhalb einer Gruppe um sich greifen kann.”

Coronatests decken neue Infektionen in Schlachtbetrieb auf

17.35 Uhr: Erneut sind in einem Schlachtbetrieb im Landkreis Oldenburg Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden. Wie der Landkreis am Mittwoch bekanntgab, habe es bei dem Schlachthof in Großenkneten unter mehr als 1000 Tests 20 Infektionen gegeben. 16 von den Betroffenen wohnen im Landkreis Oldenburg, je zwei in den Nachbarkreisen Cloppenburg und Vechta. Die Anzahl der Infektionen habe sich seit acht Tagen langsam aufgebaut und sei durch die andauernden Tests frühzeitig erkannt worden. Die Tests, die das Unternehmen selbst vorgenommen hat, gehen auf einen Erlass des Landes aus der vergangenen Woche zurück.

“Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir einen Schwerpunkt identifiziert, und der liegt in der Verpackung in der Spätschicht”, sagte der Erste Kreisrat Christian Wolf. Die 119 Mitarbeiter der Schicht seien sofort aus dem Betrieb genommen und in Quarantäne geschickt worden. Das Unternehmen lasse nun täglich die verbliebenen Mitarbeiter der Frühschicht und der Zerlegung auf Covid-19 testen. Durch das andauernde Testen seien die Infektionen schnell erkannt und eingegrenzt worden. Vermutlich haben sich die Mitarbeiter außerhalb des Betriebs im privaten Bereich angesteckt, so der Landkreis. Im Landkreis Oldenburg wurden im Juni bei einem Putenschlachthof in Wildeshausen 46 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Der Betrieb wurde vorübergehend geschlossen.

Kapazitätsgrenzen erreicht: Timmendorfer Strand nimmt keine Tagesgäste mehr auf

17.13 Uhr: Trotz wieder steigender Infektionszahlen zieht es die Deutschen zu Tausenden in die Urlaubsregionen. In der Gemeinde Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein seien jedoch inzwischen die Kapazitätsgrenzen erreicht, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Puschaddel-Freitag dem NDR. Sowohl Parkplätze als auch Strand seien voll. Deshalb werde man keine Tagesgäste mehr aufnehmen. Um zu gewährleisten, dass die Sicherheitsabstände eingehalten werden, ruft die Gemeinde Tagestouristen auf, bis auf Weiteres nicht mehr nach Timmendorf zu kommen, heißt es in dem „NDR“-Bericht weiter.

In Timmendorfer Strand sollen nach Angaben von Tourismusdirektor Joachim Nitz zusätzliche Ordnungskräfte dafür sorgen, dass die Mindestabstände am Strand und auf der Promenade eingehalten werden. Ihre Zahl werde von bislang zwei auf zehn erhöht. Außerdem gilt ab Freitag eine Strandampel, die über möglicherweise überfüllte Strandabschnitte informiert. Besucher können sich vorab über die Internetseite www.strandticker.de informieren.

Zahl der Touristen in St. Wolfgang deutlich eingebrochen – Corona-Lage offenbar unter Kontrolle

16.41 Uhr: Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18.

Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

Die Behörden hatten die Infizierten über Kontaktpersonen gefunden und Schutzmaßnahmen verhängt. Bis 9. August gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr an. Im Rest des Landes muss um 1.00 Uhr nachts geschlossen werden. Abreisende Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Bei der Zahl von Tagesbesuchern und Übernachtungen habe es einen spürbaren Einbruch gegeben, sagte der Geschäftsführer der örtlichen Tourismusgesellschaft, Hans Wieser. “Tatsache ist, dass uns die Situation schon stark getroffen hat.”

Stadt und Land kündigten am Mittwoch Hilfen in Höhe von einer Million Euro an. Mehr als 200 besonders betroffene Betriebe sollen demnach Zuschüsse erhalten. Das Geld soll unter anderem an Beherbungs- und Gastronomiebetriebe sowie an Taxiunternehmen und Bäckereien gehen.

TOP-NEWS: Bayern: 150 Euro Bußgeld für erstmalige “Masken-Muffel”

16.18 Uhr: “Masken-Muffel” im öffentlichen Nahverkehr in Bayern müssen anders als in Nordrhein-Westfalen auch bei erstmaligen Verstößen schon jetzt mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. “Wenn eine Minderheit meint, sich nicht an die Maskenpflicht halten zu müssen, ist das nicht akzeptabel. Wer andere gefährdet, muss zu Recht mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen”, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. “Die Einhaltung der Maskenpflicht ist entscheidend bei der Bekämpfung der Pandemie”, betonte er. Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger verhielten sich aber sehr verantwortungsbewusst und trügen Masken in U-Bahn, Bus und Tram.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hatte zuvor in der “Rheinischen Post” angekündigt, die Regeln in Nordrhein-Westfalen zu verschärfen und nun auch Erstverstöße mit 150 Euro Bußgeld zu ahnden.

Das bayerische Innenministerium betonte, die Aufnahme von Anzeigen durch die Polizei erfolge stets mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl. “Es ist jedoch zwingend geboten, dass auch in den Bereichen des ÖPNV bestehende Regelungen durchgesetzt und Verstöße konsequent verfolgt werden.” Unter diesen Maßgaben und nach Würdigung des Einzelfalls schreite die Polizei somit grundsätzlich auch bei Erstverstößen ein, etwa nach Hinweisen von Fahrgästen oder Meldungen durch das Personal.

Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums hält sich der weit überwiegende Teil der Fahrgäste (mehr als 95 Prozent) an die Maskenpflicht. Es gebe nur vereinzelte Meldungen über Verstöße, beispielsweise in den Abend- und Nachtstunden in den Großstädten oder im Ausflugsverkehr an den Wochenenden. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht droht im Regelfall ein Bußgeld von 150 Euro – die Summe kann “je nach den Umständen des Einzelfalls” erhöht oder ermäßigt werden. Bei Fahrlässigkeit etwa ist der Regelsatz zu halbieren.

TOP-NEWS: Für Touristen gelten in der Türkei Corona-Sonderregeln

16.06 Uhr: Touristen in der Türkei sind von der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre ausgenommen. Darauf wies ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in der Bundespressekonferenz in Berlin auf Nachfrage hin. Am Dienstag hatte sein Ministerium die Reisewarnung für vier der beliebtesten Urlaubsregionen in der Türkei aufgehoben.   

Die Ausgangssperre für die über 65-Jährigen gilt in der Türkei schon seit längerer Zeit vor 10 Uhr morgens und nach 20 Uhr abends. Zwischen 10 und 20 Uhr können sie sich frei bewegen. Bei älteren Menschen ist die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs vergleichsweise hoch. Die türkische Regierung hatte vergangene Woche aber eine Aufhebung der Ausgangssperre in Aussicht gestellt.

Nach wochenlangem Zögern hatte die Bundesregierung die seit März geltende Reisewarnung für die Türkei am Dienstag für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla aufgehoben. Allerdings müssen Touristen sich jetzt in den 48 Stunden vor der Ausreise auf Corona testen lassen und dafür zwischen 15 und 30 Euro bezahlen. Die von den Reisewarnungen unabhängige Einstufung der Türkei als Corona-Risikogebiet bleibt vorerst.

Schweiz erklärt spanisches Festland zu Corona-Risikogebiet

15.55 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen setzt die Schweiz das spanische Festland auf die Liste mit Corona-Risikogebieten. Wer von dort in die Schweiz einreist, muss sich von diesem Samstag an in eine zehntägige Quarantäne begeben, teilte das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch mit. Das gilt auch für Urlaubsrückkehrer. Die Inseln der Balearen und Kanaren sind ausgenommen. Die Liste umfasst von Samstag an damit 46 Länder und Regionen, darunter die USA, Mexiko sowie Südafrika und Luxemburg. Neu sind auf der Liste auch Singapur, Rumänien und die Bahamas.

Die Quarantäneregelungen gelten seit Anfang Juli. Behörden kontrollieren die Einhaltung durch Stichproben. Nach ihren Angaben befinden sich gut 16 000 Eingereiste zur Zeit in Quarantäne.

Erneut mehr als 700 Coronavirus-Neuinfektionen – R-Wert weiter knapp über 1

21.45 Uhr: Am Dienstag meldeten die Bundesländer insgesamt 211.439 Infizierte mit dem Coronavirus. Das sind 715 mehr als am Vortag – und damit wie am Vortag mehr als 700 Neu-Infizierte. 8309 davon gelten als aktiv infiziert. Neun weitere Menschen starben an dem Virus, womit sich die Zahl der Todesfälle auf 9130 erhöht.

Die Reproduktionszahl, kurz RWert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 212.369, 9146 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.579 (1851 Todesfälle)
  • Bayern: 51.484 (2622 Todesfälle)
  • Berlin: 9489 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3615 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1795 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5485 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.254 (523 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 907 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.663 (654 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 50.068 (1751 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7627 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2868 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5568 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2044 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3534 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3389 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 05.08.2020, 20.38 Uhr): 212.369 (9146 Todesfälle)

Vortag (Stand 04.08.2020, 20.00 Uhr): 211.439 (9130 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 194.600

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 8309

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,90

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite.

 

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