Corona-Sprechstunde: Kann ich testen, ob ich das Virus schon unbemerkt hatte?

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Die Zahl der Covid-19-Kranken in Deutschland steigt, die der Fragen ebenso. FOCUS Online hat deshalb ein Experten-Netzwerk aufgebaut – und beantwortet hier Ihre wichtigsten Fragen zum Coronavirus. Live und im ständigen Austausch mit Infektiologen, Virologen und anderen Spezialisten.

User-Aufruf: Was sind Ihre Fragen zum Coronavirus? FOCUS Online beantwortet sie!

Schreiben Sie uns an gesundheit@focus.de. Gerne mit vollständigem Namen, Alter und Wohnort. Wir veröffentlichen möglichst viele Ihrer Zusendungen inklusive Antwort auf FOCUS Online. Einen Besuch beim Arzt kann das nicht ersetzen.

Aktuelle Frage:

  • Gudrun P. fragt: „Ich bin herzkrank und habe deshalb momentan große Angst zum Termin beim Hausarzt oder Kardiologen zu gehen. Geht das noch oder sollte ich besser zuhause bleiben?“

Antwort: Grundsätzlich halten es Ärzte derzeit für richtig, nicht zeitkritische Termine und Untersuchungen auf die Zeit nach der Pandemie zu verschieben – vor allem, wenn Patienten wie Sie zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf gehören und abgesehen von etwaigen Vorerkrankungen gesund sind.

Die meisten Arztpraxen sind allerdings nach wie vor geöffnet und sollten Sie sie bei akuten Beschwerden auch in jedem Fall kontaktieren. Die Berliner Charité mahnte Herzinfarkt– und Schlaganfallpatienten am Sonntag sogar, beim Auftreten von Symptomen den Notruf zu wählen oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

Seit Beginn der Corona-Krise sei die Zahl dieser Patienten deutlich zurückgegangen. Dies gelte offensichtlich bundesweit. „Die Vermutung liegt nahe, dass bei den betroffenen Personen eine Verunsicherung herrscht, ob sie in der aktuellen Situation eine Klinik aufsuchen sollten“, erklärte die Klinik.

Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen zähle jedoch oft jede Minute und unbehandelte Erkrankungen könnten zu schweren Folgen wie Lähmungen oder Herzrhythmusstörungen führen, im schlimmsten Fall zum Tod. Die Charité versicherte vor diesem Hintergrund daher, dass ungeachtet der Corona-Pandemie auch die Versorgung von Notfall-Patienten mit anderen Krankheitsbildern in den Krankenhäusern sichergestellt sei. Auch würden diese sowie Corona-Patienten auf getrennten Stationen behandelt.

Aufgrund der Vielzahl an Fragen haben wir sie in thematische Blöcke gegliedert:

A) Fragen zu Alltag und Virenschutz

B) Fragen zu Vorerkrankungen und Risikofaktoren

C) Infektionsrisiko auf Reisen und unterwegs

D) Risiko für Kinder und Schwangere

E) Allgemeine Fragen zu Ansteckung, Symptomatik und Verbreitung

A) Fragen zu Alltag und Virenschutz

  • Barbara Ibo fragt: „Wie schnell darf sich die Zahl der Infektionen verdoppeln, sodass es unser Gesundheitssystem noch verkraftet?“

Antwort: Bis zum Inkrafttreten der aktuellen Ausgangsbeschränkungen verdoppelte sich die Infizierten-Zahl hierzulande etwa alle drei Tage. „Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Kanzleramtschef Helge Braun dem „Tagesspiegel“ dazu am Samstag. Konkretere Angaben zur Ansteckungsgeschwindigkeit gibt es von Expertenseite bisher nicht.

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  • Rolf Bremeyer fragt: „Wie ist mit frischem Obst aus Italien oder Spanien umzugehen? Ist auch das Verpackungsmaterial bedenklich?“

Antwort: Dass das Coronavirus über importierte Lebensmittel übertragen wird, hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für unwahrscheinlich. Das gilt auch für frisches Obst. Allerdings sollten Sie Obst immer gründlich abwaschen, bevor Sie es essen.

Bei anderen Lebensmitteln lässt sich dem BfR zufolge das Infektionsrisiko zusätzlich reduzieren, indem Sie sie erhitzen. Denn sind die Coronaviren hitzeempfindlich, wie das Institut schreibt.

  • Jule W. und Milena E. fragen: „Wann dürfen Kliniken wieder planbare Operationen durchführen?“

Antwort: Die Kliniken fahren ihren Regelbetrieb aktuell herunter, um Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen – soweit das medizinisch eben möglich ist. Wie lange diese Maßnahmen fortgeführt werden und geplante OPs zu verschieben sind, ist bisher nicht absehbar.

Ob eine Operation im Einzelfall auch früher möglich ist, müssen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

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  • Stephan B. fragt: „Was hat es mit Trumps Empfehlung von Chloroquin und Azithromycin gegen Corona auf sich? Was sagen Experten?“

Antwort: US-Präsident Trump hat den beiden Arzneimitteln eine „reelle Chance“ eingeräumt, „einer der größten Durchbrüche in der Geschichte der Medizin zu sein“, sofern Patienten sie zusammen einnehmen. Doch ist das wissenschaftlich bisher nicht erwiesen, Fachärzte warnen daher vor der leichtfertigen Einnahme des Anti-Malariamittels Chloroquin in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin.

„Man weiß, dass jedes der beiden Medikamente zu bösartigen Herzrhythmusstörungen führen kann und sich eine Kombinationstherapie beider Medikamente eigentlich verbietet“, erklärt etwa Thomas Meinertz von der Deutschen Herzstiftung. Bevor eine solche Therapie zum Einsatz komme, müsse man deren Wirksamkeit und Nebenwirkungen deshalb zunächst unter klinischen Bedingungen untersuchen.

„Nur dann, wenn die Wirksamkeit die Nebenwirkungshäufigkeit bei weitem überwiegt – was durchaus sein könnte – ist ein klinischer Einsatz einer solchen Therapie gerechtfertigt.“ Ob das so ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber unklar.

  • Melanie Becher (49) fragt: „Wie ist das bei den Zahlen der Infizierten und Genesenen. Werden die Genesenen wieder abgezogen von den Infizierten?“

Antwort: Nein, die Zahl der Infizierten steht für alle Menschen, die sich bislang mit dem Coronavirus angesteckt haben – inklusive deren, die sich von der Infektion bereits wieder erholt haben. Auch die Zahl der Todesfälle ist in der Infizierten-Zahl miteinberechnet.

Für Deutschland heißt das konkret: Es haben sich laut Johns-Hopkins-Universität bisher 39.502 Menschen mit dem Virus angesteckt. 222 Personen davon sind an den Folgen gestorben, 3547 haben sich bereits wieder von der Infektion erholt (Stand: 26.3.20, 12.00 Uhr).

  • Stefanie H. fragt: „Wie fängt eine Corona-Infektion an? Und wann äußert sie sich?“

Antwort: Die meisten Menschen entwickeln im Laufe der Infektion Fieber, trockenen Husten und fühlen sich müde und abgeschlagen. Andere berichten von Hals- und Kopfschmerzen sowie von Kurzatmigkeit. Die Symptome sind dabei in vielen Fällen „unspezifisch, vielfältig und variieren stark“, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI).

Bis sich die Symptome nach einer Infektion einstellen, vergehen aber in der Regel mehrere Tage. Im Schnitt bemerken Infizierte laut RKI nach fünf bis sechs Tagen erste Krankheitszeichen.

Zum Thema: Corona oder kein Corona: Warum Sie nicht nur auf Husten und Fieber achten sollten

  • Benjamin T. fragt: „Wie viele Menschen sind in Deutschland bereits infiziert?“

Antwort: Laut der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität, die seit Beginn des Virus-Ausbruchs sämtliche Infektionsfälle in Echtzeit erfasst, haben sich in Deutschland bislang 32.991 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

159 davon sind demnach an den Folgen gestorben, 3290 inzwischen wieder gesund (Stand: 25.3.20, 08.50 Uhr). Die aktuellsten Zahlen finden Sie jederzeit hier.

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  • Klaus Mayer fragt: „Wenn ich, wie gefordert, nicht hamstern und immer wieder frisch einkaufen soll, dann frage ich mich, wie ich dann den Kontakt zu anderen Kunden und vor allem zur Kassiererin im Supermarkt vermeiden soll?“

Antwort: Die Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus geschieht überwiegend per Tröpfcheninfektion – sprich über Mini-Speicheltröpfchen, die beim Husten, Niesen, Sprechen in die Schleimhäute anderer Menschen gelangen. Auch im Supermarkt ist das der primäre Ansteckungsweg; das Risiko, sich über Lebensmittel oder trockene Oberflächen zu infizieren, schätzt das RKI als gering ein.

Daher senken Sie Ihr Infektionsrisiko beim Einkaufen sehr wirksam, indem Sie

  • mindestens anderthalb Meter Abstand zu anderen Kunden halten (auch in der Schlange an der Kasse)
  • sich nicht ins Gesicht fassen (das gilt für die gesamten Zeit, die Sie sich außerhalb Ihres Zuhauses aufhalten, insbesondere aber nach dem Zahlvorgang an der Kasse)
  • sich gründlich die Hände waschen, sobald Sie wieder zuhause sind.

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  • Meike Albers fragt: „Wie lange ist man ansteckend, wenn man positiv getestet wurde und ab wann gilt man als geheilt?“

Antwort: Laut RKI sind Infizierte etwa fünf bis acht Tage nach Eintreten der Krankheitszeichen noch ansteckend. Als geheilt gelten Menschen frühestens vierzehn Tage nach Symptombeginn.

Damit sie sich ohne weitere Auflagen, wie einer häuslichen Quarantäne, wieder frei in der Gesellschaft bewegen dürfen, müssen Patienten demnach zudem mindestens 48 Stunden symptomfrei sind und zweimal innerhalb von 24 Stunden negativ auf Sars-CoV-2 im Labor getestet worden sein.

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  • Jan Sivek und Peter H. fragen: „Darf ich meine Freundin trotz der Ausgangsbeschränkung noch besuchen, obwohl wir nicht im selben Haushalt leben?“

Antwort: Ja, Lebenspartner sind vom aktuellen Kontaktverbot und auch der bayerischen Variante der Ausgangssperre ausgenommen. „Besuche, und damit auch gemeinsames Spazierengehen, sind erlaubt“, erklärt etwa die Bayerische Landesregierung.

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  • Michael Dürr fragt: „Wieviele Tests werden in Deutschland pro Tag gemacht?“

Antwort: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts testen Labore hierzulande pro Woche etwa 160.000 Proben auf das Coronavirus. Bei fünf Werktagen entspricht das rund 32.000 Tests am Tag.

RKI-Präsident Lothar Wieler betonte am Montag, dass diese Testkapazität weiter hochgefahren werde, im Vergleich zu anderen Ländern aber bereits jetzt „hoch“ sei.

  • Thorsten Schillfahrt aus Detern fragt: „Kann man sich Atemschutzmasken auch selbst nähen oder etwas dergleichen, das wenigstens einen kleinen Schutz bietet und/oder das Ansteckungsrisiko vermindert?“

Antwort: Grundsätzlich ist es zumindest möglich, selbst eine Art Mund-Nasenschutz anzufertigen. Die Stadt Essen hat hier sogar eine entsprechende Do-it-yourself-Anleitung veröffentlicht.

Allerdings halten die Experten des RKI Mundschutz und Atemmasken für Gesunde nicht für sinnvoll – egal, ob selbstgenäht oder industriell gefertigt. Denn sie schützen nicht vor dem Coronavirus – und können im Gegensatz sogar eher dazu führen, dass Menschen ein falsches Sicherheitsgefühl entwickeln und deutlich wirksamere Hygieneregeln vernachlässigen, ergänzt die WHO.

Wer erkrankt ist oder den Verdacht hat, mit Corona infiziert zu sein, der kann mit einem einfachen Mundschutz seine Umgebung wenigstens teilweise vor Ansteckung schützen. Aber auch aus dieser Perspektive ist der Schutz nicht vollumfänglich oder ausreichend, um eine Viren-Übertragung gänzlich auszuschließen.

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  • Michael A. fragt: „Warum testen wir nicht alle in Deutschland? Dann könnten die Infizierten doch viel besser isoliert und Infektionsketten unterbrochen werden?“

Antwort: Würden Mediziner jeden auf das neuartige Coronavirus testen, würde das die Testkapazitäten der Labore sprengen. Das betonen Fachleute seit Beginn der Pandemie. Auch würde es Monate oder Jahre dauern, prognostiziert der Bayerische Hausärzteverband.

Darüber hinaus halten Experten solche pauschalen Massen-Tests für wenig sinnvoll, da sie falsche Sicherheiten suggerierten. Jemand, der heute negativ getestet wird, könnte sich morgen bereits angesteckt haben – und wiederum andere infizieren. Die Tests müssten also ständig wiederholt werden, um ein realistisches Abbild zu generieren. Das ist logistisch nicht möglich.

Das RKI empfiehlt daher, nur diejenigen auf das Virus zu testen, bei denen ein begründeter Verdacht besteht. Massenhafte Tests könnten zudem die Abklärung tatsächlicher Verdachtsfälle verlangsamen – weil die Labore mit den Massen-Tests beschäftigt wären.

Ob gegen Corona oder Influenza: So schützen Sie sich vor Viren

Wer sich vor dem Coronavirus, aber auch anderen Infektionen der Atemwege schützen will, sollte allgemeine Hygieneregeln einhalten. Diese sind bei allen Atemwegsinfekten gleich.

  • Häufig Händewaschen mit Wasser und Seife. Antimikrobielle Zusätze sind in der Regel nicht notwendig. Auch die Temperatur des Wassers spielt keine Rolle.
  • Mindestens 20 Sekunden Händewaschen.
  • Nach dem Waschen die Hände gründlich abtrocknen.
  • Abstand halten zu Menschen, die niesen oder husten und selbst Einwegtaschentücher benutzen. Nach dem Husten, Niesen und Naseputzen sollte man sich zudem möglichst umgehend die Hände waschen.
  • Diana T. und Helmut B. fragen: „Darf meine Putzhilfe noch zu mir in die Wohnung kommen?“

Antwort: Berufliche Tätigkeiten sind von den derzeitigen Regeln ausgenommen. „Trotz dieser Erlaubnis sollten aber andere Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, nur in die Wohnung gelassen werden, wenn dies notwendig ist“, schränkt etwa die bayerische Landesregierung ein.

Das bedeutet: Alles, was nicht akut nötig ist, sollten Sie auf die Zeit nach der Virus-Pandemie verschieben. Falls Sie nicht ohne Unterstützung zuhause auskommen, sollten Sie zu jeder Zeit mindestens eineinhalb Meter Abstand zu Ihrer Putzhilfe einhalten.

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B) Fragen zu Vorerkrankungen und Risikofaktoren

  • Heide Gisa aus Sulzbach fragt: „Ist man, wenn man COPD-Stufe 2 (mittel) hat, wegen des Coronavirus besonders gefährdet?“

Antwort: Ärzte nehmen derzeit an, dass COPD-Patienten zur Risikogruppe gehören, bei der ein heftiger Krankheitsverlauf der Corona-Infektion wahrscheinlich ist.

James Chalmers, Vorsitzender der Gruppe für Atemwegsinfektionen der European Respiratory Society (ERS) sagte dem Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums Münchens jedoch: „Dennoch ist es wichtig zu betonen, dass bislang die meisten Patienten, selbst diejenigen mit einer zugrundeliegenden Atemwegserkrankung, leichte Infektionen hatten und sich vollständig erholt haben.“

Die wichtigsten Fragen und Antworten (als pdf) – alle Infos zum Coronavirus

C) Infektionsrisiko auf Reisen und unterwegs

  • Andrea H. fragt: „Meine Lebensgefährtin und ich führen eine Fernbeziehung, sie lebt in Baden-Württemberg, ich in Niedersachsen. Dürfen wir uns noch besuchen?“

Antwort: Ja, wer in einer Beziehung ist, darf seine Partnerin oder seinen Partner weiterhin besuchen. Das gilt für alle Bundesländer.

Allerdings sollte gerade bei Fernbeziehungen abgewogen werden, ob der Besuch aktuell wirklich notwendig und sinnvoll ist. Die Zahl der sozialen Kontakte sollte in den kommenden Tagen wirklich auf ein Minimum reduziert werden.

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D) Risiko für Kinder und Schwangere

  • Julia F. fragt: „Kann mit meinen Kindern jetzt noch zum Arzt gehen?“

Antwort: Die Kinderarztpraxen sind genauso wie die meisten anderen Arztpraxen nach wie vor geöffnet. Wer dringend zum Arzt muss, kann natürlich jederzeit einen Termin vereinbaren und wird auch untersucht.

Allerdings ist es momentan sinnvoll, nur dann zum Arzt zu gehen, wenn Ihr Kind tatsächlich akute Beschwerden hat und deshalb akut behandelt werden muss. Denn je weniger Patienten in den Praxen aufeinander treffen, desto geringer ist das Ansteckungsrisiko.

In jedem Fall sollten Sie vorab in der Praxis anrufen, um a) zu klären, wann ein Termin möglich ist und b) welche Schutzmaßnahmen möglicherweise zu treffen sind. Eine Alternative, um die Ansteckungsgefahr vor Ort zu umgehen, sind Video-Sprechstunden, die viele Ärzte inzwischen anbieten. Mehr dazu finden Sie hier.

 

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  • Maja S. fragt: „Ich bin schwanger und bald steht mein Entbindungtermin an. Ist die Geburt in der Klinik noch sicher?“

Antwort: Generell liegen bis dato keinerlei Hinweise vor, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus gefährdeter sind als die Allgemeinbevölkerung. Auch die Entbindung im Krankenhaus, sehen Gynäkologen nicht als gefährdet an.Ich bitte alle Schwangeren, sich keine Sorgen zu machen. Sie werden ihr Baby bei uns im Krankenhaus sicher und geborgen entbinden können – ohne zusätzliche Gefährdung durch das Coronavirus“, sagt etwa Christoph Scholz, Chefarzt der Münchner Geburtskliniken in Harlaching und Neuperlach.

Die Kreißsäle seien offen und besetzt, die Teams aus Hebammen und Ärzten arbeiteten in getrennten Schichten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. So könnten die Kliniken im Zweifelsfall auch krankheits- oder quarantänebedingte Ausfälle kompensieren, beruhigt der Mediziner.

Lesen Sie dazu: Väter dürfen oft nicht mehr bei Geburt dabei sein: Was Corona für Schwangere bedeutet

E) Allgemeine Fragen zu Symptomatik, Ansteckung und Verbreitung

  • Manuela (47) fragt: „Ich hatte im Februar eine Art Grippe; auch mein Geschmacks- und Geruchssinn waren beeinträchtigt. Kann man im Nachhinein feststellen, ob ich Corona schon damals hatte?“

Antwort: Das wird vermutlich in zwei bis drei Monaten mittels sogenannter Antikörpertests möglich sein, schätzt Virologe Christian Drosten. Erste Tests an der Berliner Charité könnten demnach sogar schon früher durchgeführt werden.

Einige dieser Tests könnten künftig in der Apotheke erhältlich sein, so dass sich jeder zuhause selbst testen kann – wer bereits infiziert war, würde dann ein positives Antikörper-Ergebnis erhalten.

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