Corona-Ticker: Angst nicht nur vor dem Virus | Aktuell Welt | DW

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Alle Zeiten in MEZ

18.48 Uhr – Die brasilianische Fluglinie GOL stellt ihren internationalen Flugbetrieb vom 23. März bis zum 30. Juni ein. 

18.35 Uhr – Auch der israelische Botschafter in Berlin, Jemery Issacharoff, und ein weiterer Diplomat seines Landes in der deutschen Hauptstadt haben sich angesteckt.  

18.10 Uhr – In Deutschland wollen Bund und Länder die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Politiker hätten einen Krankenhaus-Notfallplan beschlossen. 

18.00 UhrUS-Präsident Donald Trump erklärte, er glaube nicht, dass man auch in den Vereinigten Staaten einen “nationalen Lockdown” anordnen müsse. Unterdessen ist die Zahl der Infizierten der Statistik der Johns Hopkins University zufolge auf mehr als 5.200 Menschen angestiegen. 92 Patienten seien bislang gestorben. 

 

17.30 Uhr – Der Welt-Fußballverband FIFA reagiert auf die Verschiebung der EM ins Jahr 2021: Die Klub-Weltmeisterschaft, die im kommenden Jahr eigentlich stattfinden sollte, wird nach den Worten von FIFA-Präsident Gianni Infantino verschoben. 

17.10 Uhr – Auch der Autohersteller Daimler stellt – wie auch Volkswagen – einen Großteil seiner Produktion in Europa aus. 

17.00 Uhr – US-Finanzminister Steve Mnuchin verwies auf die prekäre Lage der Fluggesellschaften. Ihr Betrieb sei praktisch zum Erliegen gekommen. Die Situation sei schlimmer als nach den Anschlägen vom 11. September. 

16.50 Uhr – Die traditionsreichen Tennismeisterschaften in Paris, die French Open, wurden verlegt. Der neue geplante Start: 20. September. 

16.40 Uhr – Frankreich schränkt auch den rezeptfreien Verkauf des Schmerzmittels Paracetamol ein: nur noch eine Packung pro Patient ohne Symptome wie Fieber oder Schmerzen, zwei Packungen bei Symptomen. 

16.40 Uhr – In Ägypten wird verfügt, dass alle Theater und Kinos geschlossen werden. 

16.10 Uhr – Auch Finnland bereitet sich inzwischen auf die Schließung seiner Grenzen vor. Innenministerin Maria Ohisalo kündigte in Helsinki an, der Grenzverkehr zu den Nachbarländern werde von Donnerstag Mitternacht an stark eingeschränkt. 

15.35 Uhr – In Großbritannien hat Königin Elisabeth ihre Gartenparties im Buckingham-Palast abgesagt, die traditionell zwischen Mai und Juli stattfinden. Zuvor waren bereits Reisen der Monarchin in England und andere Verpflichtungen des 93-jährigen Staatsoberhaupts abgesagt worden. Die Queen wird sich früher als geplant in ihren Osterurlaub nach Windsor Castle zurückziehen. 

15.20 Uhr – Die Uefa bestätigt die Entscheidung, die Fußball-EM zu verschieben. 

15.15 Uhr – In der Bundeshauptstadt Berlin wird kurzfristig eine eigene Klinik für Covid-19-Patienten geplant. Sie soll auf dem Messegelände der Stadt entstehen und Platz für bis zu 1000 Patienten bieten, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mitteilte. 

14.50 Uhr – Die für den 12. April vorgesehene Parlamentswahl in Nordmazedonien wird angesichts der Krise verschoben. Dies teilte Zoran Zaev, der Chef der regierenden Sozialdemokraten, nach Gesprächen mit Vertretern anderer Parteien in Skopje mit. 

14.35 Uhr – Die Bundesregierung hat versichert, dass sich die Deutschen keine Sorge um die Versorgung mit Lebensmitteln machen müssen. Dies sei gesichert, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Berlin. “Hamsterkäufe sind nicht nur unnötig, sie schaden auch”, fügte die CDU-Politikerin hinzu. 

14.09 Uhr – Der CDU-Politiker Friedrich Merz, Kandidat für den Vorsitz der Christdemokraten, teilt mit, dass er sich mit dem Virus infiziert habe. “Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen”, sagte Merz in Berlin. 

13.45 Uhr – Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will wegen der Coronavirus-Pandemie die für diesen Sommer geplante EM auf kommendes Jahr verschieben. Nach SID-Informationen haben dem entsprechenden Vorschlag am Dienstag bereits die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt. Nun müssen in einer weiteren Videokonferenz noch die 55 Nationalverbände zustimmen, ehe das Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung trifft.

13.21 Uhr – Die Regionalregierungder Balearischen Inseln, darunter Mallorca, ruft alle rund 25.000 verbliebenen Touristen dazu auf, schnellstmöglich in ihre Heimat zurückzukehren. Es mache keinen Sinn, dass die Menschen in den Hotels eingesperrt blieben, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol dem Radiosender “Cadena Ser”. Man arbeite an einer “Operation Rückkehr” für alle ausländischen und spanischen Besucher der Inseln, sagte sie. Wie andere Regionen Spaniens erwägen auch die Balearen, einige Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren.

 

13.12 Uhr – Mehrere südostasiatische Länder haben das öffentliche Leben und den Reiseverkehr drastisch eingeschränkt. Indonesienvergibt einen Monat lang keine Visa mehr bei Ankunft, sondern nur in den Heimatländern der Besucher. Deutsche dürfen derzeit nicht einreisen.

Im Großraum der thailändischen Hauptstadt Bangkok sollen Universitäten, Schulen, sowie viele Freizeiteinrichtungen zwei Wochen lang schließen. Größere Veranstaltungen sollen abgesagt werden. Das große thailändische Neujahrsfest Songkran im April mit Wasserschlachten und viel Reiseverkehr wurde abgesagt. Die Feiertage sollen später nachgeholt werden. Besucher aus Risikoländern – darunter Deutschland – müssen eine App installieren, mit der die Regierung sie ausfindig machen kann. Außerdem sollen sie zwei Wochen in heimische Quarantäne.  

In Malaysia müssen die meisten Geschäfte ab Mittwoch bis 31. März schließen. Malaysier dürfen das Land nicht verlassen, Ausländer nur beschränkt einreisen.

Philippinen Coronavirus (Reuters/E. Lopez)

Desinfektionsmasnahmen in Makati City in der Metropolregion der philippinischen Hauptstadt Manila

12.47 Uhr – Der Iranhat den Zugang zu den vier heiligsten Stätten des Landes gesperrt. Damit soll eine mögliche Ansteckung der Pilger verhindert werden. Die Schließung der Mausoleen führte bei streng gläubigen Muslimen zu heftigen Protesten. Das Tor eines Mausoleums in Ghom wurde aufgebrochen. Ähnliche Proteste gab es auch in Maschad vor dem Imam-Resa-Mausoleum, das die heiligste der vier Stätten ist. Gläubige Muslime sind der Auffassung, dass ein Besuch in diesen Mausoleen auch die schlimmsten Krankheiten heilen könne. Daher meinen auch viele Pilger, dass sie dort nicht mit dem Coronavirus infiziert würden. Kleriker versuchten im Staatsfernsehen die Gläubigen vom Gegenteil zu überzeugen.

Iran Coronavirus Fatima Masumeh Schrein (Getty Images/AFP/M. Marizad)

Glaubige vor dem Fatima-Massumeh-Schrein, dessen Tor noch aufgebrochen wurde

12.37 Uhr – Die EU-Kommission will trotz der COVID-19-Pandemie an ihren Klimaschutzplänen festhalten. Die Klimakrise sei nach wie vor Realität und erfordere “unsere ständige Aufmerksamkeit und Bemühungen”, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis hatte die EU-Kommission zuvor aufgefordert, ihre Klimaschutzpläne zurückzustellen: Europa solle den Green Deal “vergessen” und sich stattdessen auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren.

12.27 Uhr – Auch Spanien meldet einen massiven Anstieg der Infektionen. In den vergangenen 24 Stunden gab es fast 2000 neue Fälle der Lungenkrankheit COVID-19, sagte der Nothilfekoordinator Fernando Simon. Damit steigt die Zahl auf insgesamt knapp 11.200 Infizierte. Fast 1100 Personen sind inzwischen schon wieder genesen. Spanien steht in der Liste mit den meisten Fällen an vierter Stelle. Seit Sonntag gilt eine Ausgangssperre.

12.10 Uhr – Im Iran ist die Zahl derTodesopfer binnen 24 Stunden um 135 auf 988 gestiegen. Im selben Zeitraum hätten sich 1178 Menschen neu angesteckt, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im staatlichen Fernsehen. Die Zahl der Infektionsfälle sei damit auf 16.169 angestiegen. Fast 5400 Patienten seien inzwischen wieder genesen.

12.08 Uhr – Kasachstan wird seine Hauptstadt Nur-Sultan und die größte Stadt Almaty abriegeln. Dies gelte von Donnerstag an, teilen die Behörden mit. Der Verkehr werde begrenzt, Restaurants dürften nur noch Gerichte ausliefern, der öffentliche Personenverkehr werde möglicherweise stillgelegt. In jeder Stadt leben mehr als eine Million Menschen.

12.07 Uhr – Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Menschen davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf. Aber die Experten prüften die Lage zurzeit. “Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen”, sagte Lindmeier. Der französische Gesundheitsminister hatte am Wochenende mit einem Tweet Aufsehen erregt, in dem er vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte.

Frankreich Coronavirus (Reuters/P. Rossignol)

Supermärkte bleiben während der Ausgangssperre geöffnet – trotzdem stehen Franzosen kurz vor dem Lockdown noch Schlange

12.00 Uhr – Wer in Frankreich  ab sofort das Haus verlassen will, kann dies in den nächsten 15 Tagen nur noch mit einem Formular der Regierung tun. Erlaubt ist: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbedürftigen helfen oder allein Sport machen. Den Grund müssen die Menschen auf einem Formular ankreuzen sowie ihren Namen, ihr Geburtsdatum und den Wohnort eintragen. Wer keinen Drucker hat, muss ein selbst geschriebenes Formular mit sich führen. Menschen, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen bis zu 135 Euro Strafe zahlen. 

Derweil fährt der staatliche Bahnbetreiber SNCF sein Angebot drastisch herunter. In dieser Woche würden noch etwa 50 Prozent der normalen Kapazität bereitgestellt, erklärt die Regierung. In der kommenden Woche werde dies weiter eingeschränkt. 

11.50 Uhr – EU-Ratspräsident Charles Michel hat von den Mitgliedstaaten mehr Abstimmung untereinander bei Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie gefordert. Auch bei Grenzschließungen “müssen wir die Maßnahmen so weit wie möglich harmonisieren”, sagte Michel im französischen Radio France Inter. In vielen europäischen Ländern erließen die Regierungen zuletzt Grenzschließungen und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Michel begrüßte dies grundsätzlich. Die EU verfolge den Ansatz, “nicht notwendige Reisen so weit wie möglich einzuschränken, aber gleichzeitig die Bewegung von Waren und Gütern zu ermöglichen, um Engpässe zu vermeiden”. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am Dienstagnachmittag über weitere Maßnahmen gegen die Pandemie.

11.35 Uhr – In Italien rechnen Experten bald mit einem Höhepunkt der Ansteckungswelle. Der für die norditalienische Region Lombardei zuständige Koordinator Giulio Gallera sagte, in den kommenden Tagen bis Sonntag, zeige sich, ob sich die Entwicklung verlangsamt. Der Virologe Roberto Burioni rechnete laut der Zeitung “Corriere della Sera” vor, dass ein Verlangsamungseffekt in der Statistik noch etwas länger auf sich warten lassen werde. Ähnlich äußerten sich Experten der Universität von Genua in der “Repubblica”. Ihre Fachleute hätten den 25. März als möglichen Höhepunkt der Fallkurve ermittelt. Das alles gelte aber nur, wenn die Italiener sich strikt an die Vorgaben der Regierung zur sozialen Distanz halten würden. Das ganze Land war vorige Woche zum Sperrgebiet erklärt worden. Auch nach einem sogenannten “Peak” wird die Gesamtzahl der Infizierten zwar weiter steigen, aber nicht mehr so schnell.

Italien Coronavirus (Reuters/Policlinico Gemelli)

Ein Patient kommt in ein Krankenhaus in Rom, das speziell für die Behandlung von COVID-19-Fällen ausgewählt wurde

11.21 Uhr – Nun schließt auch Lettlandseine Grenze für den internationalen Personenverkehr. Ausgenommen sind lediglich heimkehrende lettische Staatsbürger und Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in dem baltischen EU-Land. Umgekehrt können auch Ausländer, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, die Grenze weiterhin passieren. Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic stellt den Flugbetrieb bis zum 14. April ein.

11.09 Uhr – Neben VW fahren auch andere Autohersteller ihre Produktion herunter. In den Opel-Werken in Eisenach und Rüsselsheim wird die Arbeit ab diesem Dienstag ausgesetzt. Die Opel-Mutter PSA schloss wegen der Pandemie alle Werke in Europa bis zum 27. März. Auch Fiat-Chrysler, Ford und Renault schließen vorübergehend Werke wie auch der Reifenhersteller Michelin.

10.48 Uhr – Auch in Schwedenwerden die Schulen im Zuge der Coronakrise nun teilweise geschlossen. Ministerpräsident Stefan Löfven empfahl bei einer Pressekonferenz, dass alle Gymnasien, Universitäten und Berufsschulen ab Mittwoch auf Fernunterricht umstellen. Die Vor- und Grundschulen würden eventuell zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen. Deshalb bereite man vor, die Betreuung der Kinder sicherzustellen, damit Eltern in gesellschaftlich wichtigen Positionen zur Arbeit gehen könnten. Eine ähnliche Regelung gibt es in Island, wo öffentliche Schulen für Schüler im Alter von sechs bis 15 Jahren sowie Kindergärten vorerst mit Einschränkungen weiter geöffnet sind. In Norwegen, Dänemarkund Finnland sind alle Schulen geschlossen.

Dänemark Coronavirus Schulschließung (Imago Images/Ritzau Scanpix)

Notbetreuung in Dänemark – die Eltern der beiden Kinder arbeiten im Krankenhaus von Odense

10.20 Uhr – Das Robert-Koch-Institut sieht erheblich gestiegene Gefahren für die Deutschen. Die Gefährdungslage werde ab heute auf “Hoch” eingestuft, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Grund sei die Dynamik der Pandemie. Es gebe vermehrt Alarmsignale selbst von gut ausgestatteten Kliniken. Die Zahl der schweren Erkrankungen steige. Die Meisten zeigten zwar nur milde Symptome, doch einer von fünf Infizierten habe einen schweren Krankheitsverlauf. Wieler verlangte, dass alle Krankenhäuser ihre Intensivkapazitäten mindestens verdoppeln. “Wir wissen noch nicht, wie die Sterberate am Ende aussieht.” Klar sei, dass Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet seien.

Wieler betonte außerdem, die Zahl der Infizierten sei weltweit inzwischen größer als in China: “Zur Zeit ist Europa im Fokus der Pandemie.” In China seien es insgesamt 81.000 offiziell gemeldete Infektionen, im Rest der Welt 86.000.

Infografik Covid-19 Selbstschutz DE




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