Corona-Ticker: Europa schottet sich weiter ab | Aktuell Welt | DW

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Alle Zeiten in MEZ

08.43 Uhr – In Frankreich stellt die Regierung den Unternehmen und Beschäftigten 45 Milliarden Euro für Krisenmaßnahmen bereit. “Wir wollen keine Pleiten”, sagt Finanzminister Bruno Le Maire dem Hörfunksender RTL. Die Wirtschaft werde in diesem Jahr voraussichtlich um ein Prozent schrumpfen. Die Börse werde nicht dichtgemacht. Bevor man die Märkte schließe, solle man erst Leerverkäufe untersagen. Wie schon Präsident Emmanuel Macron, sprach auch Le Maire von einem Krieg gegen das Coronavirus.

08.35 Uhr – Der Flugzeugbauer Airbus unterbricht in seinen Werken in Spanien und Frankreich für vier Tage die Produktion. In dieser Zeit sollten die Arbeitsplätze auf die neuen Vorgaben zur Hygiene, Reinigung und dem nötigen Abstand zwischen den Mitarbeitern umgerüstet werden, teilte das Unternehmen mit. Wo immer möglich, sollten die Mitarbeiter in diesen Ländern von zu Hause arbeiten.

08.25 Uhr – Wegen der Pandemie kündigten Chile, Peru und Kolumbien an, ihre Grenzen abzuriegeln. “Wir haben entschieden, alle Land-, See- und Luftgrenzen unseres Landes für Ausländer zu schließen”, erklärte der chilenische Präsident Sebastián Piñera. Perus Präsident Martin Vizcarra kündigte eine zweiwöchige Grenzschließung an. Kolumbien will die Grenzen bis zum 30. Mai sperren. Schon zuvor hatten mehrere lateinamerikanische Staaten die Ein- und Ausreise reglementiert.

Brasilien Coronavirus (Getty Images/AFP/C. de Souza)

Ein Straßenverkäufer bietet am berühmten Strand Copacabana in Rio de Janeiro Atemschutzmasken an

08.18 Uhr – Härtere Auflagen für Häftlinge wegen der Coronavirus-Pandemie haben in Brasilien zu einem Gefangenen-Aufstand und zu einer Massenflucht geführt. Zuvor war den Gefangenen im halboffenen Vollzug der Freigang untersagt worden. Das Argument war, dass die mehr als 34.000 Betroffenen bei ihrer Rückkehr in die Gefängnisse das Coronavirus einschleppen und andere Insassen anstecken könnten. Medien berichteten, insgesamt mehr als 1300 Gefangenen seien geflohen. Gefangene im halboffenen Vollzug dürfen normalerweise tagsüber das Gefängnis verlassen, etwa um zur Arbeit oder zur Schule zu gehen.

07.59 Uhr – Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat eine landesweite Quarantäne verhängt. Dies sei eine “drastische und notwendige Maßnahme”. Zuvor waren bereits die Bewohner in einigen Landesteilen aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Venezuela hatte seine ersten beiden offiziellen Fälle am Freitag gemeldet. Wie Maduro sagte, ist die Zahl inzwischen auf 33 gestiegen.

07.43 Uhr – Nach Angaben der John-Hopkins-Universität in Baltimore, USA, gibt es weltweit inzwischen mehr als 182.400 bestätigte Infektionsfälle. Knapp 44 Prozent dieser Menschen  – mehr als 79.400 – sind inzwischen wieder gesund. Weltweit starben mehr als 7150 Personen an einer Infektion mit Sars-CoV-2.

Gesamte Fallzahlen weltweit – wenn die Karte nicht angezeigt wird, klicken Sie hier.

07.29 Uhr – Nachdem bereits mehrere Fluggesellschaften ihr Angebot deutlich zurückgefahren haben, werden auch die australische Fluggesellschaft Qantas und ihr Billigflieger Jetstar ihre internationalen Flüge um 90 Prozent reduzieren. Das gilt bis mindestens Ende Mai. Damit reagiert das Unternehmen auf die sinkende Nachfrage. Weltweit gelten in vielen Ländern Reisebeschränkungen. Am Sonntag hatte die australische Regierung verkündet, dass sich alle Reisende nach ihrer Ankunft 14 Tage in heimische Quarantäne begeben müssen.

07.18 Uhr – Auch Kirgistan schließt seine Grenze. Ausländer dürfen nicht mehr einreisen, sagte Vize-Ministerpräsidentin Altynai Omurbekowa. In dem zentralasiatischen Land gibt es offiziell keine Infektionen mit dem Coronavirus.

Philippinen Coronavirus (Reuters/E. Lopez)

Selten so leer: Das Hauptgeschäftszentrum in Manila

06.53 Uhr – Die Philippinen haben ihren Börsenhandel eingestellt. Zuvor hatte die Regierung für den nördlichen Teil des Landes – darunter auch die Hauptstadt Manila – Maßnahmen verschärft, um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Wie der Präsident und Geschäftsführer der Börse, Ramon Monzon, mitteilte, bleibt der Handel “bis auf Weiteres” ausgesetzt. Tausende Menschen waren in der Metropolregion Manila und anderen Teilen der Hauptinsel Luzon zu Fuß unterwegs, da der öffentliche Nahverkehr ausgesetzt wurde.

06.20 Uhr – Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten zwar erst am Dienstagnachmittag über weitere Maßnahmen gegen die Pandemie – nach Darstellung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist der Einreisestopp in die Europäische Union aber bereits ausgemacht. Macron sagte in einer Fernsehansprache, die EU schließe ab Dienstagmittag ihre Außengrenzen für 30 Tage. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vorgeschlagen, alle “nicht notwendigen Reisen” in die EU zunächst zu verbieten. Ihr Konzept sieht aber Ausnahmen für bestimmte Gruppen vor. Dazu gehören Ausländer, die schon lange in der EU leben und ausländische Familienmitglieder von EU-Bürgern.

06.13 Uhr – Wer nach Griechenland einreist, muss sich nun für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Auflage gilt für alle Einreisenden unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. Wer sich nach der Einreise nicht in Isolation halte, müsse mit einer Geldstrafe rechnen, sagte Regierungssprecherin Aristotelia Peloni in Athen. Was sie für den Umgang mit neu ins Land gelangenden Flüchtlingen bedeutet, blieb zunächst unklar. Griechenland hatte zuvor bereits den Betrieb von Schulen, Universitäten, Gerichten und Kinos eingestellt. Ab diesem Mittwoch sollen nach Angaben der Sprecherin auch die meisten Geschäfte schließen.

05.58 Uhr – Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Falschnachrichten und Halbwahrheiten in der Coronakrise. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”: “Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Coronakrise sind brandgefährlich.” Er verlangte, mit Bußgeldern “oder sogar Strafandrohungen” abzuschrecken. Er forderte, bestehende Gesetze entsprechend zu interpretieren oder anzupassen.

Spanien, Madrid: Ausnahmezustand wegen COVID-19 (Reuters/J. Medina)

Wird die Ausgangssperre eingehalten? – Patrouille in Madrid, Spanien

05.42 Uhr – Der Einreisestopp in die USA aus Großbritannien und Irland ist in Kraft. US-Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis sowie deren Angehörige dürfen aus den beiden Ländern in die USA zurückkehren, müssen sich aber einer Gesundheitskontrolle unterziehen. Sie sind außerdem aufgerufen, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben. Bereits in der Nacht zu Samstag war ein 30-tägiger Einreisestopp in die USA für Ausländer aus dem Schengen-Raum in Kraft getreten.

Einen Überblick zur Situation in den USA können Sie hier nachlesen.

05.30 Uhr – Der weltgrößte Online-Händler Amazon will mehr Menschen einstellen. Grund ist der Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus. Das Unternehmen kündigte an, in den USA 100.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können. Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen.

ust/as (rtr, dpa, afp, John-Hopkins-Universität)




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