Corona-Ticker: Kein Durchkommen mehr für Nicht-EU-Bürger | Aktuell Welt | DW

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Alle Zeiten in MEZ

10.30 Uhr  Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am Mittwochabend mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Er betonte, es gehe nicht um die Verkündung neuer Maßnahmen, sondern um einen Aufruf zur Beteiligung an den bestehenden Schutzmaßnahmen.

10.08 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer schnellen Ausweitung der Epidemie. “Wir haben ein exponentielles Wachstum. Wir sind am Anfang eine Epidemie, die noch viele Wochen und Monate unterwegs sein wird”, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Mit Stand Mitternacht verzeichnet das Institut 8198 Infizierte in Deutschland, über 1000 mehr als zuvor gemeldet. Die Zahl der Toten sei bei zwölf geblieben. Angesicht der stark wachsenden Zahl von Infektionsfällen appellierte Wieler, die Hygiene- und andere Behörden-Vorgaben strikt einzuhalten. Wenn es nicht gelinge, die Infektionsfälle zu reduzieren, könne es in zwei oder drei Monaten bis zu zehn Millionen Infizierte in Deutschland geben, sagte er.

10.02 Uhr – BMW stoppt wegen wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: “Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.”

9.52 Uhr – Die deutsche Botschaft in Myanmar hat Touristen geraten, wegen der Coronaviruskrise das südostasiatische Land möglichst zu verlassen. Touristen sollten prüfen, ob sie ihren Urlaub abbrechen und möglichst frühzeitig zurückfliegen können, teilte die Botschaft bei Facebook mit. “Im Falle eines Ausbruchs der Pandemie ist damit zu rechnen, dass das myanmarische Gesundheitssystem nicht in der Lage sein wird, die medizinische Versorgung in ausreichendem Maße sicherzustellen.” Zudem bestehe die Gefahr, dass die internationalen Flugverbindungen weiter ausgedünnt würden und möglicherweise ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Rückreise mehr möglich sein werde. In Myanmar (früher Birma), das rund 53 Millionen Einwohner hat, gibt es noch keinen bestätigten Coronavirus-Fall.

9.38 Uhr  In den USA sind nun in allen 50 Bundesstaaten Menschen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert. Als letzter Staat meldete West Virginia im Osten der Vereinigten Staaten, dass erstmals ein Patient positiv auf das Virus getestet worden sei. Die Gesamtzahl der in den USA gemeldeten Infektionsfälle mit dem Coronavirus lag nach Angaben der Johns Hopkins Universität zuletzt bei rund 6500. Die Zahl der Todesfälle infolge der Krankheit Covid-19 überstieg dort erstmals die Hundertermarke.

9.27 Uhr  Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch in München mit.

9.26 Uhr – Vom weitgehenden Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger sind am Frankfurter Flughafen mehr als 100 Flüge betroffen. Nun müsse geprüft werden, welche Passagiere einreisen dürften und welche nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Bis zum Morgen wurden gut 5000 Menschen kontrolliert. Nicht-EU-Bürger werden demnach zurückgewiesen und die Airlines aufgefordert, diese wieder nach Hause zu fliegen. Am größten deutschen Airport war bereits am Dienstagabend ein Flug aus der Türkei betroffen. 

9.06 Uhr – Wegen der Coronavirus-Pandemie ist im US-Bundesstaat Texas eine für diesen Mittwoch angesetzte Hinrichtung verschoben worden. Die Hinrichtung des 44-jährigen Mannes per Giftspritze sei zunächst für 60 Tage ausgesetzt, teilte das zuständige Gericht unter Verweis auf “die aktuelle Gesundheitskrise und die großen Ressourcen, die für eine Hinrichtung benötigt werden” mit. Wie bei jeder Hinrichtung in den USA wären auch bei dieser viele Menschen anwesend gewesen, darunter Gefängniswärter, Anwälte, Zeugen, die Familie des Verurteilten sowie die der Opfer.

8.50 Uhr – Kolumbien hat den Notstand  erklärt. Präsident Iván Duque ordnete an, dass Bürger über 70 Jahre zu Hause bleiben müssen. Aus dem Haus dürften sie nur, um einkaufen, in die Apotheke oder zum Arzt zu gehen. Die Anweisung gilt bis zum 31. Mai. Zuvor hatte das südamerikanische Land im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 bereits seine Grenzen gesperrt und Schulen geschlossen. In Kolumbien gibt es bislang 65 Coronavirus-Infektionen, Todesfälle wurden nicht gemeldet. 

8.46 Uhr  In Israel ist die Zahl der Corona-Fälle binnen 24 Stunden um 40 Prozent gestiegen. Es gebe jetzt 427 Infizierte, teilt das Gesundheitsministerium mit. Fünf seien in einem kritischen Stadium. 

8.37 Uhr – Das Coronavirus ist einer Studie zufolge auch noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bei Tests bis zu vier Stunden, auf Pappe bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar gewesen, teilten Forscher unter anderem von der Universität Princeton und der University of California in Los Angeles  mit. Allerdings habe sich die sogenannte Infektionsdosis auf allen Oberflächen über diese Zeiträume deutlich reduziert. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung verweist auf diese Untersuchung. Es gebe bislang jedoch keine Fälle, bei denen sich Menschen nachweislich durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen angesteckt hätten. 

8.14 Uhr –  In einem Altenheim in Madrid sind nach einem Bericht der Tageszeitung “El País” 19 Bewohner an den Folgen des Coronavirus gestorben. Der Angehörige einer älteren Frau ergänzte, dass in dem Seniorenheim Monte Hermoso 70 der insgesamt 130 Bewohner infiziert seien. Die Gesundheitsbehörden bestätigten die Informationen bislang nicht. In Spanien gibt es nach aktuellem Stand rund 11.200 Infektionen, 491 Menschen starben.

8.03 Uhr –  Papst Franziskus hat zum Gebet für die Opfer des Coronavirus aufgerufen. “Ganz besonders möchte ich, dass wir für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen beten, die in diesen Tagen gestorben sind. Sie haben ihr Leben gegeben im Dienst an den Kranken”, sagte das Kirchenoberhaupt in seiner Frühmesse im Vatikan.

7.31 Uhr – Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vor überzogenen Hoffnungen auf die rasche Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus gewarnt. Überall arbeiteten Forscher mit Hochdruck daran, aber die Entwicklung brauche ihre Zeit, sagte Karliczek der “Passauer Neuen Presse”. Der Miteigentümer des Pharmaunternehmens CureVac, der Investor Dietmar Hopp, sagte der “Bild”-Zeitung, bei einem positiven Verlauf der Impfstoff-Entwicklung könne das Unternehmen “ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen”. Im Herbst sei CureVac dann in der Lage, den Impfstoff zu liefern, so Hopp.

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac - derzeit ein Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus (Foto: Getty Images/M. Hangst)

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac – derzeit ein Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus

7.15 Uhr – China hat lediglich eine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Den zweiten Tag in Folge habe es damit nur jeweils eine neue Übertragung in der Stadt Wuhan gegeben, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Hinzu kämen zwölf neue Fälle, in denen das Coronavirus aus dem Ausland in die Volksrepublik eingeschleppt worden sei. Damit stieg die Zahl der eingeschleppten Infektionen auf 155.

7.11 Uhr – Aufgrund des für fast die gesamte Europäische Union geltenden Einreiseverbots für Nicht-EU-Bürger können diese auch nicht mehr am Frankfurter Flughafen einreisen. Laut Bundespolizei sind die Airlines, die die Passagiere transportieren, dazu verpflichtet, diese wieder zurückzubringen. Ausnahmen gibt es laut Bundesinnenministerium für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat. Wer einen dringenden Einreisegrund hat – beispielsweise eine Beerdigung oder einen Gerichtstermin – muss dafür die entsprechenden Nachweise mitführen.  

6.39. Uhr –  Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat angeregt, gewöhnliche Kliniken übergangsweise zu Spezialkrankenhäusern für Corona-Patienten zu machen. Man könne “überlegen, vorübergehend einzelne Kliniken der Grund- und Regelversorgung ausschließlich zur Versorgung von Corona-Erkrankten umzuorganisieren”, sagte Reinhardt dem “Tagesspiegel”.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt (Foto: picture-alliance/dpa/G. Fischer)

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, schlägt die Schaffung von Corona-Spezialkliniken vor

6.28 Uhr –  Australiens Regierung hat seinen Bürgern bis auf Weiteres jegliche Reisen ins Ausland untersagt. “Es ist das erste Mal, dass dies in der Geschichte Australiens geschieht”, sagte Premierminister Scott Morrison in der Hauptstadt Canberra. Das Verbot gelte für unbestimmte Zeit. Das größte Risiko gehe von Australiern aus, die sich im Ausland mit Sars-CoV-2 infiziert hätten und nun aus Übersee ins Land zurückkehrten, so Morrison weiter. Nach neuesten Zahlen gibt es in Australien bislang 533 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, sechs Menschen starben. 

6.17 Uhr – Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich im Kampf gegen das Coronavirus gegen Ausgehverbote ausgesprochen. “Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt”, sagte Montgomery der “Rheinischen Post”. Man könne doch nicht Schulen und Kindertagesstätten bis Jahresende geschlossen halten. So lange werde es mindestens dauern, bis man über einen Impfstoff verfügt. Kritisch äußerte sich Montgomery auch zu den von der Bundesregierung angeordneten Grenzschließungen: “Ich glaube nicht, dass die Grenzschließungen das Virus aufhalten können. Das ist politischer Aktionismus.” 

6.12 Uhr –  Die Airbus-Produktion in den deutschen Werken bleibt weitgehend aufrecht erhalten, und die Werkstore stehen Leiharbeitern, Kunden und Partnern weiter offen. Doch auch die deutschen Airbus-Standorte würden in dieser Woche an neue und veränderte Arbeitsabläufe im Kampf gegen das Coronavirus angepasst, sagte ein Airbus-Sprecher in Hamburg. Airbus hatte am Dienstag die Produktion in den Werken in Frankreich und Spanien für vier Tage heruntergefahren.

6.00 Uhr – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. “Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt”, sagte sie in der Sendung “Bild live”. Aber inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. 

sti/as (afp, ap, dpa, rtr, epd)




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