Corona-Ticker vom 13. April: Deutsche stehen hinter Corona-Regeln | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

  • In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus langsamer
  • Nicaragua ignoriert die Gefahr des Coronavirus
  • USA verzeichnet die meisten Corona-Todesfälle weltweit

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

09.59 Uhr – In Russland sind 2558 Neuinfektionen bestätigt worden – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Damit steige die Zahl der nachweislich Infizierten binnen 24 Stunden auf 18.328, teilt das Corona-Krisenzentrum mit. 18 weitere Patienten seien gestorben. Damit verzeichnet Russland den offiziellen Angaben zufolge insgesamt 148 Tote, bei denen das Virus festgestellt wurde.

09.58 Uhr – Das Thema Hygiene und Sauberkeit rückt in der Corona-Krise verstärkt ins Bewusstsein der Bürger. Wie eine veröffentlichte Forsa-Umfrage ergab, änderte die Mehrheit der Bundesbürger diesbezüglich ihre Verhaltensweisen. 57 Prozent gaben an, sich aktuell viel oder etwas mehr mit Reinigung, Sauberkeit und Hygiene zu befassen. Regelmäßiges Händewaschen gilt neben dem Abstandhalten als wirksame Maßnahme gegen eine Ansteckung. 

09.25 UhrSüdkorea will am Dienstag einem Insider zufolge die ersten von der US-Regierung erbetenen Test-Sets auf den Weg bringen. 600.000 Sets würden mit einem US-Flugzeug abgeholt, verlautet aus Regierungskreisen in Seoul. Südkorea reagiert auf eine Bitte von US-Präsident Donald Trump, die dieser Ende März in einem Telefonat mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Moon Jae In geäußert hat. Südkorea hat bereits Test-Sets an mehrere Städte in den USA geschickt, darunter Los Angeles, bislang aber nicht auf Bitten der US-Regierung.

07.50 Uhr – Vor den Parlamentswahlen in Südkorea in dieser Woche haben so viele Bürger wie noch nie wegen der Coronavirus-Pandemie die Möglichkeit zur frühzeitigen Stimmabgabe genutzt. An der Vorauswahl am Freitag und Samstag hätten sich 26,7 Prozent der etwa 44 Millionen Wahlberechtigten beteiligt, teilte die nationale Wahlkommission auf ihrer Website mit. Das seien 0,6 Prozent mehr als bei der Präsidentenwahl 2017 und die bisher höchste Quote bei einer Vorauswahl gewesen. Die hohe Beteiligung führten die südkoreanischen Medien auch auf die grassierende Lungenkrankheit Covid-19 zurück. Viele wollten demnach größere Menschenmengen am eigentlichen Wahltag am Mittwoch vermeiden.

07.00 Uhr – Für eine Entwarnung in der Corona-Krise gibt es nach Überzeugung des Kieler Virologen Prof. Helmut Fickenscher bisher keinen Grund. “Würde man die Schutzmaßnahmen aufheben, hätten wir höchstwahrscheinlich in kurzer Zeit volle Krankenhäuser”, sagte der Leiter des Instituts für Infektionsmedizin der Universität Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Dann könnten wegen Überlastung nicht einmal mehr simple Unfälle angemessen behandelt werden. “Die Bremsung muss aufrechterhalten werden”, sagte Fickenscher, der auch Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) ist. Dass die Zahl der Infektionen nicht mehr so stark steigt, sei schlicht die Folge der strengen Schutzmaßnahmen. 

Nicaragua Ostern Veranstaltung trotz Coronavirus (picture-alliance/dpa/A. Zuniga)

In der nicaraguanischen Stadt Masetepe wurde mit tausenden Schaulustigen die Kreuzigung Jesus gefeiert

06.43 UhrTausende Nicaraguaner haben die Abstandsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) missachtet und sind zu Ostern in Badeorte gereist oder haben an Festivals teilgenommen. Während die Bischöfe in dem katholischen Land wegen der Coronavirus-Pandemie Prozessionen ohne Publikum abhielten und zum Daheimbleiben aufriefen, hatte die linke Regierung von Präsident Daniel Ortega Dutzende Veranstaltungen während der Karwoche organisiert und den Tourismus angekurbelt. Das kleine Land zwischen Pazifik und Atlantik geht innerhalb Lateinamerikas einen gefährlichen Sonderweg in der Corona-Krise. Weder schließt es Schulen, noch schränkt es das öffentliche Leben wesentlich ein.

06.29 Uhr – In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2537 auf 123.016 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 126 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilte das RKI auf seiner Internet-Seite mit. 64.300 Menschen sind demnach genesen. Einen Tag zuvor lag diese Zahl bei 60.200. 

06.20 Uhr - Das chinesische Festland meldet 108 neue Coronavirus-Fälle gegenüber 99 am Vortag. Es ist die höchste Zahl an Neu-Infektionen seit mehr als fünf Wochen. Die meisten Fälle seien auf Einreisende zurückzuführen, erklärte die nationale Gesundheitskommission. Auf dem Festland würden 98 der Fälle aus Übersee stammen. 

06.13 Uhr – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält an diesem Montagabend erneut eine Rede an die Nation. Der Staatschef will die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 erläutern. Französischen Medien zufolge sollen die Ausgangssperren erneut verlängert werden, dieses Mal womöglich für einen längeren Zeitraum über den 10. Mai hinaus. Frankreich ist mit Italien und Spanien eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen EU-Länder.

Abstand halten Deutschland Coronavirus Maßnahmen (picture-alliance/dpa/P. Klaunzer)

Dieses Hinweisschild an einer Drogerie weist die Kunden darauf hin, Abstand zu halten

06.02 Uhr – Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Lockerung des Kontaktverbots zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten 44 Prozent für eine Verlängerung der Maßnahmen über den 19. April hinaus, 12 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Nur 32 Prozent sind für eine Lockerung und 8 Prozent für eine Abschaffung der von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen. 5 Prozent machten keine Angaben. Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, wie man nach dem 19. April verfahren will. In den meisten Teilen Deutschland darf man sich draußen überwiegend frei bewegen, jedoch nur zu zweit. Kleingruppen sind nur mit den Personen erlaubt, mit denen man zusammen wohnt.

06.00 Uhr – Die Corona-Krise gefährdet nach Unicef-Angaben die fragile Grundversorgung der ärmsten Kinder in vielen Entwicklungsländern und Krisengebieten. “Die Pandemie ist für Millionen Kinder eine existenzielle Gefahr“, sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, der Deutschen Presse-Agentur in Köln. “Nur durch ein internationales koordiniertes Handeln können wir verhindern, dass aus der weltweiten Gesundheitskrise eine globale Katastrophe für Kinder wird.” Besonders groß sei die Sorge, dass sich das Virus in den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland und Syrien ausbreite.

05.52 Uhr – Der türkische Innenminister Süleyman Soylu bleibt trotzt seines erklärten Rücktritts weiter im Amt. Präsident Recep Tayyip Erdogan habe das Gesuch seines Innenministers nicht angenommen, Soylu werde ”seine Aufgabe weiter ausführen”, teilte Erdogans Büro am Sonntagabend mit. Soylu hatte seinen Rücktritt eingereicht, da es zu Chaos in der Türkei kam, nachdem eine Ausgangssperre nur wenige Stunden vor deren Beginn bekanntgegeben worden war.

USA | Coronavirus: Verkaufsstand für Masken und weiteres in Los Angeles (Getty Images/M. Tama)

Dieser Mann will seine Masken zum Schutz vor dem Coronavirus in Los Angeles verkaufen

05.40 Uhr – In den USA ist die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie am zweiten Tag in Folge gesunken. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete am Sonntagabend (Ortszeit) 1514 Todesfälle innerhalb der vorherigen 24 Stunden. Der Gouverneur des besonders hart von der Pandemie betroffenen Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, warnte aber vor vorschneller Erleichterung. Ein ”großer Rückgang” in den Totenzahlen sei noch nicht zu beobachten, erklärte er. Die Gesamtzahl der Todesopfer in Folge von COVID-19 in den USA wuchs bis Sonntagabend auf mehr als 22.000 - dies ist die höchste weltweit. Auch bei der Zahl der Infektionsfälle liegen die Vereinten Staaten an der Spitze. Die Johns-Hopkins-Universität gab sie am Sonntagabend mit rund 566.000 an.

02.54 UhrUS-Präsidententochter Ivanka Trump wirbt in der Corona-Pandemie für das Tragen von Schutzmasken. Die 38-Jährige verbreitete am Sonntagabend auf Twitter ein Foto, das sie und ihre acht Jahre alte Tochter Arabella jeweils mit einem Mund-Nasen-Schutz zeigt. Die Masken hätten die beiden selbst gemacht, twitterte Trump. “Sie können online Anleitungen finden, wie man Masken macht”, schrieb sie weiter und rief ihre Anhänger dazu auf, den Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC zu folgen. Die CDC hatte am vergangenen Wochenende empfohlen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit Stoffmasken zu tragen, die Mund und Nase abdeckten.

ust/as (dpa, afp, rtr, Robert-Koch-Institut)



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