Corona-Ticker vom 29. April: Deutschland verlängert Reisewarnung | Aktuell Welt | DW

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Zunächst das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • In den USA übersteigt die Zahl bekannter COVID-19-Fälle eine Million
  • Deutschland verlängert seine weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni
  • Brasiliens Präsident Bolsonaro gerät weiter unter Druck

Die Meldungen im Einzelnen – Alle Angaben in MESZ:

11.01 Uhr – In der Euro-Zone verschlechtert sich das Geschäftsklima so rapide wie nie zuvor. Ein von der EU-Kommission veröffentlichtes Barometer liegt mit 67,0 Punkten 27,2 Zähler unter dem Wert des Vormonats. Es handele ich um den stärksten Rückgang seit 1985, erklärte die Behörde. Besonders betroffen sind die Niederlande (-32,9), Spanien (-26,0), Deutschland (-19,9) und Frankreich (-16,3). In Italien konnten wegen des strengen Lockdowns keine Daten erhoben werden.

10.46 Uhr – Im Rahmen des ersten klinischen Tests in Deutschland haben Probanden die ersten Impfstoff-Dosen erhalten. Es handelt sich um eine erste Gruppe von zwölf Teilnehmern – insgesamt sind Tests mit rund 200 gesunden Menschen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren geplant. Das Mainzer Unternehmen Biontech, das den Impfstoff entwickelt hat, arbeitet mit dem Pharmakonzern Pfizer zusammen. Sobald im Juni erste Daten vorliegen, könnten Tests an mehr Probanden und auch Risikopatienten genehmigt werden.

10.26 Uhr – Die im Ländervergleich sehr strengen Ausgangsbeschränkungen im Saarland müssen gelockert werden. Der saarländische Verwaltungsgerichtshof gab einem Eilantrag eines Bürgers statt und ordnete an, dass Bürger wieder im Freien verweilen und einander im privaten Raum treffen dürfen, solange das Kontaktreduzierungs- und Abstandsgebot eingehalten wird. Im benachbarten Rheinland-Pfalz scheiterte hingegen ein Bürger mit einer Beschwerde zur Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln – diese sei aus gesundheitlichen Gründen legitim, urteilte das Verwaltungsgericht Mainz.

10.24 Uhr – Einem Drogenschmuggler sind die strikten Kontrollen an den Grenzen zur Schweiz zum Verhängnis geworden: Beamte entdeckten in seinem Sattelschlepper 30 Kilogramm Kokain, die er am hellichten Tag aus Deutschland einführen wollte. Der Mann wurde verhaftet; der Vorfall ereignete sich bereits am 16. April.

10.16 Uhr – Die Türkei hat ihre Schulschließungen verlängert: Mindestens bis zum 31. Mai bleiben die Schulen geschlossen, teilte Bildungsminister Ziya Selcuk mit.

10.03 Uhr – Der Flugzeugbauer Airbus hat wegen der Corona-Pandemie Verluste von 481 Millionen Euro im ersten Quartal eingefahren. Man sei jedoch finanziell für die Krise gewappnet und benötige voraussichtlich keine Staatshilfen, sagte Finanzchef Dominik Asam. Einige Tausend Mitarbeiter in Deutschland und Frankreich sollen demnächst in Kurzarbeit. Viele Airlines bitten wegen ihrer eigenen Finanzlage den Hersteller, Auslieferungen zu verschieben oder teils sogar ganz zu stornieren.

09.53 UhrLufthansa-Chef Carsten Spohr, eigentlich kein Fürsprecher von Staatsbeteiligungen in seinem Unternehmen, trifft an diesem Mittwoch die Spitzen der Österreichischen Regierung. Er will in Wien unter anderem mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und dessen Vize Werner Kogler über Hilfen reden. Österreich will Spohr seinerseits ein Bekenntnis zur Tochtergesellschaft Austrian und dem Standort Wien abverlangen. Austrian Airlines hatte 767 Millionen Euro an österreichischen Staatshilfen beantragt.

09.15 Uhr – Infolge der Pandemie ist der Stromverbrauch in Deutschland deutlich niedriger. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) kommt in seinem Corona-Datenmonitor auf einen Rückgang von durchschnittlich 7,5 Prozent an Werktagen zwischen dem 23. März und 19. April gegenüber dem Durchschnittswert vor Corona. In der Woche nach Ostern habe die Abweichung nach unten sogar 13 Prozent betragen. Inzwischen erhöht sich laut IfW der Verbrauch wieder leicht, zuletzt waren es nur noch 6,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum.

08.50 Uhr – In China steht der Nachholtermin für die Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses fest: Am 22. Mai sollen die mehr als 5000 Delegierten aus dem ganzen Land in Peking zusammenkommen. Wie lange der Kongress dauert, wurde noch nicht verkündet – üblicherweise dauert die Sitzung mindestens zehn Tage, in diesem Jahr könnte das wegen der Corona-Pandemie weitaus kürzer ausfallen.

China Nationaler Volkskongress in Peking (picture-alliance/Xinhua News Agency/Li Tao)

So dicht drängten sich die Delegierten noch auf dem Volkskongress 2019 – für dieses Jahr wohl undenkbar

08.01 Uhr – In Polen dürfen Hotels in den Sommerferien wieder öffnen. Das teilt Regierungssprecher Piotr Müller im staatlichen Rundfunk mit. Im Laufe des Tages will die Regierung bekanntgeben, wie mögliche weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen aussehen könnten.

07.11 Uhr – Eine Umfrage des Münchener Ifo-Instituts lässt erahnen, wie groß eine Pleitewelle in Deutschland ausfallen könnte: 29,2 Prozent der befragten Unternehmen gab an, unter den derzeitigen Bedingungen keine drei Monate mehr überleben zu können. 52,7 Prozent wären binnen sechs Monaten auf Hilfe angewiesen.

06.54 Uhr – Die Bundesregierung will vorerst keinerlei Lockerungen für Fernreisen. Demnach soll die strikte Warnung für alle touristischen Reisen ins Ausland heute vom Bundeskabinett verlängert werden, mindestens bis zum 14. Juni. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag habe das Auswärtige Amt kurz vor der Kabinettssitzung unter den Bundesministerien abgestimmt.

06.10 Uhr – In Deutschland wurden innerhalb eines Tages 1304 Menschen auf das SARS-COV-2 positiv getestet. Das Coronavirus wurde demnach bei insgesamt 157.641 Menschen nachgewiesen, von denen etwa 120.400 Menschen genesen sind, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. 202 Menschen, die das Virus trugen, seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben. Die Zahl der Toten stieg damit auf 6115 Menschen.

05.01 Uhr – Um den Absatz der Autobranche zu stärken, spricht sich der Chef der deutschen Gewerkschaft IG Metall für Kaufanreize für Neufahrzeuge aus. “Wir werden, so fürchte ich, in die Situation kommen, dass solche Kaufhilfen unvermeidbar sind”, sagt Jörg Hofmann. Eine Pauschallösung, bei der man jedem Käufer “x-tausend Euro gibt”, lehne er ab. “Wir sollten die Zeit nutzen, darüber nachzudenken, wie solche Kaufhilfen aussehen könnten – auch im Kontext des ökologischen Wandels und der Dekarbonisierung.”

04.44 Uhr – Australiens Premierminister Scott Morrison unterstreicht seine Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung der Ursprünge der Corona-Pandemie. “Dies ist ein Virus, der mehr als 200.000 Menschenleben auf der ganzen Welt gekostet hat. Es hat die Weltwirtschaft zum Einsturz gemacht. Die Folgen und Auswirkungen sind außerordentlich. Daher scheint es durchaus angemessen und vernünftig, dass die Welt eine unabhängige Bewertung will.” Seine Forderungen seien nicht auf ein bestimmtes Land gerichtet.

03.01 Uhr – Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro gerät wegen der 474 Todesfälle binnen 24 Stunden durch das Coronavirus unter Druck. “Und? Es tut mir leid. Was soll ich tun? Ich bin Messias, aber ich vollbringe keine Wunder“, sagte er vor Journalisten in Brasília. In Brasilien starben insgesamt 5017 Menschen an dem Coronavirus, mehr als in China.

02.59 Uhr – Ein Mops ist in den USA mit dem Coronavirus infiziert. Das Tier sei der erste Hund in den Vereinigten Staaten, bei dem die Atemwegserkrankung COVID-19 diagnostiziert wurde, wie die American Humane Society mitteilt. Der Hund habe sich offenbar bei der Familie angesteckt, die positiv auf das Virus getestet wurde – nur eine weitere Tochter, ein zweiter Hund und deren Katze seien gesund. Es gebe keine Beweise, dass Haustiere das Virus auf den Menschen übertragen, sagte die Sprecherin.

USA | Coronavirus | Vizepräsident Mike Pence ohne Mundschutzmaske in Krankenhaus (Foto: picture-alliance/dpa/J. Mone)

Für seinen Krankenhausbesuch ohne Schutzmaßnahmen hagelt es für US-Vize Pence Kritik

02.58 Uhr – US-Vize-Präsident Mike Pence steht in der Kritik, weil er bei dem Besuch eines Krankenhauses im Bundesstaat Minnesota als einziger keine Atemschutzmaske trug. Und das, obwohl die Klinik dies mittlerweile sowohl von Patienten als auch von Besuchern verlangt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Pence sagte zu seiner Verteidigung, als Vizepräsident werde er regelmäßig auf das Coronavirus getestet, ebenso wie sein Umfeld. Die Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt gesunden Menschen das Tragen von Stoffmasken in der Öffentlichkeit.

02.43 Uhr – China meldet 22 neue Coronavirus-Fälle, gegenüber 6 am Vortag. Die Nationale Gesundheitskommission erklärt, dass 21 Menschen von ihnen Reisende aus Übersee seien. Damit liegt die Gesamtzahl der COVID-19-Infektionen nach offiziellen Angaben bei 82.858. Die Gesamtzahl der Todesfälle auf dem Festland durch COVID-19 bleibt laut Gesundheitskommission unverändert bei 4633.

00.46 Uhr – In den USA hat es Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Pandemie bereits mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Virus gegeben. Das geht aus den Daten der Johns-HopkinsUniversität in Baltimore hervor. Demnach starben in den Vereinigten Staaten bereits mehr als 57.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

ehl/sam/AR (afp, dpa, rtr)



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