Corona-Ticker: Weltweit immer drastischere Maßnahmen gegen die Pandemie | Aktuell Welt | DW

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Alle Zeiten in MEZ

08.42 Uhr – Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bereitet die Bundeswehr auf eine größere Mobilisierung ihrer Reserve für den Einsatz wegen der Corona-Pandemie vor. Unschätzbare Fähigkeiten der Reservisten sollten nun sinnvoll genutzt werden, schrieb die Ministerin in einem Tagesbefehl an die Truppe. Er lag der Deutschen Presse-Agentur vor. “Nun wollen wir, auch mit Hilfe der Landeskommandos, über die Sanität hinaus Strukturen schaffen, die es für die Reserve ermöglichen, nützliche Beiträge leisten zu können”, so Kramp-Karrenbauer. “Darauf wird es ankommen, insbesondere wenn die Krise länger andauert.”

08.20 Uhr – Die Bundesregierung will am Wochenende allein aus Ägypten weitere 20.000 Touristen zurückbringen. Bereits am Mittwoch seien rund 7500 Reisende zurückgeholt worden, sagt Bundesaußenminister Heiko Maas in der ARD. Die Frage der finanzielle Beteiligung der Touristen an der Rückholaktion sei zunächst zurückgestellt worden, damit es nicht zu Verzögerungen komme. Die Bundesregierung habe die Flugzeuge auf eigene Kosten gechartert, vor allem bei der Lufthansa. “Wie wir das mit den Kosten abwickeln, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.”

8.24 Uhr – Auch am Donnerstagmorgen haben sich Autofahrer auf den Bundesautobahnen Richtung Polen in lange Staus einreihen müssen. Grund für die Verzögerungen seit einigen Tagen sind polnische Grenzkontrollen wegen der Coronakrise. 

07.40 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hofft in den nächsten Tagen auf Klarheit bei den angedachten zusätzlichen Hilfen für Selbstständige und Kleinstunternehmen, um beispielsweise Mieten auch in der Krise zahlen zu können. “Wir wollen natürlich denen helfen, die es dringend brauchen”, sagt der CDU-Politiker im “Deutschlandfunk”. Dies solle aber nicht mit der Gießkanne geschehen, sondern zielgenau sein. “Das alles wird, hoffe ich jedenfalls, dann in der nächsten Woche dazu führen, dass der Gesetzgeber notwendige Entscheidungen treffen kann.”

07:10 Uhr – Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Bis 19. April fänden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Dax-Konzern bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt mit. Rund 700 von 763 Flugzeugen des Konzerns blieben vorläufig am Boden. Fernverbindungen bietet die Lufthansa vorerst nur noch ab Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich an. Die Maschinen sollen vorwiegend Deutsche aus dem Ausland zurückholen. 

06.49 Uhr – Für eine Entscheidung über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Japan ist es nach Einschätzung der Gouverneurin von Tokio noch immer zu früh. Voraussetzung für sichere Spiele in der japanischen Hauptstadt sei die Bekämpfung des Coronavirus, sagt Yuriko Koike. Sie denke gegenwärtig aber nicht daran, die für 24. Juli bis 9. August geplante Veranstaltung abzusagen oder ohne Zuschauer abzuhalten.

06.20 Uhr – Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schließen Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Das kündigten der australische Premierminister Scott Morrison und seine neuseeländische Amtskollegin Jacinda Ardern an. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien in beiden Ländern lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in ihren Ländern sowie deren enge Familienmitglieder. Morrison sagte in Canberra, das Verbot für Australien trete am Freitag um 21.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft. 

03.50 UhrSüdkorea verzeichnet einen sprunghaften Anstieg an neuen Coronavirus-Fällen. Die Zentren zur Krankheits- und Seuchenkontrolle (KCDC) melden 152 neue Fälle, womit die Gesamtzahl auf 8.565 steigt. Das Land hatte bis Mittwoch vier Tage in Folge weniger als 100 Neuinfektionen registriert. Unter den neuen Fällen stammen 97 aus Daegu südöstlich von Seoul, wo nach Angaben des KCDC in dieser Woche mindestens 74 Patienten in einem Pflegeheim positiv auf das Virus getestet wurden. Der erneute Ausbruch veranlasst die Stadt, umfangreiche Tests in allen anderen Pflegeheimen mit mehr als 33.000 Menschen einzuleiten.

02.53 Uhr – Die zentralchinesische Stadt Wuhan meldet zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus Ende 2019 keine neuen Infektionen. In Festland-China werden für Mittwoch 34 neue Infektionen bestätigt, mehr als doppelt so viele wie am Vortag mit 13. Alle neuen Fälle sind importiert, was den Druck auf die Behörden zur Überprüfung von Reisenden erhöht. Insgesamt steigt die Zahl der Erkrankungen auf 80.928. Die Zahl der Todesopfer durch den Ausbruch in China liegt zum Ende des Mittwochs nach offiziellen Angaben bei 3.245, acht mehr als am Vortag. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei alle acht Todesfälle, darunter sechs auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

Neuartiger Ausbruch des Coronavirus | Japan | Nikkei Stock Average (picture-alliance/AP Images/The Yomiuri Shimbun/I. Ohara)

Der Nikkei-Index schloss in Japan erneut mit Kursverlusten: Er verlor 1,04 Prozent

01.00 UhrPortugal hat wegen der Coronavirus-Pandemie für zunächst zwei Wochen den nationalen Notstand ausgerufen. Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa sagte bei einer Fernsehansprache, die ab Mitternacht (Ortszeit, 1.00 MEZ) geltende Maßnahme diene der “Verstärkung des Kampfes und der Prävention dieser Pandemie”. Der Notstand schade nicht der Demokratie, sondern diene dem Wohl der Menschen. Möglicherweise werde der Notstand, der alle zwei Wochen erneuert werden muss, mehrere Monate dauern, sagte der Präsident.

00.00 Uhr – Das gesamte österreichische Bundesland Tirol ist seit Mitternacht wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. “Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort”, teilte Tirols Landeschef Günther Platter via Facebook mit. Auch Einreisen nach Tirol sind weitgehend verboten. Nur noch jene dürfen einreisen, die in Tirol zuhause sind, oder dort in bestimmten Berufen – etwa im Infrastrukturbereich – tätig sind. Als weitere Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus ordnete die Bundesregierung in Wien Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland ab sofort an. Deutschland kontrolliert seine Grenze zu Österreich schon seit Dienstag. 

as/an (dpa, afp, rtr, ap)

 

 

 




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