Corona: Viele Neuinfektionen – Zahl der akut Infizierten steigt auf über 17.000

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Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zuletzt gestiegen. 40 Prozent aller positiv getesteten Personen haben sich wohl im Ausland angesteckt. Der Wunsch nach Einheitlichkeit bei den Corona-Schutzmaßnahmen wird größer. Alle Neuigkeiten zur Pandemie hier im News-Ticker.

Topmeldungen zur Corona-Pandemie: Mehr als 1500 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der aktiven Fälle steigt auf über 17.000 (19.13 Uhr) +++ 18 Infizierte nach marokkanischer Hochzeitsfeier  (17.44 Uhr) +++ Tausende Schweden bekamen falsches Testergebnis (16.37 Uhr) +++

Afrika könnte laut WHO Corona-Höhepunkt hinter sich haben

Mittwoch, 26. August, 0.56 Uhr: Der afrikanische Kontinent könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Höhepunkt der Corona-Pandemie hinter sich gelassen haben. Es sei zu sehen, dass “so etwas wie ein Höhepunkt” erreicht worden sei, und nun gingen die täglich gemeldeten neuen Fallzahlen in der Region herunter, sagte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, am Dienstag bei einer Videokonferenz afrikanischer Gesundheitsminister.

Es gibt allerdings einige wenige afrikanische Länder wie Namibia, in denen die Zahl der täglichen Neuinfektionen derzeit steigt. Insgesamt wurden in Afrika fast 1,2 Millionen Infektionsfälle gezählt. Mindestens 28.000 Menschen starben laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP in Afrika an den Folgen der Infektion, seit dort am 14. Februar der erste Fall einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekannt geworden war.  Mehr als die Hälfte der Coronavirus-Infektionen auf dem Kontinent wurden in Südafrika verzeichnet, das auf Platz fünf der weltweit am stärksten betroffenen Länder steht. Auch dort sind die Infektions- und Totenzahlen rückläufig.

“Unsere größte Sorge ist, ob dies die erste Welle ist und es eine weitere geben könnte”, sagte der südafrikanische Gesundheitsminister Zweli Mkhize. “Wir haben unseren Scheitelpunkt, unsere Welle überwunden, aber wenn sie nach Spanien blicken, hat sich dort nach einer langen Pause ein Anstieg gezeigt.”

Mehr als 3000 Neuinfektionen in Frankreich

21.37 Uhr: Frankreich hat in den vergangenen 24 Stunden mehr als 3000 neue Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, lag die Zahl der Neuinfektionen bei 3304. Am Sonntag hatte Frankreich fast 4900 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg um 16 auf insgesamt 30.554.

Die Bundesregierung hatte am Montagabend für die Region Paris sowie die beliebten französischen Reiseziele Côte d’Azur und Provence eine Reisewarnung ausgesprochen. Bekannte Reiseziele wie Marseille, Nizza, Cannes und Aix-en-Provence sind somit Risikogebiete. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich nach der Einreise in Deutschland verpflichtend auf das neuartige Coronavirus testen lassen, sofern sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich vorsorglich für 14 Tage selbst isolieren.

Das französische Kabinett nahm am Dienstag zweitägige Beratungen über Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen auf. Bereits beschlossen sind eine Maskenpflicht für die meisten Schüler mit Schulbeginn am 1. September.

TOP-NEWS: Mehr als 1500 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der aktiven Fälle steigt auf über 17.000

19.13 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 235.590 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 1507 – ein deutlicher Anstieg (1072 am Montag). Allein in Bayern und Baden-Württemberg wurden jeweils mehr als 300 Neuinfektionen gemeldet.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 235.590, 9249 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 40.687 (+327) / 1827 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 55.493 (+337) / 2632 Todesfälle (+0)
  • Berlin: 10.851 (+66) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3843 (+16) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 1927 (+12) / 56 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 6109 (+27) / 232 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 14.809 (+152) / 528 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 998 (+1) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 16.223 (+135) / 662 Todesfälle (+2)
  • Nordrhein-Westfalen: 57.212 (+296) / 1802 Todesfälle (+4)
  • Rheinland-Pfalz: 8734 (+59) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3065 (+9) / 174 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 5834 (+9) / 224 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2202 (+16) / 65 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 3960 (+33) / 160 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3564 (+12) / 186 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 25.08.2020, 19.05 Uhr): 235.590 (9249 Todesfälle)

Vortag (Stand 24.08.2020, 19.30 Uhr): 234.083 (9243 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 209.300

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 17.041 (+401)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,90 (-0,08)

9249 Menschen sind an beziehungsweise mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut RKI sind rund 209.300 Menschen, die sich infiziert hatten, inzwischen wieder genesen. Somit liegt die Zahl der akut Infizierten (aktiven Fälle) bei 17.041. Das sind 401 Mehr Fälle als noch am Montag.

Der R-Wert fiel am Dienstag leicht, von 0,98 auf 0,90. Er gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

40 Prozent der Infektionen kommen wohl aus dem Ausland

18.47 Uhr: Über 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich wahrscheinlich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Von den bekannten Corona-Neuinfektionen in Meldewoche 34, bei denen es eine Angabe zum wahrscheinlichen Infektionsland gab, lag der Anteil der Ansteckungen im Ausland bei 42 Prozent.

 Zum Vergleich: In der Meldewoche 33 hatten sich 39 Prozent wahrscheinlich im Ausland infiziert, in der Meldewoche 32 waren es 34 Prozent. Am häufigsten wurden – auf vier Wochen betrachtet – der Kosovo, Kroatien, die Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Bulgarien als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings ist die Aussagekraft dieser Zahlen begrenzt. Es ist anzunehmen, dass Rückkehrer im Schnitt viel häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung. Der Kosovo, die Türkei und Bosnien und Herzegowina sind als Risikogebiete gelistet, für sie gilt zunächst eine Testpflicht für Reiserückkehrer. In Kroatien und Bulgarien sind jeweils nur Teile des Landes Risikogebiete. Wie groß der Anteil der Rückkehrer an den tatsächlich, womöglich unbemerkt Infizierten in Deutschland ist, ist unklar.

Stuttgart: Maskenverweigerer würgt Polizisten

18.34 Uhr: Beamte der Stuttgarter Polizei haben in den frühen Samstagmorgenstunden einen 21 Jahre alten Mann vorläufig festgenommen, der keine Maske in einem Linienbus getragen und die Beamten angegriffen hat. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei vom Dienstag hervor. Ein Busfahrer der Linie N3 alarmierte demnach am Samstag gegen 03.50 Uhr die Polizei, da sich mehrere Fahrgäste nicht an die Maskenpflicht hielten und den Busfahrer beleidigten. Sie flüchteten noch bevor die Beamten bei dem stehenden Bus in der Heilbronner Straße eintrafen.

Während die Streifenpolizisten den Sachverhalt aufnahmen und den Busfahrer befragten, fiel ein junger Mann auf, der sich trotz mehrfachen Aufforderungen weigerte, seine Maske richtig aufzusetzen. Dabei trug er die Maske so, dass sie lediglich sein Kinn bedeckte. Als die Beamten ihn dazu aufforderten, seinen Ausweis auszuhändigen, baute er sich aggressiv vor ihnen auf. Aufgrund seiner Verhaltensweise rechneten sie mit einem Übergriff und ergriffen seine beiden Arme. Der 21-Jährige erhob seine Fäuste und schlug nach den Beamten. Im weiteren Verlauf würgte er zudem einen Beamten.

Mehrere Fahrgäste versuchten den aggressiven Mann zu beruhigen, was allerdings nicht gelang. Die Polizisten legten dem 21-Jährigen die Handschließe an und brachten ihn zur Identitätsfeststellung und weiteren Abklärung auf ein Polizeirevier. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der polizeilich bekannte 21-jährige deutsche Staatsbürger einem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug setzte.

TOP-NEWS: 18 Infizierte nach marokkanischer Hochzeitsfeier – Gäste verweigern Kooperation

17.44 Uhr: Nach einer marokkanischen Hochzeitsfeier mit rund 100 Gästen ist es in Wiesbaden zu etlichen neuen Coronafällen gekommen. Mindestens 18 Personen seien in Hessens Landeshauptstadt betroffen, sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag. Da nicht alle Gäste der Feier mit dem Gesundheitsamt kooperierten, sei die Ermittlung der Infizierten schwierig gewesen.

Nach Auftreten des ersten Falles seien von den infizierten Personen keine genauen Angaben zu den Kontaktpersonen gemacht worden. Danach habe es einige Tage gedauert, bis das zuständige Gesundheitsamt eine unvollständige Gästeliste erhalten habe, teilte die Stadt mit. In dieser Zeit seien die Gäste nicht in Quarantäne gewesen, sondern in die Schulen sowie Arbeitsstätten gegangen und hätten Kontakt mit Freunden und Familienmitgliedern gehabt.

«Aufgrund des Ausbruchsgeschehens ist ganz klar, dass sich auf der Veranstaltung nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten wurde», sagte die Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamtes, Kaschlin Butt. Da die Veranstaltung im Mainzer Stadtgebiet stattgefunden habe, sei das dort ansässige Gesundheitsamt zuständig. «Wir prüfen derzeit, ob und welche Bußgelder wir für die Wiesbadener Gäste verhängen können», erklärte Butt. Diese Bußgelder könnten bei der Behinderung der Ermittlungsarbeit und der damit einhergehenden Gefährdung für die Bevölkerung verhängt werden.

Wunsch nach Einheitlichkeit bei Corona-Schutzmaßnahmen im Kanzleramt steigt

16.47 Uhr: Vor dem nächsten Bund-und-Länder-Treffen am Donnerstag gibt es im Kanzleramt den starken Wunsch nach mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Schutzmaßnahmen. „Wir hoffen, dass das am Ende der Akzeptanz in der Bevölkerung zugutekommt”, hieß es heute auf Anfrage von FOCUS Online in der Regierungszentrale. Es brauche „mehr Kohärenz” heißt es, mehr logische Abstimmung also.

Auch die Bundeskanzlerin selbst, Angela Merkel (CDU), setzt seit Langem auf mehr Einheitlichkeit. In einigen Bundesländern, vor allem solchen, die selbst nicht so stark von der Pandemie betroffen sind, gibt es allerdings erhebliche Widerstände gegen eine Eine-für-alle-Regelung. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) etwa ist strikt gegen Vorschriften, die für ganz Deutschland gelten. Denn in seinem Bundesland ist das viel zitierte Infektionsgeschehen sehr übersichtlich.

Ein möglicher Weg, diesen Konflikt zu entschärfen: Bund und Länder könnten sich auf allgemeine Kriterien einigen, die bestimmte Schutzvorschriften auslösen. Beispiel: Im Frühsommer hatten sie das bereits beim sogenannten Notfallmechanismus geschafft: Der greift, wenn binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auftreten. Diese Einigung sei eine „Erfolgsgeschichte“ heißt es in der Berliner Regierungszentrale. Ob Donnerstag Fortschritte in diese Richtung erzielt werden, ist aber offen.

TOP-NEWS: Tausende Schweden bekamen falsches Testergebnis

16.37 Uhr: 3700 Menschen in Schweden haben nach einem Corona-Test ein falsches Ergebnis bekommen. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden alle positiv auf das Virus getestet, obwohl sie nicht wirklich infiziert waren. Schwedens Corona-Statistik werde sich dadurch ändern.

Bei den Betroffenen handele es sich vor allem um Personen mit milden Symptomen, die selbst einen sogenannten PCR-Test angewendet hatten. Der Fehler sei in zwei Labors festgestellt worden, die die kommerziellen Schnelltests aus China analysierten. Rückblickend wurde festgestellt, dass sie nicht zwischen niedrigen Viruskonzentrationen und negativen Proben unterscheiden konnten. Die Leistungen des Tests seien einfach zu schlecht, hieß es bei der Pressekonferenz.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden waren am Dienstag in Schweden rund 86 900 Infizierte und 5 814 Todesfälle registriert.

Spanien setzt Armee im Kampf gegen Corona-Pandemie ein

16.08 Uhr: Angesichts steigender Corona-Fallzahlen will die spanische Regierung nun auch die Armee im Kampf gegen die Pandemie einsetzen. “Die spanische Regierung stellt den Regionen Kräfte der Armee zur Verfügung”, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Dienstag in einer Fernsehansprache. Rund 2000 Soldaten sollen demnach bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zum Einsatz kommen. Damit reagiert die Regierung auf Klagen über Personalmangel im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den am schwersten betroffenen Regionen.

Für die Maßnahmen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus sind die spanischen Regionen zuständig. Sie entscheiden daher über einen Einsatz von Soldaten. Sánchez betonte, dass die Regionalregierungen die Zentralregierung außerdem um die Verhängung eines Notstands über ihr gesamtes Gebiet oder Teile davon bitten könnten. Auf dieser Grundlage könnte die Bewegungsfreiheit der Bürger eingeschränkt werden.

Spanien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Am Montag überschritt das Land die Schwelle von 400.000 nachgewiesenen Infektionen, mehr als 28.800 Infizierte starben. Die derzeit am schwersten betroffenen Regionen sind Madrid, Aragón und Katalonien.

Sachsen und Bremen führen Bußgeld bei Verstößen gegen Maskenpflicht ein

15.44 Uhr: Sachsen führt ein Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Ab dem kommenden Dienstag gilt eine neue Corona-Verordnung, die ein Bußgeld von 60 Euro vorsieht, wie das Kabinett am Dienstag in Dresden beschloss. Weihnachtsmärkte sollen ebenso wie Jahrmärkte und Volksfeste erlaubt werden, wenn ein genehmigten Hygienekonzept vorliegt.

Auch Sportveranstaltungen und andere Großveranstaltungen mit mehr als tausend Besuchern dürfen in Sachsen künftig stattfinden, sofern es ein Hygienekonzept gibt und eine Kontaktverfolgung möglich ist. Ab 20 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen vor Beginn der Veranstaltung werden solche Großveranstaltungen untersagt. Die Verordnung gilt bis zum 2. November.

Maskenverweigerer müssen künftig auch in Bremen mit einem Bußgeld rechnen. Der Bremer Senat beschloss am Dienstag eine Regelung, wonach entsprechende Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen als Ordnungswidrigkeit mit einer Strafe von 50 Euro geahndet werden können. Das Tragen einer Maske ist Teil der Schutzmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Corona-Pandemie.

TOP-NEWS: Bei steigenden Corona-Zahlen: Stadt München droht mit drastischen Maßnahmen

15.24 Uhr: Die Stadt München hat ein Alkoholverbot für den öffentlichen Raum bei steigenden Corona-Zahlen beschlossen. Sollte die Zahl der neu mit Corona Infizierten pro 100.000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen auf 35 steigen, sei der Verkauf von Alkohol ab 21.00 Uhr verboten, teilte die Stadt am Dienstag mit. Zudem sei der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ab 23.00 Uhr dann nicht mehr erlaubt.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag in der Landeshauptstadt am Montag bei 30,92. Die Zahlen waren zuletzt stetig gestiegen. Sollte diese Entwicklung anhalten, wäre mit einem Erreichen der nun ausgegebenen Schwelle für ein Alkoholverbot in den kommenden Tagen zu rechnen.

Die Entscheidung sei ihnen allen nicht leichtgefallen, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. “Es geht aber in Zeiten der Pandemie zuallererst um den Schutz der Bevölkerung und darum, noch wesentlich belastendere Maßnahmen möglichst zu vermeiden.”

In den vergangenen Wochen war es an zentralen Plätzen in der Stadt und an der Isar regelmäßig zu ausufernden nächtlichen Feiern gekommen. Ein Schwerpunkt lag am Gärtnerplatz. Die Stadt hatte deshalb einen runden Tisch eingerichtet, auch da die Klagen der Anwohner immer lauter wurden. Der Beschluss fiel nun in Absprache mit den Stadtratsfraktionen.

Neue Regeln für private Feiern? Berliner Senat will noch in dieser Woche entscheiden

15.21 Uhr: Der Berliner Senat hat noch keine Entscheidung über neue Regeln für private Feiern und Veranstaltungen gefällt. Das soll aber noch in dieser Woche passieren. “Im Licht dessen, was bundesweit erörtert wird, wird es eine Diskussion dazu auf der außerordentlichen Senatssitzung geben”, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats. Am Donnerstag beraten die Länderchefs mit der Bundeskanzlerin über die Corona-Krise. “Wir haben von der Grundlinie ein gewisses Interesse, dass es möglichst zu gemeinsamen bundesweiten Verabredungen kommt”, sagte Kollatz.

Allerdings sei die Situation in den Bundesländern sehr unterschiedlich. “In Berlin gibt es naturgemäß mehr größere Veranstaltungen als es die im Saarland gibt.” Derzeit gelten auch sehr unterschiedliche Regelungen. In Berlin zum Beispiel sind zurzeit Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen bei “geselligen Veranstaltungen wie Hochzeiten” drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern maximal 100. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größe privaten Feste zu sprechen.

Söder: Abschaffung von Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer wäre Fehler

14.00 Uhr: Eine Abschaffung von verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrer wäre nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein Fehler. “Corona ist gefährlich, die Infektionszahlen schnellen hoch, deshalb müssen wir testen”, sagte der CSU-Chef am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Zugleich würden immer mehr Risikogebiete ausgewiesen, auch das zeige, wie groß der Bedarf eigentlich sei.

Sollte der Plan wirklich umgesetzt werden, wäre dies aus seiner Sicht ein Rückschlag. “Erst führt man vor zwei Wochen die Tests ein, und jetzt will man sie wieder abschaffen”, erklärte Söder. Er verwies in dem Kontext auf die hohe Zahl an positiven Corona-Tests bei den Rückkehrern. Auch eine Abschaffung nach dem Ende der letzten Sommerferien in Baden-Württemberg Mitte September könne schwierig sein. “Dann stehen in einigen Bundesländern bald danach wieder die Herbstferien an.”

Das Argument, perspektivisch seien nicht die entsprechenden Testkapazitäten vorhanden, lässt Söder nicht gelten. “Der Bund muss mit Hochdruck daran arbeiten, die Kapazitäten auszubauen.”

Die Gesundheitsminister hatten sich trotz der Skepsis einiger Länder, darunter Bayern, am Montagabend mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass es nach Ende der Sommerreisesaison keine verpflichtenden Tests mehr für Heimkehrer geben solle. Für Urlauber aus Risikogebieten soll ausschließlich die Quarantäneregelung gelten.

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