Coronavirus: 1. Bundesland führt Maskenpflicht ein – Brandenburg lässt Demos zu

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News zur Coronavirus-Pandemie im Live-Ticker: Erstes Bundesland führt Maskenpflicht ein – Brandenburg lässt Demos wieder zu

Die Coronavirus-Pandemie beschäftigt die Welt: Mehr als 2 Millionen Menschen sind weltweit erkrankt. Deutschland hat zur Eindämmung neue Regeln aufgestellt. Die stark getroffene USA arbeitet ebenfalls daran. Wie Deutschland und die Welt mit der Coronavirus-Pandemie umgehen und die neuesten News finden Sie im Ticker von FOCUS Online.

Brandenburg lässt Demos in Corona-Krise wieder zu

Topmeldung (16.31 Uhr): Rund vier Wochen nach dem Start weitreichender Einschränkungen hat Brandenburg erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Kleinere Läden dürfen in Brandenburg ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen – auch in Einkaufszentren. Das gilt für bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie für Auto-, Fahrrad- und Buchhändler, wie das Kabinett am Freitag in einer Telefonkonferenz beschloss. Auch Museen und Tierparks – ohne Tierhäuser – können von Mittwoch an unter Hygieneauflagen öffnen.

Das generelle Demonstrationsverbot in Brandenburg wegen der Corona-Krise wird wieder aufgehoben. Das Kabinett beschloss, dass Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Menschen auf Antrag möglich sind, wenn das vertretbar ist. Taufen und Bestattungen sind ebenfalls mit bis zu 20 Teilnehmern erlaubt.

Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) sagte zur Corona-Krise: “Wir sind momentan noch davon entfernt, von einem stabilen Zustand zu reden.” Es gelte nun, die Corona-Regeln weiterhin zu beachten. Innenminister Michael Stübgen (CDU) betonte, dass es auch regionale Besonderheiten bei den Lockerungen der Corona-Regeln gebe.

Sachsen führt Maskenpflicht ein

Topmeldung (14.40 Uhr): Sachsen hat für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reichten auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef.

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht “die richtige Antwort”, so Kretschmer. Von Montag an sollen in Sachsen einige Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert werden. Es sei ein “zumutbares Instrument” für die größeren Bewegungsmöglichkeiten, die die Menschen in Sachsen nun hätten. Einen solchen Schutz gebe es mittlerweile in vielfältiger Weise, man könne ihn selbst nähen oder kaufen. “Ich denke wir sind an einem Punkt, wo wir das verpflichtend vorgeben können”, sagte Kretschmer.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 134.404, 3823 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 26.630 (874 Todesfälle)
  • Bayern: 35.523 (1070 Todesfälle)
  • Berlin: 4971 (84 Todesfälle)
  • Brandenburg: 2249 (76 Todesfälle)
  • Bremen: 553 (22 Todesfälle)
  • Hamburg: 4064 (65 Todesfälle)
  • Hessen: 6590 (192 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 642 (13 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 8462 (272 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 28.000 (760 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 5156 (90 Todesfälle)
  • Saarland: 2275 (83 Todesfälle)
  • Sachsen: 4110 (94 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1281 (28 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 2294 (55 Todesfälle)
  • Thüringen: 1604 (45 Todesfälle)

Gesamt: Stand 16.04., 20.06 Uhr: 134.404 (3823 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 15.04., 20.07 Uhr: 131.410 (3552 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei 77.000.

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Alle weiteren Meldungen zum Coronavirus im News-Ticker:

Eilantrag abgelehnt: Schülerin muss Berliner Abitur trotz Corona-Angst schreiben

16.21 Uhr: Eine Abiturientin aus Berlin muss die Abschlussprüfungen ab dem 20. April trotz ihrer Bedenken wegen der Corona-Pandemie mitschreiben. Die Schülerin hat keinen Anspruch auf eine Freistellung, wie das Verwaltungsgericht Berlin am Freitag entschied. Die Abnahme der Prüfung sei unter seuchenrechtlichen Gesichtspunkten zulässig. 

Die Gymnasiastin wollte mit einem Eilantrag erreichen, dass sie so lange nicht an den Prüfungen teilnehmen muss, bis sichergestellt sei, dass keine Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus mehr bestehe. Sie habe nicht glaubhaft machen können, dass die Abstandsregelung von mindestens anderthalb Metern zwischen den Schülern nicht eingehalten werde, urteilten die Richter.

Die Senatsverwaltung habe den Schulen strenge Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Diese seien ausreichend, entschieden die Richter. Die Schülerin könne zudem durch ihr eigenes Verhalten zu einer risikoarmen Teilnahme an der Prüfung beitragen.

Söder hält bei Politikern und Beamten Gehaltsverzicht für denkbar

15.47 Uhr: Angesichts der Corona-Krise hält CSU-Chef Markus Söder bei Politikern und Beamten einen Verzicht bei Gehältern und Diäten für denkbar. „Ich denke, da wird man insgesamt, was die Regierungen und Parlamente betrifft, ein Signal setzen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Bild“-Zeitung am Freitag. Söder betonte, dass dies „in einer gemeinsamen Runde“ entschieden werden müsse. „Da braucht es keinen Unter- oder Überbietungswettbewerb.“

Mit Blick auf die im Juni anstehende Erhöhung der Bundestagsdiäten sagte Söder, dies könne er sich derzeit „überhaupt nicht vorstellen“. Auch er selbst sei prinzipiell nicht abgeneigt, auf Geld zu verzichten: „Wir verzichten auf vieles, wir würden da auch vieles machen. Ich finde, es sollten aber alle gleich machen. Aber ich bin für alles bereit.“ Dies betreffe aber den gesamten Beamtenbereich.

Corona-Ausbruch auf Flugzeugträger: Fast 1.000 Militärs positiv getestet

15.24 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger “Charles de Gaulle” sind Hunderte weitere Militärs positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt gebe es nun 940 positive Testergebnisse, sagte Maryline Gygax Généro, Zentraldirektorin des Gesundheitsdienstes der Streitkräfte, am Freitag vor einem Senatsausschuss. 645 Seeleute seien negativ getestet worden. Betroffen seien 2300 Militärs, die etwa auf dem Flugzeugträger oder mit der begleitenden Flugzeugträgerkampfgruppe unterwegs waren. Die restlichen Testergebnisse seien noch offen – die Zahl könnte also noch deutlich ansteigen.

Am Mittwoch lag die Zahl der Infizierten laut Verteidigungsministerium noch bei rund 670. Der Ursprung der Kontamination ist weiter offen – eine Untersuchung soll die Hintergründe klären. Die Besatzung, die drei Monate lang im Einsatz war, hatte nach einem Zwischenstopp in Brest Mitte März keinen externen Kontakt mehr. Von den erkrankten Militärs seien 20 im Krankenhaus, einer werde auf der Intensivstation gehandelt, so Gygax Généro. Das riesige Kriegsschiff war Ostersonntag im südfranzösischen Hafen Toulon eingelaufen, nachdem auf dem Schiff Dutzende Infektionen bestätigt worden waren. Die Militärs wurden in Toulon und Umgebung für zwei Wochen isoliert.

Nach dem Coronavirus-Ausbruch wurde Kritik an den Bedingungen auf dem Schiff laut. Das Investigativportal Mediapart schrieb, dass die Seeleute während des Aufenthalts in Brest an Land gehen durften, um ihre Familien zu sehen, einige seien auch in Bars gegangen. Zu diesem Zeitpunkt galten in Frankreich noch keine Ausgangsbeschränkungen. Der erste Fall auf dem Schiff wurde demnach Anfang April bekannt. Mediapart berichtete unter Berufung auf Seeleute, dass Vorsichtsmaßnahmen nach dem Stopp in Brest zu früh gelockert worden seien. “Die Armee hat mit unserem Leben gespielt”, zitierte der Sender France Bleu einen Matrosen, der anonym bleiben wollte. Ihm zufolge haben bereits in Brest Seeleute Symptome gezeigt.

Kurz nach Spahn-PK macht Lindner erneut Druck

14.06 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat in der Corona-Krise mehr Tempo bei einer schrittweisen Rückkehr in die Normalität gefordert. “Wenn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt, dass die Pandemie beherrschbar geworden sei, sollte das Konsequenzen haben”, sagte Lindner am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es könne nicht sein, dass Bundes- und Landesregierungen erst in 14 Tagen neu beraten wollten. “Ab jetzt muss die Lage jede Woche neu geprüft werden, damit nicht länger als nötig in Bürgerrechte eingegriffen wird.”

Lindner reagierte damit auf vorherige Äußerungen Spahns, die Ausbreitung der Corona-Epidemie in Deutschland sei infolge der ergriffenen Gegenmaßnahmen “beherrschbar” geworden.

Mundschutz aus Stoff oder Papier basteln – so klappt es ganz ohne Nähen

Diese Landkreise sind aktuell am härtesten betroffen

12.58 Uhr: Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht täglich hier die Zahl der Infizierten nach Landkreisen. Dabei stehen in totalen Zahlen große Städte an der Spitze:

  • München: 4.848 Infizierte, 56 Tote
  • Hamburg: 4.005 Infizierte, 84 Tote
  • Köln: 2.111 Infizierte, 58 Tote

Deutschlands größte Stadt hat nach Erhebung des RKI bis Freitag 4.945 Infizierte, 84 Tote gemeldet und steht damit an der traurigen Spitze. 

Einen besseren Vergleich ermöglicht aber die Zahl der Betroffenen je 100.000 Einwohner. Dabei zeigt sich: Hier stehen nicht die Großstädte vorne, sondern drei Landkreise in Bayern:

  • Kreis Tirschenreuth: 1.410 Fälle auf 100.000 Menschen (Total: 1025 Infizierte, 82 Tote)
  • Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 757 auf 100.000 (Total: 270 Infizierte, 3 Tote)
  • Kreis Neustadt an der Waldnaab: 658 auf 100.000 (Total: 621 Infizierte, 28 Tote)

Der Kreis Heinsberg liegt nach dem Kreis Rosenheim auf Platz 5.

 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

 
 

Großbritannien kauft für 18 Millionen Euro Tests aus China – aber sie funktionieren nicht

12.25 Uhr: Großbritannien hat sich mit dem Kauf von zwei Millionen Antikörper-Tests für den Coronavirus blamiert. Zwei chinesische Unternehmen boten diese für 20 Millionen Dollar, umgerechnet ca. 18 Millionen Euro, an. Das Geld für die Tests, deren Funktion nicht gesichert war, musste dabei im Voraus bezahlt werden.

Informationen eines hochrangingen Beamten zufolge, auf den sich die „New York Times“ beruft, schlugen die Briten zu und versprachen, dass die Testkits in zwei Wochen in Apotheken verfügbar sein würden. „Sie sind so einfach wie ein Schwangerschaftstest und haben das Potenzial, ein Gamechanger zu sein“, sagte Boris Johnson.

Das Problem: Die Tests funktionierten nicht. Ein Labor an der Universität von Oxford bestätigte das. Eine halbe Million Tests aus diesem Kauf sowie 1,5 Millionen Tests aus anderen Quellen sind nun unbenutzt auf Lager. Nun versuche man zumindest einen  Teil des Geldes zurückzubekommen, wie ein Sprecher des britischen Gesundheitsministeriums sagte. Man habe ohnehin die niedrigste Anzahl an Tests genommen, die möglich gewesen sei.

Erste deutsche Stadt mit Maskenpflicht: Seit neun Tagen kein neuer Corona-Fall in Jena

12.14 Uhr: Vor rund zwei Wochen führte Jena als erste deutsche Großstadt eine Maskenpflicht in der Coronakrise ein. Das hat sich offenbar gelohnt: In einem Interview mit „NTV“ sagte Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP): „Die vergangenen neun Tage haben wir in Jena keine einzige Neuinfektion registrieren müssen.“ Er betont jedoch auch: „Ob es einen direkten Zusammenhang zur Maskenpflicht gibt – da will ich vorsichtig bleiben. Aber ich bin sicher, dass sie einen positiven Beitrag geleistet hat.“

Zu Beginn der Krise, so Nitzsche gegenüber „NTV“, habe die Stadt „sehr hohe Fallzahlen“ gehabt. Er begründet das mit vielen Rückkehrern aus den Risikogebieten.

Als erste deutsche Stadt hatte Jena Anfang April eine Maskenpflicht eingeführt und sie nach und nach auf immer größere Bereiche des öffentlichen Lebens ausgeweitet.

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