Coronavirus: 95.940 Infizierte in Deutschland – 1449 gestorben

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Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus: 1449 Menschen sind bereits gestorben, 95.940 sind mit Covid-19 infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA mit mehr als 324.000 Fällen die meisten Corona-Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

95.940 Corona-Infizierte in Deutschland – 1449 Menschen gestorben

Topmeldung (20.10 Uhr): Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland ist auf 95.940 gestiegen. Das hat FOCUS Online auf Grundlage der Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien berechnet. Gegenüber dem Vortag ist das ein Anstieg von 4626 beziehungsweise 5,1 Prozent. Bislang sind 1449 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 95.940, 1449 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 19.287 (383 Todesfälle)
  • Bayern: 24.350 (411 Todesfälle)
  • Berlin: 3687 (26 Todesfälle)
  • Brandenburg: 1452 (27 Todesfälle)
  • Bremen: 393 (8 Todesfälle)
  • Hamburg: 3019 (15 Todesfälle)
  • Hessen: 4567 (59 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 528 (6 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 6009 (92 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 20.523 (292 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 3847 (32 Todesfälle)
  • Saarland: 1532 (24 Todesfälle)
  • Sachsen: 3006 (34 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 958 (12 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1638 (17 Todesfälle)
  • Thüringen: 1144 (11 Todesfälle)

Gesamt: 05.04., 20.10 Uhr: 95.940 (1449 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 04.04., 20.00 Uhr: 91.314 (1318 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Frankreich meldet niedrigsten Anstieg bei Corona-Todesfällen seit einer Woche – Italien mit niedrigstem Anstieg seit zwei Wochen

Topmeldung (21.10 Uhr): Frankreich hat am Sonntag den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit einer Woche registriert. 357 Krankenhauspatienten starben binnen 24 Stunden an der vom neuartigen Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19, wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten. 

Die Gesamtzahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion erhöhte sich demnach auf 8076. Rund 5900 von ihnen starben in Krankenhäusern. Die übrigen Infizierten waren den Angaben zufolge in Altersheimen oder anderen medizinisch-sozialen Einrichtungen untergebracht.

Italien hat am Sonntag gar den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit mehr als zwei Wochen verzeichnet. 525 Menschen starben binnen 24 Stunden am Coronavirus, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Dies war ein Viertel weniger als am Samstag, als noch 681 Patienten der Krankheit erlagen. Zudem war es der geringste Zuwachs seit dem 19. März, als 427 Tote registriert wurden. 

“Das sind gute Nachrichten, aber wir sollten weiterhin auf der Hut sein”, sagte der Chef des Zivilschutzes, Angelo Borreli, Journalisten. Insgesamt starben bislang 15.887 Menschen in Italien an der vom Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

Uni Erlangen meldet Fortschritte bei Therapie von Corona-Patienten

Topmeldung (17.42 Uhr): Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt das Universitätsklinikum Erlangen auf die Transfusion von Blutplasma. Am Wochenende hat die Einrichtung die behördliche Zulassung für die Herstellung von therapeutischem Plasma erhalten, mit dem schwerkranke Covid-19-Patienten behandelt werden können sollen, wie Professor Holger Hackstein, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin, mitteilte. Er sei froh, dass die entsprechenden Unterlagen von der bayerischen Bezirksregierung für Oberfranken in Bayreuth zügig bearbeitet worden seien.

In den vergangenen Tagen hatte die Uniklinik bereits ehemalige Covid-19-Patienten zu Blutplasmaspenden aufgerufen. Daraus soll der Wirkstoff gewonnen werden. Wer eine Covid-19-Erkrankung hinter sich hat, habe Antikörper entwickelt, erklärte Hackstein. Damit könne anderen Patienten geholfen werden. Die Resonanz auf den Spendenaufruf sei enorm gewesen. Innerhalb von 24 Stunden hätten sich 200 Menschen gemeldet. Nun werde geprüft, ob sie für Blutspenden geeignet sind.

Dabei folge die Uniklinik einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI), nach der der Spender als Beweis, dass er die Krankheit hatte, einen positiven Coronatest und zwei negative Testergebnisse vorlegen müsse. „Wir lassen hier größtmögliche Sorgfalt walten.“

Aus dem Spenderblut werde eine Mischung aus Plasma und Antikörpern gewonnen und eingefroren. Nach einer weiteren Prüfung könne diese Patienten verabreicht werden. „Die Antikörper greifen das Virus an und erleichtern es dem Patienten, das Virus zu eliminieren“, sagte Hackstein zur Wirkweise. Dadurch könne die Genesung beschleunigt und die Beatmung eines Patienten früher beendet werden. Es würden bei dieser Therapieform nicht die Symptome von Covid-19, sondern die Ursache – das Virus – bekämpft.

Der Wirkstoff sei kein zugelassenes Arzneimittel, unterstrich Hackstein. Jedoch sei es den Behörden in Krisenzeiten möglich, vom Arzneimittelgesetz abzuweichen. Es gebe wissenschaftliche Daten, nach denen die Behandlung positive Effekte zeigt. Parallel würden kontrollierte Studien weitergeführt.

Das Uniklinikum Erlangen ist dem Fachmann zufolge eine der ersten Einrichtungen in Deutschland, die die Erlaubnis für die Herstellung von therapeutischem Plasma bekommen habe. Aus einer Blutspende würden etwa 750 Milliliter Plasma generiert. Damit könnten bis zu drei Covid-19-Patienten behandelt werden.

Je mehr Kliniken mit diesem Verfahren arbeiten dürfen, desto besser sei es. Denn: „Es ist ein riesiger Bedarf da.“ Seine Abteilung erhalte täglich Anfragen von Krankenhäusern, die Interesse an der Behandlung von Covid-19-Patienten haben.

 

 
 

 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

 
 

Mehr Informationen im News-Ticker:

Mehr als 27.000 Coronavirus-Fälle in der Türkei – 574 Todesopfer

19.33 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist auf mehr als 27.000 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 3135 Menschen positiv getestet worden, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag via Twitter mit. Die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle stieg damit auf 27 069. An einem Tag verstarben demnach 73 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 574. Zugleich stieg die Zahl der offiziell von der Lungenkrankheit Covid-19 Genesenen nach Angaben von Koca von 786 auf 1042.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Freitag eine weitreichende Ausgangssperre für Menschen unter 20 Jahren verkündet. Am Sonntag gab das Innenministerium bekannt, dass davon unter anderem junge Arbeitnehmer unter Vertrag und Saisonarbeiter in der Landwirtschaft ausgenommen seien. Seit Freitagnacht sind zudem 31 Städte, darunter Ankara und Istanbul weitgehend abgeschottet. Die Ein- und Ausfahrt ist nur für wichtige Versorgungsgüter erlaubt. Die Maßnahme gilt vorerst für 15 Tage.

Bereits zuvor war eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren erlassen und der internationale Flugverkehr ausgesetzt worden. Schulen und Cafés sind geschlossen, an belebten Orten wie Supermärkten gilt eine Maskenpflicht. Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Bisher wurden in dem Land mit rund 83 Millionen Einwohnern rund 181.000 Tests durchgeführt.

Libyscher Ex-Regierungschef stirbt an Folgen von Coronavirus

19.20 Uhr: Libyens ehemaliger Regierungschef Mahmud Dschibril ist nach Medienberichten an den Folgen einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben. Er sei am Sonntag im Alter von 67 Jahren nach einer Infektion mit dem Coronavirus in Kairo gestorben, berichtete die arabische Zeitung „Al-Sharq al-Awsat“ unter Berufung auf Dschibrils Berater. Einige Medien gaben Dschibrils Alter mit 68 Jahren an. Sein Parteienbündnis, die Allianz nationaler Kräfte (NFA), bestätigte den Tod Dschibrils.

Libyens Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi war 2011 mit Unterstützung des Westens gestürzt worden. Dschibril diente daraufhin für acht Monate als Ministerpräsident. Er wurde von Nachfolger Ali Sidan abgelöst, nachdem die Libyer 2012 erstmals seit vier Jahrzehnten freie Wahlen abhielten. Dschibril hatte in den vergangenen Jahren vorwiegend in Kairo gelebt.

In dem Bürgerkriegsland haben sich nach offiziellen Angaben bisher 17 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Sowohl die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis als auch die Gegenregierung im Osten, die General Chalifa Haftar unterstützt, verhängten Ausgangssperren. Die Kämpfe um Tripolis gingen in vergangenen Tagen trotz eines Aufrufs der Vereinten Nationen weiter.

Italien: Zahl der täglichen Todesopfer erneut gesunken

18.32 Uhr: In Italien ist am Sonntag bereits den zweiten Tag in Folge die Zahl der an den Folgen des Coronavirus gestorbenen Menschen gesunken. Der Zivilschutz zählte 525 Todesopfer am Sonntag, nach 681 am Samstag. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten in Italien auf nunmehr 15.887, die aktuell höchste Zahl weltweit.

Die Zahl der Menschen in Italien, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg am Sonntag um rund 3,5 Prozent auf 128.948. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor, es wird allerdings mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet.

Katholisches Institut in Berlin klagt gegen Gottesdienstverbot

18.28 Uhr: Der Propst des römisch-katholischen Instituts St. Philipp Neri in Berlin, Gerald Goesche, hält eine gerichtliche Überprüfung des aktuellen Gottesdienstverbots für notwendig. Die Religionsfreiheit gehöre zu den grundgesetzlich verbrieften Rechten, und das Verbot wegen der Corona-Krise sei ein schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte, kritisierte Goesche am Sonntag. „Deshalb hat sich der Freundeskreis unseres Instituts dazu entschlossen, den Rechtsweg zur Überprüfung zu beschreiten und einen entsprechenden Antrag beim Verwaltungsgericht eingereicht.“ Ein Sprecher des Gerichts erklärte, der Antrag sei eingegangen. Es soll im Lauf der Woche über ihn entschieden werden.

Goesche erläuterte, mit diesem Schritt solle geklärt werden, ob es gerade in der Karwoche und zu Ostern öffentliche Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern geben könne. „Vor drei Wochen hat es noch diese Möglichkeit gegeben. Wir haben seinerzeit den Berliner Vorgaben entsprechend Listen geführt und alle Gottesdienstbesucher erfasst. In der Kirche selbst konnten und können wir den geforderten Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gläubigen gewährleisten. Darin haben wir Übung“, so Goesche.

Der Propst betonte, dass man sich vor Infektionen mit dem Covid-19-Virus schützen müsse. Auch unter den Gläubigen gebe es die Furcht vor Ansteckung. Deshalb seien Vorsichtsmaßnahmen wichtig. „Es muss jedoch einen Mittelweg geben zwischen einem totalen Verbot und einer kompletten Freigabe.“

Leere Strände an Nord- und Ostsee – Beschränkungen werden eingehalten

18.19 Uhr: Trotz strahlenden Frühlingswetters haben sich die Menschen in Deutschland am Wochenende weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten. An Nord- und Ostsee blieben die Strände ziemlich leer, wie die Polizei in den Küstenländern berichtete. „Die Menschen halten sich größtenteils an die Ausgangsbeschränkungen“, sagte ein Kieler Polizeisprecher. Lediglich an den Landesgrenzen zu Hamburg habe die Polizei viele Ausflügler wieder nach Hause geschickt.

In Düsseldorf lösten Ordnungsdienst und Polizei am Sonntag am Rhein eine Menschenmenge von rund 200 Personen auf, um den verordneten Abstand zwischen Menschen einzuhalten. In Mecklenburg-Vorpommern wurden einige Grillpartys aufgelöst oder Menschen aus anderen Bundesländern nach Hause geschickt. In Bayern zog es zwar Spaziergänger und Freizeitsportler an die frische Luft, jedoch hielten sich die meisten Menschen an die Vorgaben. Die Polizei in München registrierte von Samstag- und Sonntagmorgen bei gut 9000 Kontrollen rund 370 Verstöße.

Außenminister Heiko Maas appellierte an die Bürger, auch über das bevorstehende Osterfest diszipliniert zu bleiben. „Wir müssen weiter alles tun, um eine zu schnelle Ausbreitung in Deutschland zu vermeiden. Das gilt leider auch für die Ostertage – so bitter das für viele Familien und Freundeskreise ist“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Sommersemester in Bayern beginnt mit Online-Vorlesungen

17.54 Uhr: Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus beginnt das Sommersemester an den Hochschulen in Bayern zunächst mit Online-Vorlesungen. „Wir starten den Lehrbetrieb für alle Studentinnen und Studenten am 20. April komplett digital“, sagte Landeswissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag. Der Gesundheitsschutz habe oberste Priorität.

Ob man im Laufe des Sommers nach und nach zur Präsenzlehre zurückkehren könne, sei noch nicht absehbar. Der digitale Vorlesungsbetrieb verlange ein hohes Maß an Flexibilität. „Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir alle diese Bewährungsprobe bestehen werden“, sagte Sibler. Mit Blick auf die Prüfungen zum Ende des Semesters arbeiteten die Hochschulen an praktikablen Lösungen.

Polizei löst Seebrücke-Versammlung am Brandenburger Tor in Berlin auf

17.00 Uhr: Die Berliner Polizei hat eine nicht genehmigte Versammlung am Brandenburger Tor aufgelöst. Das teilte sie am Sonntagnachmittag auf Twitter mit. An dem Wahrzeichen seien rund 100 Menschen zu einer Versammlung unter dem Motto „LeaveNoOneBehind“ zusammengekommen, die dafür nicht die derzeit erforderliche Ausnahmegenehmigung der Gesundheitsverwaltung gehabt hätten, sagte eine Sprecherin. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung der Initiative Seebrücke, die sich im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland eingesetzt hat.

Die Polizeibeamten hätten die Teilnehmer per Lautsprecherdurchsagen und durch persönliches Ansprechen zum Gehen aufgefordert. „Gegen Personen, die sich weigerten zu gehen, wurden Anzeigen geschrieben“, teilte die Polizei auf Twitter mit.

Söder verspricht 500 Euro Bonus für alle Pflegekräfte

15.53 Uhr: Die gesetzliche Pflegeversicherung ist offenbar bereit, in der Corona-Krise für Pflegekräfte eine Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro zu finanzieren. Das berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und berief sich dabei auf Informationen aus Kreisen der Pflegekassen. Caritas, Diakonie und der Arbeitgeberverband Pflege begrüßten den Vorschlag.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder stellte den in der Corona-Krise besonders belasteten Pflegekräften in Bayern eine Sonderzahlung von 500 Euro in Aussicht. Er sagte der “Bild am Sonntag”: “Wir in Bayern reden nicht nur darüber – wir machen das. Wir werden 500 Euro als Bonus an alle Pflegekräfte zahlen. Zudem haben wir in allen Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen freies Essen und Getränke für die Beschäftigten eingerichtet.

Queen hält historische Ansprache an alle Briten

15.20 Uhr: Königin Elizabeth II. ruft die Briten zum Durchhalten und zu eiserner Disziplin in der Coronavirus-Pandemie auf. Das geht aus vorab verbreiteten Auszügen einer Rede der 93 Jahre alten Monarchin hervor, die am Sonntagabend (21 Uhr deutscher Zeit) ausgestrahlt werden sollte. Abgesehen von den traditionellen Weihnachtsansprachen ist es erst die vierte solche Rede des seit 1952 amtierenden britischen Staatsoberhaupts. Zuvor hatte sich Elizabeth II. 2002 beim Tod ihrer Mutter, Queen Mum, sowie vor der Beisetzung Prinzessin Dianas 1997 und während des Golfkriegs 1991 an die Briten gewandt.

„Ich richte mich an Sie in einer Zeit, die, wie ich weiß, zunehmend herausfordernd ist“, sagte die Queen demnach. „Eine Zeit der Unterbrechung des Lebens in unserem Land; eine Störung, die manche in Trauer gestürzt hat, für viele finanzielle Schwierigkeiten und für uns alle enorme Veränderungen in unserem täglichen Leben bedeutet“, wird die Königin zitiert.

Kaum verhohlen spielte sie dabei auf die Entbehrungen des Zweiten Weltkriegs an. Sie hoffe, „dass die Eigenschaften der Selbstdisziplin, der stillen, gutmütigen Entschlossenheit und des Mitgefühls dieses Land noch immer auszeichnen“, so die Queen. „Und die nach uns kommen werden sagen, dass die Briten dieser Generation so stark waren wie jeher.“

Ihre Wortwahl erinnerte an eine Rede zum 75. Jahrestag des D-Day im vergangenen Jahr, der Landung der Alliierten in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs. Die Kriegsgeneration, ihre Generation, sei widerstandsfähig, hatte sie damals gesagt. Nun scheint sie dasselbe von den heutigen Briten zu fordern. „Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind“, so die Königin.

Die Rede wurde nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA unter strengen Vorsichtsmaßnahmen auf Schloss Windsor aufgezeichnet. Dorthin hatten sich die Queen und ihr Mann, der 98 Jahre alte Prinz Philip, bereits Mitte März zurückgezogen. Das Paar gilt wegen seines hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19.

Das britische Gesundheitsministerium verzeichnete am Samstag mit 708 Toten die bislang höchste Zahl an Sterbefällen innerhalb eines Tages. Darunter war auch ein fünf Jahre altes Kind. Insgesamt starben bislang in britischen Krankenhäusern 4313 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Positiv auf das Coronavirus getestet wurden bis Samstag 41.903 Menschen.

Gute Nachricht: Mehr als 250.000 Menschen von Coronavirus genesen

12.47 Uhr: Laut den Berechnungen der renommierten Johns Hopkins Universität in den USA sind mittlerweile weltweit mehr als 250.000 Menschen (exakt 252.391) vom Coronavirus genesen. Diese Zahl steht im Verhältnis zu insgesamt mehr als 1,21 Millionen positiv getesteten Menschen und mehr als 65.000 Toten.

Die Universität im US-Bundesstaat Baltimore sammelt weltweit die Erkrankten-Daten und stellt sie in einer Echtzeit-Karte dar. Dabei sind die Wissenschaftler natürlich auf die offiziellen Angaben in den Ländern angewiesen. Genauso wie die Dunkelziffer der Infizierten deutlich über den 1,2 Millionen liegen dürften, dürfte auch die Zahl der Geheilten weit größer sein, da bei vielen Menschen ohne Symptome weder Krankheit noch Heilung bemerkt werden.

Söder appelliert an alle Bürger: Bitte halten Sie sich an die Regeln

12.41 Uhr: Mit einem eindringlichen Appell hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an die Menschen im Freistaat gewandt und darum gebeten, die wegen der Corona-Krise geltende Ausgangsbeschränkung einzuhalten. “Wenn man rausschaut, das Wetter ist super. Und ich habe total Verständnis, dass es einen rausdrängt”, sagte er in einer Videobotschaft auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. “Bitte auf die Regeln achten.” Natürlich könnten die Menschen Sport machen und rausgehen, aber nur allein, mit der Familie oder dem Partner.

“Alles andere würde die Erfolge, die wir jetzt haben, gefährden“, sagte Söder und ergänzte: „Es sterben jeden Tag viele Menschen und es liegen sehr viele Menschen auf den Intensivbetten.” Das Gesundheitssystem werde täglich ertüchtigt, sei jedoch auch jetzt schon an der Kapazitätsgrenze. “Also bitte, bitte darauf achten.”

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gibt es im Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Diese gilt vorerst bis zum 19. April.

Zwei Millionen Schutzmasken aus China in Berlin angekommen

11.48 Uhr: In Berlin sind zwei Millionen Atemschutzmasken und 300.000 Schutzkittel aus China angekommen. Sie sind am Samstag am Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen. Die Bundeswehr habe sie dort abgeholt und nach Berlin gebracht, sagte die Berliner Senatssprecherin Melanie Reinsch am Sonntagmorgen. Die Schutzmasken und -kittel sollen ab Montag in Berlin unter anderem an Kliniken, Pflegeheime und die Polizei verteilt werden. Zuvor hatte der “Spiegel” darüber berichtet.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) twitterte zu der Lieferung der in Berlin dringend benötigten Schutzausrüstung, das seien “gute Nachrichten”. In den vergangenen Tagen hatten sich Meldungen über fehlendes Material in Berliner Krankenhäusern und Arztpraxen gehäuft.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte der “Berliner Morgenpost” (Sonntagsausgabe): “Die Ärzte und Pflegekräfte haben derzeit gerade das Nötigste. Alle Bereiche im Krankenhaus, aber auch Pflegeheime, niedergelassene Ärzte oder Dialysezentren sind ausgestattet – für wenige Wochen.” Kalayci hatte für die Lieferung aus China die Bundeswehr um Amtshilfe für den Transport der Schutzausrüstung nach Berlin gebeten.

Ausweg aus dem Lockdown: Italien denkt darüber nach, Geheilte als erste wieder raus zu lassen

10.53 Uhr: Wie auch in Deutschland wird in Italien derzeit diskutiert, wie man die im Zuge der Coronakrise getroffenen Maßnahmen wieder rückgängig macht, ohne eine erneute Pandemiewelle auszulösen.

Eine Idee: Menschen, die im Rahmen einer überstandenen Erkrankung Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, sollen als erste wieder raus dürfen. Dieser Vorschlag kommt beispielsweise vom Regierungschef der Region Venezien, der einen “Pass” für Genesene ins Spiel bringt. Premierminister Conte hatte bereits einmal Gedankenspiele öffentlich gemacht, wonach Geheilte als erste wieder zur Arbeit gehen dürften.

Im Laufe einer Infektion entwickelt der Körper zwei verschiedene Antikörper: Der erste entsteht in den ersten Tagen einer Infektion und verschwindet nach etwa zwanzig Tagen wieder. Der zweite Antikörper entsteht, sobald der erste beginnt sich aufzulösen. Die Existenz des zweiten Antikörpers könne auf eine Immunität gegen das Virus hindeuten, hoffen Forscher.

Gesichert ist das allerdings noch nicht: Das liegt unter anderem daran, dass es nicht nur ein Coronavirus gibt, sondern viele. Das Problem beim Antikörpernachweis für Sars-CoV-2 ist nach Angaben von Matthias Orth, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte (BDL), dass es eine sogenannte Kreuzreaktion geben kann. Es werden zwar Antikörper gegen Coronaviren festgestellt, aber es bleibt unklar, gegen welches Virus genau.

Noch unbekannt sei momentan auch, wie lange Antikörper gegen Sars-CoV-2 im Blut nachweisbar seien und wie lange sie vor einer Neuerkrankung schützten. Dennoch seien Studien mit der Antikörperbestimmung epidemiologisch sehr wichtig, sagt Orth.

So wäre zum Beispiel denkbar, eine Bevölkerungsstichprobe in einem Monat zu nehmen und dann erneut in einem anderen Monat. Wenn man davon ausgehe, dass es sich momentan vorrangig um eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus handele, könne man so ein Bild von der “Durchseuchung” erhalten.

Kanzleramtschef: Höhepunkt der Corona-Krise kommt erst noch

08.55 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sieht den Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland noch nicht erreicht. “Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns”, sagte Braun der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (F.A.S.). Die Aufgabe der Bundesregierung sei es, “uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten”.

Seiner Ansicht nach sei der Maßstab für die Fortsetzung oder Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche, “dass sich in gleichen Zeitabständen weniger Menschen infizieren”. Vor Beginn der jetzigen Einschränkungen habe es eine “Verdoppelung alle drei Tage” gegeben. Um aber das Gesundheitswesen nicht zu überfordern, müssten die Verdopplungszeiten bei deutlich über zehn Tagen liegen. “Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage”, betonte Braun.

Masken selber nähen: Feuerwehr veröffentlicht einfache Video-Anleitung

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