Coronavirus: Aktuelle Zahlen! 112.348 Kranke in Deutschland, 221 neue Todesfälle

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Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus: In Deutschland sind bereits 2292 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, 112.348 sind derzeit mit dem Virus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA die meisten Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

20.21 Uhr: Der britische Premierminister hat die Intensivstation verlassen. Das berichten englische Medien, etwa “Sky News” unter Berufung auf einen Sprecher.

Zahl der Infizierten steigt auf 112.348, 221 neue Todesfälle

Topmeldung (19.55 Uhr): Die Gesundheitsämter der Länder melden am Donnerstag 4155 neue Corona-Infizierte. 221 weitere Menschen starben. Damit steigen die Gesamtzahlen auf 112.348 Infizierte und 2292 Todesfälle.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 112.348, 2292 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 22.298 (564 Tote)
  • Bayern: 29.262 (653 Todesfälle)
  • Berlin: 4357 (42 Tote)
  • Brandenburg: 1782 (48 Todesfälle)
  • Bremen: 451 (13 Todesfälle)
  • Hamburg: 3518 (33 Todesfälle)
  • Hessen: 5384 (103 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 585 (elf Todesfälle)
  • Niedersachsen: 7104 (157 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 23.315 (445 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 4407 (52 Todesfälle)
  • Saarland: 1987 (38 Todesfälle)
  • Sachsen: 3487 (58 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1123 (18 Tote)
  • Schleswig-Holstein: 1934 (36 Todesfälle)
  • Thüringen: 1354 (21 Todesfälle)

Gesamt: 09.04., 19.48 Uhr: 112.348 (2292 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 08.04, 20.01 Uhr: 108.193 (2071 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Osterreiseverbot in Mecklenburg-Vorpommern gekippt

Topmeldung (17.37 Uhr): Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen zu Ostern nun doch Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kippte am Donnerstag überraschend in zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot für die heimische Bevölkerung.

Wie das Gericht am Abend mitteilte, wurde der umstritten Paragraf 4a der Verordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt. Dieser Paragraf war erst am Mittwoch in die Verordnung eingefügt worden, um die verbotenen Reiseziele zu präzisieren.

Demnach waren von Karfreitag bis Ostermontag für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns Ausflüge zu den Ostseeinseln, zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, in Gemeinden direkt an der Ostsee und Boddengewässern sowie zu Tourismuszentren in der Seenplatte verboten worden. Damit wollte die Regierung die Umsetzung der Kontaktbeschränkungen insbesondere über die Feiertage erzwingen.

Für Touristen aus anderen Bundesländer gilt bereits seit Mitte März ein Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern, das zumindest bis zum 19. April bestehen bleibt. Eingeschlossen ist ein Nutzungsverbot von Ferienwohnungen, die Auswärtigen als Zweitwohnsitz dienen.

Trauriger Rekord: In New York sind innerhalb eines Tages 799 Menschen gestorben

18.39 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Toten im US-Bundesstaat New York steigt immer stärker an. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag sagte, starben innerhalb eines Tages 799 Menschen an den Folgen einer Infektion – die höchste bislang gemeldete Zahl. Am Vortag waren 779 Menschen ums Leben gekommen, am Tag davor 731. Insgesamt verzeichnete New York damit bislang 7067 Coronavirus-Tote.

Zugleich betonte Cuomo, dass die Zahl der Einlieferungen von Patienten in Krankenhäuser zurückgehe. Die Zahl der Krankenhauspatienten sei netto um 200 gestiegen. “Das ist die niedrigste Zahl, seitdem dieser Albtraum begonnen hat.”

Die Infektionskurve flache zwar ab, die Anstrengungen zur Eindämmung des Virus dürften aber nicht nachlassen, mahnte der Gouverneur. “Wir können uns nicht entspannen.” Er appellierte an die Bevölkerung, weiterhin so wenig wie möglich das Haus zu verlassen.

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Mehr Informationen im News-Ticker:

“NDR”-Corona-Podcast mit Virologe Drosten nach Ostern nicht mehr täglich

16.43 Uhr: Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) bietet den erfolgreichen Corona-Podcast mit Wissenschaftler Christian Drosten ab der nächsten Woche nicht mehr wie bislang täglich an. Aus Zeitgründen gebe es das Update mit dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité künftig nur noch jeden zweiten Tag unter der Woche, teilte der NDR am Donnerstag mit. Nach Ostern zunächst Dienstag und Donnerstag und danach stets montags, mittwochs und freitags. Auch auf Bitten von Drosten sei der Rhythmus verlangsamt worden.

Bereits 100 Ärzte in Italien an Covid-19 gestorben

15.59 Uhr: In Italien sind inzwischen 100 Ärzte an Covid-19 gestorben. Wie die Nationale Ärzte- und Zahnärztekammer am Donnerstag mitteilte, hatten sich die Mediziner im Einsatz für infizierte Patienten angesteckt. Auf der Webseite des Verbands werden die seit dem 11. März gestorbenen Mediziner mit Namen und Todesdatum aufgelistet. Die Zahl der Covid-19-Opfer unter Pflegekräften liegt dagegen deutlich niedriger. Medienberichten zufolge waren bis Dienstag 26 Krankenpflegerinnen und -pfleger an der Virusinfektion gestorben.

Corona-Pandemie: Polen führt Mundschutz-Pflicht ein

15.56 Uhr: Polen führt eine Mundschutz-Pflicht ein, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Vom 16. April an müssten alle Bürger in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Donnerstag in Warschau. „Das muss keine Gesichtsmaske sein, ein Halstuch oder ein Schal tun es auch.“

Außerdem verlängert Polen alle bisherig bestehenden Schutzmaßnahmen, allerdings mit unterschiedlich langer Dauer. Bis zum 19. April sollen weiterhin alle Läden mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Geschäften geschlossen bleiben, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Das gleiche gelte für Friseursalons und Kosmetikstudios. Bis zum 26. April dagegen hält Polen an der Schließung aller Schulen fest. Auch internationale Flüge und Zugverbindungen wird es bis dahin nicht geben. Die Grenzen sollen bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Für Rückkehrer aus dem Ausland gilt solange eine 14-tägige Quarantäne. In Polen gibt es dem Gesundheitsministerium zufolge derzeit 5.341 bestätigte Coronavirus-Fälle und 164 Todesopfer.

AKK und Ziemiak: „Aktuelle Entwicklung der Pandemie in Deutschland gibt Anlass zur Hoffnung”

15.28 Uhr: Die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich gemeinsam mit dem Generalsekretär der Partei, Paul Ziemiak, in einem Schreiben an ihre Partei gewandt.

Darin formulieren sie: „Die aktuelle Entwicklung der Pandemie in Deutschland gibt ja auch vorsichtigen Anlass zur Hoffnung. Diese positive Entwicklung kommt aber nicht von selbst. Sie ist das Ergebnis unseres Verhaltens – von jeder und jedem Einzelnen. Umso mehr kommt es in den kommenden Tagen weiter auf Besonnenheit und Ordnung an.”

 

Nach Ostern wollen Bund und Länder beraten, ob die Einschränkungen weiter aufrecht erhalten werden. Die beiden CDU-Funktionäre schreiben dazu: “Dabei ist für uns als CDU klar: Wir machen keine Politik, die den Gesundheitsschutz und den Schutz von Leben gegen die Frage von wirtschaftlicher Dynamik aufwiegt! Auf der anderen Seite erleben wir es nicht nur als Politiker, sondern auch persönlich, wie stark die aktuellen Regelungen unser gesellschaftliches Leben einschränken. Das kann selbstverständlich kein Dauerzustand sein.” 

Aber gleichzeitig wäre nichts schlimmer, als “verfrühte Lockerungen zuzulassen, die Wochen später zu einer Verschlimmerung der Situation führen und uns zu weit drastischeren Maßnahmen zwingen würden.”

Familienministerin: 80.000 Anträge für Notfall-Kinderzuschlag

14.53 Uhr: Bereits rund 80.000 Eltern haben den wegen der Corona-Krise Anfang April eingeführten Notfall-Kinderzuschlag (Notfall-KiZ) beantragt. Das berichtete Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag in Berlin. Viele Familien hätten plötzlich „von heute auf morgen nur noch ein kleines Einkommen“, daher helfe der Zuschlag direkt und schnell.

Der Kinderzuschlag unterstützt Familien mit kleinen Einkommen mit bis zu 185 Euro monatlich pro Kind zusätzlich zum Kindergeld. Als kleines Einkommen gilt etwa für eine Paarfamilie mit zwei Kindern ein Einkommen von etwa 1.400 bis 2.400 Euro netto bei mittleren Wohnkosten.

Neu ist seit Anfang April, dass derzeit nur das Einkommen der Eltern im vergangenen Monat ausschlaggebend ist und nicht – wie bislang der vergangenen sechs Monate. Beim Notfall-KiZ müssen Eltern zudem keine Angaben mehr zum Vermögen machen, wenn sie kein erhebliches Vermögen haben. Diese Sonderregelungen soll zunächst befristet bis zum 30. September gelten.

 

„Große Solidarität“: Deutsche gehen Blutspenden trotz Corona-Krise

13.51 Uhr: In der Corona-Krise wollen offenbar immer mehr Menschen Blut spenden. „Die Blutspende erfreut sich aktuell großer Solidarität. Das war aber auch dringend notwendig, weil wir uns im März beim Blutaufkommen im unteren Grenzbereich bewegt haben“, sagte der Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Patrick Nohe, am Donnerstag auf Anfrage.

Viele Menschen seien den Appellen zur Blutspende in den vergangenen Wochen gefolgt, darunter viele junge Menschen und Erstspender, sagte Nohe. „Das ist ein sehr starkes, positives Signal in dieser schwierigen Zeit. Hoffentlich setzt sich der Trend über die Krise hinweg fort.“

Mittlerweile habe sich dadurch die Lage wieder stabilisiert. Jetzt sei es wichtig, kontinuierlich weiter zu spenden, mahnte der DRK-Sprecher. Denn Blutpräparate seien nur 42 Tage lang haltbar.

Auch die Fachgesellschaft Deutscher Herzchirurgen (DGTHG) rief zu weiteren Blutspenden auf. Rund ein Sechstel der bundesweit täglich benötigten 15 000 Blutspenden würden zur Behandlung von Herzerkrankungen benötigt. Während der Coronavirus-Pandemie dürften die Notfallversorgung und lebensrettende Therapien nicht gefährdet sein.

Spender bräuchten keine Angst haben, sich beim Blutspenden mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken. Alle notwendigen Sicherheits- und Hygienevorschriften würden eingehalten, so die DGTHG.

DRK-Sprecher Nohe verwies darauf, dass Spender nicht auf das Coronavirus getestet werden. Bei jedem Spender werde die Temperatur gemessen. „Nur wer fit und gesund ist, kommt zur Blutspende. Wer Erkrankungssymptome hat oder in einem Risikogebiet war, wird zurückgewiesen.“

Auch für die Empfänger von Blutpräparaten besteht laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) kein Ansteckungsrisiko. Dem beim RKI angesiedelten Arbeitskreis Blut des Bundesgesundheitsministeriums zufolge gibt es keine Hinweise für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte.

Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes deckt nach eigenen Angaben drei Viertel des Bedarfs in Deutschland.

Siegburg in NRW wappnet sich mit Kühl-Container für Corona-Tote

13.46 Uhr: Die Stadt Siegburg wappnet sich mit einem Kühlcontainer für mögliche Corona-Tote. In dem Container auf dem Nordfriedhof könnten bis zu 23 Leichen bis zu ihrer Bestattung aufbewahrt werden, sagte ein Stadt-Sprecher am Donnerstag. Damit würden die Kapazitäten der Leichenhalle am Friedhof, in der elf Tote Platz fänden, deutlich erhöht. „Es geht um eine Präventivmaßnahme für den Fall, der hoffentlich nicht eintritt.“ Bislang sei in Siegburg noch kein Corona-Infizierter gestorben. Zuvor hatten Medien berichtet.

Der Container sei bereits vor einigen Wochen – unter dem Eindruck der Bilder aus China und Norditalien – bestellt worden, sagte der Sprecher. Die Lieferung habe sich bis jetzt verzögert. Der Container sei vorerst für ein halbes Jahr gemietet, wobei sich der Zeitraum an den Angaben des Robert Koch-Instituts über den wahrscheinlichen Pandemieverlauf orientiere.

Frankreich verlängert Ausgangssperren über den 15. April hinaus

13.26 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verlängert Frankreich die seit mehr als drei Wochen dauernde Ausgangssperre über den 15. April hinaus. Staatschef Emmanuel Macron will das Vorgehen am Ostermontag in einer Fernsehansprache erläutern, wie die Nachrichtenagentur AFP von der französischen Präsidentschaft erfuhr. Die Zahl der Toten in Frankreich stieg unterdessen auf fast 11.000.

Zur Dauer der Ausgangssperre machte der Elysée-Palast am Mittwochabend keine Angaben. Gerechnet wird aber mit einer Verlängerung bis mindestens Ende April. Das Präsidentschaftsbüro erklärte, Macron werde “bis Montag zahlreiche öffentliche und private, französische, europäische und internationale Akteure konsultieren, um sich mit ihnen über die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit Covid-19 auszutauschen”. Die TV-Ansprache am Montagabend wird die vierte des Präsidenten seit dem 12. März sein.

 

In Frankreich starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden weitere 541 Menschen in Krankenhäusern. Insgesamt wurden bislang 10.869 Todesfälle gezählt. Hoffnung macht die sinkende Zahl der Neueinweisungen auf die Intensivstationen.

Die seit dem 17. März geltende Ausgangssperre wird immer weiter verschärft: In Paris sind seit Mittwoch tagsüber alle sportlichen Aktivitäten im öffentlichen Raum untersagt, die Kommunen im Großraum der Hauptstadt zogen ebenfalls nach.

Brisante Studie: Reisende aus Europa haben Coronavirus nach New York gebracht

12.44 Uhr: Hauptsächlich Reisende aus Europa und nicht aus Asien haben das Coronavirus Sars-CoV-2 Studien zufolge in den Großraum der US-Metropole New York gebracht. Zudem zirkulierte das Virus bereits seit Mitte Februar und damit Wochen, bevor der erste bestätigte Infektionsfall bekannt wurde, wie die Zeitung “The New York Times” am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

Die Stadt New York und der gleichnamige Bundesstaat sind in den USA besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen. Mehr als 6200 der bisher US-weit mehr als 14.800 Toten gab es dort. “Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen”, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch auf seiner täglichen Pressekonferenz.

“Die Mehrheit (der Fälle) ist klar europäisch”, zitierte die Zeitung den Genforscher Harm van Bakel von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, der Mitautor einer der Studien ist. Bislang sind die Ergebnisse von van Bakel und Kollegen nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen dem Bericht zufolge auch Forscher der NYU Grossman School of Medicine in New York – obwohl sie eine andere Gruppe von Fällen untersuchten. Beide Teams hatten seit Mitte März Genome des Virus unter New Yorkern analysiert. Zudem stellten beide Forscherteams fest, dass das Virus sich bereits zuvor unbemerkt verbreitet hatte, aber mithilfe breit angelegter Testprogramme hätte entdeckt werden können.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Januar Ausländern die Einreise verboten, sofern sie sich zuvor in China aufgehalten hatten – dort liegt der erste bekannte Ausbruchsort des Virus. Im Februar schloss Italien erste Städte und Gemeinden. Am 11. März verkündete Trump auch ein zwei Tage später in Kraft tretendes Verbot der Einreise aus den meisten europäischen Ländern; zu dem Zeitpunkt waren der Zeitung zufolge bereits Reisende in New York mit dem Virus angekommen.

“Sind voll im Plan”: CureVac plant im Frühsommer Test mit Impfstoff gegen Coronavirus

12.26 Uhr: Das Pharmaunternehmen CureVac arbeitet weiter mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. “Wir sind voll im Plan mit unserem Impfstoffprojekt”, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag in Tübingen. Es werde seit Januar an einem Impfstoff geforscht. Im Frühsommer solle eine klinische Studie beginnen. “Im Juni, spätestens im Juli wollen wir mit rund 100 Personen starten.” Erste Ergebnisse werden nach Angaben des Sprechers dann ein paar Wochen später erwartet. Sollten diese positiv sein, soll die nächste klinische Studie mit ein paar Tausend Versuchsteilnehmern erfolgen.

Die Europäische Union will die Firma bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen. Der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Mehrheitseigner des Tübinger Pharmaunternehmens. Es wurde im Jahr 2000 aus der Universität Tübingen heraus gegründet und beschäftigt 460 Mitarbeiter, die meisten davon in Tübingen. Forschungsinstitute rund um den Globus und auch mehrere Unternehmen suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus.

Boris Johnson nach vier Tagen auf Intensivstation stabil – Krisenkabinett berät

12.05 Uhr: Der Gesundheitszustand des an einer Coronavirus-Infektion leidenden britischen Premierministers Boris Johnson hat sich vier Tage nach seiner Verlegung auf die Intensivstation offenbar erkennbar verbessert. Johnson sei stabil, könne aufrecht sitzen und spreche mit seinen Ärzten und Pflegern, sagte Kulturminister Oliver Dowden am Donnerstag der BBC. In Johnsons Abwesenheit leitet Außenminister Dominic Raab am Donnerstag erneut eine Sitzung des Krisenkabinetts, in der auch über eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen beraten werden soll. Dowden bekräftigte, dass Johnson auf dem Weg der Besserung sei. „Ich denke, die Dinge wenden sich für ihn zum Besseren“, sagte der Minister.

Johnsons Einlieferung ins Krankenhaus am Sonntagabend und seine Verlegung auf die Intensivstation kurz darauf hatten Großbritannien in einen Schockzustand versetzt. Im Vereinigten Königreich breitet sich das neuartige Coronavirus in rasanter Geschwindigkeit aus. Mehr als 60.000 Menschen haben sich landesweit angesteckt, mehr als 7000 Menschen starben.

Angesichts des anhaltenden Anstiegs wollen die Minister am Donnerstag über eine Verlängerung der seit dem 23. März geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens beraten. Eine definitive Entscheidung sei aber noch nicht zu erwarten, sagte Dowden der BBC. Derzeit werde beobachtet, ob die Maßnahmen wirkten. Wenn die Regierung die Möglichkeit habe, mit einer Verlängerung der Maßnahmen den weiteren Verlauf der Pandemie mitzubestimmen, werde sie dies tun.

Weltärztepräsident geht auf Söders Corona-Politik los: „Seine Politik führt offensichtlich nicht zum Erfolg“

Topmeldung (09.32 Uhr): Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat das Vorgehen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Corona-Krise harsch kritisiert. „Seine Politik der harten Hand führt offensichtlich nicht zum Erfolg“, sagte der frühere Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund dem „Münchner Merkur“ vom Donnerstag.

Der Freistaat stehe bundesweit bei den Infektionszahlen am schlechtesten da, habe die höchste Sterbequote und die niedrigste Verdopplungszeit bei den Infektionen. „Dass Herr Söder da Ängste entwickelt, kann ich nachvollziehen“, betonte Montgomery. „Es hilft aber nichts, das Denken auszuschalten. Wir brauchen Vernunft, keine dramatischen Aktionen.“

Statt „dieses nach außen vorgetragene Auftreten als harter Mann“ plädierte Montgomery dafür, auf Freiwilligkeit zu setzen und die Menschen mitzunehmen. Je länger Kontakteinschränkungen vorgeschrieben würden, umso problematischer werde die Situation gerade von älteren und einsamen Menschen. „Da muss man in bestimmtem Umfang Freiheiten zulassen, sonst gerät die Situation aus den Fugen und der Konsens in der Gesellschaft geht verloren.“

Montgomery war von 1989 bis 2007 Vorsitzender der deutschen Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Seit 2019 amtiert der 67-Jährige als Chef des Weltärztebundes.

Mehr als 5.000 Coronavirus-Fälle in Japan

09.25 Uhr: In Japan hat die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen die Marke von 5.000 überschritten, bleibt aber auf einem niedrigen Niveau. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Donnerstag. Hinzu kommen rund 700 infizierte Menschen, die sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befunden hatten. Rund 110 Tote sind in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu beklagen. In Japan sind die Maßnahmen laxer als beispielsweise in Deutschland. Trotzdem sind die Zahlen in Japan wesentlich niedriger als in der Bundesrepublik.

Am Dienstag hatte Regierungschef Shinzo Abe den Notstand für den besonders betroffenen Großraum Tokio sowie einzelne andere Provinzen ausgerufen. Rund 56 Millionen Menschen – etwa 45 Prozent der Gesamtbevölkerung – in Tokio, den Nachbarprovinzen Chiba, Kanagawa und Saitama sowie in den Provinzen Osaka, Hyogo und Fukuoka sind aufgerufen, bis zum 6. Mai möglichst zu Hause zu bleiben.

„Bei diesen Zahlen verschlägt es den Atem“: Coronavirus trifft Schwarze in den USA besonders hart

08.25 Uhr: Das Coronavirus kennt keine ethnischen Grenzen. In den USA scheinen aber Afroamerikaner besonders von der Pandemie betroffen. Zwar gibt es keine landesweiten Statistiken, doch Zahlen aus einer Reihe von Bundesstaaten zeichnen ein erschreckendes Bild: Im Südstaat Louisiana stehen Schwarze für 33 Prozent der Bevölkerung, aber 70 Prozent der Todesfälle. In Illinois, wo der Bevölkerungsanteil von Afroamerikanern 14 Prozent beträgt, sind 42 Prozent der Toten Schwarze.

Rund 70 Prozent der Coronavirus-Toten in der Großstadt Chicago sind Afroamerikaner, bei einem Bevölkerungsanteil von 30 Prozent. „Bei diesen Zahlen verschlägt es einem den Atem“, sagte Bürgermeisterin Lori Lightfoot diese Woche. “Das ist ein Aufruf an uns alle zu handeln.”

Für die schockierenden Zahlen gibt es eine Reihe von Gründen: Armut, soziale Benachteiligung, Diskriminierung, die Schwächen des Gesundheitssystems.

So leiden Afroamerikaner in den USA armutsbedingt häufiger an chronischen Krankheiten, die wiederum eine Infektion mit dem Coronavirus viel gefährlicher machen. „Wir wissen, dass Schwarze ein höheres Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und Lungenerkrankungen haben“, sagte jüngst der oberste US-Mediziner Jerome Adams – selbst ein Afroamerikaner.

Sich selbst sieht der „Surgeon General“ als bestes Beispiel: Er habe Bluthochdruck, Asthma und ein Herzproblem, sagte Adams. „Ich symbolisiere, was es bedeutet, in Amerika arm und schwarz aufzuwachsen.“

Ärmere Stadtteile mit einem hohen Anteil an Schwarzen haben weniger Ärzte und weniger gut ausgestattete Krankenhäuser. Die Krankenversicherungen für Angestellte in Dienstleistungsberufen mit Niedriglöhnen sind schlechter als für andere Beschäftigte. Dutzende Millionen US-Bürger haben keine Krankenversicherung oder sind unterversichert.

Das führte unter anderem dazu, dass Schwarze teilweise weniger Chancen auf einen Coronavirus-Test hatten – und damit auf eine rasche und angemessene Behandlung. James Hildreth vom Meharry Medical College in Nashville, Tennessee, sagt der Nachrichtenagentur AFP, in der Stadt seien die ersten Tests in einem Krankenhaus verfügbar gewesen, das vor allem von versicherten Patienten aufgesucht wird. Erst später waren Tests auch für Ärmere verfügbar.

Untersuchungen aus den vergangenen Jahren deuten auf eine strukturelle Diskriminierung von Schwarzen bis ins Behandlungszimmer hin. Die Anästhesistin Ebony Hilton vom Medical Center der Universität von Virginia sagt, Ärzte würden Symptome bei afroamerikanischen Patienten weniger häufig ernst nehmen oder angemessen untersuchen. Studien zufolge haben Afroamerikaner bei gewissen Krankheitsbildern geringere Chancen, von einem Spezialisten untersucht zu werden.

Der Chef der Ärzteorganisation American Public Health Association, Georges Benjamin, verweist in der Coronavirus-Krise zudem auf die soziale Dimension in der Arbeitswelt. Afroamerikaner würden vermehrt Dienstleistungsberufe mit viel Kontakt zur Bevölkerung ausüben und hätten deswegen ein höheres Ansteckungsrisiko: Busfahrer, Pfleger in Altenheimen, Supermarkt-Verkäufer. Heimarbeit ist da keine Option und die Fahrt in Bus oder U-Bahn unvermeidlich.

Zweiter Tag in Folge mit fast 2.000 Corona-Toten in den USA

06.57 Uhr: In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie kurz nach Mitternacht am Donnerstag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. 24 Stunden zuvor hatte die Universität die Zahl der Toten noch mit 12.907 ausgewiesen. Den Angaben nach wurden bereits rund 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Weltweit sind nach Daten der Universität mittlerweile rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 88.500 Menschen starben demnach, weitere rund 330.000 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

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