Coronavirus: Ausreiseverbote aus Hotspotsts geplant – 410 Neuinfizierte

0
212
Werbebanner

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Mehr als 12 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 198.613 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: +++ 410 neue Corona-Fälle in Deutschland – vier Bundesländer ohne Neu-Infizierte (21.00 Uhr) +++ Bericht: Bundesregierung plant Ausreiseverbote für Menschen aus Corona-Hotspots (18.38 Uhr) +++ New York City meldet ersten Tag seit Monaten ohne Corona-Todesfälle (15.59 Uhr) +++

Patient in Hongkong erhält Blutspende von Corona-Infiziertem

23.02 Uhr: In einem Hongkonger Krankenhaus ist ein Patient mit dem Blut eines mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Spenders behandelt worden. Die Corona-Infektion bei dem Blutspender sei erst nachträglich festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Krankenhausbehörde am Montag vor Journalisten. Ob sich der chronisch kranke Patient mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat, war demnach noch unklar. Der Vorfall werde untersucht.

Der 35-jährige Patient des Hongkonger Queen-Elizabeth-Krankenhauses habe eine Thrombozyten-Transfusion erhalten, sagte der Sprecher. Er sei inzwischen isoliert worden und werde nun auf Sars-CoV-2 getestet. 

Hongkong hatte die Corona-Pandemie zunächst gut unter Kontrolle bekommen. Seit im Januar der erste Infektionsfall nachgewiesen wurde, haben sich in der Finanzmetropole rund 1400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, sieben Menschen starben. Wegen eines neuen Infektionsherds hatten die Behörden zuletzt die Abstandsregeln wieder verschärft. Auch eine für diese Woche geplante Buchmesse wurde verschoben.

Neuinfektionen steigen rasant: Kalifornien macht Großteil der Lockerungen rückgängig

22.40 Uhr: Wegen rasch ansteigender Neuinfektionen macht Kalifornien, der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat, viele Lockerungen seiner Corona-Auflagen wieder rückgängig. Bars und Kinos müssen schließen, Restaurants dürfen in geschlossenen Räumen keine Gäste mehr bewirten, wie Gouverneur Gavin Newsom am Montag erklärte. Zudem müssten in 30 Bezirken, darunter Los Angeles, auch Fitnessstudios, Kirchen und Einkaufszentren ihren Betrieb einstellen, sofern dieser in geschlossenen Räumen stattfinde, hieß es weiter.

Der riesige Schulbezirk Los Angeles kündigte an, dass die Schüler wegen der anhaltenden Corona-Pandemie in dem am 18. August beginnenden Schuljahr bis auf Weiteres nur online lernen können. “Die Gesundheit und Sicherheit aller in der Schulgemeinschaft ist nichts, wo wir Kompromisse eingehen können”, hieß es. US-Präsident Donald Trumps Regierung übt Druck auf Bundesstaaten und Kommunen aus, Schulen mit dem neuen Schuljahr wieder normal zu öffnen.

Infolge der Lockerung von Corona-Auflagen waren die Zahlen der Neuinfektionen, der Covid-Patienten im Krankenhaus und die gemeldeten Todesfälle zuletzt deutlich angestiegen. Am Sonntag etwa hatten die Behörden rund 8500 bestätigte Neuinfektionen und 72 Todesfälle gemeldet. Insgesamt gibt es in dem Bundesstaat an der Westküste mit rund 40 Millionen Einwohnern bislang mehr als 320.000 Infektionen.

Auch in anderen Bundesstaaten, darunter Florida, Texas und Arizona, steigt die Zahl der Neuinfektionen derzeit weiter rasant an.

TOP-NEWS: 410 neue Corona-Fälle in Deutschland – vier Bundesländer ohne Neu-Infizierte

21.00 Uhr: Am Montag meldeten die Gesundheits- und Sozialministerien der Bundesländer insgesamt 410 Neuinfektionen. Somit wurden bislang 199.023 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Vier Bundesländer blieben am Montag ohne Neuinfektion – Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Laut amtlicher Statistik ist Mecklenburg-Vorpommern seit zehn Tagen ohne Neuinfektion. Für Aufsehen sorgten allerdings zwei nicht in der Statistik aufgeführte Fälle. So sind bei Gästen des Landes in der vergangenen Woche zwei neue Fälle von Corona-Infektionen registriert worden. Einer komme aus dem Ausland, der andere aus Deutschland, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag mit. Weitere Details zur Herkunft der Infizierten wurden aus Gründen des Datenschutzes nicht genannt. Wie eine Sprecherin sagte, werden die Infektionsfälle prinzipiell an den Wohnorten der Betroffenen registriert.

Bislang sind in Deutschland 9039 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut sind rund 185.100 Menschen, die sich angesteckt hatten inzwischen wieder genesen. Somit sind rund 4900 Menschen noch akut infiziert.  Der R-Wert fiel am Montag leicht auf 1,0.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 199.093, 9039 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.121 (1837 Todesfälle)
  • Bayern: 49.265 (2609 Todesfälle)
  • Berlin: 8655 (219Todesfälle)
  • Brandenburg: 3482 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1694 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5230 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.169 (514 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.768 (644 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 44.974 (1705Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7173 (236 Todesfälle)
  • Saarland: 2783 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5472 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1921 (62 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3221 (154 Todesfälle)
  • Thüringen: 3291 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 13.07.2020, 20.39 Uhr): 199.093 (9039 Todesfälle)

Vortag (Stand 12.07.2020, 20.41 Uhr): 198.613 (9035 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 185.100.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,00 (Stand 13.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

TOP-NEWS: Bericht: Bundesregierung plant Ausreiseverbote für Menschen aus Corona-Hotspots

18.38 Uhr: Laut “Bild“-Zeitung plant die Bundesregierung ein Ausreiseverbot für Menschen aus Corona-Hotspots. Das habe Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in einer heutigen Schalte mit den Bundesländern vorgeschlagen.

Sollte es in einem Landkreis einen erneuten Virus-Ausbruch geben, könnte so dann etwa ein Ausreiseverbot aus diesem Kreis heraus erlassen werden. Im Fall Gütersloh hätte das etwa bedeutet, dass die Bewohner des Kreises diesen gar nicht mehr hätten verlassen dürfen.

Ein endgültiger Beschluss liegt jedoch noch nicht vor. Wie die Zeitung weiter berichtet, wollen die Länderchefs erst den Beschlussvorschlag abwarten.

TOP-NEWS: New York City meldet ersten Tag seit Monaten ohne Corona-Todesfälle

15.59 Uhr: New York City hat am Sonntag erstmals seit mehr als vier Monaten keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gemeldet. Das berichten US-Medien, darunter der Nachrichtensender “Bloomberg“. Für die Metropole mit mehr als acht Millionen Einwohner ist das ein Meilenstein. Laut “Bloomberg” ist es der erste Tag seit dem 11. März ohne Corona-Todesfälle. In New York City sind bislang mehr als 220.000 Menschen positiv getestet worden, mehr als 18.000 Menschen sind nachweislich an den Folgen des Virus gestorben.

Corona-Immunität könnte nur kurz anhalten – Forscher finden neue Hinweise

Urlauber feierten riesige Party auf Mallorca – ab heute gilt Maskenpflicht

15.06 Uhr: Auf Mallorca und den anderen Baleareninseln ist am Montag wegen der Corona-Pandemie eine weitgehende Maskenpflicht in Kraft getreten. Ein entsprechendes Dekret wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Damit folgen die Behörden dem Beispiel Kataloniens und der Extremadura. Dort ist das Tragen einer Maske über Mund und Nase praktisch überall außerhalb der eigenen vier Wände bereits Pflicht, auch dann, wenn der Sicherheitsabstand zu anderen Personen gewahrt werden kann. Auch andere spanische Regionen bereiten eine solche Maskenpflicht vor.

Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, riskiert demnach ein Bußgeld von 100 Euro. In den ersten Tagen soll es jedoch zunächst nur Ermahnungen geben.

Die Behörden hatten einige Ausnahmen angekündigt. Am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken, beim Sport und in der Natur außerhalb von Ortschaften dürfe die Maske abgenommen werden, hieß es.

Am Partystrand Ballermann hatten am Freitag Hunderte Touristen für Empörung gesorgt, die am Freitagabend unter Missachtung der Vorsichtsmaßnahmen feierten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte sich mit Blick auf die Berichte aus Mallorca besorgt. “Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird”, sagte er in Berlin.

Die Gesundheit der Urlauber und der Einheimischen habe Priorität, begründete die Präsidentin der Balearen-Regionalregierung, Francina Armengol, die Maskenpflicht. Das Coronavirus sei immer noch da und es wäre ungerecht, wenn die große Mehrheit, die sich verantwortungsbewusst verhalte, von wenigen Unvorsichtigen gefährdet werde.

Surftipp: Fernweh – Livecams aus Mallorca: Das sind die 5 besten Webcams

Tests an Menschen liefern überzeugende Daten: BioNTech erhält beschleunigtes Zulassungsverfahren für 2 Corona-Impfstoffe

13.15 Uhr: Pfizer und BioNTech haben für zwei der vier in Entwicklung befindlichen mRNA-basierten Impfstoffkandidaten (BNT162b1 und BNT162b2) gegen SARS-CoV-2  den Fast-Track-Status der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten. BNT162b1 und BNT162b2 sind die am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten aus dem BNT162-Impfstoffprogramm, die aktuell in laufenden Phase-1/2-Studien in den USA und Deutschland untersucht werden. „Wir werden eng mit der FDA zusammenarbeiten, um unsere klinische Entwicklung zu beschleunigen“, so Özlem Türeci, Chief Medical Officer von BioNTech.

Der Status wurde auf der Grundlage vorläufiger Daten aus Phase-1/2-Studien, die derzeit in den Vereinigten Staaten und Deutschland durchgeführt werden, sowie auf der Grundlage von Immunogenitätsstudien an Tieren erteilt. Die beiden Unternehmen haben am 1. Juli 2020 erste Daten für den Impfstoffkandidaten BNT162b1 aus der in den USA laufenden Phase-1/2-Studie veröffentlicht. Das Manuskript zu diesen Daten ist über den Preprint-Server medRxiv verfügbar. Erste Daten aus der deutschen Studie zu BNT162b1 werden voraussichtlich im Juli 2020 veröffentlicht.

Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung beabsichtigen die Unternehmen den Beginn einer Phase-2b/3-Studie bereits Ende dieses Monats mit bis zu 30.000 Probanden. Sollte die Studie erfolgreich verlaufen und der Impfstoff die behördliche Zulassung erhalten, planen die beiden Unternehmen, bis Ende 2020 bis zu 100 Millionen Impfstoffdosen und bis Ende 2021 möglicherweise mehr als 1,2 Milliarden Impfstoffdosen produzieren zu können.

Der Fast-Track-Prozess zielt darauf ab, die Entwicklung von neuen Medikamenten und Impfstoffen zu unterstützen, die zur Behandlung oder Prävention von schwerwiegenden Erkrankungen zum Einsatz kommen sollen und das Potential haben, einen hohen medizinischen Bedarf zu adressieren.

Studie in Sachsen: Wiedereröffnete Schulen keine Corona-Hotspots

13.13 Uhr: Die sächsischen Schulen haben sich nach ihrer Wiedereröffnung in der Corona-Krise bisher nicht als Hotspots für Neuinfektionen erwiesen. Das ist ein Ergebnis einer Analyse der Universitätsklinik Dresden, die am Montag vorgestellt wurde. Bei 2045 untersuchten Blutproben wurden in zwölf Fällen Antikörper gegen Sars-CoV-2 nachgewiesen. In einigen Schulen habe es bestätigte Corona-Fälle gegeben, bei Lehrern und Schülern an den Schulen seien aber nicht überdurchschnittlich häufig Antikörper nachweisbar, hieß es.

“Wir gehen in die Sommerferien 2020 mit einem Immunitätsstatus, der sich nicht von dem im März 2020 unterscheidet”, erklärte Studienleiter Reinhard Berner. Eine stille, symptomfreie Infektion habe den Daten nach noch seltener stattgefunden als zuvor vermutet.

Untersucht wurden im Mai und Juni mehr als 1500 Schüler überwiegend der Klassenstufen acht bis elf und etwa 500 Lehrer aus Schulen in Dresden und im Landkreis Bautzen. Die Studie sei repräsentativ für Regionen mit niedrigen Infektionszahlen, sagte Berner. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) kündigte an, dass nach den Sommerferien an den Schulen der Normalbetrieb mit Hygienevorschriften wieder beginnt.

Experte rechnet nicht mit Corona-Impfstoff vor 2022

11.20 Uhr: Der französische Epidemiologe Arnaud Fontanet geht nicht davon aus, dass die Entwicklung eines vollständig wirksamen Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus bis ins kommende Jahr gelingt. Die Entwicklung eines Impfstoffes dauere in der Regel mehrere Jahre, sagte Fontanet am Sonntag im Sender BFMTV. Der Berater der französischen Regierung in der Corona-Krise rief die Menschen dazu auf, Abstandsregeln aufgrund der Pandemie ernst zu nehmen.

Zwar gebe es “beispiellose Bemühungen zur Entwicklung eines Impfstoffs” gegen das Coronavirus, sagte Fontanet. “Ich wäre aber sehr überrascht, wenn wir 2021 einen effektiven (Impfstoff) hätten.”

Die Corona-Krise sei noch lange nicht vorbei, betonte der Epidemiologe. “Wir müssen mit dem Virus leben.” Die Menschen müssten sich deshalb besser an die Einschränkungen aufgrund der Pandemie halten als bisher. “Lassen Sie uns diesen Sommer die Abstandsregeln einhalten – wenigstens das!”, forderte Fontanet.

Die größte Gefahr in der Pandemie gehe von großen Menschenansammlungen aus, warnte der Experte. Dies gelte umso mehr für beengte Räume wie Kreuzfahrt- oder Kriegsschiffe, Sporthallen, Diskotheken, Gotteshäuser, Schlachtbetriebe oder Unterkünfte etwa für ausländische Arbeiter.

Spahn: Mehrere Länder zeigen, dass wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen sollten

10.08 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn gibt eine Pressekonferenz zur Corona-Krise. Dabei warnt er vor Sorglosigkeit: “Die regionalen Ausbrüche zeigen, wie schnell sich das Virus verbreitet, wenn man es ihm zu einfach macht.” Beruhigend sei allerdings, dass es den Gesundheitsämtern gelungen sei, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbrüche lokal begrenzt zu halten. “Wir sollten uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Diese Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir sind mittendrin”, sagt Spahn – vor allem mit Blick auf den Rekordinfektionen weltweit.

Aber nicht nur in Ländern wie den USA oder Brasilien wüte das Virus. “Das gilt auch für Regionen, die bis vor kurzem gut da standen wie Israel, Südkorea oder Japan.” Die Deutschen sollten nicht übermütig werden, sondern wachsam sein, damit eine zweite Welle nicht über Deutschland rollt. “Das sind wir auch denen schuldig, die viel geleistet haben – Unternehmer, Eltern und die Bürger, die auf Vieles verzichten mussten.”

Spahn bittet: “Bitte halten Sie Abstand. Bitte halten Sie sich an die empfohlenen Hygienemaßnahmen. Bitte tragen Sie an den gebotenen Orten die Schutzmasken.” Die Bilder vom Ballermann, wo viele Menschen ohne Abstand und Masken gefeiert hatten, besorgen ihn, so Spahn. “Wir müssen aufpassen, dass Mallorca nicht ein zweites Ischgl wird”, so der Gesundheitsminister. Dennoch sieht der CDU-Politiker Deutschland gut vorbereit auf das Kommende der nächsten Monate: “Das heißt nicht, dass wir automatisch im Winter mit einer zweiten Welle rechnen müssen.”

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hebt ebenfalls Deutschlands Fortschritte bei der Bekämpfung der Pandemie hervor. Vergangene Woche konnten 500.000 Menschen auf das Coronavirus getestet werden – das seien 175.000 Tests mehr als noch vor vier Wochen.

Ungarn erlässt Einreisebeschränkungen wegen Corona-Pandemie

09.40 Uhr: Das EU-Land Ungarn führt wegen weltweit steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus Einreisebeschränkungen ein.  Eine Regierungsverordnung, die am Sonntag erlassen wurde, kategorisiert die verschiedenen Länder der Welt in Hinblick auf ihre Pandemielage. Reisende, die aus Ländern wie Deutschland kommen, die als “grün” eingestuft sind, können weiter uneingeschränkt in Ungarn einreisen.

Für Reisende, die aus einem als “gelb” eingestuften Land kommen, gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Aus “rot” eingestuften Ländern können Ausländer künftig nicht mehr einreisen. Die Verordnung tritt am Mittwoch (15. Juli) in Kraft. Transitreisende sind nicht davon betroffen, sie dürfen aber die festgelegten Durchreiserouten nicht verlassen.

Als “grün” eingestuft sind die Schweiz, Island und alle EU-Länder außer Rumänien, Bulgarien, Portugal und Schweden. Diese vier Länder sind so wie Norwegen, Großbritannien, Serbien, Russland, China, Japan und die USA als “gelb” eingestuft. Als “rot” gelten die Ukraine, Moldau, Belarus, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Kosovo, Kanada, Australien, die meisten asiatischen Länder und alle Länder Mittel- und Südamerikas sowie Ozeaniens.

Krebshilfe durch Corona in Not: Rund 50.000 Operationen verschoben

06.20 Uhr: Als Folge der Corona-Pandemie sind nach Angaben der Deutschen Krebshilfe hierzulande zehntausende Krebsoperationen sowie Diagnose- und Früherkennungsmaßnahmen verschoben worden. Der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven warnte in der “Augsburger Allgemeinen” vom Montag vor potenziell fatalen Folgen. Die große Sorge der Krebshilfe sei, dass die Verschiebungen nicht in allen Fällen “auch medizinisch vertretbar” gewesen seien.

Nach Angaben der Stiftung fielen schätzungsweise rund 50.000 Krebsoperationen bis Mitte Juni aus. Dies sei “eine gewaltige Zahl”. Fast ein Viertel aller ursprünglich vorgesehenen Krebsoperationen habe damit in diesem Zeitraum nicht stattgefunden. Auch unterstützende Maßnahmen für Krebspatienten, von der psychosozialen Betreuung bis zur Palliativmedizin, seien in den Kliniken “teilweise extrem nach unten gefahren” worden.

Bei der Krebshilfe hätten sich beispielsweise Patientinnen gemeldet, bei denen Brustkrebs-Nachsorgeuntersuchungen verschoben worden seien, sagte Nettekoven. “So etwas kann fatale Folgen haben.” Nach seinen Angaben schieben die Kliniken und Arztpraxen “eine große Bugwelle von verschobenen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen” vor sich her. Dies könne “irgendwann zu lebensbedrohlichen Situationen für Krebspatienten führen”.

Mehr als 35.000 Corona-Tote: Mexiko weltweit an vierter Stelle

06.15 Uhr: Mexiko ist inzwischen das Land mit den viertmeisten registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag (Ortszeit) auf 35 006. Damit überholte das nordamerikanische Land Italien. Die offizielle Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus liegt in Mexiko inzwischen bei 299 750 – die siebtmeisten weltweit nach Statistiken der Johns Hopkins Universität in den USA.

Die wahren Zahlen dürften in Mexiko allerdings noch deutlich höher liegen. Äußerst wenige Menschen werden dort auf das Coronavirus getestet. Nach Statistiken, die von Forschern der englischen Universität Oxford zusammengetragen wurden, lag die Zahl der täglich durchgeführten Tests in Mexiko zuletzt bei 4,83 pro 1000 Einwohner – in Deutschland waren es 76,1 und in den USA 117,58.

Lateinamerika gehört derzeit zu den Brennpunkten der globalen Corona-Pandemie. Nach Zahlen der Europäischen Union wurden dort bisher mehr als drei Millionen Infektionen und mehr als 140 000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 registriert. Brasilien steht mit mehr als 1,8 Millionen Infizierten und mehr als 72 000 Toten in beiden Kategorien weltweit nur hinter den USA.

Corona-Pandemie: Ein Bundesland seit 9 Tagen ohne Neuinfektion – R-Wert steigt wieder über 1

21.29 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Landesgesundheits- und Sozialministerien bislang 198.612 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gaben allerdings am Sonntag keine neuen Zahlen bekannt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 199.093, 9039 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.121 (1837 Todesfälle)
  • Bayern: 49.265 (2609 Todesfälle)
  • Berlin: 8655 (219Todesfälle)
  • Brandenburg: 3482 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1694 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5230 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.169 (514 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.768 (644 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 44.974 (1705Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7173 (236 Todesfälle)
  • Saarland: 2783 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5472 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1921 (62 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3221 (154 Todesfälle)
  • Thüringen: 3291 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 13.07.2020, 20.39 Uhr): 199.093 (9039 Todesfälle)

Vortag (Stand 12.07.2020, 20.41 Uhr): 198.613 (9035 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 185.100.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,00 (Stand 13.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

In Berlin, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland wurde jeweils nur eine Neuinfektion gemeldet. Mecklenburg-Vorpommern blieb unterdessen den neunten Tag in Folge ohne Neuinfektion. Und auch Brandenburg verzeichnete keine neuen Fälle am Sonntag.

Laut Robert Koch-Institut sind 184.600 Menschen, die sich angesteckt hatten, inzwischen wieder genesen. Der R-Wert stieg am Sonntag erneut leicht, von 0,93 auf 1,04.

Urlaubsexperte schildert Mallorca-Einreise und was Touristen jetzt beachten müssen

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite.

 

FOCUS Online versorgt Sie täglich mit den wichtigsten Nachrichten direkt aus der Redaktion. Hier können Sie den Newsletter ganz einfach und kostenlos abonnieren.

 
 

Nur alle 5000 bis 7000 Jahre: Komet “Neowise” schon jetzt am Nachthimmel zu sehen

lik, cvh, lau, ufe, fas, ter, sca, beb, pnh, flr, cba, mbe/mit Agenturmaterial


Coronacare

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

achtzehn − sechs =