Coronavirus: Bayreuther Festspiele 2020 abgesagt – 800.000 Infizierte weltweit

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Corona-Krise in Deutschland: 549 Menschen sind bereits gestorben, 62.166 sind mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als 800.000 Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA mit rund 160.000 Fällen die meisten Corona-Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

 

 
 

Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland

Topmeldung (16.02 Uhr): Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen eine Tragepflicht für Schutzmasken in Deutschland ausgesprochen. “In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung”, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Spahn hatte zuvor zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Der Minister sagte, es müsse unterschieden werden zwischen medizinischen Masken zum Schutz des medizinischen Personals vor einer Ansteckung und anderen in der Öffentlichkeit getragenen – auch selbstgenähten – Masken. Bei diesen gehe es darum, andere nicht anzustecken. Sie könnten “tatsächlich auch eine Hilfe sein dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen”. Er nehme wahr, dass es eine zunehmende Bereitschaft gebe, aus Solidarität mit anderen, diese Masken zu tragen, sagte Spahn. 

Laschet nannte Spahn Äußerungen “treffend”. Man sei jetzt prioritär damit beschäftigt, Masken für den medizinischen Bereich zu beschaffen. “Und wenn es sich gesellschaftlich entwickelt, dass jeder den anderen auch schützen will, dann ist das in Ordnung. Eine Pflicht sehe ich nicht.”

Pandemie-Maßnahmen retteten 59.000 Leben in elf Ländern

Topmeldung (15.08 Uhr): Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59.000 Menschen in elf europäischen Ländern das Leben gerettet. In Deutschland kamen dank der Beschränkungen 550 Menschen bis Ende März mit dem Leben davon, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hervorgeht.

Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der verschiedenen Maßnahmen, die in elf Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schließung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Maßnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat.

Im stark von der Pandemie betroffenen Italien, das als erstes Land strikte Maßnahmen ergriffen hatte, wurden demnach die meisten Menschenleben gerettet. Die Wissenschaftler schätzen, dass dort 38.000 Menschen vor dem Tod bewahrt werden konnten. In Spanien waren es demnach 16.000 Menschen, in Frankreich 2500, in Belgien 560, in Deutschland 550, in Großbritannien 370, in der Schweiz 340, in Österreich 140, in Schweden 82, in Dänemark 69 und in Norwegen 10.

Die Wissenschaftler schätzen, dass sich in den elf Ländern insgesamt zwischen sieben und 43 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Deutschland hat demnach mit 600.000 Infizierten die niedrigste Ansteckungsrate. Die offiziell bestätigten Zahlen sind deutlich niedriger.

Dies erklärt sich den Forschern zufolge dadurch, dass Infizierte in vielen Fällen nur “milde oder gar keine Symptome” aufweisen. Zudem würden viele Infektionen wegen der “begrenzten” Testmöglichkeiten nicht erkannt, heißt es in der Studie.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 62.166, 549 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 12.257 (163 Todesfälle)
  • Bayern: 14.437 (133 Todesfälle)
  • Berlin: 2581 (13 Todesfälle)
  • Brandenburg: 846 (4 Todesfälle)
  • Bremen: 297 (4 Todesfälle)
  • Hamburg: 2214 (2 Todesfälle)
  • Hessen: 3100 (14 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 366 (1 Todesfall)
  • Niedersachsen: 4026 (33 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 14.219 (125 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 2686 (19 Todesfälle)
  • Saarland: 800 (9 Todesfälle)
  • Sachsen: 1930 (11 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 682 (6 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1053 (7 Todesfälle)
  • Thüringen: 672 (5 Todesfälle)

Gesamt: Stand 30.03., 19.30 Uhr: 62.166 (549 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 29.03., 20.20 Uhr: 58.654 (456 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

US-Panikkäufer kaufen Küken – weil Eierpreise explodiert sind

 

Mehr Informationen im News-Ticker:

Bayreuther Festspiele für 2020 abgesagt

18.40 Uhr: Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am Dienstagabend mit. Zuerst hatte BR-Klassik darüber berichtet.

Weltweit über 800.000 bestätigte Corona-Infektionen

Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800 000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie fast 40 000 Covid-19-Todesfälle. Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777 798 Infektionsfällen in aller Welt gehen 386 282 – also knapp die Hälfte – auf Europa zurück, wie eine Auflistung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Twitter zeigte. International gibt es 37 272 registrierte Corona-Todesfälle, davon 26 110 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien.

Russlands oberster Corona-Arzt hat sich angesteckt

16.39 Uhr: Moskaus prominentester Coronavirus-Chefarzt hat sich mit der hochansteckenden Lungenkrankheit infiziert. Dennis Prozenko hatte erst in der vergangenen Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Kommunarka in der Hauptstadt geführt.

Der Gesundheitszustand des Mediziners sei normal, teilten die Ärzte der Agentur Interfax zufolge am Dienstag mit. Prozenko werde in der Moskauer Klinik behandelt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Putin werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. “Es ist alles in Ordnung.” In Russland gibt es mit Stand vom Dienstag 2337 Corona-Fälle.

Wolfsburger Klinik nimmt wieder Patienten auf

16.04 Uhr: Das Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf, nachdem es am Sonntagabend wegen Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft einen vorübergehenden Aufnahmestopp verhängt hatte. “Ich darf sagen, dass wir das Klinikum seit 12 Uhr heute Mittag wieder in Betrieb genommen habe”, sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Dienstag.

90 Prozent der Testergebnisse lägen vor. Demnach sind 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon sind rund ein Drittel im ärztlichen Dienst, etwa zwei Drittel Pflegekräfte und ein paar wenige in der Verwaltung, wie Bernadett Erdmann, die Leiterin der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg, mitteilte.

Die infizierten Beschäftigten seien in häuslicher Quarantäne, zeigten aber keine Symptome. Insgesamt habe das Krankenhaus rund 2000 Beschäftigte, von denen rund 200 getestet wurden, da sie als Kontaktpersonen von zwei Sars-CoV-2-Infizierten galten. Auch bei zwei Patienten, die eigentlich mit anderen Krankheiten in die Klinik kamen, sei eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden.

Spahn fordert konsequente Suche nach Corona-Kontakterpersonen

14.50 Uhr:  Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine konsequente Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten gefordert. Diese Suche sei digital “viel einfacher” zu leisten als händisch mit vielem Hinterhertelefonieren, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Solange es keine Therapie und keinen Impfstoff gebe, werde man das Coronavirus nur im Griff behalten können, wenn es gelinge, die Kontakte von Infizierten “sehr, sehr schnell” zu identifizieren und diese Menschen aufzufordern, zuhause zu bleiben. Spahn hatte zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Es gebe viele Ideen und Möglichkeiten, sagte Spahn. Jetzt müssten konkret Projekte getestet werden. Klar sei aber, dass man jeden Kontakt effizient nachverfolgen müsse, wenn man an anderer Stelle “wieder schrittweise in den Alltag zurückkehren” wolle.

Seit der vergangenen Woche wird in Deutschland über den Einsatz von Handydaten diskutiert, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu finden und zu warnen.

Spahn: Fast die Hälfte der Intensivbetten frei für Corona-Patienten

14.45 Uhr: Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Er hatte dort zusammen mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum besucht. Spahn sollte anschließend auch an der Sitzung des Landeskabinetts teilnehmen.

“Eines ist klar: Es wird in den nächsten Tagen eine steigende Zahl von Intensiv- und Beatmungspatienten geben”, sagte Spahn. Anders als in anderen europäischen Ländern habe sich Deutschland aber darauf vorbereiten können, weil die Corona-Infektionen “sehr frühzeitig” und auch durch umfangreiche Tests im Land erkannt worden seien.

Insgesamt gibt es in Deutschland nach offiziellen Angaben rund 28 000 Intensivbetten. Die Krankenhäuser sollen nach einer Einigung von Bund und Ländern diese Kapazitäten verdoppeln, um besser für die Behandlung vieler schwer erkrankter Patienten mit dem Coronavirus gerüstet zu sein.

Zwölfjährige nach Coronavirus-Infektion gestorben

11.52 Uhr: In Belgien ist ein zwölf Jahre altes Mädchen gestorben, nachdem sie sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatte. Das teilten die belgischen Behörden am Dienstag mit. Stand jetzt ist sie das jüngste Corona-Todesopfer in Europa.

Ob das Mädchen eine Vorerkrankung hatte, ist bislang nicht bekannt. Emmanuel André, Sprecher des nationalen Gesundheitsdienstes, zeigte sich bei einer Pressekonferenz erschüttert über den Vorfall. “All unsere Gedanken sind jetzt bei der Familie”, sagte er.

Corona-Infizierter verließ Quarantäne – und traf danach mindestens zehn Menschen

11.36 Uhr: Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens zehn Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne. Er wurde positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Der Infizierte sei weiterhin in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als die Behörden die Kontakte eines anderen Infizierten nachverfolgten, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dabei wurde festgestellt, dass der Quarantäne-Brecher Kontakt zu dem anderen Corona-Positiven hatte.

Ärzte-Chef warnt vor Aktionismus

10.38 Uhr: Der Ärzteverband Hartmannbund hat vor unverhältnismäßigen Maßnahmen bei der Bekämpfung der Coronavirus-Ausbreitung gewarnt. “Wir dürfen bei allem Respekt vor erkennbarem Handlungsbedarf jetzt nicht jedes Maß verlieren”, erklärte Verbandschef Klaus Reinhardt, der auch Präsident der Bundesärztekammer ist, am Dienstag in Berlin. Er warnte davor, “in einen Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten” einzusteigen.

Man sollte Ärzte “nicht vor den Kopf stoßen oder sie im Zweifelsfall zu ‘Rekruten’ machen, sondern ihnen das verdiente Vertrauen aussprechen”, appellierte Reinhardt. “Bisher sehe ich jedenfalls keinen Grund, dieses Vertrauen in Zweifel zu ziehen, und insofern auch keinen Anlass zu überzogenem Aktionismus.”

Söder fordert “nationale Notfallproduktion” für Schutzmasken gegen Coronavirus

09.35 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine “nationale Notfallproduktion” für Schutzmasken gegen das Coronavirus gefordert. Es müssten “dringend” mehr medizinisch hochwertige Masken her, sagte Söder am Dienstag im ARD-“Morgenmagazin”. Es habe durchaus Vorräte in Deutschland gegeben, “nur waren die alle sehr schnell weg”. 

Neue Masken müssten nun aus dem Ausland beschafft werden, teilweise müsse dies unter Polizeischutz erfolgen. Nötig sei aber auch, nun in der deutschen Wirtschaft eigene Kapazitäten und Produktion zu schaffen. Die Maschinen, mit denen in China Schutzmasken hergestellt werden, stammten ja aus Deutschland. Deshalb müsse hier nun wirtschaftspolitisch umgestellt werden.

Eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken, wie es in Österreich und Tschechien angeordnet wurde, solle es derzeit aber nicht geben.

Deutschland könnte Höhepunkt der Corona-Krise erst im Juni erreichen

08.52 Uhr: Deutschland könnte den Höhepunkt der Corona-Krise erst im Juni erreichen.  Das haben Forscher der Johannes-Gutenberg Universität Mainz und der Universität Hamburg auf Grundlage einer Modellrechnung ermittelt. Zum Höhepunkt der Corona-Krise könnten etwa 1,3 Millionen Menschen gleichzeitig erkrankt sein, so die Wissenschaftler weiter. Mit einem Ende der Epidemie sei in diesem Modell nicht vor August zu rechnen. Voraussetzung bei dieser Berechnung ist, dass die Maßnahmen nach Ostern gelockert werden.

Würden die Kontaktbeschränkungen bis Mitte Juni in Kraft bleiben, würden sich die Berechnungen lediglich um einen Monat verschieben – und die Epidemie ihren Höhepunkt somit im Juli erreichen. Die Wissenschaftler stützten sich bei ihren Berechnungen auf die Infektions-Zahlen des Robert Koch-Instituts.

Die Forscher räumen ein, dass ihre Berechnungen mit großen Unsicherheiten verbunden sind. Sie hätten ein Modell verwandt, dass in der Epidemiologie und in der Arbeitsmarktforschung verbreitet ist. Bislang gebe es jedoch keine vergleichbare Epidemie, “sodass wir keinen sicheren Wert für die langfristige Infektionsrate haben”.

„Sterberate wird ansteigen“: RKI-Präsident gibt Einschätzung zur Lage in Deutschland

USA: Pastor verstößt gegen Anordnungen – Haft

8.12 Uhr: Im US-Bundesstaat Florida ist ein Pastor wegen Verstößen gegen die staatlichen Anordnungen in der Corona-Krise vorübergehend festgenommen worden. Der 58-jährige evangelikale Geistliche wurde in Gewahrsam genommen, weil er am Sonntag zwei Gottesdienste in der Stadt Tampa abgehalten hatte, wie aus Dokumenten der örtlichen Gefängnisverwaltung hervorging. Er habe damit gegen die Versammlungs- und Ausgangsverbote verstoßen, hieß es in den Unterlagen.

Der Pastor habe sich “absichtlich und wiederholt” über die geltenden Anweisungen zum Schutz vor der Pandemie hinweggesetzt, schrieb der örtliche Polizeichef Chad Chronister im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er habe damit seine eigene Kirchengemeinde sowie die gesamte Gemeinde Tampa in Gefahr gebracht.

Der Geistliche glaubt entgegen der Warnungen der medizinischen Fachwelt nicht daran, dass das neuartige Coronavirus gefährlich sein kann. Seine Gottesdienste bezeichnet er zudem als essenzielle Dienstleistungen, die folglich trotz der geltenden Restriktionen des öffentlichen Lebens fortgeführt werden dürften.

Nach Ausstellung eines Haftbefehls hatte sich der Pastor selbst der Polizei gestellt. Er kam gegen eine Kaution von 500 Dollar nach weniger als einer Stunde wieder auf freien Fuß. In Florida gab es bis Montag rund 5400 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 63 Todesopfer.

Fresenius-Chef: „Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen“

Topmeldung (6.39 Uhr): Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für neue Patienten. „Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet“, sagt De Meo im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Der Jurist ist zuständig für die Krankenhäuser und medizinischen Versorgungszentren unter dem Dach des Geschäftsbereichs Fresenius Helios, dem nach eigenen Angaben größten privaten Klinikbetreiber in Europa.

Stand Montag hat Fresenius in seinen deutschen Kliniken vier Covid-19-Patienten aus Italien aufgenommen. Das Thema sei hochpolitisch. „Der Bund hält sich sehr zurück“, sagt De Meo. Auf europäischer Ebene gebe es wenige, „die koordiniert und strukturiert an diesem Thema arbeiten.“ Fresenius ist dabei, die Zahl der Intensivbetten von 900 auf mindestens 1500 aufzustocken. Stand Montag lagen in den deutschen Klinken des Konzerns 80 an Covid-19 erkrankte Patienten auf einer Intensivstation, davon mussten 50 beamtet werden.

„Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen“

„Momentan ist es eher so, dass wir andere Patienten, die behandelt werden könnten und sogar müssten, nicht behandeln, weil wir das sogenannte elektive Geschäft zurückgefahren haben, um aufnahmefähig für Covid-Patienten zu sein. Wir haben Kliniken, in denen vielleicht noch kein einziger Covid-Patient aufgetaucht ist, obwohl wir fast die komplette Intensivkapazität vorhalten“, sagt De Meo. Aber er will mit Blick auf die Lage in Spanien und Italien vorbereitet sein: „Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen“.

Der Manager spricht sich für mehr Tests auf Covid-19 in Deutschland aus, vor allem in den Risikogruppen, also ältere und immungeschwächte Menschen. „Wir könnten dann besser prognostizieren, was kommt, und besser abschätzen, wie lange wir die ganze Gesellschaft noch einsperren müssen. Man muss darüber nachdenken, wie die Kontaktsperren differenzierter gestaltet werden können.“ Die jetzigen Generalmaßnahmen bedrohen De Meo zufolge auf Dauer Existenzen.

“Wir arbeiten ohne Einnahmen”: Zoobetreiber wenden sich in Brief an Merkel

06.33 Uhr: Der Verband der Zoologischen Gärten wendet sich mit der dringlichen Bitte um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Schreiben, das heute auch an Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, die Ministerpräsidenten der Bundesländer sowie den Präsidenten des Deutschen Städtetages Herrn Burkhard Jung geht, macht Jörg Junhold, Präsident des Verbandes und Zoodirektor in Leipzig, auf die wirtschaftlich angespannte Lage für Zoos aufmerksam.

“Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren – unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden”, sagt Junhold zur derzeitigen Situation, in der die Zoos wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen wurden. “Momentan arbeiten wir aber ohne Einnahmen bei gleichbleibend hohen Ausgaben.” Wie gravierend die Lage ist, lässt sich daran erkennen, dass ein einzelner großer Zoo aktuell einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro zu verkraften hat. Insgesamt 56 deutsche Zoos sind im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) organisiert.

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