Coronavirus: Britischer Premier wird mit Sauerstoff versorgt | Aktuell Europa | DW

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Der an COVID-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson liegt noch immer auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Er habe zusätzlich Sauerstoff erhalten, werde aber nicht künstlich beatmet, sagte Kabinettsminister Michael Gove. “Und natürlich steht er unter strenger Beobachtung.” Ein Beatmungsgerät stünde bereit, sollte sich sein Gesundheitszustand verschlimmern.

Dann würde die Regierung auch eine entsprechende Stellungnahme abgeben. Der BBC sagte Gove zudem, ihm sei nicht bekannt, dass Johnson an einer Lungenentzündung leide.

Johnson “voller Leben und fit”

Johnson hatte seine Corona-Infektion Ende März bekanntgegeben. Nach gut einer Woche in Quarantäne in seiner Dienstwohnung wurde der Premier dann am Sonntagabend ins St. Thomas-Krankenhaus eingeliefert, da er weiterhin Symptome von COVID-19 zeigte. In Johnsons Umfeld waren zuvor Befürchtungen geäußert worden, dessen Erkrankung könnte sich unter seiner hohen Arbeitsbelastung verschlimmert haben. Am Montag wurde er auf die Intensivstation verlegt, nachdem sich sein Zustand verschlechtert hatte. Die Regierung sprach von einer Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass er beatmet werden müsse.

Johnson sei voller Leben und fit, sagte Gove. “Er ist ein Mann mit viel Schwung und Lebensfreude.” Johnson erhalte die allerbeste Pflege im St. Thomas-Krankenhaus. “Unsere Hoffnungen und Gebete gelten ihm und seiner Familie”, sagte der Kabinettsminister. “Wir alle hoffen, dass er so schnell wie möglich wieder gesund wird.” Da es in Großbritannien keinen formellen Plan für den Fall gibt, dass ein Premierminister ausfällt, hat Johnson Außenminister Dominic Raab gebeten, ihn notfalls zu vertreten. Kabinettsminister Gove sagte dazu: “Die Person, die jetzt das Land führt, ist Außenminister Raab.”

Genesungswünsche für den Premier

Die Spitzen der EU-Institutionen haben Johnson gute Besserung gewünscht. “Meine Gedanken sind heute Abend bei Premierminister Boris Johnson und seiner Familie”, schrieb EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter. Sie wünsche dem erkrankten Politiker schnelle und vollständige Genesung. Ähnlich äußerte sich EU-Ratschef Charles Michel: “Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei seiner Familie und dem britischen Volk”, schrieb der Belgier.

sam/pg (afp, rtr)

 



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