Coronavirus-News: Desinfektionsmittel-Herstellern geht wichtigster Stoff aus

0
313
Werbebanner


Corona-Krise in Deutschland: 56 Menschen sind bereits gestorben, rund 19.741 sind mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit sind es bereits über 200.000 Infizierte. Das öffentliche Leben kommt zunehmend zum Erliegen. Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-Krise: Herstellern von Desinfektionsmitteln geht wichtigster Stoff aus

Topmeldung (18.52 Uhr): Wie die “FAZ” berichtet, geht den Herstellern von Desinfektionsmitteln ihr wichtigster Inhaltsstoff aus: Ethanol. Selbst in Krankenhausapotheken gebe es bereits Lieferengpässe. Die Branche habe bereits einen Hilferuf an Gesundheitsminister Spahn geschickt. “Unsere Unternehmen kämpfen an vorderster Front gegen die Coronapandemie. Nach aktuellen Einschätzungen unserer Mitglieder muss die Produktion in zwei Wochen deutlich reduziert werden, wenn Prioritäten in der Versorgung mit dem Rohstoff nicht jetzt anders gesetzt werden”, wird der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin bei der Zeitung zitiert. Der Bedarf der Branche an beispielsweise an Rohstoffen müsse daher bevorzugt behandelt werden. Falle nicht schnell eine Entscheidung, werde die Produktion in zwei Woche um 30 bis 35 Prozent zurückgehen. „Der Engpass ist da”, erklärt auch der Verband der Chemischen Industrie.

Fast 800 Corona-Tote in Italien an einem Tag – Experten vermuten mehrere Gründe

Topmeldung (18.18 Uhr): Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bis Samstag starben 4825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch in dem Land Ende Februar. Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten auf 53 578 Menschen – das sind mehr als 4800 mehr als am Vortag

In der vom Coronavirus besonders betroffenen italienischen Region Lombardei sind allein am Freitag 546 Personen gestorben. Das erklärte der regionale Gesundheitsminister Giulio Gallera am Samstag in einer Pressekonferenz. Insgesamt liegt die Zahl der Toten in der Region, in der die Großstädte Mailand und Bergamo liegen, nun bei 3095.

Die Zahl der Toten ist in Italien im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Infizierten auffällig hoch. Unklar ist die genaue Ursache dafür. Es könnte mehrere Gründe geben:

  • Italien hat eine der ältesten Bevölkerungen weltweit – und die meisten Toten waren ältere Menschen mit Vorerkrankungen.
  • Viele Großeltern wohnen mit ihren Kindern und Enkeln im Haus oder sind mehr als zum Beispiel in Deutschland in das tägliche Leben eingebunden. Daher sind Ansteckungen einfacher.
  • Auch gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infizierten wesentlich höher ist als angegeben, viele mild oder symptomlos verlaufende Fälle werden nicht erfasst. Daher ergibt sich eine höhere Sterberate als zum Beispiel in China oder auch in Deutschland.

 

 
 

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 19.741 – 75 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

Baden-Württemberg: 3665 (17 Todesfälle) 

Bayern: 3107 (21 Todesfälle) 

Berlin: 868 (1 Todesfall)

Brandenburg: 264 (1 Todesfall)

Bremen: 119

Hamburg: 664 (1 Todesfall)

Hessen: 962 (2 Todesfälle)

Mecklenburg-Vorpommern: 167

Niedersachsen: 1262 (4 Todesfälle)

Nordrhein-Westfalen: 6257 (23 Todesfälle/Landkreis Heinsberg besonders betroffen) 

Rheinland-Pfalz: 890 (2 Todesfälle)

Saarland: 255

Sachsen: 562 (1 Todesfall)

Sachsen-Anhalt: 217

Schleswig-Holstein: 321 (1 Todesfall)

Thüringen: 161 (1 Todesfall)

Gesamt (Stand 20.03., 20.00 Uhr): 19.741 (74 Tote, mindestens 180 Geheilte)

Stand vom Vortag (19.03., 20.00 Uhr): 14.995 (44 Tote, mindestens 113 Geheilte)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien, Quelle zu Geheilten: John Hopkins University, Corona Resource Center

 

 
 

Lesen Sie dazu: Infizierte im Landkreis: Die aktuellen Zahlen für alle Kreise in Deutschland

Corona-Krise: Viele Bundesländer schränken öffentliches Leben weiter ein

Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern ab Samstag weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch mit triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in München an. Die Ausgangsbeschränkungen gelten zunächst bis zum 3. April. Die Polizei und die Behörden sollen deren Einhaltung kontrollieren – und Söder drohte mit “hohen Bußgeldern”.

Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Sie ordnete am Freitag die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen.

Niedersachsen schließt zur Bekämpfung der Corona-Epidemie ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Hannover an. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll allerdings weiter möglich bleiben.

Hessen will unterdessen nach den Worten von  Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorerst auf Ausgangssperren wegen der Corona-Krise verzichten. Diese seien “eine der letzten Maßnahmen” die man setzen könne, sagte Bouffier am Freitag in  Wiesbaden. Das Land hatte zuvor angekündigt, dass Versammlungen auf maximal fünf Personen beschränkt werden. Bei Verstößen könnten Bußgelder verhängt werden, sagte Bouffier. Er bezifferte die Größenordnung auf 100 bis 300 Euro. Er appelliere aber erstmal an die Vernunft der Menschen.

Hamburg erlässt zur Eindämmung des Coronavirus weiterreichende Beschränkungen. Alle Restaurants werden geschlossen und Ansammlungen von mehr als sechs Personen untersagt, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach einer Senatssitzung mitteilte. Ausnahmen gelten demnach für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen.

Wichtige Telefonnummern bei Coronavirus-Verdacht

Die Regierung empfiehlt: Bei Covid-19-Symptomen ist es besser anzurufen, statt im Wartezimmer zu sitzen.

Alles Weitere zur Corona-Epidemie lesen Sie hier im Ticker von FOCUS Online

Um Hamsterkäufe zu vermeiden: Rewe-Händler verlangt bei Klopapier Aufschlag

17.43 Uhr: Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im rheinland-pfälzischen Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück der dpa am Samstag. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. “Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen.”

Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Coronavirus-Helfer leiten. Seine Aktion findet im Internet großen Widerhall und Zustimmung, obwohl der Kaufmann bislang noch keinen Cent Spenden eingenommen hat. Der Grund: Er bekommt derzeit kein Klopapier geliefert. Die Aktion will Glück aber durchziehen und glaubt an den Erfolg: “Wenn jeder sich vernünftig verhält, hätten alle was.”

Corona-Krise: Berlin verschärft Maßnahmen

16.40 Uhr: Auch in Berlin gelten nun härtere Maßnahmen: Restaurants müssen schließen und es darf keine Versammlungen mehr mit über zehn Personen geben. Das erklärte der Senat in einer Pressemitteilung. Gaststätten mit Tischbetrieb müssen für den Publikumsverkehr geschlossen werden, sie dürfen allerdings Speisen und Getränke zur Abholung oder zur Lieferung anbieten. Für die Abholung, auch durch Lieferdienste, sind geeignete Vorkehrung zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zu treffen.

Die bisherigen Ausnahmen für Parlamente, Gerichte und andere staatliche Einrichtungen, sowie für das aufrecht erhalten unter anderem von Versorgung, Gesundheitsfürsorge und Wirtschaftsunternehmen gelten weiter. Für Versammlungen kann die Versammlungsbehörde in wichtigen Fällen Ausnahmen zulassen.

Im Corona-Vorzeigeland Taiwan steigt die Furcht

16.30 Uhr: In Taiwan stieg die Furcht vor einer zweiten Ansteckungswelle. Nachdem der Inselstaat es zunächst geschafft hatte, durch schnelles Handeln die Ausbreitung des Virus zu unterbrechen, vermeldete das Land am Samstag einen weiteren Anstieg bei den sogenannten importierten Covid-19-Fällen.

17 der 18 Patienten seien taiwanische Staatsbürger, die aus der Türkei, den USA, Großbritannien, Frankreich, Tschechien, Ägypten, Südafrika und anderen Ländern heimgekehrt seien, teilte Taiwans zentrales Epidemien-Kommandozentrum (CECC) mit. Einer sei Indonesier. Die Erkrankten seien unterschiedlichen Alters, von Menschen in den 20ern bis 70ern. Zudem befinden sich laut CECC rund 3000 Bürger nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland im März in häuslicher Quarantäne. “Wir werden sie alle bald auf Coronavirus untersuchen”, erklärte Taiwans Gesundheitsminister und CECC-Vorsitzender Chen Shih-chung. Bislang zählt Taiwan 153 Coronavirus-Fälle, darunter zwei Tote.

Zahl der Corona-Toten in Spanien erhöht sich an einem Tag um 30 Prozent

14.14 Uhr: Innerhalb eines Tages hat sich in Spanien die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie drastisch erhöht. Sie lag am Samstag bei 1326 und damit um 32 Prozent über der vom Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle stieg auf knapp 25.000. Das waren etwa 5000 mehr als noch am Freitag.

Am schwersten betroffen ist die Region um die Hauptstadt Madrid. Dort wurden bislang 8921 Infektionsfälle registriert, also gut jeder dritte Fall landesweit. Tausende weitere Fälle wurden in Katalonien, im Baskenland und in Andalusien nachgewiesen. In Spanien gilt seit einer Woche eine Ausgangssperre. Die 46 Millionen Einwohner dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund Gassi zu gehen.

Über 6700 Coronavirus-Infektionen in NRW – erneut deutlicher Anstieg

14.03 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand 11.30 Uhr) gab es in NRW 6740 nachgewiesene Fälle. Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.

Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.

Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

Auch in der Corona-Krise geht Merkel noch selbst einkaufen

13.28 Uhr: Da mag die Welt noch so sehr aus den Fugen geraten, Angela Merkel geht noch selber einkaufen. Schon seit vielen Jahren ist die Kanzlerin Stammgast bei einem Supermarkt in Berlin-Mitte. Und auch inmitten der Corona-Krise erledigt Merkel ihre Einkäufe noch selbst: Der Fernsehsender RTL veröffentlichte am Samstag Bilder, auf denen die Kanzlerin beim Schieben eines Einkaufswagens zu sehen ist. Das Outfit ist dasselbe, das sie während ihrer Ansprache an die Nation gehalten hatte.

Im Wagen zu sehen sind unter anderem Duschgel und Klopapier zu sehen – allerdings nur eine Rolle. Die Kanzlerin ist eben keine Hamsterkäuferin. Dafür hat Merkel beim Wein zugeschlagen: Vier Flaschen „Ricossa“ haben den Weg in den Einkaufswagen gefunden. Aber irgendwie muss man in diesen Zeiten halt über die Runden kommen.

Infektionsschutzgesetz: Bundesregierung will Länder in Corona-Krise entmachten

12.53 Uhr: Die Bundesregierung will die Bundesländer in der Corona-Krise durch eine Neuordnung des sogenannten Infektionsschutzgesetzes teilweise entmachen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf einen entsprechenden Entwurf des Gesundheitsministeriums. Demnach soll die Bundesregierung künftig zum Beispiel grenzüberschreitende Personentransporte untersagen, die Versorgung mit Arzneien und Schutzausrüstung steuern oder medizinisches Personal zwangsrekrutieren können. Ausgangssperren sollen aber weiterhin im Entscheidungsbereich der Länder liegen. Den zuständigen Gesundheitsbehörden soll bei einer “epidemischen Lage von nationaler Tragweite” wie im aktuellen Fall die Befugnis eingeräumt werden, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen und sie im Verdachtsfall zu kontaktieren.

„Hier bündeln wir Kompetenzen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der FAZ. „Und noch wichtiger: Wir können künftig in einer Lage wie dieser binnen Stunden für Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und alle anderen, die weit über das normale Maß anpacken, Bürokratie wegnehmen, Regeln anpassen, Vergütungen erhöhen.“ Das Gesetz soll am Montag vom Kabinett beschlossen und noch in derselben Woche im Bundestag verabschiedet werden. Danach muss die Reform allerdings noch durch den Bundesrat – wo die 16 Länder das Sagen haben.

Das neue Gesetz sieht vor, dass die Bundesregierung in einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ eine Reihe von Kompetenzen an sich ziehen kann. Das Gesundheitsministerium soll dann sogar Reisebeschränkungen erlassen und den Export medizinischer Materialien untersagen dürfen.

USA schließen Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend

11.31 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht (Ortszeit/05.00 Uhr MEZ) und betrifft alle nicht notwendigen Reisen. Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht betroffen. Zuvor hatten die USA bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus den Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien und Irland erlassen. Auch Ausländer, die aus dem Iran und aus China kommen, können nicht mehr in die USA einreisen.

Die Grenzschließungen zu Mexiko und Kanada wirken sich auch auf Migranten aus, die besonders über die Südgrenze illegal in die USA kommen und dort von den Grenzschutzbehörden aufgegriffen werden. Sie sollen ab sofort unverzüglich wieder in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wie der geschäftsführende Heimatschutzminister Chad Wolf sagte. Aufgegriffene Migranten kamen bislang zunächst in Gewahrsam der US-Grenzschutzbehörden, wo sie Asyl beantragen konnten.

Türkei stellt Flugverkehr nach Deutschland nahezu vollständig ein

11.22 Uhr: Die Türkei hat nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Nacht zu Samstag den direkten Flugverkehr nach Deutschland wegen der Corona-Krise nahezu vollständig eingestellt. Die Ausreise über Drittstaaten sei aber am Samstag noch möglich, teilte das Ministerium in seinen Reisehinweisen im Internet mit. Es rief eindringlich dazu auf, diese Möglichkeit auch zu nutzen: “Kontaktieren Sie umgehend Ihre Fluggesellschaften bzw. Ihre Reiseveranstalter und nutzen Sie dringend jetzt noch freie Sitzkapazitäten, um umgehend nach Deutschland zurückzukehren.”

Bis Freitagmittag waren nach früheren Angaben des Auswärtigen Amts 20 000 von 30 000 Deutschen aus der Türkei zurückgekehrt. Die von der Bundesregierung gestartete Rückholaktion mit gecharterten Maschinen betraf die Türkei bisher nicht, da noch reguläre Flüge gingen.

Insgesamt geht es bei dieser am Dienstag gestarteten Aktion um bis zu 200 000 Deutsche im Ausland. Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas sollen nun zusammen mit den Reiseveranstaltern und der Lufthansa täglich etwa gestrandete 10 000 Deutsche – vor allem Touristen – aus dem Ausland nach Hause gebracht werden. Der SPD-Politiker rechnet damit, dass die Aktion noch zwei Wochen dauert.

Mietern soll in Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen

Topmeldung (11.13 Uhr): Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Wie ich über Nacht zum Klopapier-Hamsterkäufer wurde

11.10 Uhr: Auch FOCUS-Online-Reporter Frank Gerstenberg bekommt die Klopapier-Knappheit jetzt am eigenen Leib zu spüren. „Bei aller Ernsthaftigkeit gegenüber dem Corona-Virus hatte ich die Erzählungen über leergefegte Toilettenpapierregale bis vor drei Tagen noch nicht wirklich ernst genommen. Ich hatte mich auch nicht eingedeckt wie Loriot in ‘Papa ante portas’ mit den Senfgläsern, sondern nur die übliche 10-Rollen-Packung im Schrank.“

„Am Mittwoch schielte ich jedoch zum ersten Mal auf den Vorrat, der sichtlich zuneige ging. An DM-Läden entdeckte ich Hinweis-Schilder: ‘Toilettenpapier ausverkauft’. Auch bei Aldi und REWE Fehlanzeige. Gestern Morgen wartete ich um 6.45 Uhr vor Lidl darauf, dass der Supermarkt die Pforten öffnet und ich das Thema erstmal vom Tisch habe. So muss es in der DDR gewesen sein, wenn es um Bananen ging. Der Einsatz war vergeblich: Die Regale waren leer, das Papier entweder noch nicht geliefert oder die Regale noch nicht aufgefüllt.“

„Ein Rechercheeinsatz bei Rewe in Hemmerden versuchte ich zum Klopapier-Kauf zu nutzen. Wie schon bei den anderen Discountern, Drogerien und Supermärkten stand ich erneut vor leeren Regalen. Der Rewe-Verkäufer erklärte mir: ‘Was soll ich machen? Wir füllen um 7 Uhr die Regale auf, um 7.30 Uhr ist das gesamte Toilettenpapier ausverkauft.’“

„Zweiter Versuch bei Lidl heute Morgen: Weiterhin gähnenden Leere auf den Paletten neben dem Zeitungsständer. Ich frage den Filialleiter von Lidl, wann mit einer neuen Lieferung zu rechnen ist. Ein wunder Punkt: ‘Wissen Sie, wir bekommen jeden Tag Ware. Die Leute kaufen fünf oder sechs Packungen, obwohl sie die gar nicht brauchen. Ich versuche, ihnen das klar zu machen, aber keine Chance. Ich kann meine Arbeit gar nicht mehr erledigen, weil mich am Tag 2000 Menschen nach Toilettenpapier fragen. Im Lager haben wir doch keine Druckmaschine.’ Gestern habe er um 7:03 Uhr alle Kassen geöffnet: ‘So einen Ansturm haben wir weder zu Weihnachten noch zu Ostern. Das habe ich in 25 Jahren in dem Job noch nicht erlebt.’“

„Er bittet mich, zu warten. Drei Minuten später kommt er mit zwei Packungen Klopapier aus dem Regal. ‘Sie sind der erste heute.’ Als ich mit dem Fahrrad bei mir zu Hause um die Ecke biege, schaut mich die Nachbarin an, als ob ich eine seltene chinesische Ming-Vase erstanden hätte. Mit anerkennendem Kopfnicken blickt sie in Richtung meiner Ware und sagt: ‘Oh Klopapier, wie hast Du das denn gemacht?’“

„Was ich heute Morgen gelernt habe: Wir haben kein Versorgungs-, sondern offenbar noch immer ein Solidaritätsproblem. Da scheint noch Luft nach oben. Jedenfalls habe ich jetzt ein Geschenk für meine Tochter, falls sie doch noch aus Kolumbien rauskommt.“

Ansammlungsverbot auch in Bochum: Nicht mehr als zwei Personen

10.56 Uhr: In Nordrhein-Westfalen hat nach Köln, Leverkusen und Dortmund jetzt auch die Stadt Bochum ein Ansammlungsverbot erlassen. Ab sofort sind in der Ruhrgebietsstadt Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel verboten. Die Maßnahme sei nötig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern, teilte die Stadt am Freitagabend auf ihrer Homepage mit. Es gibt Ausnahmen: Familien und Personen, die zusammenleben, dürften sich weiterhin gemeinsam im Freien aufhalten.

Am Freitag war der erste Bochumer am Coronavirus gestorben: Ein 55 Jahre alter Urlaubsrückkehrer aus Österreich. Ob er Vorerkrankungen hatte, wurde zunächst nicht bekannt. „Mich macht das sehr traurig und meine Anteilnahme gilt der Familie und den Freunden des Verstorbenen. Wir alle erleben im Moment, wie wirklich ernst diese Situation ist“, sagte ein sichtlich bewegter Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) in einer Videoansprache. Der Tod des Mannes mache deutlich, wie notwendig die Maßnahme sei. In der Stadt Bochum wurden bis Freitagabend 99 Infizierte bekannt.

„Ich weiß, dass ganz, ganz viele sich seit Wochen daran halten, ihre sozialen Kontakte dramatisch herunterfahren, aufeinander achten, mitfühlend und solidarisch sind“, sagte Eiskirch weiter. Es gebe aber leider zu viele, die alle Appelle ignorierten, die Grillpartys in Parks feierten und die Situation als Ferien missdeuteten. „Genau wegen der Egoisten, die sich nicht an die Regeln halten, müssen wir jetzt leider zu noch drastischeren Maßnahmen greifen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“

Mann mit positivem Corona-Ergebnis tot in seiner Wohnung gefunden

09.32 Uhr: In einer Wohnung in Flörsheim ist ein älterer Mann tot aufgefunden worden, der nach Behördenangaben vermutlich an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben ist. Damit wäre es der dritte Corona-Todesfall in Hessen. Dem Mann sollte am Freitagabend das – positiv ausgefallene – Testergebnis auf den Erreger Sars-CoV-2 überbracht werden, wie ein Polizeisprecher am Samstag berichtete. Als der Mann die Tür nicht öffnete, seien die Einsatzkräfte in Vollschutzkleidung in die Wohnung gegangen.

Nach Angaben des Main-Taunus-Kreises gehörte der Mann wegen seines hohen Alters und Vorerkrankungen zur Risikogruppe. “Eine traurige Nachricht für uns alle”, sagte Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick einer Mitteilung zufolge. Das Gesundheitsamt und der Kreis setzten weiterhin alle Kraft ein, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Wo tritt Coronavirus auf? Die Echtzeit-Karte zeigt die Verbreitung der Krankheit

Lesen Sie auch zum Thema Coronavirus-Epidemie:

Weitere Meldungen zum Coronavirus finden Sie auf der nächsten Seite des Tickers.

 

FOCUS Online versorgt Sie täglich mit den wichtigsten Nachrichten direkt aus der Redaktion. Hier können Sie den Newsletter ganz einfach und kostenlos abonnieren.

 
 

„Ohne Sie hat es keinen Sinn“: Bäcker richtet Tränen-Appell an Deutschland

lik, cvh, lau, ufe, fas, ter, sca, beb, pnh, flr/mit Agenturmaterial


Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

5 × eins =