Coronavirus-News: Flug mit Italien-Patienten gestrichen – 1200 Masken gestohlen

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Corona-Krise in Deutschland: 119 Menschen sind bereits gestorben, 28.981 sind mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als 300.000 Fälle registriert. Das öffentliche Leben kommt zunehmend zum Erliegen. Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

10.000 Neuinfektionen: New Yorks Gouverneur alarmiert über “astronomische” Coronavirus-Zahlen

Topmeldung (19.17 Uhr): Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York hat angesichts einer dramatischen Zunahme der Coronavirus-Infektionen Alarm geschlagen. Der Demokrat Andrew Cuomo sprach am Dienstag von “beunruhigenden und astronomischen Zahlen”. Die Infektionsrate verdopple sich alle drei Tage.

“Wir haben die Kurve nicht abgeflacht, die Kurve wächst an”, sagte Cuomo in einem Konferenzzentrum, das derzeit in ein Not-Krankenhaus umgewandelt wird. Die Pandemie rolle nicht wie von einem Experten vorhergesagt wie ein “Güterzug” durch das Land, sondern wie ein “Hochgeschwindigkeitszug”.

Der Gouverneur warnte, die benötigte Zahl der Krankenhausbetten für Intensivpatienten könne zum Höhepunkt der Pandemie auf 40.000 ansteigen. Bislang standen in dem Bundesstaat nur 3000 solcher Betten zur Verfügung. Cuomo rief die US-Regierung deswegen auf, New York tausende zusätzliche Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen.

New York ist inzwischen das Epizentrum der Pandemie in den USA. In dem Bundesstaat an der Ostküste wurden nach Cuomos Angaben mehr als 25.000 Infektionsfälle bestätigt, etwa 10.000 mehr als am Vortag, davon rund 14.900 in New York City. Mindestens 150 Menschen kamen in dem Bundesstaat ums Leben. 

Flug mit weiteren Corona-Patienten aus Italien gestrichen

Topmeldung (18.26 Uhr): Sachsen wird vorerst nicht wie geplant weitere Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das berichtet die “Leipziger Volkszeitung”.  Der Flug einer Militärmaschine, die am Dienstagabend auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit sechs Patienten an Bord landen sollte, wurde ohne Angabe von Gründen gestrichen. In der Nacht zu Dienstag hatte eine erste Maschine noch zwei Patienten aus Italiens Corona-Epizentrum Bergamo nach Leipzig gebracht. Diese seien unverzüglich ans Uniklinikum in Leipzig verlegt worden.

Dennoch sei ihr Zustand äußerst kritisch – „Nach den Informationen der Klinik geht es den Patienten sehr schlecht. Das muss man ganz deutlich sagen“, erklärte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping am Montag in Dresden. Dass man auch Patienten aus anderen Ländern behandeln wolle, habe mit dem europäischen Gedanken zu tun, erklärte die Politikerin. Im Vorfeld hatte das Herzzentrum in Leipzip versichert, auf die pflegerische und medizinische Versorgung der Patienten vorbereitet zu sein.

 

“Tragen Sie eine Atemschutzmaske, denn es nützt etwas!”

 

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 28.981 – 119 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder (Stand: 23.3.2020, 19.46 Uhr).

Baden-Württemberg: 5333 (27 Todesfälle)

Bayern: 5719 (27 Todesfälle)

Berlin: 1219 (2 Todesfälle)

Brandenburg: 385 (1 Todesfall)

Bremen: 173 (keine Todesfälle)

Hamburg: 989 (1 Todesfall)

Hessen: 1352 (4 Todesfälle)

Mecklenburg-Vorpommern: 201 (keine Todesfälle)

Niedersachsen: 1779 (6 Todesfälle)

Nordrhein-Westfalen: 8224 (40 Todesfälle), Landkreis Heinsberg besonders betroffen

Rheinland-Pfalz: 1285 (4 Todesfälle)

Saarland: 383 (1 Todesfall)

Sachsen: 865 (3 Todesfälle)

Sachsen-Anhalt: 291 (1 Todesfall)

Schleswig-Holstein: 467 (2 Todesfälle)

Thüringen: 316 (1 Todesfall)

Gesamt (Stand: 23.03., 20.14 Uhr): 28.981 (120 Todesfälle)

Stand vom Vortag (22.03., 20.50 Uhr): 24.819 (97 Tote)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien)

Lesen Sie dazu: Infizierte im Landkreis: Die aktuellen Zahlen für alle Kreise in Deutschland

Mehr Meldungen im News-Ticker:

Greta Thunberg “sehr wahrscheinlich” mit Coronavirus infiziert

19.36 Uhr: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich nach eigenen Angaben “sehr wahrscheinlich” mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach einer Europareise habe sie mehrere typische Symptome bekommen, berichtete die 17-Jährige am Dienstag im Internet-Netzwerk Instagram. “Ich habe mich erschöpft gefühlt, hatte Schüttelfrost und Halsschmerzen und ich hustete.” Als die Symptome vor etwa zehn Tagen aufgetreten seien, hätten sie und ihr Vater sich vorsichtshalber in Quarantäne begeben.

Inzwischen habe sie sich wieder erholt, schrieb Thunberg. Auch habe sie sich ohnehin kaum richtig krank gefühlt. So gehe es vielen jungen Leuten, warnte die 17-Jährige: Es gebe kaum Symptome und trotzdem könne jemand das Virus haben und an andere weitergeben. “Wir, die wir nicht zu einer Risikogruppe gehören, haben eine enorme Verantwortung. Unser Handeln kann für andere den Unterschied ausmachen zwischen Leben und Tod.”

In Schweden wurden bisher 2272 Infektionsfälle registriert. Allerdings werden nur Menschen mit schweren Symptomen getestet beziehungsweise Mitarbeiter des Gesundheitswesen und Risikopersonen. Deshalb sei sie nicht getestet worden, schrieb Thunberg. Aber angesichts der Symptome und der Umstände sei es sehr wahrscheinlich, dass sie sich infiziert habe. 

Frankfurt und Hanau verbieten Hamsterkäufe

17.58 Uhr: Obwohl Politiker und Wissenschaftler immer wieder darauf hinweisen, Hamsterkäufe zu unterlassen, halten sich viele Deutsche nicht an die Aufforderung. Vor allem Nudel-, Mehl- und Toilettenpapierregale waren in der letzten Zeit in einigen Supermärkten nahezu leergeräumt. Mehrere hessische Städte machen nun ernst – in Frankfurt und Hanau sind Masseneinkäufe nun verboten.

Seit Montag dürfen Supermärkte einem Bericht der “Hessenschau” zufolge nur noch handelsübliche Mengen an ihre Kunden abgeben. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) betonte, dass sich die meisten Bürger der Stadt zwar vernünftig verhielten, es jedoch auch Fälle gebe, “in denen einige wenige unsolidarisch sind, andere Kunden und teilweise sogar die Angestellten in den Geschäften beschimpfen.” Neben den Mengenbeschränkungen dürfe dem Bericht der “Hessenschau” zufolge in Frankfurt und Hanau nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche in den Laden gelassen werden.

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1200 Schutzmasken aus Klinik in Niedersachsen gestohlen

17.44 Uhr: Mitten in der Corona-Krise haben Unbekannte 1200 Mund-Nasenschutz-Masken aus dem Klinikum Agnes Karll in Laatzen bei Hannover gestohlen, wie die “Hannoversche Allgemeine” berichtet. Das Klinikum Region Hannover (KRH) habe sich erschüttert von den Vorkommnissen gezeigt, das Material sei offenbar am Wochenende entwendet worden. „Der mögliche Tatzeitraum wurde zwischen dem 21. und 23. März angegeben“, sagte Polizeisprecher Philipp Hasse dem Blatt.

Der Vorfall sei von den Verantwortlichen des Krankenhauses umgehend angezeigt worden, heißt es in dem Bericht weiter. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) zeigte sich entrüstet. Die “HAZ” zitiert ihn mit den Worten: „Dieser feige Diebstahl gefährdet die Menschen, die ihre eigene Gesundheit für unser aller Gesundheit jeden Tag aufs Neue aufs Spiel setzen.“

Toilettenpapier-Hamsterkäufe sorgen für Probleme in Kläranlagen

16.37 Uhr: Hamsterkäufe von Klopapier sorgen für Probleme in den Kläranlagen in Neu-Ulm. Die schwäbische Stadt geht davon aus, dass viele Bürger kein Toilettenpapier mehr bekommen haben und deswegen nun ersatzweise andere Materialien auf dem Klo benutzen. Die Experten der Stadtentwässerung hätten «zuletzt vermehrt Produkte wie Feucht-, Kosmetik- oder Küchentücher» in der Kanalisation und den Pumpwerken entdeckt, teilte die Kommune am Dienstag mit.

“Die Pumpen in unseren Pumpwerken können diese Stoffe nicht transportieren”, sagte Abteilungsleiter Jochen Meissner. «Es kann zu Ausfällen im gesamten System kommen», warnte er. In den Kläranlagen werde zudem durch die falsch entsorgen Tücher der Sauerstoffaustausch im Reinigungsprozess gestört, was dazu führe, dass die Anlagen nicht mehr die volle Reinigungsleistung erbringen.

50-Jähriger überlebte Covid-19: Im Video erzählt er, wie sich die Erkrankung anfühlt

 

Kampf gegen Corona: Italien überwacht Bürger jetzt mit Drohnen

16.03 Uhr: Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus darf die italienische Polizei die Bevölkerung nun mit Drohnen überwachen. Die zivile Luftfahrtbehörde Enac gab dafür am Montag grünes Licht. Mit Hilfe der Drohnen soll überprüft werden, ob sich die Menschen an die Ausgangssperre halten und zu Hause bleiben.

Die Genehmigung für den Drohneneinsatz gilt zunächst bis zum 3. April. Bis dahin gilt theoretisch auch die Ausgangssperre. Die Enac verwies darauf, dass zahlreiche örtliche Polizeieinheiten um den Einsatz von Drohnen gebeten hätten. Die Genehmigung der Behörde gilt nun für Drohnen unter 25 Kilogramm. Italien ist weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen – fast 5500 Menschen starben bereits an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet. Die Regierung reagierte mit einer strikten Ausgangssperre.

Sachsen-Anhalt: Supermärkte führen jetzt Einlasskontrollen durch

15.52 Uhr: Die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt müssen sich von Mittwoch an auf Einlasskontrollen bei bestimmten Geschäften einstellen. Insbesondere große Super- und Baumärkte müssen wegen der Corona-Pandemie sicherstellen, dass nur ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche im Geschäft ist, wie aus Angaben der Landesregierung von Dienstag hervorgeht. Dies könne etwa durch Zugangsbeschränkungen und Einlasskontrollen geschehen.

Das Land konkretisierte am Dienstag die Maßnahmen zur Verlangsamung der Corona-Pandemie weiter. Mit einer “Zweiten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2” soll die Ausbreitung des Virus weiter gebremst werden. Die Zahl der Coronavirus-Infizierten ist laut Sozialministerium in Sachsen-Anhalt bis zum Dienstagvormittag (Stand: 10.00 Uhr) auf 333 gestiegen. Das waren 30 mehr als bei der Meldung am Montagnachmittag.

Die meisten Fälle gibt es der Übersicht nach in Halle (78), im Landkreis Börde (41) und in Magdeburg (39). Laut Ministerium wurden mit Stand Montagabend 19 Infizierte in Krankenhäusern behandelt, drei hätten einen schweren Krankheitsverlauf. Bei den Zahlen des Sozialministeriums kommt es zu einer zeitlichen Abweichung mit den Zahlen der Kommunen. Entsprechend können die Angaben der Städte und Landkreise von den Zahlen des Ministeriums abweichen. 

Corona-Krise: Schleswig-Holsteins Ministerin plant Absage der Abiturprüfungen

15.27 Uhr: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage der Abiturprüfungen im Land. Sie werde dem Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen, sagte Prien am Dienstag. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr nicht abgenommen werden.

Staatsanwaltschaft ermittelt in Ischgl wegen Coronavirus-Verbreitung

15.14 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet. «Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt.

Das Land Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Vor allem Ischgl geriet diesbezüglich ins Visier. Dort war der Barkeeper einer beliebten Après-Ski-Bar am 7. März positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Dem Land Tirol wird vorgeworfen, den Skibetrieb nicht schnell genug gestoppt zu haben. Als am 13. März über Ischgl und weitere Orte eine Quarantäne verhängt wurde, kam es zudem zu chaotischen Zuständen bei der fluchtartigen Abreise zahlreicher internationaler Gäste. Auch dafür hagelte es Kritik. Erst am 15. März fand die Skisaison dann ihr vorzeitiges Ende.

Die Tiroler Landesregierung aus ÖVP und Grünen kündigte nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Dienstag an, dass sie den weiteren Parteien im Landtag die Einrichtung einer unabhängigen Expertenkommission vorschlagen werde. So sollten die im Raum stehenden Fragen und Vorwürfe transparent aufgearbeitet werden, sagte demnach der Tiroler ÖVP-Fraktionschef Jakob Wolf. In den vergangenen Tagen hatte Landeschef Günther Platter (ÖVP) betont, dass seine Regierung und die Behörden “das Menschenmögliche getan” hätten, um die Bevölkerung zu schützen. Er räumte aber ein, dass alle Beteiligten in einer solchen Krise auch stets dazu lernen würden.

Mehr als 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Spanien

12.16 Uhr: In Spanien ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf fast 2700 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 514 weitere Menschen an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mit. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich den Angaben zufolge um fast 20 Prozent auf knapp 40.000.

Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Hauptstadt-Region Madrid ist mit 1535 Toten und mehr als 12350 Infektionsfällen am stärksten betroffen.

Angesichts der dramatischen Entwicklung will die Regierung die landesweite Ausgangssperre bis zum 11. April verlängern. Regierungschef Pedro Sánchez will dem Parlament am Dienstag einen entsprechenden Antrag vorlegen.

Bereits seit dem 14. März gelten in Spanien weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Die 46 Millionen Einwohner dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund Gassi zu gehen.

Schweiz entwickelt sich zum Corona-Krisenherd

11.57 Uhr: Die Schweiz scheint sich gerade zum nächsten Corona-Krisenherd zu entwickeln. Nach Informationen des Schweizer „Blick“ und den Angaben der Kantone waren bis Montag mindestens 8776 Personen infiziert, 120 Menschen sind am Coronavirus gestorben. Damit liegt die Zahl der Toten ungefähr auf dem Niveau von Deutschland – obwohl das Land nur ein Zehntel der Bevölkerung von Deutschland aufweist.

Mit am stärksten betroffen ist das Kanton Tessin mit mehr als 1100 Infizierten und 48 Verstorbenen – wahrscheinlich, dass die räumliche Nähe zu den norditalienischen Krisengebieten zur hohen Infektionsrate beigetragen hat. Das örtliche Gesundheitssystem steht vor einer Belastungsprobe. Die Bettenkapazitäten auf Intensivstationen sind Medienberichten zufolge nahezu ausgeschöpft, Beatmungsgeräte werden knapp. Außerdem fürchtet man den Verlust von ausländischem Krankenhauspersonal, wenn medizinischem Personal im Ausland die Ausreise verboten werde.

„Alle glauben, dass wir nicht genug Ressourcen haben, um den ständig steigenden Infektionszahlen in den kommenden Wochen entgegentreten zu können“, zitiert die „Welt“, Thierry Fumeaux, Leiter der Intensivstation im Krankenhaus in Nyon am Genfer See.

Ungeachtet der Vorgaben der Bundesebene wurden im Tessin inzwischen sämtliche Aktivitäten auf Baustellen eingestellt und Betriebe geschlossen. Betroffene kritisieren, die Regierung hätte viel früher reagieren müssen. In der Schweiz ist der Notstand ausgerufen, bis zum 19. April sind die meisten Geschäfte des Landes geschlossen.

Panne bei der Beschaffung: Offenbar sechs Millionen Corona-Schutzmasken verschwunden

10.05 Uhr: Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia “spurlos verschwunden”, berichtete der „Spiegel“am Dienstag. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorgang werde untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagte sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

Eigentlich hätten sie schon am 20. März in Deutschland eintreffen sollen. In einem internen Bericht des Wehrressorts heißt es dem Bericht zu Folge lediglich, die Masken seien nicht geliefert worden, “da die Ware am Flughafen in Kenia verschwand”.

Die Beschaffung dringend benötigt medizinischen Materials in der Corona-Krise ist unter Federführung des Beschaffungsamtes der Bundeswehr organisiert. Unterstützt von der Generalzolldirektion leistet die Behörde Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium.

Weltärztepräsident: Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

10.01 Uhr: Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. “Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten”, sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, “werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen”.

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden – wie bei einer Ausgangssperre – “oder ob sie es selber in der Hand haben”. Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

Dramatische Situation in Spanien: Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

09.11 Uhr: Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung “El Mundo”, der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME.

Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte. Man habe noch wenige Informationen. Gegebenenfalls werde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen, so Ábalos

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, “die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten” lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen “unerbittlich vorgehen”.

In der vergangenen Woche hatten mehrere Horrorberichte die Spanier erschüttert: Innerhalb weniger Tage starben etwa in der Residenz Monte Hermoso in Madrid 20 Bewohner, in einem Heim in Ciudad Real gab es 15 Tote. Bei den meisten Verstorbenen wurden eine Corona-Infektion festgestellt. Auch in anderen Seniorenheimen in Madrid und ganz Spanien starben zahlreiche infizierte Senioren.

Auf Antrag einer Patientenschutzorganisation leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen das Heim Monte Hermoso ein. Nach Angaben der Madrider Stadtverwaltung wurden in diesem Heim neben den Todesopfern mindestens 75 weitere Menschen – Insassen und Mitarbeiter – mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Angehörige von Insassen von Monte Hermoso und anderen Heimen sprachen von katastrophalen hygienischen Zuständen und Mangel an Schutzausrüstungen für das Pflegepersonal. In Spanien sind bereits über 2000 Menschen am Coronavirus gestorben.

Erstes Bundesland lockert Regeln für Kita-Betreuung

08.40 Uhr: Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen seine Regeln für die Notbetreuung von Kindern in Schulen und Kitas gelockert. Das berichtet die „Rheinische Post“. Bereits am Freitag ordnete die NRW-Landesregierung an, dass künftig nur noch ein Elternteil in einer kritischen Infrastruktur wie etwa einem medizinischen, pflegerischen oder anderen systemrelevanten Beruf arbeiten müsse, um die Kinder in einer Notbetreuung unterzubringen. Zuvor galt dies für beide Elternteile. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verteidigte die Regelung: „Zu viele Krankenschwestern sind in der vergangenen Woche zu Hause geblieben, um ihre Kinder zu betreuen.“ Und tatsächlich sei der Bedarf am Montag, dem ersten Tag der neuen Regelung, gestiegen.

Bei Ärzten stößt die Lockerung allerdings auf Kritik: „Wenn wir die Kinder wieder vermehrt in Kitas und Schulen betreuen lassen, riskieren wir neue Infektionsketten“, sagte Christiane Thiele, Landesvorsitzende des Berufsverbandes Kinder und Jugendärzte, der „Rheinischen Post“. Auf der einen Seite gebe es für die Allgemeinheit schärfere Regeln, Kinder kämen aber vermehrt in Gruppen zusammen. „Wenn wir das so aufweichen, bekommen wir ein großes Problem“, zitiert die Zeitung die Kinderärztin.

Corona-Krise: Trump will Geschäfte wieder öffnen

08.21 Uhr: Die in den USA geltenden Restriktionen in der Corona-Krise sollten nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump so rasch wie möglich wieder gelockert werden. Er wolle, dass das Geschäftsleben wieder öffne, “denn unser Land ist dafür bestimmt, offen zu sein”, sagte Trump am Montag in einem Briefing für die Presse im Weißen Haus. Eine Schließung der weltweit führenden Wirtschaftsmacht lasse sich nicht bewerkstelligen.

Die Lockerungen können laut Trump Anfang der kommenden Woche verkündet werden. Dann endet eine 15-Tage-Periode für Empfehlungen, die Trumps Regierung zur Bekämpfung des Coronavirus vorgelegt hatte. So wurden alle US-Bürger aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Der Präsident sagte nun aber auch, dass die Entscheidung über die Regelungen in den einzelnen US-Bundesstaaten bei den dortigen Gouverneuren lägen.

Anzeichen dafür, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus in den USA abschwächen könnte, gibt es bislang aber nicht. Im Gegenteil: Die Infektions- und Totenzahlen waren zuletzt weiter deutlich gestiegen. Nach Angaben der Johns Hopkins University gibt es inzwischen mehr als 40.000 bestätigte Infektionsfälle und rund 500 Todesopfer.

Um die Pandemie einzudämmen, gelten für mehr als ein Drittel der Einwohner der USA inzwischen Ausgangsbeschränkungen –  darunter in New York, Los Angeles und Chicago, den drei größten Städten des Landes. Das wirtschaftliche Leben ist erheblich beeinträchtigt. So haben etwa die drei Autokonzerne General Motors, Fiat Chrysler und Ford ihre Fabriken in Nordamerika stillgelegt.

“Wichtiges Zeichen”: Italienische Corona-Patienten zur Behandlung in Sachsen gelandet

23.12 Uhr: Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. “Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können”, sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Die Patienten waren mit einem Flugzeug der italienischen Luftwaffe nach Deutschland geflogen worden und um etwa 01.00 Uhr in der Nacht gelandet, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig. Bislang gab es im Freistaat drei Todesfälle durch das neuartige Virus.

Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Topmeldung (16.32 Uhr): Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. “Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. “Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.”

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

 

 
 

Kontakt-Verbot in der Corona-Krise: Das gilt jetzt

  • Die Bürger werden angehalten, die Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren
  • Außerdem ist in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet
  • Einkäufe, Arztbesuche, der Gang zur Arbeit und Bewegung in der frischen Luft sind weiter gestattet
  • Feiern in Gruppen auf öffentlichen Plätzen sowie im privaten Raum sind verboten
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen, ausgenommen Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege (Tattoostudios, Massagestudios, Friseure) werden geschlossen. Im medizinischen Bereich wird es keine Einschränkungen geben.
  • In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten
  • Die getroffenen Maßnahmen gelten zwei Wochen

Lesen Sie hierzu: Ausgangsbeschränkung oder Kontaktverbot – Verschiedene Corona-Regeln: Welche Verbote jetzt vor Ihrer Haustür gelten

Wichtige Telefonnummern bei Coronavirus-Verdacht

Die Regierung empfiehlt: Bei Covid-19-Symptomen ist es besser anzurufen, statt im Wartezimmer zu sitzen.

Alles Weitere zur Corona-Epidemie lesen Sie hier im Ticker von FOCUS Online

China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

06.15 Uhr: In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei am Dienstag mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

Voraussetzung für die Reisefreiheit ist, dass die Menschen über einen “grünen Code” verfügen, demnach werden sie als gesund eingestuft. In der Provinz Hubei hatten faktisch rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden. Besonders streng waren die Regeln in Wuhan, wo Millionen Menschen über Wochen überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen durften.

Trump gibt sich in Corona-Krise optimistisch: “Beschwernisse werden bald enden”

05.47 Uhr:  US-Präsident Donald Trump übte sich in Optimismus und stellte der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Corona-Krise in Aussicht. “Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden”, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. “Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte”, versicherte er.

Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen. “Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem.” Trump. Er räumte aber ein, die Lage werde sich zunächst wohl noch verschlechtern, betonte aber: “Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es weit weniger schlecht wird.”

Weitere Meldungen zum Coronavirus finden Sie auf den nächsten Seiten.

 

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