Coronavirus-News: Merkel in Quarantäne – sie hatte Kontakt zu Infiziertem

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Corona-Krise in Deutschland: 93 Menschen sind bereits gestorben, rund 22.000 sind mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit sind es bereits mehr als 300.000 Infizierte. Das öffentliche Leben kommt zunehmend zum Erliegen. Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Merkel muss in Quarantäne: Kontakt zu Corona-Infiziertem

Topmeldung (18.41 Uhr): Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Der Mediziner habe am Freitagnachmittag bei Merkel eine vorbeugende Pneumokokken-Impfung vorgenommen.

Die Kanzlerin habe nach der Information am Sonntagabend entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben, erklärte Seibert. „Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen.“

Anmerkung der Redaktion: Zuvor hatte es an dieser Stelle geheißen, dass Merkel selbst positiv getestet worden sei. Das war ein Missverständnis. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Corona-Krise: Bayern setzt Ansammlungsverbot nicht um

Topmeldung (17.53 Uhr):  Bayern will das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht übernehmen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der bayerischen Staatskanzlei.

Im Freistaat würden weiterhin die bereits am Freitag von der Staatsregierung beschlossenen Regelungen gelten, sagte ein Regierungssprecher der dpa in München. Demnach darf weiterhin nur gemeinsam an die frische Luft, wer zu einem Hausstand gehört.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte der dpa, der erzielte Kompromiss von Bund und Ländern gehe in die richtige Richtung. „Der Beschluss ist in Ordnung. Damit werden nahezu alle Einschränkungen bestätigt, die wir in Bayern schon am Freitag beschlossen haben“, sagte der CSU-Chef nach der Telefonschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten. Bayern sei bei vielen Maßnahmen am Freitag vorausgegangen, andere Länder seien nun „eins zu eins“ gefolgt.

«Jetzt haben wir ähnliche Regelungen in ganz Deutschland. Wir sind als besonders betroffenes Land auch stärker gefordert. Wir hätten keinen Tag länger warten dürfen», betonte Söder und verteidigte damit erneut seine Entscheidung für Ausgangsbeschränkungen zwei Tage vor der von Bund und Ländern verabredeten Telefonschalte. Söders Vorgehen war in den vergangenen Tagen von anderen Politikern teils kritisiert worden, andere lobten ihn dafür aber auch. Das vereinbarte Kompromisspapier sieht ausdrücklich vor, dass weiterhin jedes Land auch in Eigenregie Maßnahmen einleiten darf.

Mit Blick auf die Lage im Freistaat sagte Söder zudem: „Ich danke der Bevölkerung sehr, dass sie sich so gut daran hält. Bayern hält wirklich gut zusammen.“ Seit der Nacht von Freitag auf Samstag gelten in Bayern strenge Ausgangsbeschränkungen, aber keine Ausgangssperre.

Merkel: Grundgerüst der Corona-Maßnahmen stimmt weitgehend überein

18.09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in der Einigung mit den Ländern über massive Einschränkungen der sozialen Kontakte im Kampf gegen die Corona-Epidemie weitgehende Einmütigkeit. Das „Grundgerüst“ der Maßnahmen der einzelnen Länder ähnele sich sehr, sagte Merkel am Sonntag in Berlin nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer. Manches werde in den Ländern eben noch spezifisch für die jeweilige Situation geregelt, sagte sie und verwies darauf, dass Länder wie das Saarland Grenzen zu Hochrisikoregionen in Nachbarländern haben.

Die Vereinbarung vom Sonntag hätten jedenfalls alle mitgetragen, sagte Merkel weiter. Bund und Länder hatten sich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf eine umfassende Beschränkung sozialer Kontakte verständigt, die mindestens zwei Wochen gelten soll. Merkel und die Ministerpräsidenten verständigten sich bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Streit mit Laschet beim Krisengipfel: Söder droht, Telefonschalte zu verlassen

Topmeldung (15.46 Uhr): Bei der Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten und der Budnesregierung zur Corona-Krise am Samstagnachmittag ist es zum Streit zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seinem Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), gekommen. Wie FOCUS Online aus Verhandlungskreisen erfuhr, hatte Laschet mit elf Kollegen dafür geworben, bei den Einschnitten für die Bevölkerung nicht den Verbleib in der Wohnung zum entscheidenden Kriterium zu machen („Konzept Ausgangssperre“), sondern die Zahl der Kontakte im öffentlichen Raum („Konzept Kontaktverbot“).

Laschet habe Söder außerdem massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag „ohne Absprache“ mit dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe „klar gemacht“, dass er sich nicht auf das Papier der zwölf Ministerpräsidenten einlasse. „Das kann man als Drohung ansehen, die Schalte zu verlassen“,  hieß es. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Der Laschet-Vorschlag wurde aber in den Beratungen dem Vernehmen nach nicht weiter verfolgt, da Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihrerseits ein eigenes Papier zur Grundlage machte.

Bayern sei über den Verlauf „irritiert“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen. Laschet habe sich bisher in der Debatte immer sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung von Schulen und Kindergärten gegangen sei. Man vermute daher ein anderes Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als um die Corona-Krise, hieß es.

 

 
 

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 22.364 – 93 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder (Stand: 22.3.2020, 9:00 Uhr).

Baden-Württemberg: 3818 (23 Todesfälle) 

Bayern: 3695 (22 Todesfälle) 

Berlin: 1025 (1 Todesfall)

Brandenburg: 315 (1 Todesfall)

Bremen: 127

Hamburg: 768 (1 Todesfall)

Hessen: 1166 (3 Todesfälle)

Mecklenburg-Vorpommern: 182

Niedersachsen: 1452 (4 Todesfälle)

Nordrhein-Westfalen: 6740 (32 Todesfälle/Landkreis Heinsberg besonders betroffen) 

Rheinland-Pfalz: 1062 (2 Todesfälle)

Saarland: 285 (1 Todesfall)

Sachsen: 650 (1 Todesfall)

Sachsen-Anhalt: 253

Schleswig-Holstein: 383 (1 Todesfall)

Thüringen: 207 (1 Todesfall)

Gesamt (Stand 22.03., 9.00 Uhr): 22.364 (84 Tote, mindestens 289 Geheilte)

Stand vom Vortag (21.03., 20.00 Uhr): 22.128 (76 Tote, mindestens 207 Geheilte)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien, Quelle zu Geheilten: John Hopkins University, Corona Resource Center

 

 
 

Lesen Sie dazu: Infizierte im Landkreis: Die aktuellen Zahlen für alle Kreise in Deutschland

Corona-Krise: Viele Bundesländer schränken öffentliches Leben weiter ein

Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern ab Samstag weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch mit triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in München an. Die Ausgangsbeschränkungen gelten zunächst bis zum 3. April. Die Polizei und die Behörden sollen deren Einhaltung kontrollieren – und Söder drohte mit “hohen Bußgeldern”.

Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Sie ordnete am Freitag die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen.

Niedersachsen schließt zur Bekämpfung der Corona-Epidemie ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Hannover an. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll allerdings weiter möglich bleiben.

Hessen will unterdessen nach den Worten von  Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorerst auf Ausgangssperren wegen der Corona-Krise verzichten. Diese seien “eine der letzten Maßnahmen” die man setzen könne, sagte Bouffier am Freitag in  Wiesbaden. Das Land hatte zuvor angekündigt, dass Versammlungen auf maximal fünf Personen beschränkt werden. Bei Verstößen könnten Bußgelder verhängt werden, sagte Bouffier. Er bezifferte die Größenordnung auf 100 bis 300 Euro. Er appelliere aber erstmal an die Vernunft der Menschen.

Hamburg erlässt zur Eindämmung des Coronavirus weiterreichende Beschränkungen. Alle Restaurants werden geschlossen und Ansammlungen von mehr als sechs Personen untersagt, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach einer Senatssitzung mitteilte. Ausnahmen gelten demnach für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen.

Lesen Sie hierzu: Ausgangssperre droht: Einkaufen, Joggen, Gassi gehen – was Bürger beachten müssen

Wichtige Telefonnummern bei Coronavirus-Verdacht

Die Regierung empfiehlt: Bei Covid-19-Symptomen ist es besser anzurufen, statt im Wartezimmer zu sitzen.

Alles Weitere zur Corona-Epidemie lesen Sie hier im Ticker von FOCUS Online

Kliniken in Baden-Württemberg nehmen französische Corona-Patienten auf

17.18 Uhr: Im französischen Elsass wütet das Coronavirus besonders schlimm. Das benachbarte Baden-Württemberg hilft: Das Land hat schwerkranke französische Corona-Patienten aufgenommen. “Erste Patienten aus dem Elsass für die insgesamt zehn zur Verfügung stehenden Beatmungsplätze sind bereits in unseren Uniklinika angekommen. Die übrigen werden derzeit im Rahmen des vorgegebenen Kontingents verlegt”, sagte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums am Sonntag in Stuttgart.

Vier Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm hatten sich bereiterklärt, sofort neun Patienten aus dem benachbarten Elsass aufzunehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind, wie das baden-württembergische Wissenschaftsministerium am Samstag in Stuttgart mitteilte. Darüber hatte zunächst die “Schwäbische Zeitung” berichtet.

Bund und Länder wollen alle Restaurants und Friseure unverzüglich schließen

16.51 Uhr: Bund und Länder wollen Restaurants und Gaststätten unverzüglich schließen – wo dies noch nicht der Fall ist. Darauf einigten sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in ihrer Telefonkonferenz. „Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause“, heißt in dem Beschluss.

Auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege sollen geschlossen werden. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Sonntag vorliegenden Beschluss von Bund und Ländern hervorgeht. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

Armin Laschet zum Ergebnis der Konferenz zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel – Einigung auf Kontaktverbot

16.50 Uhr: Neben Restaurants und Gaststätten würden jetzt auch Friseure und Tattoostudios geschlossen, so Laschet. Einzig Lieferung und Abholung von Lebensmitteln für den Verzehr zu Hause seien vom Verbot ausgenommen. “Das Land erlässt eine Rechtsverordnung”, so Laschet weiter. Diese gelte bis zum 19. April und werde von Ordnungsdiensten und Polizei durchgesetzt. Verstöße würden mit Strafen von bis zu 25.000 Euro geahndet.

Laschet: Kontaktverbot ist der richtige Weg

16.47 Uhr: “Um alle Menschen zur Vernunft zu bringen, braucht es weitere, strengere Maßnahmen”, so Laschet mit Blick auf die Menschen, die den Ernst der Lage nicht erkannt hätten. Allerdings sei nicht das Verlassen der Wohnung per se die Gefahr. Viel gefährlicher seien enge Kontakte. Deshalb sei ein Kontaktverbot der richtige Weg. Sozialkontakte über die Familie hinaus müssten jetzt eingestellt werden. Vom Kontaktverbot ausgenommen seien lediglich Lebenspartner, der öffentliche Personennahverkehr, zwingende berufliche Kontakte und Trauerfeiern.

16.44 Uhr: Zudem sei ein neues Gesetzpaket beschlossen worden sei, welches ab der kommenden Woche gelte. Darin sei etwa das Krankenhausentlastungsgesetz, aber auch das Gesetz zur Regelung des Kurzarbeitergeldes enthalten.

NRW-Rettungsschirm über 25 Milliarden Euro beschlossen

16.41 Uhr:  Weiter sagt Laschet, es gehe jetzt auch darum “Unternehmen, Arbeitnehmer und Selbständige vor dem Kollaps bewahren.” Man habe den Nachtragshaushalt beschlossen. So stelle der NRW-Rettungsschirm 25 Milliarden Euro zur Bewältigung der Krise bereit. “Wir stellen alle erforderlichen Gelder schnell, unbürokratisch und wirksam bereit”. Die Maßnahmen sollen bereits in den nächsten Tagen wirken, sagt Laschet weiter.

16.39 Uhr: Der vom Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg werde weiter mit Schutzmaterialien ausgestattet, sagt Laschet. Außerdem solle das Personal im Gesundheitswesen und in den Gesundheitsämtern weiter mobilisiert werden.

16.36 Uhr: Jetzt spricht NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zum Ergebnis der Konferenz zwischen den Ministerpräsidenten der Bundesländer und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Sachsen verfügt Ausgangsbeschränkung für den gesamten Freistaat – Hessen und Rheinland-Pfalz beschließen Kontaktverbot

16.45 Uhr: Das Land Sachsen verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Montag null Uhr an gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt, wie Innenminister Roland Wöller (CDU) am Sonntag in Dresden sagte. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben demnach erlaubt.

Hessen erlässt unterdessen ein weitgehendes Kontaktverbot. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag in Wiesbaden mit. Menschen dürften grundsätzlich nur noch alleine aus dem Haus gehen. Wer Unterstützung brauche, dürfe von einer zweiten Person begleitet werden, sagte Bouffier. Für Familien gebe es Ausnahmen von dieser Regel. Rheinland-Pfalz hat ebenfalls ein weitgehendes Kontaktverbot erlassen. Das kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Sonntag an. Zuvor hatten sich Bund und Länder auf diesen Schritt geeinigt.

Geheimer Entwurf: Berlin steuert auf Ausgangsbeschränkung zu – was künftig noch erlaubt ist

15.59 Uhr: Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sehen sich die Bundesländer gezwungen, zu handeln. So gibt es etwa in Bayern eine landesweite Ausgangsbeschränkung. Auch in Berlin ist eine Ausgangsbeschränkung geplant. Das geht aus einem Entwurf für eine Verordnung von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hervor, der dem „Tagesspiegel“ vorliegt.

Demnach hätten sich die Menschen „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufzuhalten. Erlaubt seien nach den Plänen der Gang zur Arbeit, das Einkaufen sowie der Gang zum Arzt, zum Therapeuten oder ins Krankenhaus. Auch „kurze Spaziergänge und individualsportliche Aktivitäten“, das Gassigehen, „unaufschiebbare Behördengänge“ und Trauerfeiern im engsten Familien- und Freundeskreis seien weiterhin möglich.

Zudem seien der Besuch bestimmter Veranstaltungen und Versammlungen, das Betreten von Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen, Krankenhaus- und Seelsorge-Besuche im Rahmen der „Eindämmungsmaßnahmeverordnung“ erlaubt, heißt es weiter.

Österreich warnt: Zillertal-Gäste sollen auf Corona-Symptome achten

15.03 Uhr: Das Zillertal hat seine Gäste aufgerufen, auf mögliche Symptome einer Coronavirus-Infektion zu achten. Wer kürzlich dort gewesen sei und sich in Après-Ski-Lokalen und Bars aufgehalten habe, solle seinen “Gesundheitszustand genau beobachten”, hieß es in einer Mitteilung der beliebten österreichischen Wintersport-Region.

Das Zillertal mit seinen ausgedehnten Skipisten liegt im Bundesland Tirol, das inzwischen vollständig unter Quarantäne steht. Es wird angenommen, dass viele Schneetouristen unter anderem aus Deutschland und Skandinavien das Virus aus ihrem Winterurlaub in ihre Heimatländer einschleppten. Österreichische Ski-Hütten sind zudem häufig Arbeitsorte ausländischer Saisonkräfte.

Die Unterkünfte im Zillertal sind bereits ihre Reservierungslisten durchgegangen, um kürzlich noch dort gewesene Gäste zu informieren. Am Wochenende veranlassten die Behörden den zusätzlichen Aufruf an Personen, die Bars und Restaurants in Mayrhofen, Gerlos, Zell am Ziller sowie Aschau-Kaltenbach zwischen dem 8. und 15. März besucht hatten.

Arzt stirbt in Frankreich an Corona-Infektion

15.00 Uhr: In Frankreich ist erstmals ein Arzt nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntag dem Radiosender “RTL” erklärte, handle es sich seines Wissens nach um den ersten Fall. Nach Informationen des regionalen Fernsehsenders “France 3 Hauts-de-France” soll es sich bei dem Verstorbenen um einen rund 60-jährigen Notarzt in Compiègne handeln. Die Stadt liegt rund 80 Kilometer im Norden von Paris im Departement Oise, das zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Gebieten in Frankreich zählt. Bis zum Samstag wurden in Frankreich 14 459 Menschen von dem Virus infiziert, 562 Infizierte sind gestorben.

Drastischer Anstieg: Spanien verzeichnet fast 400 Todesfälle in 24 Stunden

14.57 Uhr: Spanien verzeichnet in der Coronavirus-Pandemie einen drastischen Anstieg der Infektions- und Todesfälle. Innerhalb von 24 Stunden seien fast 400 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte die Regierung in Madrid am Sonntag mit. Damit starben in Spanien bereits 1720 Menschen. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte sein Land am Samstagabend auf “emotional und psychologisch sehr harte Tage” eingestimmt.

Spanien ist nach Italien das am meisten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Zwischen Samstag und Sonntag seien 394 weitere Menschen an Covid-19 gestorben, erklärte die Regierung. Dies sei ein Anstieg um rund 30 Prozent. Die Zahl der Infizierten lag am Sonntag bei 28.572. Dies waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3646 mehr Fälle und damit 14,6 Prozent mehr als noch am Vortag.

In Spanien gilt seit dem 14. März eine 15-tätige Ausgangssperre. Die 46 Millionen Einwohner dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Erwartet wird, dass Sánchez im Parlament demnächst eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen um zwei weitere Wochen beantragt.

“Wir müssen uns psychologisch und emotional auf sehr harte Tage vorbereiten”, sagte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. “Das Schlimmste kommt noch.” Das Land stehe vor der größten Herausforderung seit dem Spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939).

Auch Rheinland-Pfalz will Corona-Patienten aus Frankreich behandeln

14.47 Uhr: Rheinland-Pfalz will wie Baden-Württemberg und das Saarland schwerkranke Coronavirus-Patienten aus Frankreich behandeln. Die Krankenhäuser in der Grenzregion werden nach ihren Möglichkeiten französische Intensivpatienten übernehmen, wie das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie am Sonntag bei Twitter mitteilte. Vor allem im Elsass und in der gesamten Region Grand Est war die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt dramatisch gestiegen.

Polizei warnt vor Corona-Betrugsmaschen

Topmeldung (14.35 Uhr): Ein unbekannter Betrüger hat in Tuttlingen mit einem vorgetäuschten Corona-Test schnelles Geld machen wollen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, meldete sich ein Bürger und berichtete, von einem Mann angerufen worden zu sein, der sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgegeben und sich nach seinem Gesundheitszustand erkundigt habe. Der Unbekannte kündigte an, dass er kommen werde, um einen Corona-Test zu machen. Die Kosten für einen Test würden sich auf etwa 5000 bis 7000 Euro belaufen. Das Opfer ließ sich nicht täuschen und verständigte die Polizei. Es entstand kein finanzieller Schaden.

Ein anderer Fall ging leider nicht so glücklich aus. Allen Warnungen der Polizei zum Trotz ist eine 83 Jahre alte Frau in Mannheim Corona-Trickbetrügern auf den Leim gegangen und um einen fünfstelligen Geldbetrag betrogen worden.

Die unbekannten Täter nutzen den sogenannten Enkeltrick bereits seit einigen Tagen in einer neuen Variante: Sie geben sich dabei zum Beispiel als infizierte vermeintliche Angehörige aus und ziehen alten Menschen für angebliche Behandlungskosten das Geld aus der Tasche.

Auch die Frau in Mannheim wurde wegen einer angeblichen finanziellen Notlage von einer Anruferin um Hilfe gebeten, da diese sonst festgenommen werden würde. Der Trick: Die 83-Jährige sollte das Geld vor die Tür legen, denn die Anruferin werde einen Fahrer schicken, der aber aus Angst vor dem Coronavirus nicht klingeln werde. Zu spät kamen der Seniorin Zweifel – als sie die Polizei einschaltete, war das Päckchen bereits fort.

Der Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), Ralf Michelfelder, rät, niemals Fremden Eigentum auszuhändigen. Die älteren Menschen sollten darauf bestehen, dass die Anrufer selbst ihren Namen sagen anstatt sich dazu verleiten zu lassen, den Namen von Enkeln oder Neffen und Nichten zu erraten. Hilfreich sei auch, nach Begebenheiten zu fragen, die nur echte Verwandte wissen. Weitere Empfehlung des LKA-Chefs: Details zu Verwandtschafts- und Vermögensverhältnissen nie preisgeben und es der Polizei unter 110 melden, wenn ein Betrug vermutet wird.

Landesamt Bayern: 4457 Coronavirus-Fälle und 22 Tote

14.33 Uhr:  In Bayern sind inzwischen 4457 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 22 infizierte Patienten gestorben.

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