Coronavirus: Studie zu Malaria-Medikament bei Patienten – kein positiver Effekt

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Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Deutlich mehr als zwei Millionen Menschen sind weltweit bereits mit dem Virus infiziert – 143.142 davon in Deutschland. Alle News zur Coronavirus-Krise finden Sie im Ticker von FOCUS Online.

Studie zu Malaria-Medikament bei Covid-Fällen: kein positiver Effekt

Topmeldung (22.07 Uhr): Ein von US-Präsident Donald Trump beworbenes Malaria-Medikament hat einer Studie zufolge keinen positiven Effekt auf Patienten, die an der Lungenkrankheit Covid-19 leiden. Bei Patienten, die Hydroxychloroquin erhielten, habe sich sogar eine höhere Sterblichkeitsrate als in der Vergleichsgruppe ergeben, hieß es am Dienstag in einer noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. Diese befasste sich retrospektiv mit den Daten von 368 männlichen Covid-Patienten, die bis 11. April in Krankenhäusern für US-Veteranen behandelt worden waren. Von den Patienten waren 97 mit Hydroxychloroquin behandelt worden, 113 bekamen zusätzlich noch das Antibiotikum Azithromycin, 158 weitere weder noch.

Die Forscher erklärten, es liefen derzeit größere und belastbarere Studien inklusive Placebo-Gruppen zur Verwendung des Medikaments. Deren Ergebnisse würden aber erst später vorliegen. Daher sei es das Ziel ihrer Analyse gewesen, aktuelle «Erkenntnisse zu den klinischen Ergebnissen» zu bieten, schrieben die Forscher um Joseph Magagnoli, Siddharth Narendran und Felipe Pereira. Dies sei auch mit Blick auf die bedeutenden Nebenwirkungen des Malaria-Medikaments wichtig.

Die Einnahme von Hydroxychloroquin oder eine Kombination mit Azithromycin habe die Wahrscheinlichkeit, an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden zu müssen, nicht verringert, hieß es in der Studie. Bei Patienten, die nur das Malaria-Medikament erhielten, habe sich sogar eine deutlich höhere Sterberate ergeben, hieß es weiter. Die Forscher erklärten, die allgemeine gesundheitliche Verfassung der Patienten sei vergleichbar gewesen. Sie schränkten allerdings ein, dass vor allem Patienten mit einem schwereren Krankheitsverlauf Hydroxychloroquin bekommen hätten.

Trump hat sich wiederholt für den Einsatz des bereits seit Langem für andere Zwecke zugelassenen Wirkstoffs Chloroquin eingesetzt. In Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin könne das «einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein», warb Trump etwa Ende März. Trumps eigene medizinische Experten betonten jedoch, dass es bislang keine belastbaren wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit des Medikaments bei Covid-19-Patienten gebe.

Zahlen steigen wieder: Fast 1700 Neu-Infizierte in Deutschland

Topmeldung (20.53 Uhr): Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland steigt im Vergleich zu den Vortagen wieder stärker an. 1672 Menschen haben sich neu mit dem Coronavirus angesteckt – das ist ein Anstieg von rund einem Prozent. Zum Vergleich: Montag waren zwar nur 720 Personen neu infiziert gemeldet worden, was allerdings auch mit einer Umstellung der Zählweise in NRW zusammenhing – nach gewohnter Zählung wären es sonst rund 1300 Neuansteckungen am Vortag gewesen.

232 Infizierte sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden verstorben (+ 5 Prozent). Die Reproduktionszahl liegt weiterhin bei 0,9, wie das RKI in seinem täglichen Bericht mitteilte.  

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 144.814, 4735 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 28.793 (1062 Todesfälle)
  • Bayern: 38.600 (1354 Todesfälle)
  • Berlin: 5341 (105 Todesfälle)
  • Brandenburg: 2457 (94 Todesfälle)
  • Bremen: 625 (26 Todesfälle)
  • Hamburg: 4401 (91 Todesfälle)
  • Hessen: 7305 (257 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 654 (15 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 9275 (331 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 29.349 (895 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 5553 (117 Todesfälle)
  • Saarland: 2381 (108 Todesfälle)
  • Sachsen: 4342 (110 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1394 (33 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 2446 (72 Todesfälle)
  • Thüringen: 1898 (65 Todesfälle)

Gesamt: Stand 21.04., 20.12 Uhr: 144.814 (4735 Todesfälle)

Stand vom Vortag: Stand 20.04., 20.50 Uhr: 143.142 (4503 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 95.200

Alle weiteren Meldungen zum Coronavirus im News-Ticker:

Corona-Pandemie erreicht traurigen Meilenstein

22.25 Uhr: Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind laut Angaben der John-Hopkins-Universität seit Dienstag bestätigt mit dem Coronavirus infiziert – mehr als 175.000 Verstorbene gibt es zu beklagen. Die meisten Fälle zählen die USA mit 814.587, dahinter folgen Spanien mit 204.178 und Italien mit 183.957.

Laschet will im Mai weitere Lockerungen in Corona-Krise

22.07 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet  strebt im Mai weitere Lockerungen in der Corona-Krise an. Bund und Länder sollten sich bei ihrem nächsten Treffen darauf einigen, sagte Laschet der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ, Mittwoch). Zwar wisse man dann noch nicht, wie die bereits beschlossenen Lockerungen sich auswirkten. “Ich glaube trotzdem, dass man noch einmal über ein paar weitere Maßnahmen nachdenken muss”, sagte Laschet der Zeitung.

Der Ministerpräsident nannte Sportangebote für Jugendliche. “Wenn die Jugendlichen jetzt alle in Shopping-Malls gehen oder sich in Parks treffen, statt auf den Sportplatz zu gehen, ist das ja auch nicht Sinn der Sache”, sagte er. Weitere Öffnungen müssten auch Kindertagesstätten, Spielplätze und Schulen betreffen. Laschet kritisierte, dass die Lebenswirklichkeit vieler Kinder durch die Corona-Politik aus dem Blick geraten sei.

Auch Familienministerin Franziska Giffey hatte bereits eine vorsichtige Öffnung von Spielplätzen – insbesondere in Städten – ins Gespräch gebracht. Alle Kinder bräuchten Bewegung und freies Spiel, hatte sie argumentiert.

Noch am Montag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel eindringlich dazu aufgerufen, bei der Einhaltung der Regeln nicht nachzulassen, und in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums kritisch von “Öffnungsdiskussionsorgien” in einigen Ländern gesprochen.

Unmut in der Union

In der Unionsfraktion wächst angesichts der vorsichtigen Schritte bei der Abkehr von den harten Beschränkungen in der Corona-Krise die Ungeduld. So forderte der hessische Abgeordnete Klaus-Peter Willsch am Dienstag in einer Videoschalte der CDU/CSU-Abgeordneten nach Angaben von Teilnehmern, es sei dringend notwendig, über Strategien der Wiederöffnung zu reden. Den Menschen müsse die Perspektive gegeben werden, dass sich die Politik intensiv damit befasse, wie man wieder in einen Normalzustand komme und der Wirtschaft die Arbeit ermögliche.

Der baden-württembergische Abgeordnete Axel Fischer hob die große Zustimmung in den Umfragen für den Kurs der Union hervor. Er betonte aber auch, es häuften sich die Berichte von Existenznöten der Bürger und der Wirtschaft. Die Beschränkungen hätten katastrophale Auswirkungen, über die gesprochen werden müsse. Diese Probleme dürften nicht vom Tisch gewischt werden. Die sächsische Abgeordnete Veronika Bellmann forderte in diesem Zusammenhang eine bessere und verlässlichere Datenbasis durch mehr Tests, so dass man “Horrorszenarien” entgegenwirken könne.

WHO: Erst zwei bis drei Prozent sind immun – weniger als erhofft

21.39 Uhr: Klar ist, die Zahl der Menschen, die sich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist weit höher als die Angabe der offiziell bestätigten Fälle. Doch wie hoch diese ominöse Dunkelziffer liegt, weiß niemand genau. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht laut eigenen Studien davon aus, dass derzeit nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung weltweit gegen das Virus immun ist – das sind weit weniger Menschen als erhofft und vielfach prognostiziert. Das berichtet der „Spiegel“. Eine Herdenimmunität rückt somit in immer weitere Ferne. Ein Abflauen der Pandemie ist nicht in Sicht. „Die Rücknahme von Restriktionen bedeutet für kein Land das Ende der Epidemie“, sagte der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus laut des Nachrichtenmagazins.

Virologen vermuten, dass die Corona-Pandemie endet, wenn sich rund 60 bis 70 Prozent der Menschen mit dem Virus angesteckt haben. In Tests seien in 3,4 Prozent der Blutproben Antikörper gegen Covid-19 gefunden worden, sagte Thomas Fenner, Leiter des Labors Dr. Fenner & Kollegen in Hamburg. Das entspräche in Deutschland einer Durchseuchung von 1,9 Prozent.

Studien aus der Region Gangelt in Nordrhein-Westfalen zeigen dagegen Antikörper bei 15 Prozent der Getesteten – jedoch ist diese Erhebung nicht repräsentativ, weil das Gebiet besonders stark von dem Coronavirus betroffen war.

Merkel: Breite Diskussion über Weg aus der Krise selbstverständlich

19.56 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie wolle eine öffentliche Debatte über einen Weg aus den harten Beschränkungen in der Corona-Krise unterdrücken. Es sei selbstverständlich, dass es eine öffentliche und breite Diskussion darüber gebe, wie man wieder hinein in mehr gesellschaftliches Leben komme, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer Videoschalte der Unionsfraktion im Bundestag auch unter Hinweis auf ihre für Donnerstag geplante Regierungserklärung. Zugleich betonte sie: “Wir müssen da die richtige Balance finden.”

Merkel hatte die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen am Vortag scharf kritisiert und in einer CDU-Präsidiumssitzung unter anderem von “Öffnungsdiskussionsorgien” gesprochen. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark.

Merkel sagte in der Schalte der Unionsfraktion laut Teilnehmern, wenn man die Nerven behalte, konzentriert vorgehe und die Bürger mitnehme, könne der Weg in eine größere Offenheit Schritt für Schritt weitergegangen werden. Wichtig sei, dass man überblicke, welche Lockerung welche Auswirkung auf ein mögliches Ansteigen der Infektionsrate habe. Sie habe sich am Vortag kritischer geäußert, weil sie eine Ungeduld spüre, bei der es schnell geschehen könne, dass man diesen Überblick verliere – und das schon beim ersten von vielen Öffnungsschritten.

Die Kanzlerin sagte nach diesen Informationen, es sei für die Union eine Herkulesaufgabe, einen wirtschaftlich klugen Weg aus der Corona-Krise zu gehen. Der Staat werde nicht alles auffangen können. Es müsse aber ein Gefühl von Gerechtigkeit entstehen.

Mit Blick auf den EU-Gipfel an diesem Donnerstag wies Merkel Vorwürfe zurück, Deutschland sei nicht solidarisch genug. Viele europäische Länder hätten die Sorge, dass es nach der Krise ein dominantes Deutschland gebe und die anderen sich nicht so viel leisten könnten. Diese Sorge werde zum Teil populistisch geschürt, etwa in Italien und Spanien. Dabei wolle Deutschland europäische Solidarität üben – auch, weil man wisse, dass die Bundesrepublik ohne Europa auf Dauer nicht stark sein könne. Merkel teilte in diesem Zusammenhang mit, dass das von der EU geschnürte 500-Milliarden-Hilfspaket zum 1. Juni umgesetzt werden solle.

Top-Virologe Drosten warnt vor Übersterblichkeit in Deutschland

18.13 Uhr: In England und Wales sind Anfang April so viele Todesfälle innerhalb einer Woche registriert worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das geht aus Zahlen der britischen Statistikbehörde ONS hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Demnach wurden in der Woche bis zum 10. April 18 516 Sterbefälle verzeichnet. Das sind knapp 8000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt des Vergleichszeitraums der vergangenen fünf Jahre. Etwa 6200 der Verstorbenen waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.

“Für alle, die noch immer nicht daran glauben”, kommentierte der Charité-Virologe Christian Drosten die Übersterblichkeit – also mehr Tote als gewöhnlich – in den beiden britischen Landesteilen auf Twitter. Er mahnte: “Uns wurde dies vor allem durch frühe und breit eingesetzte Diagnostik erspart. Verspielen wir diesen Vorsprung nicht.”

In Großbritannien starben bis Montagabend allein in Krankenhäusern etwa 17.300 nachweislich mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen. Dabei nicht berücksichtigt sind Todesfälle in Pflegeheimen und in Privathaushalten. Nicht auszuschließen ist auch, dass es weitere Todesfälle durch unerkannte Covid-19-Erkrankungen gab.

Zweite Ansteckungswelle trifft Vorzeigeland Singapur

16.59 Uhr: Bisher galt Singapur als eines der großen Vorzeigeländer im Kampf gegen die Corona-Pandemie – das ändert sich möglicherweise gerade.  Es gab einen herben Rückschlag. In dem südostasiatischen Stadtstaat wurde nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag ein Sprung von 1425 neuen Fällen verzeichnet – der bisher größte an einem Tag. Damit liegt das 5,8 Millionen Einwohner zählende Singapur jetzt mit 8014 bestätigten Fällen an der Spitze in Südostasien, vor Indonesien und den Philippinen. Vor einem Monat hatte Singapur nur etwa 300 Fälle. Elf Menschen starben bislang nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Die meisten neuen Fälle in Singapur beträfen Bewohner von Unterkünften für ausländische Arbeiter, erklärte das Gesundheitsministerium. Um die gesunden von den infizierten Arbeitern zu trennen, hat die Regierung eine Test-Kampagne gestartet. Etwa 200 000 Menschen, viele davon junge Bauarbeiter aus ganz Asien, teilen sich in der Stadt Schlafräume für 10 bis 20 Bewohner.

Während der Pandemie galt Singapur bisher als Beispiel, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann: durch rigoroses Testen, Isolieren von Infizierten sowie Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Ausgangsbeschränkungen wurden dort erst relativ spät verhängt; der Lockdown gilt seit dem 7. April. Auch die Schulen sind dicht, in der Öffentlichkeit besteht Maskenpflicht. Die Maßnahmen wurden bis zum 1. Juni verlängert.

Bundesregierung: Keine Spendenaktion zugunsten Corona-Organisation

16.52 Uhr: Die Bundesregierung plant keine Spendenaktion ihrer Mitglieder zugunsten ausgewählter Organisationen in der Corona-Krise nach dem Beispiel der österreichischen Regierung. “Wir kommentieren die Ankündigung der österreichischen Regierung nicht”, teilte ein Regierungssprecher in Berlin am Dienstag auf Anfrage mit. “In der Bundesregierung gibt es derzeit kein solches Vorhaben”, ergänzte er.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatten am Montag mitgeteilt, die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung würden als Reaktion auf die Corona-Krise jeweils ein Netto-Monatsgehalt an eine ausgewählte Organisation spenden. Die Spende solle ein “Zeichen des Zusammenhalts” sein.

Brinkhaus kritisiert Flickenteppich bei Corona-Regelungen

15.26 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat den Flickenteppich unterschiedlicher Öffnungsregelungen einzelner Bundesländer in der Corona-Krise kritisiert. “Wir haben großen Respekt davor, dass es regionale Besonderheiten gibt”, sagte Brinkhaus am Dienstag vor einer Videoschalte der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Die Ministerpräsidenten würden einen “harten und guten Job machen”, ergänzte Brinkhaus. “Aber es wäre natürlich besser, wenn man einheitlich vorgehen würde.”

“Die sehr unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern betrüben uns”, sagte Brinkhaus. Wenn etwa in einem Land Outlet-Center geöffnet würden und in einem anderen Land damit restriktiv umgegangen werde, sei dies schwierig. Wenn zudem ein Land darüber nachdenke, größere Veranstaltungen möglich zu machen, aber andere sagten, dies sei auf absehbare Zeit nicht möglich, “dann ist das nicht gut in der Außenkommunikation, weil wir jetzt auch ein klares Bild gegenüber der Bevölkerung zeigen müssen”.

Zu diesem klaren Bild gehöre, was Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt habe, betonte Brinkhaus: “Wir lockern zwar, aber wir sind nicht über den Berg.” Er ergänzte: “Wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass die Krise vorbei ist, weil Geschäfte wieder aufmachen, dann ist das definitiv falsch. Und diesem Eindruck müssen wir entgegenarbeiten.”

Berlin erlaubt wieder kleine Demonstrationen und Gottesdienste

16.03 Uhr: Der Berliner Senat erlaubt in der Corona-Krise wieder kleinere Demonstrationen. Ab 4. Mai seien Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Teilnehmern grundsätzlich genehmigungsfrei, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, teilte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag nach der Senatssitzung mit.

Bereits von diesem Mittwoch an soll demnach das bestehende weitgehende Verbot gelockert werden. Bei Demonstrationen mit bis zu 20 Teilnehmern könne die Versammlungsbehörde in besonders gelagerten Einzelfällen Ausnahmen zulassen. Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern sind ab 4. Mai wieder erlaubt.

Kulturelle und sportliche Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bleiben wegen der Corona-Krise jedoch bis zum 24. Oktober verboten. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern dürfen bis 31. August nicht stattfinden, beschloss der Senat am Dienstag.

Lesen Sie mehr zu den Regelungen hier: Soziales Leben steht bis 3. Mai still – Kontaktbeschränkung, Masken, Einkaufen: Was jetzt in Ihrem Bundesland gilt

Maas: Keine “normale Urlaubssaison” in diesem Sommer möglich

15.49 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas hat Hoffnungen auf einen normalen Sommerurlaub ohne Einschränkungen verworfen. “Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten”, sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein in Berlin. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass bis Ende August auch alle Großveranstaltungen abgesagt worden seien.

Maas schloss damit aber nicht aus, dass die Grenzen für Touristen vor dem Sommer wieder geöffnet werden und Urlaubsreisen mit gewissen Einschränkungen möglich werden. Dies sei schwer zu prognostizieren, sagte er. Im Moment gebe es aber noch in vielen Ländern Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. “Das sind keine Voraussetzungen, mit denen man überhaupt einen erholsamen Urlaub verbringen kann.”

Maas sprach sich erneut für eine europäische Abstimmung beim weiteren Vorgehen aus. In Deutschland gilt eine weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 3. Mai. Ende April werde entschieden, wie es damit weitergehe, sagte der Außenminister.

Polizei: Bundesweit einheitliche Regelung zur Maskenpflicht gefordert

14.49 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei hat eine bundesweit einheitliche Regelung zur Maskenpflicht gefordert. “Es kann nicht Aufgabe der Polizei sein, den Bürgern die Unterschiede in den Regelungen der Bundesländer zu erklären”, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Christian Schumacher, am Dienstag. “Alleingänge oder Überbietungswettbewerbe im Bundesgebiet sollte es nicht geben.”

Die Regelungen zur Maskenpflicht sind bislang recht unterschiedlich. In Sachsen gilt zum Beispiel seit Montag Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr. Thüringen will ab Freitag nachziehen, Bayern kommende Woche. Brandenburg plant laut Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hingegen bislang keine Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes im öffentlichen Raum.

  • In Hessen soll für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht gelten. Das sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Wiesbaden. Zuvor hatte der Rundfunksender Hit Radio FFH über die Pläne berichtet.
  • Baden-Württemberg führt eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Vom 27. April an gelte die Pflicht, Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr zu bedecken, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.
  • Bayern hatte bereits am vergangenen Montag eine Maskenpflicht angekündigt. Vom 27. April an gibt es im Freistaat in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Pflicht, Mund und Nase zu verhüllen.
  • Die Menschen in Berlin müssen ab 27. April in Bussen, S- und U-Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss der Senat am Dienstag eine entsprechende Maskenpflicht, die jedoch im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht für den Einzelhandel gelten soll.
  • Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kündigte an, das Kabinett werde am Mittwoch beschließen, das Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln vom 29. April an zur Pflicht zu machen.
  • Hamburg hat vom 27. April an eine Maskenpflicht im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr angekündigt.
  • In Thüringen müssen die Menschen vom 24. April an einen Mundschutz in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen tragen. Das hat die Landesregierung am Dienstag in Erfurt beschlossen.
  • In Sachsen-Anhalt soll eine Mundschutzpflicht für Einkäufe und den öffentlichen Nahverkehr vom 23. April an gelten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Zuvor hatte die “Mitteldeutsche Zeitung” über die Einführung berichtet.
  • Sachsen hatte als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gilt seit Montag (20. April).
  • Brandenburg plant dagegen keine Maskenpflicht zur Bekämpfung der Corona-Krise. Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) äußerte am Dienstag im ZDF-“Morgenmagazin” die Sorge, dass eine Maske als “Allheilmittel” angesehen werden könnte.

Surftipp: Übersicht – Immer mehr Bundesländer führen Maskenpflicht ein – wann sie wo gilt 

Quarantäne-Ende in Ischgl

15.49 Uhr: In Tirol dürfen sich die Menschen in Sölden, St. Anton am Arlberg sowie dem gesamten Paznauntal inklusive Ischgl auf ein Ende der Quarantäne freuen. Landeschef Günther Platter (ÖVP) teilte in Innsbruck mit, dass diese in der Nacht zum Donnerstag aufgehoben werde. Damit steht ab Donnerstag in dem österreichischen Bundesland kein Ort mehr unter Quarantäne. Unter anderem für Ischgl, das als Keimzelle der Verbreitung des Coronavirus für Teile Europas in der Kritik steht, galt die strenge Maßnahme bereits seit dem 13. März. Ähnlich wie die Bundesregierung rief aber auch Platter weiterhin zu Vorsicht und Achtsamkeit auf, damit es nicht zu einer zweiten Infektionswelle komme.

Alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern werden dieses Jahr versetzt

13.02 Uhr: Angesichts der Corona-Krise werden in diesem Schuljahr alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ungeachtet ihrer Noten in die nächste Klasse versetzt. Möglich sei aber, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag mit.

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Gerade Schüler, die versetzungsgefährdet sind, hätten angesichts der Umstände keine gute Möglichkeit, ihre Leistungen in diesem Schuljahr noch auszugleichen, erklärte sie. Alle Schulleiter seien in einem Schreiben über die Regelung informiert worden.

Schüler, bei denen aufgrund von Wissenslücken eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Klasse fraglich erscheint, könnten das Schuljahr freiwillig wiederholen. In einem solchen Fall sollten die Eltern Kontakt mit der Schule aufnehmen, empfahl die Ministerin.

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen des neuartigen Coronavirus seit Mitte März geschlossen. Am 27. April sollen zunächst die Abschlussklassen zurückkehren, am 4. Mai dann weitere einzelne Klassenstufen.

Nach Vier-Wochen-Tief wieder Anstieg bei Zahl der neuen Corona-Toten in Spanien

12.52 Uhr: Nach dem Rückgang bei der Zahl der neuen Corona-Toten auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen hat Spanien am Dienstag wieder einen leichten Anstieg verzeichnet. 430 Infizierte seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mit. Damit kamen nach offiziellen Angaben bislang 21.282 Menschen in Spanien durch die Pandemie ums Leben. Weltweit verzeichnen nur die USA und Italien höhere Opferzahlen.

Am Montag hatte Spanien mit 399 Corona-Toten die niedrigste Opferzahl seit vier Wochen vermeldet. Den Anstieg vom Dienstag erklärten die Behörden auch damit, dass einige Angaben aus den spanischen Regionen zu Todesfällen vom Wochenende erst jetzt beim Gesundheitsministerium eingegangen seien.

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle wurde am Dienstag mit 204.178 angegeben. Weltweit haben nach offiziellen Angaben nur die USA mehr Infizierte. Mehr als 82.500 Infizierte in Spanien hätten sich mittlerweile wieder erholt, hieß es weiter.

Wegen der Corona-Pandemie wurde in Spanien am 14. März eine strikte landesweite Ausgangssperre verhängt. Sie wurde bereits zwei Mal verlängert und gilt nun mindestens bis zum 9. Mai.

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