Coronavirus: Über 90.000 Infizierte in Deutschland, Todesfall-Zahl steigt um 166

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Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus: 1318 Menschen sind bereits gestorben, 91.314 sind mit Covid-19 infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA mit mehr als 266.000 Fällen die meisten Corona-Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Mehr als 90.000 Infizierte in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt um 166

Topmeldung (20.04 Uhr): Die Zahl der Corona-Infizierten nähert sich in Deutschland den 100.000. Stand jetzt melden die Bundesländer insgesamt 91.314 Fälle, knapp 6000 mehr als noch am Freitag. Die Zahl der Todesfälle stieg von 1152 auf 1318. Am stärksten betroffen sind weiterhin Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 91.314, 1318 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 18.515 (363 Todesfälle)
  • Bayern: 23.049 (370 Todesfälle)
  • Berlin: 3626 (24 Todesfälle)
  • Brandenburg: 1388 (24 Todesfälle)
  • Bremen: 388 (6 Todesfälle)
  • Hamburg: 2882 (14 Todesfälle)
  • Hessen: 4325 (48 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 523 (5 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 5764 (89 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 19.405 (250 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 3627 (33 Todesfälle)
  • Saarland: 1410 (21 Todesfälle)
  • Sachsen: 2843 (32 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 921 (12 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1568 (17 Todesfälle)
  • Thüringen: 1080  (10 Todesfälle)

Gesamt: 04.04., 20.00 Uhr: 91.314 (1318 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 03.04., 20.25 Uhr: 85.432 (1152 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China – auch für Deutschland

Topmeldung (22.54 Uhr): Im Rahmen seiner speziell für die Corona-Krise eingerichteten “Airbus-Luftbrücke” hat der europäische Flugzeugbauer erneut tausende von Schutzmasken aus China nach Europa gebracht. Die am Vortag in Toulouse in Richtung Tianjin zum Testflug gestartete Maschine vom Typ A350-1000 sei am Samstagabend mit rund vier Millionen Gesichtsmasken an Bord in Hamburg gelandet, teilte der Luftfahrtkonzern mit. Ein Teil der Masken bleibe in Deutschland, der Rest werde nach Toulouse geflogen zur weiteren Verteilung an Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen in den Airbus-Heimatländern Spanien, Frankreich und Großbritannien.

In den vergangenen Tagen habe das Unternehmen bereits mehrere Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit rund sechs Millionen Masken auszurüsten, hieß es.

 

 
 

 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

 
 

Mehr Informationen im News-Ticker:

Mehr als 300.000 Corona-Infizierte in den USA

21.56 Uhr: In den USA gibt es inzwischen mehr als 300 000 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am Samstagnachmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Knapp 8200 Menschen starben demnach in den USA infolge der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

In den USA gibt es mit rund 300 915 Infektionen deutlich mehr bekannte Fälle als in jedem anderen Land der Welt. Das Virus verbreitet sich weiterhin rasant. Bislang sind der Bundesstaat New York und die gleichnamige Ostküstenmetropole am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Allein dort gab es bislang rund 113 000 bekannte Infektionen und rund 3600 Tote.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

85 Prozent in vier Ländern: Mehr als 45.000 Corona-Tote in Europa

21.53 Uhr: In Europa sind bereits mehr als 45.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Bis Samstag wurden auf dem Kontinent 46.033 Corona-Tote registriert, wie eine Berechnung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Europa ist damit der am schwersten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit starben mehr als 60.000 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Rund 85 Prozent der Todesfälle in Europa wurden aus Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien gemeldet. In Italien starben 15.362 Infizierte – so viele wie in keinem anderen Land der Erde. In Spanien wurden bislang 11.744 Todesopfer gezählt. 

In Frankreich erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden auf 7560, wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilte. Rund 5500 von ihnen starben demnach in Krankenhäusern. Die übrigen Infizierten waren demnach in Altersheimen oder anderen medizinisch-sozialen Einrichtungen untergebracht. 

In Europas bevölkerungsreichstem Staat Deutschland starben bislang deutlich weniger Menschen durch die Pandemie. Das Robert-Koch-Institut gibt die Zahl der Corona-Toten mit 1158 an, die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore kommt auf 1330 Todesopfer hierzulande.

Das neuartige Coronavirus war im Dezember in China erstmals bei Menschen festgestellt worden. Seitdem breitete es sich rund um den Globus aus. Am Donnerstag überstieg die Zahl der weltweit offiziell gemeldeten Infektionen die Marke von einer Million.

Schwangere Verlobte von Briten-Premier Johnson hat Covid-19-Symptome

19.29 Uhr: Die schwangere Verlobte des britischen Premierministers Boris Johnson, Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei am Samstag per Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht. “Nach sieben Tage Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung”, so Symonds. Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte sie hinzu und teilte eine Online-Infobroschüre mit ihren Followern. “Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand”, schrieb sie.

Auch Johnson (55) leidet an Covid-19 und hält sich seit mehr als einer Woche alleine in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung in der Downing Street auf. Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Noch am Freitag berichtete er von Fieber, das er erst auskurieren müsse, bevor er wieder in die Öffentlichkeit gehen könne. Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekannt gegeben. Das gemeinsame Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.

Italien meldet erstmals Rückgang der Corona-Intensivpatienten

19.25 Uhr: Erstmals seit gut einem Monat ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Intensivpatienten in Italien gesunken. 3994 Menschen würden derzeit auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als am Vortag, sagte Zivilschutz-Chef Angelo Borrelli am Samstag. “Das sind sehr wichtige Neuigkeiten, denn das verschafft unseren Krankenhäusern eine Atempause.” In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei konnten demnach etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen. 

Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen in Italien erhöhte sich am Samstag um 681 Tote auf knapp 14.700. Der Anstieg der Opferzahlen schwäche sich stetig ab, sagte Borrelli. Ende März seien noch fast tausend Tote innerhalb eines Tages registriert worden. 

Dies seien gute Neuigkeiten, sagte der Chef des nationalen Gesundheitsrats, Franco Locatelli. Italien habe die “kritische Phase” aber noch lange nicht überstanden. Die jüngste Entwicklung sei lediglich ein Anzeichen dafür, dass die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie Wirkung zeigten.

Deutsche Passagierin der “MS Zaandam” auf Intensivstation

17.15 Uhr: Eine deutsche Passagierin des Kreuzfahrtschiffs “Zaandam” wird in einem Krankenhaus in Florida auf der Intensivstation behandelt. Nach dpa-Informationen leidet sie an einer chronischen Lungenentzündung. Einen Befund, dass sie sich mit dem neuen Coronavirus infiziert hat, soll es bisher aber nicht geben. Drei weitere deutsche Passagiere haben Grippe-Symptome und sind nach Angaben des Auswärtigen Amts vom Samstag noch auf dem Schiff.

Die “Zaandam” war am Freitag zusammen mit dem Schwesterschiff «Rotterdam» nach einer Odyssee in den Hafen von Fort Lauderdale im Süden Floridas eingelaufen. Die 2500 Passagiere und Besatzungsmitglieder auf den beiden Schiffen hatten viele Tage darauf warten müssen, weil es auf der “Zaandam” mehrere Corona-Fälle gegeben hatte. Vier Menschen starben, die Todesursachen sind allerdings nicht abschließend geklärt.

72 der insgesamt 79 deutschen Passagiere sind am Samstag mit einem Flug von Miami über Paris nach Frankfurt am Main zurückgekehrt. Drei weitere Deutsche sind wieder in ihren Wohnorten in den USA. Das Auswärtige Amt setzt sich nun dafür ein, dass auch die drei auf dem Schiff verbliebenen Deutschen an Land oder zumindest auf ein anderes Schiff können. Die “Zaandam” hat nur bis Sonntag eine Ankererlaubnis für Fort Lauderdale.

Das Schiff war Anfang März im argentinischen Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt um das Kap Hoorn an er Südspitze Südamerikas aufgebrochen. Wegen der Corona-Fälle durfte sie aber nicht wie geplant in ihren Zielhafen in Chile einlaufen. Auch die Durchfahrt durch den Panamakanal vom Pazifik in die Karibik wurde dem Schiff erst nach langem Ringen ermöglicht. Das Einlaufen in den Hafen von Fort Lauderdale im Süden von Florida erlaubten die Behörden erst nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump. Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte sich zunächst dagegen gesperrt.

Weiter viele Verstöße gegen Corona-Verordnung in Berlin

16.52 Uhr: Die Berliner Polizei verzeichnet weiterhin zahlreiche Verstöße gegen die Verordnung des Senats zur Bekämpfung der Coronavirus-Ausbreitung. Während einer 24-stündigen Kontrolle bis zum Samstagmorgen notierten die Beamten in der gesamten Stadt 30 Strafanzeigen und 79 Ordnungswidrigkeiten, wie eine Sprecherin mitteilte. „Es war die gesamte Bandbreite dabei.“

Das sonnige Wetter lockte am Samstag viele Berliner in die zahlreichen Parks der Hauptstadt – jedoch meist mit ausreichend Sicherheitsabstand zueinander. Vor Bäckereien und Baumärkten bildeten sich zum Teil lange Warteschlangen. Der Berliner Senat hatte das seit dem 23. März geltende sogenannte Kontaktverbot am Donnerstag bis zum 19. April verlängert.

Weil Paare sich küssen: Schweiz stellt doppelten Grenzzaun zu Deutschland auf

16.02 Uhr: Eine zweite Absperrung hält Paare an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz in Konstanz am Bodensee jetzt auf Abstand. Auf Schweizer Seite sei ein weiterer Zaun aufgestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Samstag. Dort stehen nun zwei Drahtgitterzäune, wie man sie von Baustellenabsperrungen kennt – zwischen ihnen ist ein etwa zwei Meter breiter Abstand.

An den vergangenen Tagen hatten sich viele Paare an der Grenze getroffen und über die provisorische Absperrung hinweg direkten Kontakt aufgenommen. Händchenhalten, Umarmungen und Küssen sind jetzt nicht mehr möglich. Wenn ein Partner in Deutschland wohnt und der andere in der Eidgenossenschaft, ist eine Fahrt zum Freund oder der Freundin derzeit ausgeschlossen. Besuchsreisen über die Grenze sind wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell nicht erlaubt. Zuvor war die grüne Grenze am Bodenseeufer normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Zur Einhaltung der Corona-Regeln: In NRW lösen jetzt Drohnen Menschengruppen auf

14.55 Uhr: In einigen deutschen Städten setzt die Polizei bei der Überwachung der Corona-Regeln inzwischen auf Drohnen. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Demnach würden etwa in Dortmund und Düsseldorf Drohnen „zur Information über die Gesundheitsgefahren bei Nichteinhalten des Kontaktverbots“ eingesetzt, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums der Zeitung.

Die Drohnen können aber noch viel mehr. „Kleine Personengruppen wurden an beliebten Treffpunkten über in den Drohnen verbaute Lautsprecher zum Verlassen der Plätze aufgefordert“, so der Sprecher weiter.

Auch in Bayern würden vereinzelt Drohnen eingesetzt, „zur Lagebewertung wie in den Rückstaugebieten an den Grenzen als Ergänzung zum Hubschrauber“, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums dem „Tagesspiegel“. Lautsprecherdurchsagen würden allerdings nicht durchführt.

Andere Länder setzen bereits verstärkt auf den Einsatz von Drohnen, etwa China, Großbritannien oder Frankreich. Vereinzelt werden Verstöße, die per Drohne gehahndet werden, mit hohen Geldstrafen belegt.

Zahl der Corona-Toten sinkt in Spanien – Notstand verlängert

14.49 Uhr: Kleiner Hoffnungsschimmer in der Corona-Krise in Spanien: Die Zahl der Corona-Toten ist dort den zweiten Tag in Folge leicht zurückgegangen. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, starben am Vortag 809 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Am Donnerstag waren es noch 950 Tote – ein trauriger Rekord an einem einzigen Tag in Spanien. Insgesamt starben in dem Land bislang mehr als 11.700 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion.

Auch die Zahl der Neuinfektionen ging den Angaben zufolge mit rund 7000 leicht zurück. Insgesamt wurden in Spanien damit bislang knapp 125.000 Infektionen gemeldet. Mehr als 34.000 Menschen gelten inzwischen wieder als genesen.

Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas. Besonders schlimm ist die Lage im Großraum Madrid. Dort gab es 40 Prozent aller Todesfälle und 29 Prozent aller Infektionen. An zweiter Stelle folgt Katalonien.

Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die strikte Ausgangssperre derweil im ganzen Land um weitere zwei Wochen bis zum 26. April verlängern. Das wurde am Samstag nach einer Videokonferenz von Ministerpräsident Pedro Sánchez mit dem wissenschaftlichen Komitee, das die Regierung berät, bekannt. Die seit Mitte März geltenden Maßnahmen waren bereits vor zehn Tagen zum ersten Mal verlängert worden.

Verbraucherschützer warnen vor Corona-Selbsttests

14.46 Uhr: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät von Selbsttests auf das Coronavirus ab. Die Tests erforderten zwei Proben, davon eine aus den unteren Atemwegen, die schwer zu nehmen sei, erklärten die Verbraucherschützer am Samstag. Fehler entstünden auch häufig beim Verschicken der Proben an die Labore, was möglichst schnell und mit einer bestimmten Verpackung passieren müsse. Außerdem seien die Laborkapazitäten begrenzt.

“Alle Menschen auf Coronavirus-Infektionen zu testen, ist nicht möglich”, sagte die Gesundheitsexpertin der Verbraucherzentrale Tanja Wolf. Die knappen Kapazitäten sollten besonders betroffenen Gruppen wie Pflegebedürftigen, Pflegern und Ärzten vorbehalten bleiben. Wer Erkältungssymptome bemerke, solle sich an seinen Hausarzt oder kommunale Corona-Hotlines wenden und die Entscheidung über einen Test Fachleuten überlassen. Im Netz werden Corona-Selbsttests zum Verkauf angeboten.

Corona-Schutzmasken weg: Berliner Senat bemüht sich um Aufklärung

14.42 Uhr: Der Berliner Senat bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, was genau mit einer aus Asien stammenden Lieferung von 200.000 Schutzmasken passiert ist, die nie in der Hauptstadt ankam. “Wir sind dabei, die Details zu klären”, sagte der Sprecher der Innenverwaltung, Martin Pallgen, am Samstag. Momentan lägen noch keine Informationen vor, was genau auf dem Flughafen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok passiert sei.

Innensenator Andreas Geisel hatte am Freitag mitgeteilt, die für die Berliner Polizei zum Schutz vor dem Coronavirus bestimmten Masken seien in Bangkok auf Betreiben der USA konfisziert worden. Er sprach von einem “Akt moderner Piraterie” und “Wild-West-Methoden”. Das Portal t-online.de berichtete unter Berufung auf einen hohen US-Regierungsbeamten, die Vorwürfe aus Berlin seien “komplett falsch”.

Pallgen erläuterte, die Polizei habe bei einem deutschen Fachhandel 400.000 medizinische Masken der Schutzklasse FFP-2 bestellt und bezahlt. Er korrigierte damit Angaben der Innenverwaltung, in denen von einer Bestellung bei einem US-Hersteller die Rede gewesen war. Die Aussage, dass die Masken in Bangkok konfisziert worden seien, basiert dem Sprecher zufolge auf Angaben des Fachhändlers. Die Firma habe auch mitgeteilt, dass das Flugzeug mit den für Berlin bestimmten Masken Bangkok in Richtung USA verlassen habe.

Bei den fraglichen 200.000 Masken handele es sich um die erste Charge der Bestellung, sagte der Sprecher. Gemeinsam mit dem Fachhandel und der Berliner Polizei versuche der Senat nun, die genaue Lieferkette nachzuvollziehen. Wo die Masken produziert worden seien und von welchem Hersteller, sei momentan nicht bekannt.

Berliner Medien hatten gemutmaßt, dass die Masken beim US-Konzern 3M bestellt worden seien, der sie in einem Werk in China hergestellt habe. Dazu erklärte das Unternehmen: “3M hat keine Beweise, die darauf hindeuten, dass 3M-Produkte beschlagnahmt worden sind. 3M hat keine Unterlagen über eine Bestellung von Atemschutzmasken aus China für die Berliner Polizei.” Medizinische Schutzmasken sind in der Corona-Krise weltweit eine heiß begehrte Ware.

Erstmals mehr als 100 Coronafälle in Tokio an einem Tag

13.38 Uhr: Erstmals sind in Tokio an einem Tag mehr als 100 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie japanische Medien am Samstag berichteten, wurden an dem Tag mindestens 118 neue Fälle bestätigt. Damit zählt die japanische Hauptstadt bereits mehr als 890 Infektionsfälle. Mit den inzwischen täglich steigenden Zahlen nehme zugleich der Druck auf Ministerpräsident Shinzo Abe zu, möglicherweise den Ausnahmezustand auszurufen, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern, hieß es. Wegen des weltweit grassierenden Coronavirus waren kürzlich die in diesem Sommer in Tokio geplanten Olympischen Spiele um ein Jahr verschoben worden.

Bis Freitag befanden sich 704 infizierte Menschen in Tokioter Krankenhäusern. Mit dem Anstieg am Samstag dürften die für Coronavirus-Patienten reservierten Betten ausgelastet sein, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter berichtete. Anders als in der Anfangsphase der Corona-Krise sind inzwischen deutlich weniger Menschen in Einkaufszonen von Tokio und anderen japanischen Städten zu sehen, nachdem die Behörden die Bevölkerung aufgerufen hatten, am Wochenende möglichst zu Hause zu bleiben. Auch blieben diesmal mehr Geschäfte und Restaurants geschlossen als am vergangenen Wochenende.

Masken selber nähen: Feuerwehr veröffentlicht einfache Video-Anleitung

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