Coronavirus: Virus aus Labor? China antwortet auf Vorwürfe aus den USA

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News zur Coronavirus-Pandemie im Live-Ticker: China antwortet auf Labor-Vorwürfe aus den USA – Polizei findet nach anonymem Tipp 17 Tote in US-Pflegeheim

Die Coronavirus-Pandemie beschäftigt die Welt: Mehr als 2 Millionen Menschen sind weltweit erkrankt. Deutschland hat zur Eindämmung neue Regeln aufgestellt. Die stark getroffene USA arbeitet ebenfalls daran. Wie Deutschland und die Welt mit der Coronavirus-Pandemie umgehen und die neuesten News finden Sie im Ticker von FOCUS Online.

Coronavirus-Ausbruch: China weist Labor-Theorie zurück

Topmeldung (14.51 Uhr): China hat den in den USA geäußerten Verdacht zurückgewiesen, wonach das Coronavirus aus einem Labor der Millionenmetropole Wuhan stammen könnte. Der Pekinger Außenamtssprecher Zhao Lijian erklärte, es lägen keine Beweise vor, die dafür sprächen, dass das Virus in einem Labor hergestellt wurde oder von dort ausgetreten ist.

Der Ursprung des Virus müsse von der Wissenschaft aufgeklärt werden. „Die Weltgesundheitsorganisation hat gesagt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass es in einem Labor hergestellt wurde“, so der Sprecher am Donnerstag: „Viele renommierte medizinische Experten haben auch bestätigt, dass die Behauptung, dass das Virus aus einem Labor ausgetreten ist, keine wissenschaftliche Grundlage hat.“

Zuvor war US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz nach Berichten gefragt worden, wonach das neuartige Coronavirus womöglich aus einem chinesischen Labor stammte. Trump antwortete: „Das will ich nicht sagen, John. Aber ich werde Ihnen sagen, dass wir diese Geschichte immer öfter hören.“ Seine Regierung untersuche sehr genau, was passiert sei. US-Außenminister Mike Pompeo sagte unmittelbar nach der Pressekonferenz im Sender „Fox News“ auf eine entsprechende Frage, China sei Antworten in dieser Hinsicht schuldig geblieben. Der Sender verbreitet diese Theorie unter Verweis auf ungenannte Quellen.

Experten gehen davon aus, dass das Virus von einem Tiermarkt in Wuhan stammt, wo auch die ersten Erkrankungen aufgetreten waren.

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Nach anonymem Tipp: Polizei findet 17 Leichen in US-Pflegeheim

Topmeldung  (13.02 Uhr): Von einem grausigen Fund in einem Pflegeheim des US-Bundesstaates New Jersey berichtet die „New York Times“. Aufgrund eines anonymen Hinweises führte die Polizei Untersuchungen in dem größten Pflegeheim des Bundesstaates durch. Demnach hat der anonyme Anrufer von einer Leiche berichtet, die außerhalb des Heimes in einer kleinen Hütte gelagert worden sei.

Dort erblickten die Beamten einen wortwörtlichen Stapel von 17 Toten, gelagert in einem Leichenschauhaus, das eigentlich nur Platz für vier Menschen bieten würde. „Sie waren einfach mit der Menge an Verstorbenen überfordert“, erklärte Polizeichef Eric C. Danielson.

Insgesamt sind damit bereits 68 Menschen innerhalb der Einrichtung seit Ausbruch der Corona-Pandemie gestorben, darunter zwei Pflegekräfte. Bei 26 Toten konnte das Virus nachgewiesen werden, weitere 76 Bewohner sind positiv getestet worden.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 131.410, 3552 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 26.050 (820 Todesfälle)
  • Bayern: 34.664 (995 Todesfälle)
  • Berlin: 4870 (74 Todesfälle)
  • Brandenburg: 2159 (71 Todesfälle)
  • Bremen: 504 (21 Todesfälle)
  • Hamburg: 3978 (61 Todesfälle)
  • Hessen: 6334 (174 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 633 (13 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 8217 (248 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 27.657 (708 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 5032 (83 Todesfälle)
  • Saarland: 2225 (78 Todesfälle)
  • Sachsen: 4028 (87 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1249 (26 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 2244 (53 Todesfälle)
  • Thüringen: 1566 (40 Todesfälle)

Gesamt: Stand 15.04., 20.07 Uhr: 131.410 (3552 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 14.04., 20.09 Uhr: 128.514 (3218 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei 72.600.

 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

 
 

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Alle weiteren Meldungen im News-Ticker:

Vor Pandemie gewarnt: Mediziner kritisiert Politik in Corona-Krise

16.28 Uhr: Der Mediziner und Soziologe Karl-Heinz Wehkamp wirft der deutschen Politik mangelnde Vorbereitung auf die Corona-Krise vor. „Wer die pandemische Geschichte des 20. Jahrhunderts oder auch davor kennt, weiß, dass die nächste Welle rechnerisch längst überfällig war“, sagte Wehkamp im Interview mit dem Nachrichtenportal „Watson“.

„Der Deutsche Bundestag hatte 2012 eine Risikoanalyse durchführen lassen, dessen Ergebnis erschreckend genau die heutigen Ereignisse vorwegnimmt. Aber weder die politischen noch die wirtschaftlichen Entscheider haben ernsthafte Vorbereitungen getroffen“, kritisierte er. „Stattdessen wurden das öffentliche Gesundheitssystem, die Krankenhäuser und der Pflegebereich wissentlich in die Krise geführt.“

Aktuell würden große Bereiche unseres Gesundheitswesens nicht primär von gesundheitlichen, sondern von marktwirtschaftlichen Interessen gesteuert, so Wehkamp. Er betont, dass es seit Jahren vorrangig um die Kostensenkung von Staat und Krankenkassen sowie der Wachstumsförderung der Gesundheitswirtschaft gehe. Die Folge: „Die Mitarbeiter in Pflege und Medizin wurden über die Maße belastet, die Arbeit ungemein verdichtet.“ Dadurch wurden Qualitätsziele nicht erreicht und die Risiken für Patienten sowie Personal nahmen zu, so Wehkamp. „Das System wurde kaputtgespart und auf falsche Anreize ausgerichtet.“

Österreich: Polizei soll Corona-Infizierte aufspüren

15.36 Uhr: In der Corona-Krise ist Österreich Deutschland im zeitlichen Ablauf des Ausbruchs immer einen Schritt voraus. Das führt auch zu unterschiedlichen Maßnahmen. Bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober äußerte sich Österreichs Innenminister Karl Nehammer am Donnerstag im Bundeskanzleramt in Wien zum sogenannten „Contact Tracing“, auf das die Alpenrepublik jetzt verstärkt setzt, um Infektionsketten zurückzuverfolgen. „Die Polizei hat dabei eine wichtige Rolle beim Durchtrennen der Infektionskette inne. Die Glutnester der Infektionen müssen rasch lokalisiert und gezielt gelöscht werden“, sagte der Innenminister.

Heißt: Wenn jemand positiv auf Covid-19 getestet wird, informiert die Gesundheitsbehörde die Polizei, die die erkrankte Person dann aufspürt und nach Kontakten befragt. Diese Informationen werden an die Gesundheitsbehörde zurückgespielt. Der Kontakt soll im Normalfall per Telefon erfolgen und einem festgelegten Standard erfolgen.

„Das Ziel all unserer Bemühungen ist, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und besonders gefährdete Menschen zu schützen. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit und Kooperation aller Akteure in unserem Land“, so Nehammer weiter.

Giffey berät mit Landesministern über weiteres Vorgehen bei Kitas

15.11 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will sich mit ihren Länderkollegen über das weitere Vorgehen bei den Kitas während der Corona-Pandemie verständigen. Für Freitag sei eine Telefonkonferenz angesetzt worden, erklärte Giffey am Donnerstag in Berlin. Es gehe unter anderem darum zu klären, für wen künftig eine Notbetreuung in den Einrichtungen angeboten werde.

Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, dass es in den Kitas weiterhin keinen Normalbetrieb gibt. Die angebotene Notbetreuung kann demnach aber „für zusätzliche Berufs- und Bedarfsgruppen“ ausgeweitet werden.

Giffey will mit den Landesministern auch besprechen, „wie die stufenweise Rückkehr von Kindergartenkindern in die Betreuung am besten organisiert werden kann und welche Voraussetzungen dafür nötig sind“. In der Telefonkonferenz solle dazu ein Konzept abgestimmt werden.

Es seien konkrete Pläne nötig, „wie es für Familien vor allem mit kleinen Kindern auch vor dem Sommer gut weitergehen kann“, erklärte Giffey. „Ihre Interessen dürfen im gesamten Prozess der Bekämpfung des Coronavirus nicht vernachlässigt werden.“

Sie habe sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch die von erwerbstätigen Eltern im Blick, betonte Giffey. Väter und Mütter bräuchten „Entlastungen und eine klare Perspektive“. Gleichzeitig fehlten den Kindern „immer dringender“ ihre Altersgenossen und den Vorschulkindern zudem die Vorbereitung auf den Übergang in die Grundschule.

Scheuer schließt Maskenpflicht in Zügen nicht aus

14.16 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schließt auf dem Weg zu einer weiteren Lockerung der Corona-Auflagen eine Maskenpflicht in Zügen nicht aus. “Natürlich ist diese Pflicht ein Thema, wenn wir wieder höher fahren”, sagte Scheuer am Donnerstag. Die Deutsche Bahn empfahl derweil, insbesondere im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sogenannte Alltagsmasken zu tragen. Dies werde auch den Bahnmitarbeitern dringend empfohlen, Masken würden auf Wunsch zu Verfügung gestellt.

 

Scheuer sagte im ARD-“Morgenmagazin”, ihm wäre es recht, “wenn wir noch stärker über den Schutz reden würden, auch der Passagiere”. Es gehe jetzt zunächst darum, die Beschaffung von Masken sicherzustellen. “Wir appellieren an die Fahrgäste, sich selbst zu schützen und andere zu schützen.” Jetzt laufe schrittweise der Betrieb wieder an, sagte er mit Blick auf ÖPNV, Personentransporte und Logistik. Das Runterfahren sei im Vergleich zum Hochfahren einfacher.

Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen am Mittwoch keine generelle Maskenpflicht beschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach aber eine “dringende” Empfehlung aus, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen “Alltagsmasken” zu tragen.

Die Deutsche Bahn erklärte am Donnerstag, sie schließe sich dieser Empfehlung an. Auf Wunsch werde den betroffenen Mitarbeiter ein Mund-Nasen-Schutz zu Verfügung gestellt. Dies gelte für alle Bereiche mit Kundenkontakt, neben der Zugbegleitung im Nah- und Fernverkehr auch für Bahnhöfe.

Corona-Krise: Eilantrag in Karlsruhe gegen Demo-Verbot zum Teil erfolgreich

12.29 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat zum ersten Mal einem Eilantrag gegen ein wegen der Corona-Schutzmaßnahmen verhängtes Verbot teilweise stattgegeben. Dabei ging es um mehrere in Gießen geplante Demonstrationen unter dem Motto “Gesundheit stärken statt Grundrechte schwächen – Schutz vor Viren, nicht vor Menschen”.

Die Behörden hatten die Demos nicht erlaubt. Dabei waren sie davon ausgegangen, dass die hessische Corona-Verordnung Versammlungen von mehr als zwei Personen, die nicht zusammenleben, generell verbiete. Tatsächlich bestehe zum Schutz der Versammlungsfreiheit aber ein Entscheidungsspielraum, teilte das Gericht in Karlsruhe am Donnerstag mit. Die Stadt Gießen muss nun neu entscheiden, ob die für Donnerstag- und Freitagnachmittag geplanten Demonstrationen unter Auflagen erlaubt oder trotzdem verboten werden.

Ivanka Trump ignoriert Corona-Regeln

11.53 Uhr: Eigentlich gelten in Washington D.C. gerade Ausgangs- und Reisebeschränkungen – nur für Präsidenten Tochter Ivanka offenbar nicht. Einem Bericht der „New York Times“ nach, ignorierte die 38-Jährige die Einschränkungen nun, um anlässlich des jüdischen Pessach-Fest in das für die Öffentlichkeit geschlossene Golfressort der Trump Organization in New Jersey zu reisen. Jared Kushner, Ivankas Mann, ist orthodoxer Jude. Gemeinsam mit ihrem Mann und den Kindern sei sie in das Ressort gereist.

Ivanka Trump warb zuletzt für das Einhalten der Abstandsregel sowie für freiwillige Selbstisolation. Die 38-Jährige verbreitete zudem auf Twitter ein Foto, das sie und ihre acht Jahre alte Tochter Arabella jeweils mit einem Mund-Nasen-Schutz zeigt. Die Masken hätten die beiden selbst gemacht, twitterte Trump. “Sie können online Anleitungen finden, wie man Masken macht”, schrieb sie weiter und rief ihre Anhänger dazu auf, den Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC zu folgen.

Deutlich mehr Coronavirus-Tote in Berlin als bisher bekannt

10.03 Uhr: Offiziell liegt die Sterberate in Berlin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, Recherchen des “rbb” ergeben jedoch andere Zahlen. Dies würde sich aus internen Sterbestatistiken der Berliner Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen erschließen.

Die Erklärung hierfür sei plausibel: Über die Osterfeiertage hätte sich ein Meldeverzug eingeschlichen. “Heute wurden zahlreiche Meldungen von (…) Todesfällen der letzten Tage nachgemeldet (…) Da in vielen Einrichtungen die Verwaltungen am Wochenende nicht anwesend ist, wurden die Meldungen mit ein bis zwei Tagen Verspätung übersandt”, soll es in einem senatsinternen Bericht heißen.

Doch das ist wiederum ein Problem, wenn zeitgleich über mögliche Lockerungen der Maßnahmen gegen die Pandemie diskutiert wird. So habe das auch Wolfgang Albers (Linke), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Abgeordnetenhaus, auf Anfrage von “rbb” bekräftigt: “Wenn wir die Sterblichkeitsrate der Krankheit wirklich erfassen wollen, dann brauchen wir transparente Zahlen.”

Denn über die Osterfeiertage sei die eigentliche Zahl der Toten enorm angestiegen. Den Berichten zufolge habe es seit Gründonnerstag 45 Todesfälle in Berliner Krankenhäusern und Pflegeheimen gegeben. Gabriel Hesse, Sprecher der Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), habe die Situation telefonisch erklärt: “Die behandelnden Ärzte haben einen Tag Zeit, den Gesundheitsämter die Verstorbenen zu melden, die Gesundheitsämter einen weiteren Tag, um die Meldung an die Landesämter für Gesundheit weiterzuleiten – und die Landesämter dann nochmal einen Tag, um die Zahlen an das Robert-Koch-Institut zu melden.”

Der rbb habe auf Nachfrage zunächst eine fahrige Erklärung erhalten. Dass nur 62 von den insgesamt 78 Kliniktoten gemeldet wurden, sei auf die Tatsache zurück zu führen, dass dabei “nur die Fälle von Berlinern gezählt werden.” Jeder Brandenburger sei in dieser Statistik nicht aufgeführt.

Erst später habe die Pressestelle der Berliner Gesundheitsverwaltung eingeräumt: “Bei Meldungen der Gesundheitsämter kann es auch zu Meldeverzögerungen und Änderungsmeldungen (z.B. über die Osterfeiertage) kommen.” Aus Datenschutzgründen könne jedoch keine weitere Frage zu den genauen Todeszahlen beantwortet werden.

 

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