Covid-19 News: 200 Neuinfektionen – Übersicht zu Kontaktsperre und Maskenpflicht

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Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 9 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 190.956 davon in Deutschland – wo es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt. Alle Neuigkeiten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: EU könnte US-Bürgern wegen Corona weiterhin Einreise verweigern (22.42 Uhr) +++ Zahl der akut Infizierten in Deutschland steigt auf 6400 (19.58 Uhr) +++ Corona-Ausbruch in Wiesenhof-Schlachtbetrieb (16.17 Uhr) +++

TOP-NEWS: EU könnte US-Bürgern wegen Corona weiterhin Einreise verweigern

22.42 Uhr: Die Europäische Union erwägt einem Medienbericht zufolge, US-Bürgern nach einer schrittweisen Öffnung der EU-Außengrenzen ab dem 1. Juli wegen der Coronavirus-Krise weiterhin die Einreise zu verwehren. Die “New York Times” berichtete am Dienstag, auf einer vorläufigen Liste mit Ländern, für die ab Anfang Juli weiter Einreiseverbote gelten sollten, stünden unter anderem die USA, Russland und Brasilien.

Grund für die Überlegungen ist demnach die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus in den USA. In den Vereinigten Staaten sind bereits mehr als 2,3 Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 120.000 Tote registriert worden – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Während die Corona-Beschränkungen bereits wieder gelockert werden, steigt die Zahl der Infektionen in zahlreichen US-Bundesstaaten derzeit stark an.

US-Präsident Donald Trump hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie ein Einreiseverbot für Reisende aus Europa verhängt. Einige Tage später verhängte die Europäische Union ebenfalls weitreichende Einreisebeschränkungen an den EU-Außengrenzen. Derzeit prüft die EU, zu welchen Drittstaaten die Grenzen ab dem 1. Juli geöffnet werden können. Innerhalb Europas sind die meisten Grenzen seit dem 15. Juni wieder für Reisende offen.

Das Krisenmanagement von US-Präsident Trump im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie wird seit Monaten scharf kritisiert. Zuletzt sorgte Trump mit der Aussage für Verwirrung, er habe seine Mitarbeiter aufgefordert, beim Testen “langsamer” zu machen. Tests seien ein “zweischneidiges Schwert”, weil mehr Tests zu mehr bestätigten Coronavirus-Infektionen führen würden.

Das Weiße Haus erklärte zwar umgehend, der Präsident habe einen Witz gemacht. Trump betonte am Dienstag aber, er mache keine Witze. Der US-Virologe und Präsidentenberater Anthony Fauci sagte gleichwohl am Dienstag bei einer Kongressanhörung, niemandem aus der Corona-Taskforce sei aufgetragen worden, das Testen zu verlangsamen.

Covid-19: Zahl der akut Infizierten in Deutschland steigt auf 6400

19.58 Uhr: Bislang haben sich in Deutschland 190.956 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervor. Noch am Montag lag die Zahl der positiven Tests bei 190.347. 8876 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut sind rund 175.700 Menschen inzwischen wieder genesen. Die Zahl der akut Infizierten liegt somit bei rund 6400. Das sind 200 Mehr als noch am Montag. Der R-Wert fiel am Dienstag leicht – auf 2,02 (Vortag: 2,76) . Somit steckt eine mit dem Virus infizierte Person im Durchschnitt zwei weitere Personen an.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 190.956, 8.876 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.419 (1.826 Todesfälle)
  • Bayern: 47.896 (2.568 Todesfälle)
  • Berlin: 7.974 (211 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.408 (170 Todesfälle)
  • Bremen: 1.657 (49 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.174 (229 Todesfälle)
  • Hessen: 10.613 (501 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 794 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.279 (623 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 41.415 (1.665 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.914 (235 Todesfälle)
  • Saarland: 2.761 (171 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.429 (220 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.857 (58 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.137 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.229 (178 Todesfälle)

Gesamt (Stand: 23.06.20, 19.54 Uhr): 190.956 (8.876 Todesfälle)

Vortag (Stand 22.06.20, 20.20 Uhr): 190.347 (8.862 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 175.700.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 2,02 (Stand 23.06.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

44 Corona-Infizierte in Gebäudekomplex in Berlin-Friedrichshain

16.41 Uhr: Bei 44 Bewohnern eines Gebäudekomplexes im Berliner Stadtteil Friedrichshain sind Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Aufgrund „einiger“ Coronafälle habe das Gesundheitsamt dort in der vergangenen Woche umfangreiche Testungen bei Kontaktpersonen vorgenommen, teilte eine Sprecherin des Bezirks am Dienstag auf Anfrage mit. Die betroffenen Haushalte wurden demnach unter Quarantäne gestellt. Die Menschen hätten keine Symptome gehabt.

Unter den Infizierten seien auch Kinder, hieß es. Schulen, Kitas sowie Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Schul- und Kitaaufsicht seien umgehend informiert worden. „An den betroffenen Schulen und Kitas werden nun ebenfalls Testungen angeboten“, erklärte die Sprecherin weiter. Die Menschen in Quarantäne würden vom Bezirksamt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt. Zuvor hatte unter anderem der „Tagesspiegel“ über den Fall berichtet.

Zu möglichen Hintergründen der Häufung von Fällen in dem Haus machte der Bezirk zunächst keine weiteren Angaben. Ob vielleicht ein Zusammenhang zu dem aktuellen Corona-Ausbruch in Berlin-Neukölln mit inzwischen knapp 100 bestätigten Fällen besteht, war zunächst nicht bekannt. Dort stehen rund 370 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne; Querverbindungen auch in andere Bezirke wurden vermutet.

TOP-NEWS: Corona-Ausbruch in Wiesenhof-Schlachtbetrieb

16.17 Uhr: Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs der PHW-Gruppe (“Wiesenhof”) in Wildeshausen (Kreis Oldenburg) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Eine am Montag erfolgte Reihentestung sei bei 23 von 50 Mitarbeitern positiv verlaufen, sagte ein Sprecher des Landkreises. Der PHW-Gruppe zufolge sollen alle mehr als 1100 Mitarbeiter des Schlachthofes auf eine Corona-Infektion getestet werden. PHW hält eine Mehrheitsbeteiligung an dem Schlachthof Geestland Putenspezialitäten.

Zwölf der infizierten Mitarbeiter wohnen im Landkreis Oldenburg. Zusammen mit dem Unternehmen sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Ursachen aufzuarbeiten, sagte Landrat Carsten Harings (parteilos).

Schon Anfang Juni waren mehr als 1100 Mitarbeiter getestet worden, dabei wurde ein Infektionsfall entdeckt. Von den aktuell 23 Infizierten waren dem Landkreis zufolge zuvor 22 negativ getestet worden. Ein neuer Mitarbeiter sei bei den Tests Anfang Juni noch nicht dabei gewesen. Zur Unterstützung bei der weiteren Kontaktermittlung forderte die Kreisverwaltung beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt zusätzliche Containment-Scouts an.

Am Sonntag erhielt die Kreisverwaltung Hinweise auf die Infektionen, als eine Mitarbeiterin mit Symptomen positiv auf Corona getestet wurde. Eine weitere Person aus Wildeshausen wurde auch positiv getestet. Diese arbeitet nicht in dem Schlachthof, die beiden kennen sich aber und haben Kontakt. Das Gesundheitsamt verfügte für Kontaktpersonen ersten Grades und für Arbeitskollegen sofortige Quarantäne.

Sachsen-Anhalt will Kontaktbeschränkungen lockern

13.25 Uhr: In Sachsen-Anhalt sollen die coronabedingten Kontaktsperren weiter gelockert werden. Ab Anfang Juli solle nur noch die Empfehlung gelten, sich mit nicht mehr als zehn Menschen zu treffen und möglichst wenige wechselnde Kontakte zu haben, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag in Magdeburg. Auf Bußgelder solle verzichtet werden.

Corona: Berlin schafft Kontaktbeschränkungen ab

12.38 Uhr: In Berlin fallen die Kontaktbeschränkungen weg. Das hat der Senat am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschlossen. Bisher gilt, dass sich in der Hauptstadt wegen der Corona-Pandemie maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Berliner Bussen und Bahnen wird künftig ein Bußgeld fällig. Eine Pflicht, Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gilt seit Ende April.

Zudem dürfen wieder mehr Menschen gleichzeitig in Geschäfte. Der bisher gültige Richtwert von maximal einer Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche wird auf 10 Quadratmeter gesenkt.

Sachsen-Anhalt will ab Juli Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen erlauben

12.30 Uhr: In Sachsen-Anhalt sollen von Anfang Juli an wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen unter freiem Himmel möglich sein. Das gab die Staatskanzlei am Dienstag in Magdeburg bekannt. Die siebte Eindämmungsverordnung gegen die Ausbreitung des Coronavirus soll am 30. Juni beschlossen werden und bis zum 16. September gelten. Zudem sollen auch Sportwettkämpfe wieder angesetzt werden können. “Wir geben den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Eigenverantwortlichkeit zurück”, teilte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit.

In geschlossenen Räumen soll eine maximale Teilnehmerzahl auf 250 Menschen begrenzt werden. Vom 1. September sei die Zahl auf 500 Menschen beschränkt. Die Regelungen gelten den Angaben zufolge für “fachkundig organisierte Veranstaltungen”. Im privaten Raum soll mit 50 statt bisher 20 Menschen gefeiert werden können.

RKI informierte über neueste Entwicklungen in der Corona-Krise – das Wichtigste in Kürze

11.08 Uhr: Am Vormittag hat das Robert-Koch-Institut über die neuesten Entwicklungen in der Corona-Krise informiert. Die wichtigsten Aussagen von RKI-Chef Lothar Wieler und RKI-Mitarbeiterin Ute Rexroth in Kürze:

  • “Wir sehen, dass seit letztem Dienstag diese Zahlen wieder ansteigen”, so RKI-Chef Wieler und verbindet die Entwicklungen mit “einzelnen Infektionsgeschehen”
  • Insgesamt sind in Deutschland 190.660 Infektionsfälle übermitteln worden – davon sind 8850 Personen verstorben. Das ergibt eine Sterberate von 4,7 Prozent
  • RKI-Chef Wieler meint, dass die Temperatur und vermehrte Bildung von Aerosolen in Schlachthöfen zu den vermehrten Infektionsfällen geführt haben könnten
  • Im Iran sieht Wieler derzeit eine zweite Infektionswelle

Corona-Soforthilfe-Betrug: Razzien in Berlin, auch Moschee betroffen

09.30 Uhr: Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen sind in Berlin erneut mehrere Objekte, darunter eine Moschee, durchsucht worden. Der Verdacht richte sich gegen zwei Männer aus der islamistischen Szene, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstagmorgen per Twitter mit. Nach ersten Angaben der Polizei wurden seit 7.00 Uhr drei Objekte durchsucht. Dazu gehörte auch die Moschee in Berlin-Tempelhof. Rund 250 Polizisten seien an dem Einsatz beteiligt, hieß es.

Die Polizei sperrte die Straße, an der die Moschee liegt, am Morgen ab. Das Gebäude liegt in einem Hinterhof im hinteren Teil eines Gewerbegebiets. Auch Spürhunde waren im Einsatz. In den vergangenen Wochen war es bereits mehrfach zu Durchsuchungen in der salafistischen Szene wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen gekommen. Bereits im Mai hatten Polizisten Wohnungen und Autos von fünf Mitgliedern der salafistischen Szene in Berlin durchsucht. Die Männer stehen im Verdacht, Corona-Soforthilfen für Kleinbetriebe bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt und teilweise auch erhalten zu haben, obwohl sie keinen Anspruch darauf hatten, hatte damals die Polizei berichtet.

Die Verdächtigen seien teilweise dem inneren Kreis der mittlerweile verbotenen Fussilet Moschee zuzurechnen. Vor rund zwei Wochen hatten Polizei und Staatsanwaltschaft zudem einen weiteren Verdachtsfall ans Licht gebracht. Ein Mann soll mit Komplizen in nur einem Monat 145 000 Euro Soforthilfen erschlichen haben – und kam in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte.

Kommen in Berlin Bußgelder? Jeder Dritte trägt in Bus und Bahn keine Maske

09.01 Uhr: In Berlin berät der Senat an diesem Dienstag neben weiteren Corona-Lockerungen auch über die Einführung von Bußgeldern bei Verstößen gegen die Maskenpflicht im Einzelhandel und dem öffentlichen Personennahverkehr. 30 Prozent der Fahrgäste würden laut Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) keine Maske tragen. SPD und Grüne sind für Bußgelder, Die Linke hingegen für eine andere Lösung.

“Unser Vorschlag ist es, das über die allgemeinen Beförderungsbedingungen zu regeln”, sagte der rechtspolitische Sprecher der Linksfraktion in Berlin, Sebastian Schlüsselburg, am Dienstag im Interview mit dem Inforadio des “RBB”. Dies wäre seiner Meinung nach nicht nur einfacher umzusetzen, sondern auch gerechter. “Wir würden damit am Verhalten der Leute ansetzen und nicht in den Geldbeutel der Leute greifen”, sagte er weiter. Kontrolleure sollten bei der Fahrscheinkontrolle die Maskenpflicht mitkontrollieren. Bußgelder hingegen seien nicht effektiv genug, um die Tragequote von Masken im ÖPNV zu verbessern.

Von Frankfurt nach Shanghai: Lufthansa fliegt wieder nach China

08.38 Uhr: Nach der Zwangspause wegen des Coronavirus-Ausbruchs nimmt der Lufthansa-Konzern wieder Linienflüge auf das chinesische Festland auf. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, soll es ab Mittwoch (24. Juni) jeweils einmal pro Woche eine Verbindung von Frankfurt nach Shanghai geben. Ein weiterer Flug ist jeden Freitag von Shanghai nach Frankfurt angesetzt. Laut Lufthansa sind es die ersten regulären Flüge der Gruppe nach Festlandchina seit Ende Januar. 

“Die Flüge zwischen Shanghai und Frankfurt sind hoffentlich nur die ersten von weiteren Lufthansa Group Verbindungen in den kommenden Wochen und Monaten zwischen Festlandchina und unseren Heimatmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz”, sagte Veli Polat, China-Vertriebschef der Lufthansa, laut Mitteilung. Für Ausländer ist es weiterhin schwierig nach China einzureisen. Infolge des Coronavirus-Ausbruchs hatte die Volksrepublik Visa und Aufenthaltsgenehmigungen ausgesetzt. Einreisen sind derzeit nur mit Sondergenehmigungen möglich.  

Kunden sollten laut Lufthansa bei der Planung ihrer Reise die aktuellen Einreise- und Quarantänevorschriften der jeweiligen Destinationen beachten. Während der gesamten Reise könne es aufgrund der verschärften Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zu Einschränkungen kommen, beispielsweise durch längere Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen der Flughäfen. Seit dem 8. Juni sind alle Fluggäste der Lufthansa verpflichtet, während der gesamten Reise eine Mund-Nasen-Bedeckung an Bord zu tragen. 

503 registrierte Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert bei 2,76

05.57 Uhr: Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 503 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190 862 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Datenstand 23.06., 0 Uhr).

8895 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland – das bedeutet ein Plus von 10 im Vergleich zum Vortag. Etwa 175 700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 22.6., 0.00 Uhr, bei 2,76 (Vortag: 2,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 22.6., 0.00 Uhr, auf 1,83 (Vortag: 2,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

TOP-NEWS: Eines mit Symptomen: Neugeborene Drillingsbabys in Mexiko mit Corona infiziert

Dienstag, 23. Juni, 03.44 Uhr: In Mexiko sind Drillinge nach offiziellen Angaben vermutlich mit Coronavirus-Infektionen zur Welt gekommen. Sie waren wenige Stunden nach ihrer Geburt am Mittwoch getestet worden, weil es sich um Frühgeburten handelte, wie die Gesundheitsministerin des Bundesstaates San Luis Potosí, Mónica Rangel, am Montag (Ortszeit) mitteilte. Bei allen drei Babys – zwei Jungen und ein Mädchen – fiel das Ergebnis den Angaben nach positiv aus. Eines von ihnen habe Symptome der Lungenkrankheit Covid-19. Die Eltern hätten keine Symptome, seien aber isoliert und getestet worden – die Ergebnisse stünden noch aus.

Es sei unmöglich, dass sich die Kinder nach ihrer Geburt angesteckt hätten, sagte Rangel. Man werde untersuchen, ob sich das Virus über die Plazenta übertrage. Es hatte zuvor vereinzelt Berichte aus anderen Ländern über Neugeborene gegeben, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 auf die Welt gekommen waren.

In Mexiko wurden inzwischen mehr als 185.000 Infektionen mit dem Coronavirus und 22.584 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung offiziell registriert. Das nordamerikanische Land gehört derzeit zu den Brennpunkten der globalen Pandemie.

Bundesländer melden nur drei neue Todesfälle

20.30 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in der Corona-Pandemie ist nur geringfügig gestiegen – um drei Fälle auf jetzt 8862 Todesopfer. Das Bundesland Baden-Württemberg hat allerdings seit Samstag keine aktuellen Zahlen mehr veröffentlicht. Und: Am Montag haben meistens noch nicht alle Todesfälle vom Wochenende Eingang in die Statistiken gefunden.

Die Reproduktionszahl, also der Wert, der anzeigt, wie viele weitere Menschen ein mit dem Coronavirus Infizierter ansteckt, ist inmitten des Corona-Gaus im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück und weiteren Hotspots in Göttingen, Berlin-Neukölln und Madgeburg weiter hoch. Der R-Wert kletterte in den vergangenen Tagen rasant von 0,86 über 1,06 und 1,79 auf 2,78 am Wochenende und jetzt auf 2,76.

Der vom Robert-Koch-Institut ermittelte R-Wert schwankt in Zeiten von niedrigeren Neuinfektionen sehr, verursacht etwa durch einzelne Ausbrüche. Deswegen ist dieser Zahl etwas weniger Aufmerksamkeit als noch in der Hochphase der Pandemie beizumessen.

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