Covid-19 News: NRW lockert Corona-Beschränkungen – größere Privatfeiern erlaubt

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Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Bereits mehr als 7,2 Millionen Menschen haben sich weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert – 185.416 davon in Deutschland. 400.000 Menschen sind bereits an Covid-19 gestorben. Alle Meldungen zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: NRW lockert Corona-Beschränkungen: größere Privatfeiern erlaubt (13.05 Uhr) +++ 3,3 Milliarden Euro fehlen: Jetzt verklagen Masken-Hersteller die Regierung  (11.41 Uhr) +++ Ex-Botschafter Grenell: US-Grenzen zuerst für Deutsche öffnen (23.11 Uhr) +++ Offenbar massiver Betrug bei Corona-Soforthilfen in Berlin (21.23 Uhr) +++ Bundesländer melden 420 neue Fälle – R-Wert fällt wieder unter 1 (19.59 Uhr) +++ Virus-Ausbruch in Dortmunder Klinikum: 15 Corona-Fälle (19.25 Uhr) +++

TOP-NEWS: NRW lockert Corona-Beschränkungen: größere Privatfeiern erlaubt

13.05 Uhr: Nordrhein-Westfalen lockert weitere Corona-Schutzmaßnahmen. Von Montag (15. Juni) an dürfen wieder mehr Kunden gleichzeitig Geschäfte betreten, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit. Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Zuschauern sind unter bestimmten Auflagen wieder erlaubt. Auch private Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagsfeiern mit maximal 50 Teilnehmern sind dann wieder möglich, wenn Auflagen zur Rückverfolgung und Hygiene- und Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Bars sowie Wellnesseinrichtungen und Erlebnisbäder können ihren Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen. Erleichterungen gelten auch für Sportarten mit Körperkontakt. Sie sind ab Montag auch in geschlossenen Räumen für Gruppen bis zu zehn Personen, im Freien für Gruppen bis zu 30 Personen wieder zulässig. Sportwettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport können unter Auflagen auch in Hallen wieder stattfinden.

Die grundsätzlichen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bleiben bestehen. Auch Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

TOP-NEWS: 3,3 Milliarden Euro fehlen: Jetzt verklagen Masken-Hersteller die Regierung

11.41 Uhr: Insgesamt sollen laut „Bild“ 738 Verträge zwischen Schutzartikelhändlern und Bundesregierung abgeschlossen worden sein, um den Masken-Mangel zu Beginn der Corona-Krise zu bewältigen. Dabei sollen Kosten von über 4,5 Milliarden Euro entstanden sein. Wie Ministeriumssprecher Oliver Ewald allerdings der Zeitung sagte, ständen nur „1,2 Milliarden Euro Haushaltmittel zur Begleichung der Rechnungen zu Verfügung.“

Die Händler wollen dennoch ihr Geld und klagen. Am Landgericht Bonn beispielsweise sollen bereits drei Millionen-Klagen vorliegen. Rechtsanwalt Christoper Partsch, der eine dieser Klagen für einen Schutzartikelhändler eingereicht hat, sagt: „Verträge sind einzuhalten – auch wenn die vorhandenen Haushaltsmittel nicht ausreichen sollten.“

Bei der Bezahlung der Masken gibt es schon seit längerer Zeit Probleme und Verzögerungen. So müsse die Ware zunächst überprüft werden, da 20 Prozent der gelieferten Ware nach der TÜV-Prüfung mangelhaft sei. Von den rund eine Milliarden FFP2-Masken, die bestellt wurden, konnten bisher nur 150 Millionen ausgeliefert werden.  

„Es haben alle Lieferanten Abschläge gezahlt bekommen. Wir wollen nicht, dass jemand insolvent wird, aber ich überweise auch kein Geld für Ware, die wir nicht qualitätsgeprüft haben“, so Gesundheitsminister Jens Spahn zu den Zahlungsverzögerungen.

Saftige Strafe für belgischen Prinzen Joachim nach Corona-Party

07.17 Uhr: Der belgische Prinz Joachim hat in Spanien gegen die Corona-Auflagen verstoßen und muss daher eine Strafe von 10.400 Euro zahlen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus örtlichen Regierungskreisen. Die Website “El Confidencial” hatte zuerst unter Berufung auf die andalusischen Gesundheitsbehörden über den Fall berichtet.

Demnach war “eine Person aus Belgien” Ende Mai eingereist und hatte mit knapp 30 Freunden und Bekannten in einem Wohnhaus in Cordoba gefeiert. Die Zusammenkunft von mehr als 15 Menschen ist dort zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verboten. Zwei Tage nach der Party sei “dieselbe Person aus Belgien” positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

25 Infizierte nach Corona-Ausbruch in spanischem Krankenhaus

07.16 Uhr: Ein Krankenhaus in Nordspanien hat sich als neuer Infektionsherd des Coronavirus erwiesen. Bislang seien im Basurto-Universitätskrankenhaus in Bilbao 25 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, ein infizierter Patient sei gestorben, sagte der Leiter der Einrichtung, Eduardo Maiz, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Nun würden alle 4500 Mitarbeiter des öffentlichen Krankenhauses im Baskenland getestet. Die Besuche wurden eingeschränkt.

Kurz zuvor waren am Montag im Baskenland fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. In Spanien haben sich bisher nach offiziellen Angaben 242.280 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert, 27.136 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Spanien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas.

Mehr als zwei Millionen Infizierte in den USA

05.42 Uhr: Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in den USA seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ging in der Nacht zum Donnerstag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Landesweit starben bisher knapp 113.000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. Hinter den USA liegt Brasilien mit rund 772.000 Infizierten, gefolgt von Russland mit knapp einer halben Million infizierter Menschen.

Die zweithöchste Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus meldete zuletzt Großbritannien mit knapp 41.000, dahinter liegt Brasilien mit rund 40.000.

555 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

05.32 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 555 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.416 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 11.6., 0 Uhr).

8755 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland – das bedeutet ein Plus von 26 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist wieder unter die kritische Marke von 1,0 gesunken und liegt nun bei 0,86 (Datenstand 10.6., 0 Uhr). Am Vortag hatte er bei 1,11 gelegen.

Hilfe für Bedürftige: Armutsforscher schlägt Abwandlung des Solis vor

Donnerstag, 11. Juni, 01.14: Der Kölner Politologe und Armutsforscher Christoph Butterwegge hat das Konjunkturprogramm der großen Koalition, das am Freitag vom Kabinett verabschiedet wird, als unsozial bezeichnet. „Dieses Konjunkturprogramm setzt einen starken Impuls für die Wirtschaft, mir gefällt aber nicht, dass rund 100 Milliarden auf die Unternehmen und nur 30 Milliarden auf Konsumenten, Arbeitnehmer, Transferleistungsbezieher und ihre Familien entfallen. Man hat den Eindruck, dass die Ärmsten vergessen wurden“, sagte der Professor der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Eine gezielte Unterstützung von Bedürftigen wäre meines Erachtens nicht bloß moralisch geboten, sondern auch ökonomisch sinnvoll, weil dadurch die Massenkaufkraft gestärkt und die Binnenkonjunktur angekurbelt würde“, ergänzte Butterwegge.

Der Kölner Politologe machte auch einen Vorschlag für die spätere Finanzierung eines solchen Programms. „Weitere Steuersenkungen für Spitzenverdiener und Vermögende wären jetzt ein falsches Signal. Vielmehr sollte man den Solidaritätszuschlag in voller Höhe beibehalten und in einen Corona-Soli umwandeln“, sagte er der Zeitung. Zugleich sprach er sich für eine Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge aus. „Das würde den Menschen zugutekommen, die wie Obdachlose, Erwerbslose, Pflegebedürftige, Behinderte oder Flüchtlinge besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind.“ Der Bund müsse deshalb die Kommunen in die Lage versetzen, für solche Menschen Angebote zu schaffen, also etwa Jugendzentren, Begegnungsstätten, Sanitärstationen und Frauenhäuser. Butterwegge: „Ich nenne das den Bereich der Fundamentalökonomie.“

TOP-NEWS: Ex-Botschafter Grenell: US-Grenzen zuerst für Deutsche öffnen

23.11 Uhr: Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hält es für sinnvoll, den US-Einreisestopp im Zuge der Corona-Pandemie als erstes für deutsche Bürger wieder aufzuheben. Die USA hätten den Wunsch, “die Grenzen zu öffnen und ich glaube, es ist durchaus sinnvoll, dass Deutschland wirklich das erste Land ist, weil es so gute Arbeit geleistet hat”, sagte Grenell im Gespräch mit “Bild live”. Zugleich sagte er: “Wir sollten das langsam angehen lassen.” Er brachte einen Testlauf ins Gespräch, bei dem München mit amerikanischen Zielen verbunden werden könnte.

US-Präsident Donald Trump hatte im März wegen der Ausbreitung des Coronavirus in mehreren europäischen Staaten einen Einreisestopp für Menschen aus Europa verhängt. Derzeit dürfen Reisende aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland bis auf Ausnahmen nicht in die USA einreisen. Die Maßnahme hatte die Regierung auch mit der grenzüberschreitenden Reisefreiheit innerhalb des Schengen-Raums begründet: Der freie Personenverkehr erschwere es, die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren, hieß es. Deshalb wird erwartet, dass der Einreisestopp insgesamt aufgehoben wird – und nicht für ein Land.

Grenell ist Anfang Juni nach gut zwei Jahren als US-Botschafter in Deutschland zurückgetreten. Er ist ein enger Vertrauter von Präsident Trump.

TOP-NEWS: Offenbar massiver Betrug bei Corona-Soforthilfen in Berlin

21.23 Uhr: Zehntausende Berliner haben nach Beginn der Corona-Krise Soforthilfen für Unternehmer erhalten – doch nicht alle waren dazu berechtigt. Die Zahl der Betrugsfälle könnte sogar deutlich höher sein, als bislang angenommen. Wie der Berliner “Tagesspiegel” unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet, wurde Anfang Mai noch in 125 Fällen wegen Subventionsbetrugs ermittelt – Ende Mai bereits in 500 Fällen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin sagte dem “Tagesspiegel”: “Täglich werden inzwischen 40 neue Verfahren eröffnet.” Laut eines Sprechers der landeseigenen Förderbank IBB wird inzwischen bereits in 880 Fällen ermittelt. Wie die Zeitung berichtet, ist auch die Schadenssumme zuletzt drastisch gestiegen – von 200.000 Euro Anfang April auf vier Millionen Euro Ende Mai. Und die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen.

Bis zum 30. April hatte die IBB Soforthilfen an gut 207.000 Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige genehmigt. Durchschnittlich lag der Zuschuss bei 8502 Euro. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 1,76 Milliarden Euro. Ulrich Nußbaum, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, geht davon aus, dass nur rund 170 000 Unternehmer überhaupt für eine Antragstellung in Betracht kommen.

Der jüngste Betrugsverdacht dreht sich um einen 30-Jährigen, der für seinen nicht mehr aktiven Edelmetallhandel mit einem Geschäftspartner insgesamt 145.000 Euro von der Investitionsbank kassiert haben soll. Vom 31. März bis zum 30. April seien zehn Anträge gestellt worden.

Der 30-Jährige soll dafür nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem Partner mittellose Personen veranlasst haben, Konten zu eröffnen und eine unternehmerische Tätigkeit vorzutäuschen, um dann Gelder aus Corona-Soforthilfeprogrammen zu bekommen.

Die Staatsanwaltschaft geht von weiteren Betrugsfällen sowie Verdächtigen aus. Über mehrere Gesellschaften des 30-Jährigen sollen insgesamt 200 000 Euro erschlichen worden sein. Es werde weiter ermittelt, hieß es.

Saarland plant weitere Lockerung der Corona-Regeln

21.04 Uhr: Die saarländische Landesregierung hat weitere Beschränkungen im Kampf gegen das Corona-Virus gelockert. Am kommenden Montag, 15. Juni, dürften bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wieder 50 Personen und unter freiem Himmel bis zu 100 Personen zusammenkommen, wie die Regierung am Mittwochabend in Saarbrücken mitteilte. Voraussetzung sei unter anderem, dass die Adresse notiert und der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Die neue Verordnung gilt bis zum 28. Juni 2020.

Gaststätten dürfen demnach wieder rund um die Uhr geöffnet sein. Für den Kurs-, Trainings-, Sport- und Tanzschulbetrieb wurde die Gruppengröße von 10 auf maximal 20 Personen erhöht. Auch Zuschauer seien unter Auflagen wieder zugelassen. Bis zu zehn Chor-Mitglieder dürfen zusammen drinnen proben, wenn sie sich unter anderem an das Abstandsgebot halten. Unter dieser und weiteren Voraussetzungen dürfen auch Saunaanlagen wieder öffnen.

Bundesländer melden 420 neue Fälle – R-Wert fällt wieder unter 1

19.59 Uhr: In Deutschland sind bislang 185.049 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien am Mittwoch hervor. Das sind 420 Fälle mehr als noch am Dienstag. Bislang sind 8718 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben – 16 mehr als am Vortag. Kein Bundesland blieb dabei ohne neue Corona-Fälle. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein meldeten jeweils nur eine Neuinfektion.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut bei 170.700. Somit gibt es derzeit nur noch gut 5600 aktiv Infizierte. Der R-Wert ist wieder gesunken und liegt bei 0,86. Dieser gibt an, wie viele weitere Personen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Am Dienstag lag der Wert noch bei 1,10.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 185.049, 8718 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.005 (1801 Todesfälle)
  • Bayern: 47.496 (2527 Todesfälle)
  • Berlin: 7135 (208 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3303 (169 Todesfälle)
  • Bremen: 1568 (43 Todesfälle)
  • Hamburg: 5125 (226 Todesfälle)
  • Hessen: 10.256 (485 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 778 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 12.685 (611 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 38.844 (1636 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6813 (231 Todesfälle)
  • Saarland: 2748 (170 Todesfälle)
  • Sachsen: 5338 (216 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1729 (56 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3114 (148 Todesfälle)
  • Thüringen: 3112 (171 Todesfälle)

Gesamt (Stand 10.06., 19.32 Uhr): 185.049 (8718 Todesfälle)

Vortag (Stand 09.06., 19.05 Uhr): 184.629 (8702 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 170.700.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,87 (Stand 10.06.)

TOP-NEWS: Virus-Ausbruch in Dortmunder Klinikum: 15 Corona-Fälle

19.25 Uhr: Im Klinikum Dortmund ist es zu einem Ausbruch der Krankheit Covid-19 gekommen. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, wurden neun Mitarbeiter und sechs Patienten positiv auf das Coronavirus Sars-Cov-2 getestet. Ein 82 Jahre alter Patient, sei an den Folgen der Infektion gestorben, hieß es. Die “Ruhr Nachrichten” hatten zuvor über den Ausbruch berichtet.

Das größte Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen hat nach eigenen Angaben rund 4155 Mitarbeiter und verfügt über gut 1420 Betten. Jährlich werden dort mehr als 250 000 Patienten ambulant oder stationär behandelt.

Nach Stadtangaben wurden bislang insgesamt 2450 Mitarbeiter und Patienten auf das Virus getestet. Demnach habe das Klinikum Anfang Juni eine Coronavirus-Infektion bei einem Patienten gemeldet. Der Patient sei bei seiner Aufnahme zwei Wochen zuvor noch negativ getestet worden, hieß es. Daraufhin seien Personal und Patienten untersucht und so weitere Fälle entdeckt worden.

Im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen im Klinikum seien bisher 49 Personen unter Quarantäne gestellt worden. Man habe die Lage im Griff, zitierte die Zeitung eine Stadtsprecherin.

Robert Koch-Institut zufrieden mit Corona-Studie in Kupferzell

19.06 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat seine Untersuchungen im Corona-Hotspot Kupferzell beendet und wertet die gesammelten Daten jetzt aus. Mehr als 2100 Menschen aus der Gemeinde im Hohenlohekreis wurden in den vergangenen drei Wochen befragt. “Wir freuen uns sehr über die starke Beteiligung”, erklärte Thomas Lampert vom RKI am Mittwoch in einer Mitteilung des Landratsamts. “Wir sind sehr dankbar für die große Motivation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir hier vor Ort erfahren haben.”

Erste Ergebnisse sollen in vier Wochen vorgestellt werden. Vom 23. Juni an wird die Studie “Corona Monitoring lokal” in Bad Feilnbach (Bayern) fortgeführt. Insgesamt sollen die Daten von 8000 Menschen in vier besonders vom Coronavirus betroffenen Gemeinden erhoben werden. In Kupferzell hatten sich viele Menschen bei einem Kirchenkonzert am 1. März angesteckt.

Die Forscher wollen herausfinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das Virus gebildet haben. Außerdem erhoffen sie sich Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome. Sie wollen zudem erfahren, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass Betroffene ins Krankenhaus müssen.

Nachbarländerkrach: Bayern kritisiert Thüringens Covid-19-Kurs als “unverantwortlich”

15.49 Uhr: Bayerns Staatsregierung hat die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zur Corona-Bekämpfung im Nachbarland Thüringen massiv kritisiert. “Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält”, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Obwohl die Infektionszahlen in ganz Deutschland zurückgingen, “sind wir noch nicht über dem Berg”. Sie verwies in dem Kontext insbesondere an die aus bayerischer Sicht “leicht erhöhten Infektionszahlen genau an der Grenze zu Thüringen und auch in Thüringen selbst, etwa im Landkreis Sonneberg”.

“Ganz wichtig ist nun, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden”, betonte sie. Umsicht und Vorsicht müssten weiter das Handeln bestimmen. Die erzielten Erfolge dürften nicht verspielt werden.

TOP-NEWS: Italien: Angehörige von Covid-19-Toten erstatten Anzeige gegen Unbekannt

15.31 Uhr: “Noi denunceremo” – “Wir klagen an”: So heißt eine italienische Facebook-Gruppe, in der Angehörige von Corona-Toten die Leidensgeschichten ihrer Familienmitglieder teilen. Wie die “Tagesschau” berichtet, zählt die Gruppe inzwischen mehr als 56.000 Mitglieder – auch Bürger, die nicht unmittelbar betroffen sind, hätten sich der Bewegung angeschlossen.

Dem Bericht zufolge hätten heute zahlreiche Corona-Hinterbliebene auf dem Piazza Dante in Bergamo vor dem Gebäude, in dem die Staatsanwaltschaft ihren Sitz hat, protestiert. Sie sollen zum sogenannten “Denuncia Day” aufgerufen haben, insgesamt 50 Anzeigen seien gegen Unbekannt erstattet worden. Denn mehr als die Hälfte der italienischen Corona-Toten stammt aus der Region Lombardei, in der auch Bergamo liegt.

Die “Tagesschau” zitiert den Facebook-Gruppen-Gründer Stefano Fusco mit den Worten: “Es geht um Gerechtigkeit. Wir wollen keine Entschädigungen, auch weil uns selbst alles Gold der Erde das nicht zurückgeben könnte, was Covid uns genommen  hat.” Fusco bemängelt demnach den Corona-Umgang in Italien im Allgemeinen. Die Staatsanwaltschaft solle feststellen, ob es Verantwortliche für die Corona-Toten gebe. Dennoch sei es nicht möglich, den einen Verantwortlichen auszumachen, so Fusco. “Das kann von dem Leiter eines Gesundheitsamtes bis zum Präsidenten einer Region oder dem Gesundheitsminister gehen”, zitiert ihn die “Tagesschau”.

Um zwei Wochen: NRW verlängert Maskenpflicht bis 29. Juni

15.08 Uhr: Nordrhein-Westfalen verlängert die Maskenpflicht um zwei Wochen bis zum 29. Juni. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der “WAZ” mit. Seit 27. April gilt die Pflicht in NRW, etwa beim Betreten von Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem gilt sie auch überall dort, wo ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, etwa in Warteschlangen.

Elon Musk wollte sich nicht an Corona-Regeln halten – jetzt sind mehrere Mitarbeiter infiziert

14.53 Uhr: Tesla hatte die Produktion in Kalifornien noch vor der Genehmigung durch die Behörden wieder aufgenommen – das könnte sich nun rächen. Wie zwei Mitarbeiter, die anonym bleiben wollen, der “Washington Post” verrieten, soll es in dem Unternehmen mehrere Corona-Fälle geben.

Positiv getestet worden seien Angestellte, die in einer Fabrik für Autositze, die einige Kilometer von Teslas Hauptfabrik in Fremont entfernt liegt, arbeiten. Die Infizierten blieben nun jedoch der Arbeit fern, heißt es im Bericht der “Washington Post”. Die Mitarbeiter zeigten sich dem Blatt gegenüber zudem besorgt über die mangelhaften Corona-Schutzmaßnahmen bei Tesla.

Covid-19 TOP-NEWS: Grenzkontrollen enden: EU-Bürger dürfen ab Dienstag wieder nach Deutschland

13.57 Uhr: An den deutschen Grenzen soll vom kommenden Dienstag an weitgehend Normalbetrieb herrschen. EU-Bürger dürfen dann wieder ohne triftigen Grund einreisen. Mit der Beendigung der Kontrollen sei dann die Freizügigkeit in der Europäischen Union wieder hergestellt, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch in Berlin, nachdem er die Neuerungen im Kabinett vorgestellt hatte. Die Mitte März verhängten Kontrollen sollten bereits in den kommenden Tagen allmählich heruntergefahren werden, sowohl mit Blick auf die Zahl der Kontrollposten als auch der eingesetzten Bundespolizisten.

EU-Bürger sowie Schweizer können gemäß dem Beschluss der Bundesregierung ab dem 16. Juni wieder ungehindert, also ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften, einreisen. Auch Menschen aus Norwegen, Liechtenstein und Island, die besondere Beziehungen zum Schengen-Raum pflegen, sowie aus Großbritannien brauchen künftig keinen triften Einreisegrund mehr.

Die Kontrollen für Ausländer, die mit dem Flugzeug aus Spanien kommen, enden allerdings erst am 21. Juni. Denn auch Spanien lässt dann erst – in den ersten acht Tagen begrenzt auf einige Ferieninseln – die ersten Touristen ins Land.

Wer aus Schweden einreist, muss sich weiterhin darauf einstellen, zunächst einmal einige Zeit daheim zu verbringen. Denn in fast allen Bundesländern gibt es eine Landesverordnung, die jeden zur Quarantäne verpflichtet, der aus einem EU-Staat mit relativ vielen Corona-Infizierten einreist. Als Grenze gilt hier eine Zahl von mehr als 50 Neu-Infizierten pro 100 000 Einwohner – kumulativ in den letzten sieben Tagen. Dies ist seit der vergangenen Woche in Schweden der Fall. Eine Ausnahme bilden dabei nur Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Um mögliche Lockerungen der Einreisesperre für Bürger aus Nicht-EU-Staaten solle es in einer der nächsten Kabinettssitzungen gehen, sagte Seehofer. Die meisten EU-Staaten seien sich einig, die europaweite Sperre bis Ende des Monats beizubehalten. Es gehe nun darum, europäische Kriterien für die Einstufung von Risikostaaten zu finden, bei denen man vorsichtiger bleiben will.

Österreich erlaubt Reisen in fast alle Länder der EU

Mittwoch, 10. Juni, 12.27 Uhr: Österreich wird vom 16. Juni an das Reisen in die meisten Länder Europas wieder erlauben. Dazu gehöre auch das besonders von der Corona-Pandemie betroffene Nachbarland Italien, sagte Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch in Wien. Die Zahlen der Corona-Infektionen in den insgesamt 31 Ländern, in die wieder ohne Einschränkung gereist werden darf, seien niedrig genug Ausgenommen sind Schweden, Großbritannien, Portugal und zunächst auch Spanien.

Für die besonders betroffene norditalienische Region Lombardei gelte weiterhin eine teilweise Reisewarnung, so Schallenberg. “Wenn sie die Koffer packen, vergessen sie den Hausverstand nicht”, mahnte der Minister die Einhaltung der Hygieneregeln auch im Ausland an. Er warb erneut für einen Urlaub in Österreich.

Österreich selbst verzeichnet weiterhin sehr niedrige Infektionszahlen. Der Zuwachs binnen eines Tages habe zuletzt rund 0,2 Prozent betragen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. “Wir sind noch nicht über den Berg”, warnte Anschober zugleich vor einem Nachlassen der Wachsamkeit.

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