Covid-19 News: Tschechien führt Corona-Ampel für Touristen ein

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Die Coronavirus-Pandemie hält die gesamte Welt weiterhin in Atem: Weit mehr als fünf Millionen Menschen haben sich weltweit bereits mit dem neuartigen Erreger Sars-CoV-2 infiziert – 182.055 davon bisher in Deutschland. Alle Meldungen zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen – und führt Corona-Ampel ein (22.56 Uhr) +++ Ein Bundesland erstmals seit 3 Monaten ohne Neu-Infektionen (19.31 Uhr) +++ Zahlreiche Regelverstöße bei “Wasserdemo” in Berlin: Initiatoren sehen Verantwortung nicht bei sich (18.32 Uhr)

TOP-NEWS: Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen – und führt Corona-Ampel ein

22.56 Uhr: Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt.

Grundlage ist nun ein neues Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.

Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

Deutsche stellen traditionell die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern Tschechiens. Im vorigen Jahr wurden mehr als zwei Millionen Übernachtungsgäste aus der Bundesrepublik gezählt. Beliebt ist vor allem Prag mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten wie der Karlsbrücke.

Um den Tourismus wieder anzukurbeln, hat die Stadt an der Moldau nun ein Gutscheinmodell beschlossen: Wer mindestens zwei Nächte in einem Hotel bleibt, erhält Punkte, die unter anderem in den städtischen Museen, dem zoologischen und dem botanischen Garten eingelöst werden können.

Spanien meldet ersten Tag ohne Todesopfer seit drei Monaten

21.26 Uhr: Spanien hat seinen ersten Tag ohne Todesopfer des neuartigen Coronavirus seit drei Monaten gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden seien keine weiteren Opfer der Pandemie gemeldet worden, sagte der Leiter des spanischen Koordinationszentrums für Gesundheitsnotfälle, Fernando Simón, am Montag bei einer Pressekonferenz in Madrid. Dies sei “sehr, sehr positiv”. Auch die Zahl der Neuinfektionen sei gefallen.

Simón betonte, dass in Spanien Ansteckungen mit dem Coronavirus mittlerweile sehr schnell festgestellt würden. Zugleich mahnte er zur Vorsicht und zum Verzicht auf große Menschenansammlungen.

In Spanien gab es am 13. Februar den ersten Corona-Toten, seit dem 3. März wurden in dem Land täglich neue Opfer gemeldet. Mit mittlerweile 27.127 Todesfällen und 239.638 Infektionen zählt Spanien zu den am schwersten von der Corona-Pandemie getroffenen Ländern weltweit. Die Regierung verhängte daher den Notstand und erließ am 14. März eine der strengsten Ausgangssperren weltweit.

Die Ausgangsbeschränkungen wurden inzwischen deutlich gelockert. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez will denn Notstand aber ein letztes Mal bis zum 21. Juni verlängern. Die nunmehr sechste Verlängerung soll am Mittwoch vom Parlament in Madrid beschlossen werden.

Russland startet Behandlung mit selbstentwickeltem Corona-Medikament

21.13 Uhr: Russland will schon bald mit dem Einsatz Corona-Medikaments beginnen, das selbst entwickelt wurde. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Hersteller des Mittels ist die russische ChemRar-Gruppe. Avifavir, so der Name des Medikaments basiert auf dem japanischen Medikament Avigan. Dort wurde es allerdings noch nicht für die Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen.

Russischen Angaben zufolge wurde die Wirksamkeit von Avifavir in klinischen Studien mit mehreren hundert Teilnehmern unter Beweis gestellt. Das Fieber der Patienten sei dabei deutlich zurückgegangen und die Behandlungszeit habe sich deutlich verkürzt.

Ab dem 11. Juni sollen Krankenhäuser die Möglichkeit haben, das Medikament zu verabreichen. Bis zu 60.000 Patienten sollen laut Kyrill Dimitriev, Leiter des russischen Staatsfonds RDIF, monatlich mit Avifavir behandelt werden können. Eine lange Testphase, wie sie bei neuen Medikamenten üblich ist, sei nicht notwendig gewesen, da das japanische Mittel Avigan seit seiner Registrierung 2014 bereits zahlreiche Tests durchlaufen habe, bevor es von russischen Spezialisten modifiziert wurde.

Dimitriev sprach gegenüber Reuters von Avifavir als „vielleicht vielversprechendstem Anti-Covid-19-Medikament der Welt“. Er deutete außerdem an, dass Russland bereit sei, die Modifikationen des Medikaments aus Japan zu teilen und es auch zu exportieren, wenn der Bedarf im Inland gedeckt ist.

TOP-NEWS: Coronavirus in Deutschland: Ein Bundesland erstmals seit 3 Monaten ohne Neu-Infektionen

19.31 Uhr: Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland stieg am Pfingstmontag auf 182.055. Das sind 290 mehr als noch am Sonntag. Insgesamt 8521 Menschen sind laut Zahlen der Landesgesundheits- und Sozialministerien bislang an den Folgen des Virus verstorben. In den vergangenen 24 Stunden kamen 16 Todesfälle hinzu. Sachsen-Anhalt und Bremen veröffentlichten am Montag keine neuen Daten zur Corona-Lage. In Mecklenburg-Vorpommern wurden zum wiederholten Mal und in Sachsen zum ersten Mal seit knapp drei Monaten keine neuen Corona-Infektionen registriert.

Die Zahl der Geheilten in Deutschland liegt laut Robert-Koch-Institut bei rund 165.900. Das sind 700 mehr als am Sonntag. Die Reproduktionszahl liegt zum dritten Mal in Serie über 1. Während sie am Vortag aber noch 1,04 betrug, stieg sie am Montag auf 1,20 an. Der sogenannte R-Wert gibt Auskunft darüber, wie viele Personen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Laut RKI reagiere er aber empfindlich auf “kurzfristige Änderungen der Fallzahlen”, zum Beispiel durch größere Ausbruchsgeschehen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 182.055, 8.521 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 34.769 (1.758 Todesfälle)
  • Bayern: 47.269 (2.468 Todesfälle)
  • Berlin: 6.838 (198 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.286 (170 Todesfälle)
  • Bremen: 1404 (41 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.096 (225 Todesfälle)
  • Hessen: 10.047 (480 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 761 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 12.021 (597 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 38.027 (1.597 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.699 (230 Todesfälle)
  • Saarland: 2.714 (165 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.304 (210 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1704 (55 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.101 (145 Todesfälle)
  • Thüringen: 3015 (162 Todesfälle)

Gesamt (Stand 01.06., 19.29 Uhr): 182.055 (8521 Todesfälle)

Vortag (Stand 31.05., 19.43 Uhr): 181.765 (8505 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 165.900.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,20 (Stand 01.06.)

WHO will weiter mit den USA zusammenarbeiten

19.21 Uhr: Nach der Ankündigung des US-Austritts aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will diese dennoch weiter mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten. Die US-Mitgliedschaft in der UN-Unterorganisation sei in den vergangenen Jahrzehnten sehr wichtig gewesen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz in Genf. Trotz der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump für den Austritt sei es “der Wunsch der WHO, dass diese Zusammenarbeit fortgesetzt wird”.

“Die Beiträge und die Großzügigkeit der US-Regierung und des amerikanischen Volkes zu Gunsten der Weltgesundheit während vieler Jahrzehnte waren immens und haben für die öffentliche Gesundheit in der Welt einen großen Unterschied gemacht”, hob Tedros hervor.

Trump hatte am Freitag den Bruch seines Landes mit der WHO verkündet. Da sie nicht die von ihm geforderten und “äußerst notwendigen” Reformen umgesetzt habe, “werden wir unsere Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation heute beenden”, sagte der US-Präsident. Im Streit um den Umgang mit der Corona-Pandemie hatte er bereits Mitte April die US-Zahlungen an die WHO eingestellt.

Trump wirft der UN-Unterorganisation seit Wochen “Missmanagement” in der Corona-Krise sowie Einseitigkeit zugunsten Chinas vor, wo das neuartige Virus Ende 2019 erstmals bei Menschen festgestellt worden war. Bereits vor zwei Wochen hatte Trump mit einem dauerhaften Zahlungsstopp und dem Austritt aus der WHO gedroht und diese als “Marionette Chinas” bezeichnet.

TOP-NEWS: Zahlreiche Regelverstöße bei “Wasserdemo” in Berlin: Initiatoren sehen Verantwortung nicht bei sich

18.32 Uhr: Nach der “Wasserdemo” auf dem Berliner Landwehrkanal haben sich jetzt die Initiatoren, die sich “Rebellion der Träumer” nennen, geäußert. In einem Facebook-Statement schreiben sie: „Wir haben gestern für unsere legitimen Interessen demonstriert und dabei bewusst die Aktionsform einer Wasserdemo gewählt, um das Ansteckungsrisiko so gut es geht zu minimieren.“ Die Existenzen vieler Künstlerinnen und Künstler seien akut bedroht, heißt es. Ziel der Veranstaltung sei gewesen, jenen Menschen Gehör zu verschaffen.

Zwar entschuldigen sich die Initiatoren in ihrem Statement für den „mehr als schlecht gewählten und symbolisch völlig unangemessenen Demo-Endpunkt vor einem Krankenhaus“. Jedoch weisen sie die Verantwortung für sämtliche Regelverstöße von sich. So heißt es in dem Statement: “Die Rebellion der Träumer hatte keine federführende Funktion in diesem Prozess inne.” Auch habe man bereits vor Beginn der Veranstaltung  “explizit auf die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen”.

Rund 1500 Menschen waren Sonntag zu der “Wasserdemo” zusammengekommen. Die Polizei musste wegen diverser Verstöße einschreiten. Der Veranstalter habe die Versammlung „aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik“ nach einem Gespräch mit der Polizei am frühen Abend beendet, hieß es im Polizeibericht.

Corona-Hoffnungsträger Remdesivir enttäuscht in großer klinischer Studie

17.41 Uhr: In den USA ist das Anti-Virus-Medikament Remdesivir bereits via Schnellverfahren zugelassen worden. In einer klinischen Studie, die das herstellende Unternehmen Gilead durchgeführt hat, enttäuschte das Medikament aber.

In der Phase-Drei-Studie konnte bei einer fünftägigen Behandlung mit dem Medikament eine geringe Verbesserung gegenüber der Kontrollgruppe erzielt werden. Bei einer zehntägigen Behandlung stellte sich allerdings keine Verbesserung mehr ein.

Auch die Börse reagierte auf die auf die Bekanntgabe der Studienergebnissse deutlich. Die Aktie des Pharmaunternehmens Gilead fiel um 2,7 Prozent.

Neue Covid-19-Fälle in Schweden auf niedrigstem Stand seit 27. März

16.45 Uhr: Schweden hat am Montag 232 Neu-Infektionen gegenüber dem Vortag gemeldet. Das ist der niedrigste Stand seit dem 27. März, wie der britische “Guardian” berichtet.

Das skandinavische Land hat am Montag acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, nachdem der Sonntag der erste Tag ohne Corona-Tote seit März gewesen war. Wie die staatliche Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle auf 4403. Etwa 37.800 Menschen infizierten sich bisher. Den ersten Todesfall hatte das skandinavische Land am 11. März registriert.

Bereits am Sonntag hatte die Behörde aber gesagt, über das Wochenende verzögerten sich für gewöhnlich die Meldungen über neue Opfer. “Wir werden morgen (Dienstag) wahrscheinlich weitere Todesfälle gemeldet bekommen”, sagte der Epidemiologe Anders Tegnell von der Gesundheitsbehörde. “Aber es ist positiv, dass wir für ein paar Tage geringe Zahlen hatten.”

Regierungschef Stefan Löfven will in den kommenden Wochen wahrscheinlich eine Kommission einberufen, die das Vorgehen Schwedens im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus bewerten soll. Dabei gehe es darum, Erfolge, aber auch Fehler zu finden. Die Opposition hatte eine solche Kommission gefordert.

Anders als andere Ländern hatte Schweden weit weniger strenge Maßnahmen ergriffen. So wurden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden unter anderem lediglich gebeten, Abstand zu halten, sich immer wieder die Hände zu waschen und auf Reisen zu verzichten.

Party ohne Corona-Maske: Rumäniens Premier bezahlte Strafe

16.06 Uhr: Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban und vier Minister haben Bußgelder bezahlt, weil sie bei einer Geburtstagsfeier des Premiers in dessen Büro keine Corona-Masken getragen hatten. Ein Foto von dieser Szene war öffentlich geworden.

Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Montag berichtete, bezahlte Orban 2500 Lei (rund 500 Euro) wegen des fehlenden Mund- und Nasenschutzes und 500 Lei, weil er bei der informellen Party auch eine Zigarette geraucht hatte. Eine Strafe in gleicher Höhe musste Außenminister Bogdan Aurescu bezahlen, der sich dabei eine Zigarre gegönnt hatte. Rauchen ist in Rumäniens öffentlichen geschlossenen Räumen seit Jahren verboten. Wegen Corona ist derzeit dort auch ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Wirtschaftsminister Virgil Popescu und Transportminister Lucian Bode kamen mit geringeren Bußgeldern davon, weil sie ohne Masken, aber auch ohne Tabak mitgefeiert hatten. Vize-Ministerpräsidentin Raluca Turcan wurde die geringste Bußgeldsumme von 1000 Lei auferlegt, weil sie bei der Feier ihre Maske zwar dabei hatte, aber nur am Hals trug, also nicht vorschriftsmäßig vor Mund und Nase.

In Rumänien sind bis Montag 1270 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. 19 398 hatten sich seit Ausbruch der Pandemie nachweislich infiziert. Es waren um 141 mehr als am Vortag. Damit gilt die Ansteckungsdynamik als deutlich gesunken. Am Montag sind in Rumänien Lockerungen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen in Kraft getreten. Gastronomie und Kultur unter freiem Himmel ist erlaubt, Strände wurden geöffnet – jeweils mit Zwei-Meter-Abständen zwischen Tischen, Sonnenschirmen und Liegestühlen.

Touristin erhebt Vorwürfe nach Strand-Party in Sylt: “War alles egal”

12.53 Uhr: Im Sylter Nobelkurort Kampen waren am Pfingstwochenende mehrfach Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen registriert worden. Vor allem im Bereich der „Buhne 16“ soll es zu mehreren Verstößen gekommen sein. Eine Sylt-Touristin, die das Lokal am Pfingstsamstag besucht hatte, berichtet gegenüber FOCUS Online von einem ausufernden Geschehen und unaufmerksamen Sicherheitsleuten.

„Das Thema Corona-Maßnahmen“ sei an diesem Pfingstwochenende und auch die Tage davor „ein Witz“ gewesen, berichtet die Touristin: „Mindestabstand gab es nicht, die Zwei-Haushalte-Regel auch nicht – das war alles egal.“ Den Strand bezeichnet sie als „bumsvoll“, die Leute wären dort in 20er-Gruppen beisammengesessen, hätten getrunken und gefeiert.

Als einzige Einschränkung habe sie empfunden, dass in das Nobellokal „Buhne 16“ nur eine begrenzte Anzahl an Leuten hereingelassen wurde. Doch auch diese Maßnahmen bezeichnet sie als „für die Katz“, weil vor dem Lokal „hunderte Leute“ ohne Mindestabstand in der Schlange gestanden seien. Die Urlauberin merkt an, dass Security-Mitarbeiter und das Ordnungsamt die ganze Zeit vor Ort gewesen seien. „Die haben bloß nichts gemacht“, empört sie sich gegenüber FOCUS Online.

Sie selbst sei mit einer Gruppe von zehn Personen vor Ort gewesen. Die Sicherheitsleute hätten ihre Gruppe zwar irgendwann gefragt, ob sie aus zwei Haushalten besteht, sich aber mit einem kurzen „Ja“ zufriedenstellen lassen. „Sie haben dann einfach nur ‚Okay, gut‘ geantwortet und sind weitergegangen.“ Das Einschreiten der Sicherheitskräfte habe sie zu keiner Zeit beobachten können.

Keine Maske, kein Abstand: Berliner feiern Mega-Party

11.20 Uhr: Da Musikveranstaltungen derzeit noch immer untersagt sind, wurde gestern zu einer “Wasserdemo” auf dem Berliner Landwehrkanal aufgerufen – einem Aufruf, dem viele folgten. In dem Aufruf hieß es “Damit es kein Superspreader Event wird möchten wir euch unbedingt darum bitten, Gesichsbedeckungen mitzunehmen, Abstand zueinander zu halten und in jedem Boot maximal Mitglieder von 2 Haus- und Knutschgemeinschaften an Bord zu nehmen”. Bilder des Events zeigen jedoch, dass sich viele Teilnehmer nicht an diese Bitte hielten, so trägt kaum jemand eine Gesichtsmaske und auch der Mindestabstand wird nicht eingehalten.

Nach wochenlanger Corona-Einschränkung gibt es bei Demonstrationen in Berlin ab diesem Wochenende keine begrenzte Teilnehmerzahl mehr. Für Samstag sind laut Polizei mehrere Dutzend Demonstrationen angemeldet, darunter jetzt auch größere. Bislang durften nur 100 Menschen – mit Abstand – zusammen demonstrieren. Der rot-rot-grüne Senat hatte die Lockerung am Donnerstag beschlossen.

Trotz Infektionsfall: Zweiter Sonderflug nach China findet statt

11.28 Uhr: Trotz eines Infektionsfalles an Bord des ersten Sonderfluges der deutschen Wirtschaft nach China wird es am Mittwoch wie geplant den zweiten geben. “Der Flug nach Shanghai steht nicht in Frage”, berichtete der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt am Montag nach Konsultationen mit den chinesischen Behörden in Peking. Zuvor hatte sich die Infektion eines Mitreisenden auf dem ersten Flug am Freitag nach Tianjin in einem neuerlichen Test bestätigt.

Umfrage: Jeder Zweite würde sich gegen Corona impfen lassen

11.01 Uhr: Jeder zweite Deutsche würde sich nach einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Jeder Vierte würde dies vielleicht tun, wie aus der repräsentativen Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Jeder Fünfte der 2056 Befragten lehnt eine Impfung ab. Männer würden sich eher impfen lassen als Frauen.

Derzeit ist noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar. Erste zugelassene Impfstoffe dürften nach Einschätzung der meisten Experten frühestens im kommendem Jahr für den Masseneinsatz bereitstehen. Im Rahmen großer klinischer Studien könnten schon zuvor Impfungen bestimmter Bevölkerungsgruppen erfolgen. Möglich ist allerdings auch, dass noch Jahre vergehen, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, der guten Schutz bietet.

Auch nach Covid-19 klagen Patienten über Geruchsverlust

10.42 Uhr: Eine international angelegte Befragung belegt, dass eine Coronainfektion mit dem Verlust des Geruchssinns einhergehen kann. Das Virus greife offenbar Zellen des Riechepithels an und sorge für einen Ausfall der Rezeptoren, teilte das an der Analys beteiligte Universitätsklinikum Dresden am Pfingstmontag mit. Da sich die Zellen regelmäßig erneuern, klinge die Geruchsstörung bei vielen Betroffenen auch wieder ab. Das Phänomen gehe – anders als etwa bei einem grippalen Infekt – nicht mit einer verstopften Nase einher.

Die Ergebnisse resultieren aus einer Onlinebefragung und basieren auf Beiträgen von gut 4000 Patienten mit Covid-19-Diagnose aus mehr als 40 Ländern, wie es hieß. Die Analyse wurde bisher nur in einer sogenannten Preprint-Version veröffentlicht, sie wurde noch nicht von unabhängigen Gutachtern beurteilt und in einer Fachzeitschhrift veröffentlicht.

Viele der Angaben stammen aus den USA, Frankreich und Italien. “Wir erleben aber auch in Deutschland immer mehr ehemalige Corona-Patienten, die nach der Erkrankung über eine eingeschränkte Riechfähigkeit klagen”, erklärte Thomas Hummel. Der Professor leitet das interdisziplinäre Zentrum “Riechen und Schmecken” an der HNO- Klinik des Dresdner Uniklinikums. Eine plötzlich aufgetretene Riechstörung könne ein Hinweis auf eine mögliche Corona-Infektion sein.

Dass viele Patienten parallel dazu vermeintlich auch über Veränderungen bei der Geschmackswahrnehmung berichten, könnte laut Hummel ein Interpretationsfehler sein. Die meisten könnten bisherigen Erkenntnissen zufolge die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig weiter einigermaßen zuverlässig unterscheiden. “Was sie vermissen, sind die Aromen der Lebensmittel. Um diese zu erkennen, brauche es das Zusammenspiel mit dem Geruchssinn.

Corona-Ausbruch bei Feiern in Göttingen: Erste Hinweise auf Infektionsherd

07.32 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Mit Stand Sonntagabend waren 170 Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Kreis Göttingen identifiziert, darunter Dutzende Kinder und Jugendliche. Bislang sind 36 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Ein Mensch sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. NDR-Informationen zufolge muss die Person künstlich beatmet werden. Alle andere seien bislang symptomfrei.

Etwa 140 weitere Kontaktpersonen fallen in die Zuständigkeit anderer Gesundheitsämter, die umgehend informiert worden seien, teilte die Stadt Sonntagabend mit. Außerdem hieß es am Sonntagabend, der Stadt lägen Hinweise vor, nach denen das Infektionsgeschehen unter anderem in einer Shisha-Bar erfolgt sein könnte. “Um das Risiko zu minimieren, sind heute alle Shisha Bars kontrolliert worden. Eine von sechs Bars war – entgegen der Landesregelung – geöffnet und wurde durch Mitarbeitende des Fachbereichs Ordnung geschlossen.”

Die Infektionen erfolgten bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, so dass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR.

“Alle Kontaktpersonen ersten Grades haben Termine zur Testung erhalten. Die Testung der Personen läuft seit Beginn des Wochenendes auch über die Pfingsttage”, teilte die Stadt Göttingen mit. “Einige Personen sind trotz mündlicher Aufforderung durch das Gesundheitsamt nicht zur Testung erschienen.” Diesem Personenkreis werde rasch eine schriftliche Anordnung zur Vorstellung im Testzentrum zugestellt, die mit einem Bußgeld bei Nichterscheinen drohe.

Keine Neuinfektionen in drei Bundesländern – R-Wert liegt erneut über 1

19.48 Uhr: Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Infektionen steigt in Deutschland auf 181.765. Von Samstag auf Sonntag wurden 297 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt 8505 Todesfälle sind hierzulande im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufgetreten. Das ergibt eine Auswertung der einzelnen Angaben der Gesundheitsministerien der Länder. In den vergangenen 24 Stunden wurde mit zehn neuen Todesfällen der geringste Anstieg in dieser Statistik seit dem 18. März gemeldet. Sachsen-Anhalt und Thüringen veröffentlichten am Wochenende keine neuen Daten zur Corona-Lage, auch Bremen publizierte keine neuen Zahlen. Im Saarland, in Mecklenburg-Vorpommern und in Rheinland-Pfalz wurden keine neuen Corona-Infektionen registriert.

Wie das Robert-Koch-Institut am Sonntag in seinem aktuellen Lagebericht mitteilte, ist die Zahl der Genesenen in Deutschland mittlerweile auf rund 165.200 angestiegen. Laut RKI sind “86 Prozent der Todesfälle und 19 Prozent aller Fälle […] 70 Jahre oder älter”, die Reproduktionszahl liegt mit 1,04 erneut über 1. Am Samstag hatte der R-Wert erstmals seit zwei Wochen die 1er-Grenze überschritten. Er gibt Auskunft darüber, wie viele Personen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.  Zu beachten ist laut RKI allerdings, dass die Reproduktionszahl empfindlich auf “kurzfristige Änderungen der Fallzahlen”, etwa größere Ausbruchsgeschehen, reagiert.

 

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite.

 

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