Covid-19 News: Türkei verhängt sechsstündige Ausgangssperre für 81 Städte

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Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 8,5 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 188.716 davon in Deutschland – wo es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt. Alle Neuigkeiten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Sechsstündige Ausgangssperre in der Türkei (1126 Uhr) +++ Für Trump gehört Corona schon der Vergangenheit an (07.18 Uhr) +++

Merkel wirbt für Nutzung der neuen Corona-App

12.03 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger zum freiwilligen Nutzen der neuen Corona-App aufgerufen. Die Anwendung sei “ein wichtiger Helfer, wenn es darum geht, Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen”, sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. “Je mehr mitmachen, desto größer ist dieser Nutzen.”

Merkel warb in dem am Samstag veröffentlichten Video um Vertrauen in den Datenschutz der App. Sie sichere die Privatsphäre, indem sie erzeugte Daten konsequent verschlüssele. Geodaten würden nicht erhoben, Daten nicht zentral gespeichert. Die App sei zudem absolut freiwillig. “Es gibt keine Belohnung für die Benutzung und keinen Nachteil, wenn sich jemand dagegen entscheidet.”

Die im Auftrag des Bundes entwickelte Warn-App war am vergangenen Dienstag gestartet. Sie kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich auch ohne Symptome auf Kassenkosten testen lassen. Die App wurde inzwischen mehr als neun Millionen Mal heruntergeladen.

Merkel sagte: “Die App kann nun unser Begleiter und Beschützer werden.” Ohne diese technische Hilfe seien Gesundheitsämter weiterhin nur auf das Gedächtnis und die Auskunftsbereitschaft infizierter Menschen angewiesen. Die Kanzlerin mahnte zugleich: “Am wichtigsten bleibt es, neue Infektionen von vornherein zu vermeiden.” Dafür komme es nach wie vor auf das Verhalten an. Abstand halten, Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken blieben unerlässlich.

Wann schlägt die Corona-Warn-App an? Experte beantwortet wichtige Fragen

TOP-NEWS: Sechsstündige Ausgangssperre in der Türkei

11.26 Uhr: Wegen der Aufnahmeprüfungen für das Gymnasium in der Corona-Krise haben die türkischen Behörden am Samstag eine sechsstündige Ausgangssperre über 81 Städte verhängt. Sie gilt bis 15 Uhr Ortszeit und soll garantieren, dass es vor den Schulen und Prüfzentren keine Staus gibt. Am 27. und 28. Juni soll es wegen Aufnahmeprüfungen für die Universität weitere Ausgangssperren geben, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte, ausgenommen von dem Ausgehverbot seien Begleitpersonen der Schüler sowie Reisende, die bereits ein Ticket erworben hätten. Zudem blieben Supermärkte und Bäckereien geöffnet.

Die Türkei hatte wegen der Corona-Krise seit April regelmäßig Ausgangssperren übers Wochenende für ausgewählte Städte und Provinzen wie Ankara und Istanbul erlassen. Bisher wurden 185 000 Infektionen und mehr als 4900 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Am 1. Juni hatte Ankara zahlreiche Corona-Restriktionen gelockert. So wurden Reisebeschränkungen zwischen Städten aufgehoben; Cafés, Restaurants und Sportanlagen sind unter Auflagen wieder geöffnet.

Kindsbier-Affäre in Bayern: Stadträte feiern Corona-Party

20. Juni, 10.12 Uhr: Im oberbayerischen Penzberg hat der Wirt der Stadthalle zum Kindsbier eingeladen, um auf die Geburt seines Sohnes anzustoßen. Mit dabei: Viele Mitglieder des Stadtrates, die im Raum nebenan getagt hatten. Das berichtet die Lokalzeitung „Das gelbe Blatt“.

Problematisch, denn bei der Feier am 26. Mai war lediglich das Treffen von Personen aus zwei Haushalten gestattet und die Sperrzeit für die Innengastronomie lag bei 22 Uhr. Brisant auch deshalb, weil die Feier – die übrigens ganz in der Nähe des Polizeipräsidiums stattfand – ohne anonymen Zeugenhinweis gar nicht aufgeflogen wäre.

Die Polizei ertappte den Bürgermeister, die ehemalige Bürgermeisterin und viele Stadträte. “Im Nachhinein betrachtet, war es eine große Dummheit“, gestand Bürgermeister Stefan Korpan dem Blatt. Und CSU-Chef Nick Lisson resümierte: “Es war halt ein Blödsinn und das teuerste Kindsbier meines Lebens.”

Allen Anwesenden droht nun ein hohes Bußgeld. Am teuersten dürfte die Strafe aber für den Gastgeber ausfallen. Dem Wirt drohen 5000 Euro Bußgeld. Die Frage nach dem anonymen Zeugen heizt derweil die Gerüchteküche in der Kleinstadt an.

Für Trump gehört Corona schon der Vergangenheit an

07.18 Uhr: Trotz eines besorgniserregenden Anstiegs der Corona-Infektionen in einer Reihe von US-Bundesstaaten sieht Präsident Donald Trump das Land auf einem guten Weg – und spricht bereits so, als wäre Corona Vergangenheit. “Es war eine interessante Zeit, es war schrecklich, so viele Leben sind verloren gegangen, wir werden diese unglaublichen Menschen nie vergessen. Aber sie werden nicht umsonst gestorben sein”, sagte Trump in einem Video, das er am Freitag bei Twitter veröffentlichte. Die USA würden nun stärker werden als jemals zuvor. Trump lobte zudem die seiner Ansicht nach großartigen jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt.

Die Corona-Pandemie hat in den USA in fast der Hälfte der Bundesstaaten eine besorgniserregende Entwicklung genommen. In vielen Regionen erreichten die Zahlen der täglichen Neuinfektionen zuletzt Höchstwerte – darunter in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Texas oder Florida. Insgesamt gibt es im Land mehr als 2,2 Millionen nachgewiesene Erkrankungen und 119 000 Todesopfer – mehr als in jedem anderen Land.

Die Arbeitslosenquote vom Mai lag nach zahlreichen Entlassungen in den vergangenen Monaten bei 13,3 Prozent – zusammen mit dem Wert vom April der schlechteste Wert der vergangenen Jahrzehnte. Bis Februar hatte sich die US-Wirtschaft auf Rekordkurs befunden.

Gegen neue Corona-Welle: Luxemburg testet gesamte Bevölkerung

07.38 Uhr: Luxemburg will mit flächendeckenden Tests der gesamten Bevölkerung eine zweite Corona-Welle verhindern. Dazu seien die Einwohner und Beschäftigten in kleine Gruppen eingeteilt worden, deren Mitglieder abwechselnd und regelmäßig getestet werden: “Wenn es neue Infektionen gibt, dann wissen wir sehr genau, wo es passiert und können Ketten unterbrechen”, sagte der Direktor des Luxemburger Gesundheitsinstituts, Ulf Nehrbass, der Deutschen Presse-Agentur. An derzeit 17 Teststationen seien pro Tag bis zu 20 000 Tests möglich.

Luxemburg sei das erste europäische Land, dass Tests auf Covid-19 derart umfassend anbiete, sagte Nehrbass. Derzeit seien bereits zehn Prozent der gut 600 000 Einwohner plus 300 000 Grenzgänger “durchgetestet”. Für die freiwilligen Testungen von Anfang Mai bis Ende Juli stehen rund 30 Millionen Euro bereit. “Es wäre gut, wenn die Tests auch danach weiter gehen”, sagte Nehrbass, der auch Sprecher der Covid-19 Task Force in Luxemburg ist. Die zweite Welle werde im Herbst erwartet. “Und da sollten wir bereit sein.”

Bei dem Testverfahren liege der Fokus zunächst auf Menschen, die bei ihrer Arbeit viel Kontakt haben – also im Gastgewerbe, bei der Polizei, bei Krankenpflegern und Ärzten. Sie würden alle zwei Wochen getestet. Weil aber in den einzelnen Testgruppen fast täglich jemand anderes getestet werde, habe man ständig einen guten Überblick über das aktuelle Infektionsgeschehen, sagte Nehrbass. Diese “virtuellen Testzellen”, die jeweils zwei, fünf oder zehn Personen umfassen könnten, seien wie ein “engmaschiges Netz, das über den Arbeitssektor und über die Bevölkerung ausgelegt wird”.

Ob das Verfahren auch auf größere Länder übertragbar sei, konnte Nehrbass nicht sagen. “Der logistische Aufbau ist sehr aufwendig.” Wenn es aber machbar wäre, sei es aber “sicher eine gute Idee”. Alle stellten sich die Frage, wie lange wir noch mit diesem Virus leben müssten. Absehbar sei das noch nicht. “Und deswegen ist das hier wahrscheinlich eine Lösung, die über einen langen Zeitraum eine gewisse Stabilität bietet, die es ermöglicht, wieder am ganz normalen Leben und Erwerbsleben teilzunehmen.”

Bislang beläuft sich die Zahl der auf Covid-19 getesteten Personen in Luxemburg auf knapp 4100. In Verbindung mit dem Virus sind 110 Menschen gestorben.

WHO-Chef warnt: Corona-Pandemie beschleunigt sich

07.17 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie ist trotz der Entspannung in Europa noch lange nicht vorbei, im Gegenteil. “Die Pandemie beschleunigt sich”, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Freitag in Genf. Innerhalb eines Tages seien der WHO mehr als 150.000 neue Infektionen gemeldet worden, so viele wie nie zuvor. Fast die Hälfte seien aus Nord-, Mittel- und Südamerika gemeldet worden, aber größere Zahlen seien auch aus Südasien und dem Nahen Osten gekommen.

“Die Welt ist in einer neuen und gefährlichen Phase”, sagte Tedros. “Viele Menschen haben verständlicherweise die Nase voll davon, zu Hause zu sein. Länder wollen verständlicherweise Wirtschaft und Gesellschaftsleben wieder öffnen. Aber das Virus verbreitet sich schnell, es ist immer noch tödlich und die meisten Menschen können sich immer noch infizieren.”

Tedros beschwor alle Menschen, weiter Distanz zu halten und die Hände häufig zu waschen sowie andere Hygienemaßnahmen umzusetzen. Alle Infektionen müssten aufgespürt und Betroffene isoliert werden.

Brasilien meldet mehr als eine Million Corona-Infizierte

10.14 Uhr: In Brasilien hat die Zahl der Corona-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Die Gesamtzahl der Ansteckungen in dem südamerikanischen Land sei am Freitag auf 1.032.913 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Fast 49.000 Menschen starben an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Das ist die höchste Zahl nach den USA.

Die Behörden meldeten zudem die höchste Zahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Demnach steckten sich 54.771 weitere Menschen mit dem neuartigen Virus an. Der Sprung sei darauf zurückzuführen, dass einige Bundesstaaten Zahlen von mehreren Tagen auf einmal gemeldet hätten, erklärte das Ministerium. 

Zuletzt hatte sich die Infektionskurve in Brasilien leicht abgeflacht. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infektions- und Todesfällen weitaus höher ist. 

Hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen, R-Wert steigt wieder über 1

21.16 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist in Deutschland am Freitag auf 188.716 gestiegen – das sind 774 Infizierte mehr als am Vortag. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Gesundheitsämter der Bundesländer täglich veröffentlichen. Insgesamt sind 8.854 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben – 13 Todesfälle kamen in den vergangenen 24 Stunden hinzu. Alle Bundesländer hatten mindestens eine Neuinfektionen zu melden.

Der Reproduktionswert (R), der bei niedrigen Infektionszahlen stark schwankt, ist laut des Robert-Koch-Instituts von zuletzt  0,86 auf 1,06 über den kritischen Wert 1 gestiegen. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich auf 174.400 . Aktiv infiziert sind inzwischen rund 5.500 Menschen – etwa knapp 500 mehr als am Donnerstag. Damit ist die Zahl der aktiv Infizierten erstmals seit Wochen wieder deutlich gestiegen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 188.716, 8.854 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.282 (1.824 Todesfälle)
  • Bayern: 47.789 (2.561 Todesfälle)
  • Berlin: 7.732 (211 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.371 (170 Todesfälle)
  • Bremen: 1.639 (49 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.159 (229 Todesfälle)
  • Hessen: 10.503 (499 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 791 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.071 (620 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 40.153 (1.660 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.889 (234 Todesfälle)
  • Saarland: 2.760 (170 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.398 (220 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.840 (57 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.133 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.206 (178 Todesfälle)

Gesamt (Stand 19.06., 21.10 Uhr): 188.716 (8.854 Todesfälle)

Vortag (Stand 18.06., 20.45 Uhr): 187.942 (8.841 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 174.400.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,06 (Stand 19.06.)

Top-News: Schweiz hebt fast alle Covid-19-Schutzmaßnahmen auf

18.12 Uhr: Angesichts niedriger Infektionszahlen hebt die Schweiz ab Montag praktisch alle Corona-Schutzmaßnahmen auf: Lediglich Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben verboten. Das beschloss die Regierung am Freitag.

Die Menschen sollen aber weiter Abstand halten, nun eineinhalb statt zwei Meter oder auch weniger, wenn sie dann einen Mund- und Nasenschutz tragen. Die Sperrstunde wird aufgehoben, so dass auch Nachtclubs wieder bis in die frühen Morgenstunden offen bleiben können. In Theatern und Kinos muss nur noch ein Sitz zwischen Gästen freigehalten werden.

Auch Demonstrationen sind ab diesen Samstag wieder erlaubt, allerdings müssen Teilnehmer Masken tragen. Es gibt keine Empfehlungen mehr, dass ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen zu Hause arbeiten sollen. Hygienekonzepte müssen aber in allen öffentlich zugänglichen Orten weiter eingehalten werden.

Innerhalb von 24 Stunden waren in der Schweiz und in Liechtenstein 17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es gut 31 000 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit am Freitag mitteilte.

Top-News: Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen in acht US-Bundesstaaten

18.04 Uhr: Ungeachtet den von US-Präsident Donald Trump befürworteten Wiederöffnungen in den USA verzeichnen nach Angaben von CNN und der John-Hopkins-Universität allein acht Bundesstaaten neue Höchststände an Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Betroffen sind  Arizona, Florida, Kalifornien, Nevada, Oklahoma, South Carolina, Texas und Utah.

Allein Kalifornien hatte im Durchschnitt 3.387 Fälle pro Tag zu melden, Texas 2.657, Florida 2.408 und Arizona 1.740.

Frankfurt durch Covid-19-Krise “vermüllt wie nie”

15.55 Uhr: Mit Extra-Schichten geht Frankfurt gegen zusätzlichen Abfall vor, der seit Beginn der Corona-Pandemie in der Stadt, den Parks und am Mainufer liegen bleibt. “Unsere Stadt ist vermüllt wie nie”, erklärte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Freitag. Zur Beseitigung gebe es mehr Reinigungen an den Wochenenden und den Feiertagen. Die Stadt will auch wieder am “World Cleanup Day” teilnehmen. Vergangenes Jahr hätten rund 1000 Teilnehmer rund vier Tonnen Müll zusammengetragen.

TOP-NEWS: Heiße Phase gestartet: Erste Freiwillige erhält Curevac-Impfung gegen Coronavirus

15.41 Uhr: Die Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac ist am Freitag in die heiße Phase gegangen: Eine Freiwillige erhielt an der Uniklinik Tübingen die erste Impfung. Anschließend bleibe die junge Probandin 24 Stunden unter Beobachtung – sie werde dabei sowohl vom Monitor als auch von Ärzten überwacht, sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur. “Bei Impfstudien ist bisher noch nie etwas Gravierendes passiert, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen.” Kremsner rechnet bereits in zwei Monaten mit ersten Ergebnissen. “Das wird ziemlich fix gehen”, sagte der Direktor des Instituts für Tropenmedizin, wo der Wirkstoff getestet wird.

Schon jetzt hätten sich aufgrund der Medienberichte Hunderte Freiwillige gemeldet. Sobald ein Rundbrief mit einem Aufruf geschrieben sei, werde es wohl Tausende Bewerbungen geben. Für die Uniklinik Tübingen sei es ein Heimspiel. Für die Studie werden zunächst 100 gesunde Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren benötigt. “Wenn alles gut geht mit der ersten Probandin, kommen Montag die nächsten drei, am Mittwoch dann vier bis acht und von da an immer mehr”, erklärte Kremsner. Sie alle würden im Anschluss beobachtet, im weiteren Verlauf werde die Impf-Dosis erhöht oder sogar eine zweite Impfung verabreicht, wenn die erste gut vertragen werde.

Das Ziel der ersten Phase der Studie sei es, etwas über die Verträglichkeit und die Immunabwehr zu erfahren. Das Tübinger Unternehmen Curevac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die Curevac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

Knapp 120 Coronavirus-Infektionen in Göttinger Wohnkomplex

Freitag, 19. Juni, 15.24 Uhr: Der erneute Corona-Ausbruch in Göttingen mit einer Quarantäne für einen gesamten Gebäudekomplex stellt die betroffenen Bewohner und die Stadt vor große Herausforderungen. „Wir müssen jetzt hoffen, dass alle in dieser Ausnahmesituation einen kühlen Kopf bewahren“, sagte Christian Hölscher von der Jugendhilfe Göttingen am Freitag. Es handele sich um eine völlig neue einschneidende Situation.

Innerhalb von zwei Tagen seien knapp 120 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden, teilte die Stadt am Freitag mit. Nach Bekanntwerden der neuen Infektionswelle hatten die Behörden die Wohnanlage in der Innenstadt am Donnerstag vollständig unter Quarantäne gestellt und abgeriegelt. Rund 700 Bewohner sind betroffen.

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) forderte am Freitag mit Nachdruck zur Einhaltung der Schutzregeln auf. „Diese Ereignisse zeigen uns immer wieder, dass die Pandemie nicht vorbei ist“, sagte Reimann. In Göttingen handele es sich um „ein lokales aber massives Infektionsgeschehen“.

 

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie  auf der nächsten Seite.

 

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