Covid-19 News: USA treten aus WHO aus – 331 Neuinfektionen

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Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Mehr als 11 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 196.304 davon in Deutschland. Über eine halbe Million Todesopfer hat die Krankheit Covid-19 bereits gefordert. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: USA sind aus Weltgesundheitsorganisation ausgetreten (20.36 Uhr) +++ Mutter steckte 11 ihrer 13 Kinder an – jetzt müssen knapp 1000 Menschen in Quarantäne (19.30 Uhr) +++ Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert (19.25 Uhr)

Briten in Aufruhr: Gegen diese Missstände verblasst sogar der Tönnies-Skandal

22.48 Uhr: Ein Textilunternehmen in der Großstadt Leicester hat während der Coronakrise maßgeblich zu deren Verschärfung beigetragen, indem es sämtliche Hygiene- und Abstandsvorschriften missachtet hat. Das geht aus Rechercen der „Times“ hervor.

Die Zeitung hatte einen Mitarbeiter verdeckt in die Fabrik eingeschleust, die für Boohoo, ein britisches Modeunternehmen, Waren herstellt. Dreieinhalb Pfund pro Stunde habe der Mitarbeiter dort erhalten – der gesetzliche Mindestlohn in England für Über-25-Jährige liegt jedoch bei 8,72 Pfund.

Die Fabrik hatte auch während des Lockdowns den Betrieb fortgesetzt. Abstandsregeln gab es dort offensichtlich keine, auch Schutzmasken fand man nur wenige.

Schlimmer noch: Die „Labour Behind the Label“-Organisation – eine Gruppierung, die sich für Arbeiterrechte einsetzt – berichtet, Mitarbeiter seien trotz nachgewiesener Covid-19-Erkrankung gezwungen worden, zur Arbeit zu kommen. Mitarbeitern, die sich geweigert hätten, sei mit dem Streichen der – eh schon sehr geringen – Löhne gedroht worden.

In einer Näherei mit rund 80 Angestellten habe es demnach 15 Fälle von Covid-19 gegeben. Die britische Innenministerin, Priti Patel, bezeichnete das Vorgehen als „moderne Sklaverei“.

Als Reaktion auf die Vorfälle haben sich mehrere große Modelieferanten von Boohoo getrennt, darunter etwa Zalando. Leicester, die Stadt, in der sich die betroffenen Firmen befinden, befindet sich wegen erneut stark angestiegener Corona-Zahlen derzeit wieder im Lockdown. Boohoo, das ausschließlich online verkauft, hatte seine Absatzzahlen in der Corona-Krise stark steigern können.

Coronavirus-Zahlen für Deutschland

21.15 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland ist auf 196.993 gestiegen. Das sind 331 mehr als am Vortag. 19 weitere Menschen verstarben, damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 8998. Akut infiziert sind 5295 Personen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 196.993, 8998 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.900 (1837 Todesfälle)
  • Bayern: 48.853 (2604 Todesfälle) +7
  • Berlin: 8501 (215 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3501 (172 Todesfälle)
  • Bremen: 1683 (54 Todesfälle)
  • Hamburg: 5222 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 10.985 (512 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.700 (640 Todesfälle) +3
  • Nordrhein-Westfalen: 44.158 (1689 Todesfälle) +9
  • Rheinland-Pfalz: 7091 (235 Todesfälle)
  • Saarland: 2772 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5460 (223 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1898 (59 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3189 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3276 (181 Todesfälle)

Gesamt 196.993 (8998 Todesfälle)

Vortag (Stand: 06.07.20, 00.00 Uhr): 196.662 (8979 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 182.700. 14293

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,81 (Stand 07.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

 

TOP-NEWS: USA treten aus Weltgesundheitsorganisation aus

20.36 Uhr: Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell angekündigt. Die Ankündigung, die am 6. Juli 2021 wirksam werde, sei bei UN-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Washington.

Anmerkung der Redaktion: Zuerst hatten wir berichtet, der Austritt werde sofort vollzogen. Das ist nicht der Fall. Die USA treten am 6. Juli 2021 aus der WHO aus.

TOP-NEWS: Mutter steckte 11 ihrer 13 Kinder an – jetzt müssen knapp 1000 Menschen in Quarantäne

19.30 Uhr: Nach der Corona-Infektion von 13 Mitgliedern einer Familie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für Hunderte Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers von Dienstag ist die Euskirchener Mennoniten-Gemeinde – eine evangelische Freikirche, der auch die betroffene Familie angehört – komplett betroffen. Nach der Familie sollen die Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden – den Angaben zufolge rund 1000 Menschen.

Zunächst sei die Mutter der Familie mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und corona-positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei weiteren Testungen habe sich gezeigt, dass auch der Vater und elf der 13 Kinder corona-positiv seien. “Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen”, sagte Andres. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

Der Kreis habe von der Mennoniten-Gemeinde eine Liste mit rund 500 Namen erhalten. Diese Menschen würden mit ihren Kindern getestet. Das seien insgesamt rund 1000 Personen. Die Quarantäne-Anordnung gelte für die ganze Gemeinde. Schule und Bethaus der Mennoniten seien geschlossen worden.

Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert

17.20 Uhr: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Staatschef am Dienstag nach einem positiven Test in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasília mit. Medienberichten zufolge hatte der Staatschef zuvor Symptome gezeigt: Er habe Fieber und Gliederschmerzen gehabt. Am Montag trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern.

Die brasilianische Regierung hat die Pandemie von Anfang an heruntergespielt. Präsident Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus immer wieder als «leichte Grippe» und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. Der rechte Staatschef fürchtete die wirtschaftlichen Schäden eines Lockdowns. Immer wieder zeigte er sich ohne Mundschutz in der Öffentlichkeit, löste Massenaufläufe aus und machte Selfies mit Anhängern.  

Auch am Wochenende war Bolsonaro wieder viel unter Menschen, teilweise ohne Maske: Am Samstag nahm er gemeinsam mit mehreren Ministern und einem seiner Söhne an einem Essen anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages in der US-Botschaft teil. Zudem flog er in den Bundesstaat Santa Catarina, um sich nach den schweren Unwettern ein Bild der Lage zu machen.  

Covid-19-Pandemie: Düsseldorf hat jetzt ein Quarantäne-Schiff

15.48 Uhr: Wie die „Bild“ berichtet, gibt es in Düsseldorf ab sofort ein Quarantäne-Schiff, auf dem Corona-Infizierte unterkommen können. Die „Bellejour“, die normalerweise für Flusskreuzfahrten genutzt wird, soll über 90 Kabinen verfügen, die mit maximal zwei Personen belegt werden können. Essen soll bei Bedarf von einem Cateringunternehmen geliefert werden, zudem wurde ein Sicherheitsdienst engagiert. Auch die medizinische Versorgung soll auf dem Schiff sichergestellt sein.

Das Ausweichen auf die „Bellejour“ für die Corona-Quarantäne sei laut der Stadt nötig, um Hotels und Jugendherbergen zu entlasten. Nach dem Ende des Lockdowns würden diese ihre Zimmer wieder für Gäste brauchen. Das Schiff wäre somit eine Alternative zu Gemeinschaftsunterkünften wie Flüchtlingsheimen oder Notschlafstellen, in denen infizierte Menschen bisher untergebracht werden.

Thüringen verlängert Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende August

14.47 Uhr: Die Maskenpflicht und ein Großteil der Anti-Corona-Maßnahmen sollen in Thüringen bis Ende August verlängert werden. Darauf verständigte sich das Kabinett, wie ein Sprecher der Thüringer Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Auch das Abstandsgebot von 1,5 Metern soll bestehen bleiben. Kleinere Änderungen sieht die neue Grundverordnung aber vor. So ist unter anderem geplant, dass Geschäfte und Kultureinrichtungen Menschen mit Erkältungssymptomen den Zutritt nicht mehr verweigern müssen.

Außerdem entfällt für Gastwirte die Pflicht, auch im Außenbereich ihrer Wirtschaft die Kontaktdaten der Gäste einzusammeln. Für geschlossene Räume bleibt diese Pflicht bestehen. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen künftig zwei Besucher pro Patient oder Bewohner möglich sein.

Covid-19 TOP-NEWS: Erstes Bundesland in Österreich führt Maskenpflicht wieder ein

13.41 Uhr: In Österreich führt als erstes Bundesland Oberösterreich nach einem spürbaren Anstieg der Corona-Infektionen die Maskenpflicht wieder ein. Von Donnerstag an müssten die Bürger wieder einen Mund-Nasen-Schutz unter anderem beim Betreten von Läden und in Lokalen auf dem Weg zum Tisch tragen, sagte Landeschef Thomas Stelzer (ÖVP) am Dienstag in Linz. Die Gäste von Lokalen würden auf freiwilliger Basis gebeten, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. “Es ist ein Anstieg, der uns besorgt und uns natürlich auch nicht tatenlos zusehen lässt”, sagte Stelzer.

Im Bundesland seien aktuell 427 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Laut Behörden sind rund 3000 Menschen unter Quarantäne. Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viel Personen durch einen Infizierten angesteckt werden, liege bei 2,0. “Das ist einfach zu viel”, sagte Stelzer. In ganz Österreich liegt dieser Wert laut Stelzer bei 1,37. Oberösterreich ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern bevölkerungsmäßig das drittgrößte Bundesland.

Die Verordnung trete zunächst ohne zeitliche Begrenzung in Kraft, sagte Stelzer. Die Maßnahme sei mit der Bundesregierung und Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) abgestimmt. Sie solle dazu dienen, schärfere Schritte wie einen Lockdown im Bundesland zu vermeiden. “Wir setzen darauf, dass das gelingen wird.” Ein wesentlicher Cluster sei weiterhin im Umfeld einer Freikirche zu verorten, hieß es.

Schon seit vergangenem Freitag hat das Bundesland seine Schulen und Kindergärten wieder geschlossen. Stelzer warnte nach Erfahrungen mit Infizierten vor heimkehrenden Urlaubern aus dem Westbalkan. Hier bestehe offenbar eine erhöhte Gefahr. Österreich hat für die sechs Länder des Westbalkans bereits die höchste Reisewarnstufe verhängt.

Iran: 200 Covid-19-Tote am Tag – Minister warnt vor “Corona-Bombe”

13.26 Uhr: Im Iran sind erstmals seit Beginn der Corona-Krise Ende Februar an nur einem Tag 200 Todesfälle bei mit dem Virus infizierten Patienten gemeldet worden. Das gab die Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag bekannt. Im gleichen Zeitraum wurden über 2600 Neuinfektionen erfasst. Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 11 931, die der bisher nachgewiesenen Infektionen bei 245.688, so Sprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

In Anbetracht der erneut gestiegenen Fallzahlen gab Gesundheitsminister Saeid Namaki eine deutliche Warnung aus. “Wenn das so weitergeht, gehen wir k.o.”, sagte der Minister. Ziel sei es gewesen, die Zahl der Corona-Toten pro Tag unter 30 zu halten. Nun liege der Wert bei mehr als dem Sechsfachen.

Das Coronavirus verglich er mit einer gefährlichen Bombe, die die Menschen durch Missachtung der Hygiene-Vorschriften scharf machen würden. Trotz aller Bemühungen habe das Land “doch noch ein bitteres Gegentor kassiert” und sei nun mit einer neuen schweren Infektionswelle konfrontiert, so der Minister laut Nachrichtenagentur Isna.

Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der erfassten Infektionen Ende Mai hatte der Iran die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert und fast allen Branchen die Arbeit wieder erlaubt. Nach Ansicht von Experten haben jedoch gerade diese Lockerungen dazu geführt, dass nur noch etwa zehn Prozent der Bevölkerung die Hygienevorschriften ernst nahmen. Es kam zu einem dramatischen Anstieg der Fallzahlen. Daher wurde diese Woche an vielen Orten eine Maskenpflicht eingeführt – die allerdings von vielen Iranern nicht eingehalten wird.

TOP-NEWS: Debatte um Corona-Übertragung: Nun wenden sich 200 Experten an die WHO

12.44 Uhr: Nach Ansicht von rund 200 Wissenschaftlern müssen die Corona-Leitlinien von Weltgesundheitsorganisation und Gesundheitsbehörden aktualisiert worden. In der Fachzeitschrift „Clinical Infectious Diseases“ schicken sie nun einen dringenden Appell an die WHO. In den aktuellen Leitlinien sei ihrer Meinung nach insbesondere die Aerosolübertragung nicht ausreichend berücksichtigt. “Es ist Zeit, sich der Übertragung von Covid-19 durch die Luft zu stellen”, steht über dem Brief. Händewaschen und Abstand halten seien nicht ausreichend, um vor einer Infektion zu schützen. Das regelmäßige Lüften solle als zusätzliche Empfehlung aufgenommen werden.

Immer wieder warnen Wissenschaftler vor der Infektionsgefahr durch Aerosole in Räumen. Sie entstehen, wo Tröpfchen fein vernebelt werden – etwa beim Sprechen und Singen. Auch Virologe Christian Drosten betont immer wieder, dass regelmäßiges Lüften das Risiko einer Aerosol-Übertragung verringern könne.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge befasst sich die WHO inzwischen mit dem Appell der Wissenschaftler.

Experte: Amerikaner könnten noch “mehrere Jahre” Masken tragen müssen

11.58 Uhr: Masken könnten die USA nach Auffassung von Gesundheitsexperte Eric Toner vom Johns Hopkins Center for Health Security „über mehrere Jahre“ begleiten. Gesundheitsexperten würden die Amerikaner in nächster Zeit nicht dazu auffordern, ihre Masken abzunehmen, zitiert „Fox News“ Toner. Seiner Meinung nach handele es sich dabei sogar um den fortschrittlichsten Weg – bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden sei, gebe es ohnehin keinen besseren Schutz.

Dass das Virus in ein Sommerloch fällt und im Herbst mit einer zweiten Welle zurückkommt, halte Toner für unrealistisch. „Es ist klar, dass wir ein signifikantes Wiederaufleben von Fällen im Sommer haben. So wird es weiter gehen, bis wir wieder einen Lockdown einführen“, erklärte der Experte.

Auch Menschen, die bislang das Tragen einer Schutzmaske verweigern, würden bald eine andere Meinung teilen. Dies sei davon abhängig, wie viele Menschen sich mit dem Virus infizieren und daran sterben würden.

Mehrere britische Pubs wegen Coronavirus-Infektionen dicht

10.44 Uhr: Kurz nach der Wiederöffnung sind mehrere Pubs in England wegen Coronavirus-Infektionen von Gästen wieder geschlossen worden. Betroffen sind mindestens drei Kneipen in Burnham-on-See an der Südwestküste, in Batley im nördlichen England und in Alverstoke im Süden. Die Pubs seien gründlich gereinigt und die Mitarbeiter getestet worden, teilten die Betreiber in sozialen Medien mit.

Nach mehr als dreimonatiger Schließung wegen der Pandemie durften am vergangenen Samstag die beliebten Kneipen im größten Landesteil Großbritanniens wieder öffnen. Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden.

Kritiker halten die Lockerungen für viel zu früh. Denn Großbritannien ist das am schlimmsten vom Coronavirus-Ausbruch betroffene Land in Europa. Jeder Landesteil kann über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie entscheiden.

Johnson ruft „Super-Samstag” aus: Aufnahmen vor englischen Pubs machen fassungslos

Brasiliens Präsident möglicherweise an Covid-19 erkrankt

08.50 Uhr: Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Messias Bolsonaro ist laut Informationen des Nachrichtenportals Band (Montag Ortszeit) am Coronavirus erkrankt. Bolsonaro selbst erklärte, Symptome der Krankheit zu zeigen. Allerdings werde das offizielle Testergebnis erst am Dienstag vorliegen. Der 65-Jährige wird nach eigenen Angaben bereits mit dem umstrittenen Malariamittel Hydroxychloroquin behandelt, das er selber stets als “Wundermittel” gegen Covid-19 angepriesen hatte.

Gegenüber vor dem Präsidentenpalast wartenden Anhängern hatte Bolsonaro am Montag erwähnt, Symptome der Krankheit zu haben. Seine Lungen seien jedoch “sauber”, sagte er nach einem Krankenhausbesuch. Laut Medienberichten hat der Präsident Fieber, Husten, Kopfschmerzen und fühle sich geschwächt. Das Präsidialamt strich sämtliche Verpflichtungen Bolsonaros in dieser Woche.

Am Montag wurde zudem bekannt, dass die 80-jährige Großmutter der First Lady Michelle Bolsonaro an Covid-19 erkrankt ist. Sie liege seit Freitag auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Hauptstadt Brasilia und werde derzeit künstlich beatmet. Die ersten Corona-Fälle in Brasilia waren im März bei Mitarbeitern des Präsidenten registriert worden. Mehr als 20 Personen der Delegation, die mit Bolsonaro US-Präsident Donald Trump in Florida besucht hatte, erkrankten danach an Corona.

Seit Beginn der Pandemie hatte Bolsonaro das Coronavirus als “kleine Grippe” bezeichnet, die ihm als ehemaligem Athleten nichts anhaben könne. Zudem kritisierte er die von Bürgermeistern und Gouverneuren erlassenen Corona-Maßnahmen als “Hysterie”. In der Öffentlichkeit weigerte er sich, Abstand zu halten und Masken zu tragen. In den vergangenen Tagen legte Bolsonaro zudem ein Veto gegen die Maskenpflicht in Kirchen und Geschäften ein, am Montag auch gegen den Einsatz des Mund-Nasen-Schutzes in Brasiliens Gefängnissen.

Genau wie mehrere seiner Minister hält Bolsonaro das Virus  als von Chinas Machthabern fabriziertes Komplott gegen seine Regierung und die von US-Präsident Trump. Und genau wie Trump spricht sich Bolsonaro für den Einsatz von Hydroxychloroquin und Chloroquin gegen Covid-19 aus. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) warnt jedoch vor dem Einsatz des Mittels. Brasilien liegt mit 1,6 Millionen Infektionen und rund 65.500 Todesfällen hinter den USA auf Platz 2 der Corona-Statistik.

Zahl der Neuinfektionen sinkt, drei Bundesländer ohne neue Fälle – aber R-Wert nur noch knapp unter kritischem Wert

21.11 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in den vergangenen 24 Stunden um 200 gestiegen, wobei aus Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern am Sonntag keine aktuellen Zahlen gemeldet wurden. Insgesamt haben die Landesgesundheits- und Sozialministerien somit seit Beginn der Epidemie 196.304 Fälle gemeldet. Die Zahl der zu beklagenden Todesfälle liegt nun bei 8.986. Mit Hamburg, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern blieben drei Bundesländer ohne gemeldete Neuinfekion von Samstag auf Sonntag.

Die Zahl der akut Infizierten (aktive Fälle) sank auf nun 5.618. Der Reproduktionswert ist hingegen von 0,93 am Vortag auf nun 0,96 getiegen. Er bleibt damit nur noch knapp unter der kritischen Marke von 1,0.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 196.993, 8998 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.900 (1837 Todesfälle)
  • Bayern: 48.853 (2604 Todesfälle) +7
  • Berlin: 8501 (215 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3501 (172 Todesfälle)
  • Bremen: 1683 (54 Todesfälle)
  • Hamburg: 5222 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 10.985 (512 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.700 (640 Todesfälle) +3
  • Nordrhein-Westfalen: 44.158 (1689 Todesfälle) +9
  • Rheinland-Pfalz: 7091 (235 Todesfälle)
  • Saarland: 2772 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5460 (223 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1898 (59 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3189 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3276 (181 Todesfälle)

Gesamt 196.993 (8998 Todesfälle)

Vortag (Stand: 06.07.20, 00.00 Uhr): 196.662 (8979 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 182.700. 14293

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,81 (Stand 07.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

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