Demonstranten fordern Rücktritt der Regierung von Mauritius | Aktuell Asien | DW

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Ein Meer bunter mauritianischer Flaggen bewegte sich friedlich durch die Hauptstadt Port Louis. Demonstranten hielten Plakate, auf denen sie den Rücktritt der Regierung forderten unter dem Motto: “Eure Inkompetenz zerstört unsere Insel”.

Nach Einschätzung von Korrespondenten hatten sich so viele Menschen auf dem Platz vor der Kathedrale versammelt wie wahrscheinlich noch nie zuvor in der Geschichte des Landes. Die meisten Demonstranten waren schwarz gekleidet, um auf die verheerenden Folgen des Öllecks für Natur und Wirtschaft hinzuweisen.

Mauritius I Frachter Wakashio versenkt (Reuters/French Army command)

Durch die Havarie des japanischen Frachters “Wakashio” sind mindestens 1000 Tonnen Treibstoff ins Meer geflossen

Ende Juli war der japanische Frachter “Wakashio” auf ein Riff im Südosten der Insel aufgelaufen. Mindestens tausend Tonnen Treibstoff flossen ins Meer, töteten Tiere und verschmutzten die Küsten des Urlaubsparadieses im Indischen Ozean. In einem Wettlauf mit der Zeit gelang es den Behörden schließlich, den Großteil der insgesamt rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord abzupumpen. Drei Wochen nach der Havarie zerbrach der Frachter schließlich.

Mauritius droht Ölkatastrophe (L'Express Maurice/AFP via Getty Images)

Umweltschützer und andere Helfer kratzen klebriges Öl vom Strand

Viele Demonstranten und Umweltschützer werfen der Regierung unter Premierminister Pravind Jugnauth vor, zu lange gebraucht zu haben, um das Abpumpen von Heizöl und Diesel zu organisieren. Obendrein wurden in den vergangenen Tagen mindestens 39 Delfine tot an die Küste der Insel gespült, was bei Umweltgruppen die Besorgnis auslöste, dass das Massensterben auf die Ölkatastrophe zurückzuführen sein könnten. Die Regierung bestreitet jedoch, dass es eine Verbindung gibt.

Sie kündigte an, alle toten Delfine einer Autopsie unterziehen zu wollen. Bisher haben Tierärzte nur zwei der toten Meeressäuger untersucht. Nach vorläufigen Ergebnissen weisen sie zwar Anzeichen von Verletzungen auf, aber keine Spuren von Öl im Körper.

Mauritius I Frachter Wakashio versenkt (Reuters/Mobilisation Nationale Wakashio)

Warum fuhr das Schiff so gefährlich nahe am Riff vorbei und warum brauchten die Behörden Tage, bis sie vor Ort waren?

Premier Jugnauth, der 2017 von seinem Vater die Regierungsgeschäfte in dem 1,3 Millionen Einwohner zählenden Inselstaat übernahm, ist der Ansicht, keine Fehler beim Management der Krise begangen zu haben. Mauritius besitzt einige der schönsten Korallenriffe der Welt. Der Staat ist hochgradig vom Tourismus und Fischfang abhängig. Die Ölkatastrophe ist ein schwerer Schlag zusätzlich zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, durch die der internationale Reiseverkehr erheblich eingeschränkt wurde.

uh/fab (afp, ap, dpa)



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