Derek Chauvin: Das ist der Polizist, der Amerika in Brand setzte

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Videos, die Augenzeugen der Tat aufnahmen, zeigen drei Polizisten, die den 46-jährigen Afroamerikaner George Floyd, der bereits Handschellen trug, brutal am Boden fixierten. Der 46-jährige Restaurant-Mitarbeiter war nur wegen eines kleinen mutmaßlichen Delikts festgenommen worden: Er soll einen gefälschten 20-Dollar-Schein für einen Einkauf benutzt haben. Einer der Polizisten, Derek Chauvin, kniete auf dem Nacken des Opfers. Trotz Floyds wiederkehrender Hilferufe ließ er nicht ab.

Floyd ist im Krankenhaus an den Folgen des Vorfalls verstorben. Chauvin und drei weitere Polizisten wurden deswegen entlassen. Bislang wurde aber nur Chauvin festgenommen und von den Ermittlungsbehörden offiziell direkt für den Tod des Afroamerikaners verantwortlich gemacht. Die Ermittler legen ihm unter anderem Totschlag zur Last.

18 Jahre Polizist, 18 interne Beschwerden gegen ihn

18 Jahre arbeitete Chauvin für die Polizei Minneapolis im US-amerikanischen Bundesstaat Minnesota. Und genau 18 interne Beschwerden hat es bei der Polizei in dieser Zeit gegen ihn gegeben, berichtet CNN. Allerdings hätten nur zwei der 18 Beschwerden Folgen für Chauvin nach sich gezogen: Der US-Polizist habe einen Verweisbrief erhalten.

Doch nicht nur die Polizei in Minneapolis hat Beschwerden gegen Chauvin gesammelt. Die US-amerikanische Nonprofitorganisation „Communities Against Police Brutality“ hat eine Datenbank mit Beschwerden gegen Beamte in Minnesota erstellt. Laut CNN hat Chauvin mehrere mündliche Rügen wegen der Verwendung eines „erniedrigenden Tons“ oder einer „herabwürdigenden Sprache“ erhalten.

Wie CNN weiter berichtet, hätten aber weder die interne Ermittlungsbehörde der Polizei Minneapolis noch die Datenbank Details wie Daten oder Beschreibungen der Taten Chauvins veröffentlicht.

Chauvin und Floyd arbeiteten zeitgleich in einem Nachtclub

Und ein weiteres Detail in Chauvins Lebenslauf macht stutzig. Der US-amerikanische Polizist und sein afroamerikanisches Opfer arbeiteten eine Zeit lang im selben Nachtclub in Minneapolis. Die Besitzerin der Bar „El Nuevo Rodeo Club“, Maya Santamaria, berichtete gegenüber CNN, dass Chauvin – neben seiner Tätigkeit bei der Polizei – 17 Jahre lang als Sicherheitsmitarbeiter bei ihr angestellt gewesen.

Auch George Floyd sei eine Zeit lang bei ihr angestellt gewesen – ebenfalls als Sicherheitsmitarbeiter. Sie glaube zwar nicht, dass die beiden sich gut kennen. Es habe aber definitiv Nächte gegeben, in denen sie sich über den Weg hätten laufen müssen. Santamaria sagte, sie könne nicht glauben, dass Chauvin nicht die Menschlichkeit hatte, „diesem armen Mann“ zuzuhören, der „um seine Luft zum Atmen und sein Leben flehte“.

Ehefrau hat inzwischen die Scheidung eingereicht

Ähnliche Gedanken brachten Chauviers Ehefrau Kellie dazu, die Scheidung einzureichen. Der Lokalsender „CBS Minnesota“ zitiert den Anwalt der Frau: „Sie ist entsetzt über Herrn Floyds Tod. Sie hat großes Mitgefühl mit seiner Familie und seinen Lieben und mit allen anderen, die um ihn trauern.“ Das Noch-Ehepaar hat keine gemeinsamen Kinder.

Im Wohnort der Eheleute in Windmere, Florida, hatte es friedliche Proteste gegeben, nachdem es Gerüchte gab, Chauvin wäre von Minnesota nach Florida geflohen, um sich dort zu verstecken. Die örtliche Polizei ließ mitteilen, dass er nicht zuhause sei und auch nicht vorhätte zu kommen. Kurz darauf wurde er in Minnesota verhaftet.

Jetzt ist Chauvin unter höchster Gewahrsamstufe im Oak Park Heights Staatsgefängnis in Minnesota inhaftiert. Ihm werde Mord und Totschlag zur Last gelegt, sagte der zuständige Bezirksstaatsanwalt, Mike Freeman, am Freitag auf einer Pressekonferenz. Er rechne damit, dass auch gegen die drei anderen in den Vorfall verwickelten Beamten Anklage erhoben werde. Dies werde jedoch noch untersucht.

 

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