Deutschland lässt Flüchtlingskinder kommen | Aktuell Deutschland | DW

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In einem ersten Schritt wird Deutschland 50 unbegleitete Minderjährige aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Einen entsprechenden Beschluss will das Kabinett an diesem Mittwoch fassen, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte. Darauf habe sich Ressortchef Horst Seehofer (CSU) mit Vertretern der Fraktionen von CDU/CSU und SPD verständigt.

Die Kinder und Jugendlichen sollen “nach Möglichkeit schon in der kommenden Woche” nach Deutschland geflogen werden. Nach ihrer Ankunft werden sie zunächst zwei Wochen in Quarantäne verbringen, voraussichtlich in Unterkünften in Niedersachsen. Anschließend sollen sie auf verschiedene Bundesländer verteilt werden.

Luxemburg geht voran

Zuvor hatte Luxemburg angekündigt, in der kommenden Woche zwölf unbegleitete Minderjährige aus Flüchtlingslagern auf den Inseln Lesbos und Chios aufzunehmen. Außenminister Jean Asselborn appellierte an die Bundesregierung, es seinem kleinen Land gleich zu tun.

Flüchtlingslager Moria-Elaionas (picture-alliance/ANE)

Momentaufnahme aus dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

Vor einem Monat hatte sich der Koalitionsausschuss von Union und SPD darauf verständigt, auf europäischer Ebene über eine humanitäre Lösung zur Aufnahme von Kindern zu verhandeln, die entweder schwer erkrankt oder unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind. Angesichts der Coronavirus-Pandemie rückte dieses Thema dann etwas in den Hintergrund. 

Vorerst soll insgesamt 1600 unbegleiteten Minderjährigen vorübergehend eine neue Heimat gegeben werden. Nach Angaben aus Berlin sind dazu zehn EU-Staaten bereit. Neben Deutschland und Luxemburg sind dies Frankreich, Portugal, Irland, Finnland, Kroatien, Litauen, Belgien und Bulgarien.

Griechenland Flüchtlingslager auf Lesbos nach Ausschreitungen (picture-alliance/dpa/A.Tzortzinis)

Ein Kind spielt zwischen den provisorischen Behausungen auf Lesbos

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln gelten seit langem als untragbar. Das Camp Moria auf Lesbos ist eigentlich für knapp 3000 Personen ausgerichtet. Tatsächlich leben dort etwa 20.000 Asylsuchende. Nach dem ersten COVID-19-Fall auf der Insel wächst die Angst vor einer Verbreitung des Coronavirus. Bislang wurden zwar keine Ansteckungsfälle in den Flüchtlingslagern auf den Inseln gemeldet. Nach den Worten von EU-Innenkommissarin Ylva Johansson sollen die Jugendlichen dennoch in Griechenland oder bei Ankunft in den Aufnahmeländern auf SARS-CoV-2 getestet werden.

se/wa (rtr, dpa, afp, kna, epd)    



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