Die nächste Pandemie wird kommen: Unsere Zukunft ändert sich entscheidend

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Die Welt nach der Corona-Krise (2): Die nächste Pandemie wird kommen: Unsere Zukunft ändert sich entscheidend

Freitag, 24.04.2020, 12:18

Wenn man sich als Zukunftsforscher zu erkennen gibt, folgt unweigerlich die Bitte, Prognosen abzugeben. Valide Prognosen natürlich. Die Vorstellung, das Ergebnis der Arbeit eines Zukunftsforschers seien vor allem Prognosen, stützt sich auf die Annahme einer weitgehend determinierten Zukunft. Wer die entsprechenden Einflussfaktoren kennt, so die Hoffnung, kann sie auch vorhersagen.

Dem ist jedoch nicht so, denn die Zukunft ist offen. Sie ist nicht beliebig, nicht willkürlich, denn sie basiert auf Herkunft, ist also immer eine Art Fortsetzung, die Vergangenes, die Kontinuitäten, die Megatrends enthält.

Aber sie wird auch geprägt durch Diskontinuitäten, durch Wild Cards (Ereignisse mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber gravierenden Folgen), durch Kontingenz und Emergenz (das unvorhersehbare Entstehen neuer, unbekannter Strukturen in einem System). Gerne wird auch übersehen, dass es eine Vielzahl von Prognosearten gibt, etwa die possibilistische, die probabilistische oder die die bedingte Prognose.

Somit nähern sich Zukunftsforscher bevorzugt mit Hilfe von alternativen Szenarien der Zukunft und räumen damit die Möglichkeit mehrerer Zukünfte ein. Die Zukunft wird gewissermaßen in verschiedene Varianten zerlegt, die gemeinsam einen definierten Möglichkeitsraum beschreiben.  Wir Zukunftsforscher beschreiben die Zukunft folglich als etwas, das offen und nicht vollständig vorhersehbar ist – gleichzeitig wollen wir eine Orientierung geben, was wir wissen, wie es sein könnte.

2021: Es gibt Gewinner und Verlierer in Wirtschaft und Gesellschaft

Wo stehen wir in einem Jahr? Auch hier kann man seriös nur mit Szenarien verschiedener Zukünfte arbeiten. Hier ist ein Base-Case-Szenario, das zwischen Best- und Worst-Case liegt: Nach einer zweiten Infektionswelle steht endlich ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung. Die bisherigen Impfstoffe hatten sich als mangelhaft erwiesen. Nach mehreren Shutdown-Perioden erholt sich die nunmehr veränderte Wirtschaft nur zögerlich.

Über den Autor

Dr. Bernd Flessner, geboren 1957 in Göttingen, studierte Theater- und Medienwissenschaft, Germanistik und Neuere Geschichte in Erlangen, Promotion 1991 bei Theo Elm über die Zukunftsentwürfe von Arno Schmidt und Stanislaw Lem, lehrt seit 2011 als Zukunftsforscher am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Seine Schwerpunkte sind die Zukunft der Medien und die Konvergenz von Technologien. Schreibt als Wissenschafts- und Kulturjournalist u.a. für die NZZ, NN, Kursbuch, Kultur & Technik, Archiv – Magazin für Kommunikationsgeschichte, BR, ZDF, Mare – Zeitschrift der Meere, Schweizer Monat.

Zu den Krisengewinnern zählen Unternehmen, die die Digitalisierung und Automatisierung vorangetrieben haben. Etwa Betriebe, die sehr schnell, mittels 3D-Druck, ihr Produktsortiment ändern konnten. Verlierer sind Unternehmen, die keine Möglichkeiten gefunden haben, ihre Produkte oder Dienstleistungen den neuen Bedingungen anzupassen. Dazu gehört vor allem die Tourismusbranche, Gastronomie inklusive. Schlecht sieht es auch für die Kunst aus. Viele Museen und Theater mussten schließen.

Auch die Gesellschaft hat sich verändert, wobei scheinbar widersprüchliche Tendenzen zu beobachten sind. Einerseits schreitet die Vereinzelung und Individualisierung voran. Andererseits sind auf lokaler Ebene neuartige Genossenschaften und Kooperativen entstanden, sind Menschen näher zusammengerückt.

Ein neuer Riss durch die Gesellschaft zeichnet sich ab. Nach dem Ende aller Shutdowns sinkt die Mediennutzung, die Menschen reisen, und zwar durch Deutschland, das neu entdeckt wird. Quotenhit bleibt aber die Netflix-Comedy-Serie „Von der Rolle“, die den Beginn der Coronakrise anhand einer Prepper-Familie nachzeichnet, der ausgerechnet in dieser Zeit das Klopapier ausgegangen ist.

2025: Die Welt rückt wieder enger zusammen

Alle Überlebenden, also die große Mehrheit, ist resistent oder geimpft. Die Corona-Krise ist endgültig überstanden und fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Die Diskussion über die Versäumnisse und Fehler verebbt dennoch spürbar, da sich andere Themen in der Vordergrund drängen, insbesondere der Klimawandel, der im Begriff ist, auch in Deutschland ganze Landschaften umzugestalten.

Dürren, Starkregen, Ernteausfälle und Waldbrände gehören nun zum Alltag einer Gesellschaft, die nicht nur ökonomisch noch immer an den Folgen der Corona-Krise leidet. Gleichzeitig hat sich Globalisierung wieder stabilisiert, während der Protektionismus an Anhängern verliert. Nach Corona rückt die Welt wieder etwas enger zusammen. Eine eigens einberufene Transparenz-Konferenz sorgt dafür, dass gesundheitsrelevante Daten nun schneller allgemein zugänglich gemacht werden. Zu den Unterzeichnern zählt auch China.

Alle Teile der Serie “Die Welt nach der Corona-Krise”


2030: Corona war nicht die letzte, sondern die erste Pandemie des 21. Jahrhunderts

Die Folgen der Corona-Krise sind fast vergessen, der Kampf gilt nun verstärkt dem Klimawandel. Während einer Klimakonferenz in Berlin erreicht die Teilnehmer die Nachricht, dass ein neues, unbekanntes Virus entdeckt worden ist, von dem eine vergleichbare Gefahr ausgeht wie von dem Corona-Virus. Die Pandemie scheint sich zu wiederholen.

Corona war nicht die letzte große Pandemie, sondern die erste des 21. Jahrhunderts. Die noch immer fragilen Gesundheitssysteme sind diesmal etwas besser vorbereitet. Die Menschen haben wieder einmal nicht viel gelernt, jedoch genug, damit sich der negative Verlauf nicht wiederholt. Mit Hilfe von 3D-Druckern können überall auf der Welt Schutzmasken und Schutzanzüge in großer Stückzahl schnell und dezentral produziert werden.

FOCUS-Online-Aktion #CoronaCare: Deutschland hilft sich!

Die Corona-Pandemie schränkt den Alltag der Menschen in Deutschland ein. Vor allem für gefährdete Gruppen wie Senioren sind auch alltägliche Aufgaben mit einem Ansteckungsrisiko verbunden. Daher ist nun Solidarität gefragt! FOCUS Online hat deshalb die Aktion “#CoronaCare: Deutschland hilft sich” gestartet. Machen Sie mit! Alle Informationen finden Sie hier.

US-Forscher finden heraus, dass Sars-CoV-2 in der Luft sehr lang infektiös bleibt

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