Dietmar Hopp: Plötzlich Gewinner in der Virus-Krise

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In den vergangenen Jahren hat sich Hopp über seine Beteiligungsgesellschaft dievini ein ansehnliches Portfolio an Biotech-Startups aufgebaut. Die dievini-Webseite nennt elf Beteiligungen. Vor allem eine davon stand zuletzt im Blickpunkt: CureVac aus Tübingen. Das Biopharmaunternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich auf Entwicklung von medizinischen Wirkstoffen auf Basis von Messenger-RNA spezialisiert. Diese kurzen Gensequenzen werden in die körpereigenen Zellen eingeschleust und dienen dort als Informationsträger für die Bauanleitung von Proteinen, die der Körper dann selbst herstellen kann.

Auf diese Weise sollen sich nicht nur Krebszellen bekämpfen lassen. CureVac ist auch zuversichtlich, dass sich mit diesem Prinzip ein Impfstoff gegen das Corona-Virus herstellen lässt. Angeblich boten die USA einen Milliarden-Betrag, um in den Besitz des Impfstoffs zu kommen. Die Tübinger Firma bestreitet das.

Klinische Tests schon im Sommer

Läuft alles nach Plan, könnte der Impfstoff in einigen Monaten fertig sein. Wir kommen gut voran”, sagte der Geschäftsführer von Dietmar Hopps Beteiligungsgesellschaft Dievini, Friedrich von Bohlen, der “Rheinischen Post”. “Schon bald können wir in präklinische Tests gehen und den Impfstoff an Tieren testen, im Sommer können wir die klinischen Tests am Menschen starten – dabei müssen wir vor allem die richtige Dosis finden.”

CureVac könne nach einer Zulassung auch rasch die Produktion hochfahren. “CureVac wäre heute in der Lage, über hundert Millionen Dosen pro Jahr zu produzieren”, sagte von Bohlen.

Das hänge auch davon ab, wie hoch die Dosierung sein müsse, um einen Menschen wirksam zu schützen. “Bräuchten wir ein Mikrogramm Impfstoff pro Impfung, so wie es CureVac kürzlich bei Tollwut zeigen konnte, könnte man mit einem Kilogramm eine Milliarde Menschen impfen – muss die Dosis höher liegen, brauchen wir auch deutlich mehr Impfstoff.” Die EU unterstützt die Forschung mit Krediten von bis zu 80 Millionen Euro.

Kommt der Impfstoff, zahlt sich Hopps Investment aus

Für Hopp könnte sich damit sein millionenschweres Engagement in die Biotech-Szene nach Jahren auszahlen. Die Entwicklung von Medikamenten ist riskant, teuer und langwierig. Es dauert Jahre, bis ein Wirkstoff gefunden, erforscht und schließlich auch zugelassen ist. Nur wenige Medikamente schaffen es überhaupt bis dahin. Viele bestehen die verschiedenen Tests an Tier und Mensch nicht, erweisen sich als gefährlich oder wirkungslos. Viele Start-ups überleben solche Rückschläge nicht. Dafür winken hohe Gewinne, wenn es klappt – so wie Hopp jetzt bei CureVac hoffen kann.

Die Börsenbilanz von Hopps Firmen ist durchwachsen

Einen Erfolg könnte Hopp gut gebrauchen. Den bei vielen anderen seiner Biotech-Beteiligungen steht der große finanzielle Erfolg noch aus – sofern man den Aktienkurs als Maßstab sind: Der Kurs von Cosmo Pharmaceuticals  hat sich seit dem Börsengang fast gedrittelt. Viel besser sieht es auch nicht AC Immune aus, hier gab es aber zwischendurch deutliche Kursanstiege – genau wie bei Cassiopea, wo die Aktien inzwischen aber wieder in etwa so viel kosten wie zu Börsenstart.

Wie schnell es gehen kann, zeigte eine weitere Hopp-Firma: Bei Heidelberg Pharma schoss der Kurs in den vergangenen Tagen um 225 Prozent auf 7,80 Euro hoch. Am Freitag brach er aber wieder um fast 40 Prozent ein. Auch hier war der Treiber die Aussicht auf ein Medikament gegen den Corona-Virus.

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