Drei Jahre Haft für algerischen Reporter | Aktuell Nahost | DW

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Der algerische Journalist Khaled Drareni ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter in der Hauptstadt Algier sprachen ihn schuldig, die nationale Einheit gefährdet zu haben. Als Begründung führten sie an, er habe zu einer “unerlaubten unbewaffneten Versammlung” aufgerufen. Drarenis Anwalt sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Urteil sei ohne Beweise gefällt worden.

Die Polizei hatte den Reporter Ende März festgenommen. Er hatte über die “Hirak”-Protestbewegung berichtet, die im Februar 2019 begonnen und im April desselben Jahres den Rücktritt des damaligen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika erzwungen hatte. Der 40-jährige Journalist betreibt eine Website und arbeitet als Korrespondent für den französischen Sender TV5 Monde. Außerdem ist er für die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) tätig.

RSF-Generalsekretär Christophe Deloire bezeichnete den Schuldspruch auf Twitter als “willkürlich, absurd und brutal”. Amnesty International nannte das Urteil “skandalös”.

Zwei Mitglieder der “Hirak”-Bewegung, die gleichzeitig mit Drareni festgenommen worden waren, erhielten jeweils zwei Jahre Haft, wovon ein Teil zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Protestbewegung hatte auch gegen den neuen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune mobil gemacht, einen Vertrauten seines Vorgängers Bouteflika. Wegen der Corona-Pandemie wurden die wöchentlichen Demonstrationen seit März allerdings ausgesetzt.

jj/qu (dpa, afp, epd)



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