Ein Auto, zwei Steuersätze? Neuwagen noch 2020 zulassen – und viel Geld sparen

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Pläne des Bundesfinanzministeriums: Ein Auto, zwei Steuersätze: Wer seinen Neuwagen noch 2020 zulässt, spart Tausende Euro

Das Bundesfinanzministerium plant, ab Januar 2021 die Kfz-Steuer anzuheben. Sollte das wirklich passieren, müssen Autohalter für ihr Fahrzeug in Zukunft mehr bezahlen. Die Anhebung gilt jedoch wohl nur für Neuwagen, die ab Januar 2021 zugelassen werden. Wer Geld sparen will, sollte sich seinen Neuwagen noch dieses Jahr zulegen.

Aus dem Entwurf des Finanzministeriums geht hervor, dass bei Neuzulassungen vom 1. Januar 2021 an je 100 Kubikzentimeter Hubraum 9,50 Euro fällig werden. Dazu kommt ein schrittweise ansteigender Zuschlag für jedes Gramm Kohlendioxidemission je Kilometer. Die Kfz-Steuer berechnet sich über den Hubraum des Wagens und den CO2-Ausstoß, der einfach aus dem Verbrauch hochgerechnet wird. Die CO2-Komponente soll künftig eine größere Rolle spielen.

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Auf Nachfrage bestätigte der Pressesprecher des Bundesfinanzministeriums Christoph Kuhn FOCUS Online, dass die Regelung nur für Fahrzeuge gelte, die ab Januar 2021 erstmals neu zugelassen werden. Er verwies auf das Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung, das kürzlich auf den Weg gebracht wurde.

Zwei Steuersätze für ein und dasselbe Auto möglich

Die Folge der geplanten Regelung: Wer das gleiche Modell im Januar 2021 kauft, zahlt mehr Kfz-Steuer, als wenn er es noch im Dezember 2020 zulässt. Dabei geht es um erhebliche Beträge – und es sind keineswegs nur “Spritschlucker” betroffen, sondern auch Brot-und-Butter-Autos. Die „Bild“-Zeitung listet für mehrere Fahrzeugmodelle auf, wie sich alte und neue Kfz-Steuer unterscheiden werden – wenn die Vorschläge Gesetz werden. Hier zwei Beispiele:

  • Beim VW Golf VIII 1.5 eTSI würde die jährliche Kfz-Steuer von 148 Euro auf 161,50 Euro steigen.
  • Beim Porsche Macan GTS wäre die Differenz größer. Von bislang jährlich 428 Euro würde die Kfz-Steuer auf 658 Euro pro Jahr steigen. 

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Tausende Euro Differenz bei Kfz-Steuer – je nach Zulassungsjahr

Die Anhebung gilt für den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs. Das bedeutet: Je länger ein Pkw gefahren wird, desto höher fällt die unterschiedliche Steuer zwischen noch 2020 und erst 2021 zugelassenen Kfz aus. Über mehrere Jahre gerechnet kann es somit um Tausende Euro gehen.

Konkret heißt das:

  • Wer seinen 2021 angemeldeten VW Golf VIII 1.5 eTSI fünf Jahre lang fährt, zahlt insgesamt 67,50 Euro mehr Kfz-Steuern.
  • Beim Porsche Macan GTS liegt der Betrag bei 1150 Euro. Nach zehn Jahren belaufen sich die Mehrkosten sogar auf 2300 Euro.

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Weitere Beispiele für die Höhe der Kfz-Steuer:

Wer sich also mit dem Kauf eines (neuen) Autos trägt, das nicht elektrisch angetrieben wird, sollte am besten noch im laufenden Jahr zum Händler gehen und seinen Wagen erwerben. Sonst zahlt er für ein identisches Fahrzeug höhere Kfz-Steuern. Und zwar jedes Jahr, solange er seinen Pkw nutzt. Voraussetzung ist natürlich, dass der Entwurf auch tatsächlich so beschlossen wird. Gegenüber FOCUS Online betonte Kuhn, es handle sich um eine „vorfinale“ Version eines Entwurfs. Änderungen sind also noch auf mehreren Ebenen möglich.

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Es wäre übrigens innerhalb kurzer Zeit die zweite Kfz-Steuer-Erhöhung, denn im Rahmen der Umstellung auf den aktuellen Verbrauchs-Messzyklus WLTP gab es bereits eine versteckte Erhöhung im September 2018. Die Verbrauchsangaben sind jetzt für den Kunden realitätsnäher, doch der CO2-Ausstoß steigt – und zwar nicht real, sondern nur auf dem Papier durch die neue Berechnungsmethode. Davon sind skurrilerweise auch sparsame Kleinwagen betroffen. Die größere Ehrlichkeit bei den Verbrauchsangaben erkauft man sich also mit höheren Kfz-Steuern und es gibt für zwei identische Fahrzeuge je nach Erstzulassungsdatum unterschiedliche Steuersätze.

Kfz-Steuerbefreiung für Stromer schafft langfristig Probleme

Ab einem Emissionswert von 95 Gramm pro Kilometer (g/km) bis 115 g/km gilt der Satz von 2,00 Euro pro Gramm. Deshalb sind auch nahezu alle Neuwagen von der CO2-Strafsteuer betroffen, die nicht Plug-In-Hybride sind (oder als E-Autos ohnehin steuerbefreit). Denn nur ganz wenige Diesel und Benziner wie etwa der C1 von Citroen, der Honda Civic, der Opel Corsa oder der Toyota Aygo schaffen es in bestimmten Motorisierungen unter die 95 Gramm-Grenze.

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Als zusätzliche Belastung für die meisten Autofahrer – übrigens auch für Besitzer eines Plug-In-Hybriden  – kommt 2021 dann noch der sogenannte CO2-Preis, der Benzin und Diesel schrittweise teurer macht. Diese Besteuerung nach CO2 ist nach der Kfz-Steuer und der Ökosteuer, die seit über 20 Jahren auf Kraftstoffe erhoben wird, bereits die dritte CO2-Besteuerung, mit der man Autofahrer zur Kasse bittet. Im Gegenzug sollen dafür die Stromkosten sinken, die derzeit in Deutschland mit 30 Cent pro Kilowattstunde europaweite Spitzenwerte erreichen. Falls die Preise wirklich sinken, hätten Elektro- und Hybrid-Fahrer also geringere Ladekosten.

Die Idee der Bundesregierung ist, durch immer höhere Kosten für Benzin- und Diesel-Fahrzeuge die Elektromobilität querzusubventionieren. Das allerdings könnte an Grenzen stoßen, wenn – wie ja von der Bundesregierung erhofft – die Zahl der Elektrofahrzeuge wirklich rasant zunimmt. Denn dann fehlen künftig die Einnahmen aus der Kfz- und Mineralölsteuer, um Straßen und Infrastruktur zu bezahlen.

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mbe/pom/sv/mit AFP


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