Ein Turm aus Rauch und Asche am Sinabung | Aktuell Asien | DW

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Mehr als sieben Kilometer hoch stieg eine Aschesäule in den Himmel. Bereits am Samstag hatte der Sinabung Asche ausgespien. In der Umgebung des Kraters im Norden der Insel Sumatra liegt eine dicke graue Schicht aus vulkanischem Material auf Straßen, Häusern und Autos.

 Indonesien | Ausbruch des Vulkans Sinabung (Reuters/Antara Foto/S. Ginting)

Der Vulkan gefährdet das Leben der Menschen, die in Kraternähe leben

Es herrscht weiter die dritthöchste Alarmstufe. Niemand solle sich dem Sinabung auf weniger als drei Kilometer nähern, warnte die indonesische Geologiebehörde. Das Gebiet direkt um den Krater wurde schon vor längerer Zeit zur Sperrzone erklärt.

BdTD Indonesien | Ausbruch Vulkan Sinabung (Getty Images/AFP/A. Sembiring)

Seit zehn Jahren rumort es immer wieder am Sinabung – diese Aschesäule stieg im Mai gen Himmel

Am Wochenende hatte es zwei kleinere Eruptionen gegeben – offenbar ohne Verletzte. Doch die Regierung warnt die Anwohner vor möglichen Lawaströmen. Auch die Asche hat verheerende Folgen: Sie lässt Pflanzen auf den Feldern verdorren und bedroht so die Ernte.

 Indonesien | Ausbruch des Vulkans Sinabung (Getty Images/AFP/A. Sembiring)

Der Wind verweht das vulkanische Material – hier eine Aufnahme vom Samstag

2010 war der Sinabung erstmals seit 400 Jahren wieder ausgebrochen. Zehntausende Menschen mussten fliehen. Drei Jahre später wurden erneut Asche und Rauch emporgeschleudert. Im Februar 2014 kamen 16 Menschen bei einer Eruption ums Leben. Im Mai 2016 fielen mehrere Personen einer heißen Asche- und Gerölllawine zum Opfer.

 Indonesien | Ausbruch des Vulkans Sinabung (picture-alliance/abaca/S. Aditya)

Die Asche aus dem Krater legt sich als Grauschleier über Dörfer und Felder

Der Sinabung ragt 2460 Meter auf. Er ist damit etwa halb so hoch wie der höchste Berg der Alpen, der Mont Blanc. Der Krater liegt rund 50 Kilometer südwestlich von Medan, der Hauptstadt der Provinz Sumatra Utara.

Indonesien | Ausbruch des Vulkans Sinabung (picture-alliance/abaca/S. Aditya)

Innerhalb eines Radius von drei Kiloometern um den Krater soll sich niemand aufhalten

Indonesien verzeichnet mit rund 130 Vulkanen die stärkste vulkanische Aktivität weltweit. Der asiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

jj/qu (dpa, afp)



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