Erster Mai: Das ist die Bedeutung vom Tag der Arbeit

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Am 1. Mai feiern viele Länder der Erde den „Tag der Arbeit“. In den meisten ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag für alle Menschen. Der Ursprung des “Tags der Arbeit” und wieso er gerade auf dieses Datum fällt, ist Thema dieses Artikels.

Hier ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag

Der 1. Mai, auch “Tag der Arbeit”, ist in ganz Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Belgien und Teilen der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag.

Weltweit wird der erste Tag im Monat Mai in vielen Ländern gefeiert. So haben unter anderem Finnland, Russland, Frankreich, Italien und Portugal am ersten Mai einen Feiertag.

Coronavirus: Dieses Jahr keine Demonstrationen am 1. Mai

Im Jahr 2020 wird es aufgrund des Coronavirus keine Kundgebungen und Demonstrationen zum 1. Mai geben. Der Infektionsschutz der Bevölkerung habe Vorrang. Allerdings sind in einigen Städten wie Berlin und Hamburg alternative Aktionen geplant.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der seit seiner Gründung im Jahr 1949 jährliche Proteste zum „Tag der Arbeit“ organisiert, plant dieses Jahr um, um „mit Anstand Abstand zu halten“. Anstelle von Demonstrationen gibt es dieses Jahr einen Livestream am 1. Mai ab 11 Uhr auf der Webseite des DGB, Facebook und YouTube. Moderiert wird die Veranstaltung von Katrin Bauerfeind und Timm Steinborn.

Tag der Arbeit: Der 1. Mai ist kein Zufallsdatum

Betrachtet man die Geschichte des Tags der Arbeit, erschließt sich auch die Wahl des Datums für diesen Feiertag.

  • Seinen Ursprung hat der Tag der Arbeit in den USA des 19. Jahrhunderts. Die Industriearbeiter litten damals unter schlechten Arbeitsbedingungen sowie niedrigen Löhnen. Im Jahr 1886 riefen deshalb Handel- und Arbeitergewerkschaften zu einem mehrtägigen Generalstreik auf, und zwar am 1. Mai des Jahres. Hauptziel war die Verkürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden täglich.

  • Grund für die Wahl des Datums war die Tatsache, dass damals in den USA jeweils zum 1.Mai alte Arbeitsverträge ausliefen, neue wurden geschlossen. Deshalb hieß der 1.Mai damals auch „Moving Day“.

  • Rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben beteiligten sich am ersten Tag des Generalstreiks. Mit dabei waren auch die Streikenden der Arbeiterstadt Chicago. Dort kam es am dritten Tag des Generalstreiks während einer Kundgebung zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Auslöser war eine Splitterbombe, die auf Polizeibeamte geworfen wurde. Es gab viele Tote und Verletzte.

  • Schließlich erreichten die Gewerkschaften doch noch die Umsetzung ihrer Forderung. Ab dem 1. Mai 1890 galt in den USA der 8-Stunden-Arbeitstag.

Der 1. Mai in Deutschland – ein langes Ringen

Nachdem die Arbeiterschaft in den USA sich durchgesetzt hatte, wurde der 1. Mai auch in Deutschland und Europa zum Kampftag der Arbeiterklasse für den 8-Stunden-Tag.

  • In Deutschland gab es das sogenannte „Sozialistengesetz“. Das Dekret von 1878 untersagte alle sozialistischen, sozialdemokratischen und kommunistischen Versammlungen, sofern dabei die soziale Lage unter Beschuss genommen oder das politische System in Zweifel gezogen wurde.

  • Trotzdem gingen am 1. Mai 1890 bereits 100.000 Arbeiter in Städten wie Berlin, Hamburg und Dresden auf die Straße. Der Streik in Hamburg zog sich bis in den Sommer hinein, zeitweise beteiligten sich 20.000 Arbeiter und Arbeiterinnen daran – dennoch konnten sie den 8-Stunden-Tag nicht durchsetzen. Das gelang erst im Jahr 1918.

  • Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) kämpfte in den Jahren nach den ersten Streiks darum, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Erst im Jahr 1919 war es dann soweit: Die Nationalversammlung der Weimarer Republik erklärte den 1. Mai zum “Tag der Arbeit” und deutschlandweit zum gesetzlichen Feiertag. Allerdings nicht für immer, sondern eben nur für das besagte Jahr 1919. In den folgenden Jahren war der Tag der Arbeit nur in Lübeck, Sachsen und Schaumburg-Lippe ein gesetzlicher Feiertag.

  • Auch wenn es kein offizieller Feiertag war, galt der Tag der Arbeit fortan den Gewerkschaften mit Maifeiern und politischen Aktionen

  • Als dauerhaften und deutschlandweiten gesetzlichen Feiertag riefen die Nationalsozialisten den 1. Mai im Jahr 1933 als „Feiertag der Nationalen Arbeit“ aus.

  • Auch nach dem Ende des 2. Weltkriegs und der Aufteilung Deutschlands in die vier Besatzungszonen behielten die Siegermächte den 1. Mai als Tag der Arbeit und gesetzlichen Feiertag bei.

  • Interessant ist, dass der 1. Mai in seinem Ursprungsland USA kein offizieller Feiertag ist. Der „Labor Day“, also der Tag der Arbeit, wird hier am ersten Montag im September gefeiert.

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