EU-Nachbar an der Spitze: Diese Länder schulden uns das meiste Geld

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5,564 Billionen Euro schuldeten am 31. Dezember vergangenen Jahres ausländische Staaten, Unternehmen und Privatpersonen deutschen Entitäten. Das ist ein Rekord. Im Vorjahr waren es noch knapp 5,4 Billionen Euro. Seit 2008, so weit reichen die Daten der Bundesbank zurück, sind die Schulden sogar um 1,8 Billionen Euro oder rund 50 Prozent gestiegen.

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Demgegenüber stehen 4,974 Billionen Euro, die Deutschland, deutsche Firmen und Privatleute dem Ausland schulden. Miteinander verrechnen lassen sich diese Zahlen allerdings nicht. Dann würden etwa den Schulden des deutschen Staates an einen französischen Besitzer einer Staatsanleihe die eines Franzosen gegenüber einem deutschen Unternehmen gegenüberstehen. Zwar sind da dieselben Länder involviert, aber ganz unterschiedliche Personen oder Institutionen.

So sieht aktuell das Ranking der Top-15-Schuldner aus:

1. Frankreich – 580 Milliarden Euro

Frankreich steht seit 2017 an der Spitze unserer Schuldner. Das ist wenig verwunderlich: Unser Nachbar ist gleichzeitig unser viertgrößter Handelspartner, mit dem wir zudem zuletzt einen Handelsüberschuss von 40,7 Milliarden Euro erzielten. Im vergangenen Jahr wuchsen die französischen Auslandsschulden bei uns um rund zehn Prozent, seit 2008 ging es um 83 Prozent nach oben.

2. Großbritannien – 510 Milliarden Euro

Zuletzt 2016 führte das Vereinigte Königreich diese Liste an und das Datum zeigt schon den Grund dafür, warum sich das geändert hat. Mit dem Brexit-Referendum sind auch die Handels- und Finanzbeziehungen zwischen beiden Ländern zurückgegangen. Heute liegen die britischen Auslandsschulden bei uns sogar 15 Prozent tiefer als noch 2008. Allein 2017 brachen sie um 30 Milliarden Euro ein.

3. USA – 498 Milliarden Euro

Mit keinem anderen Land erzielt Deutschland einen größeren Handelsüberschuss als mit den USA. 47,3 Milliarden Euro waren es im vergangenen Jahr. Die USA sind für viele Unternehmen ein wichtiger Absatzmarkt. Der Konsum der Amerikaner macht 17 Prozent des weltweiten Konsums aus. Und weil sich dort auch Privatpersonen gerne verschulden, profitieren deutsche Unternehmen.

4. Niederlande – 448 Milliarden Euro

Gegenüber keinem Land hat Deutschland so hohe Auslandsschulden wie den Niederlanden. Umgekehrt landet unser Nachbar nur auf dem vierten Platz. Das liegt auch daran, dass Deutsche in Holland wesentlich mehr einkaufen als umgekehrt. Die Niederlande sind das Land, gegenüber dem Deutschland das zweithöchste Handelsdefizit besitzt. 6,9 Milliarden Euro waren es im vergangenen Jahr.

5. Luxemburg – 297 Milliarden Euro

Luxemburgs Unternehmen importieren gerade einmal Waren im Wert von 5,7 Milliarden Euro jedes Jahr aus Deutschland. Damit lassen sich die enormen Auslandsschulden des kleinen Großherzogtums also nicht erklären. Wichtiger ist, dass Luxemburg ein riesiges Finanzzentrum in Europa ist. Und die hier ansässigen Banker und Versicherungen verschieben ihr Geld in riesiger Höhe in der ganzen Welt. So hat Luxemburg die höchsten Auslandsschulden pro Kopf aller Länder der Welt – und die fünfthöchsten in Deutschland.

6. Italien – 205 Milliarden Euro

Italiens Schulden gegenüber Deutschland haben sich seit 2014 um 42 Milliarden Euro verringert. Das hat mit der dortigen Staatsschuldenkrise zu tun, die italienischen Staatsanleihen immer unattraktiver macht. Der Warenhandel floriert allerdings. Er stieg im selben Zeitraum von 58 auf 68 Milliarden Euro.

7. Spanien – 198 Milliarden Euro

Die spanischen Auslandsschulden in Deutschland sind seit der Finanzkrise um 19 Prozent gesunken und haben sich seit 2014 nicht mehr nennenswert erhöht. Der Grund hierfür ist derselbe wie bei Italien: Spaniens Staatsanleihen rutschten im Rating der Kreditwürdigkeit des Landes zwischen 2012 und 2018 nahezu auf Ramschniveau ab. Seit sie sich davon wieder erholt haben, steigen auch die Schulden gegenüber Deutschland wieder – weil deutsche Banken und Anleger wieder zugreifen.

Zum Thema: Insgesamt fast fünf Billionen Euro: Welchen Ländern wir das meiste Geld schulden

Deutschlands Schuldner: Die weiteren Plätze

Gegenüber 2008 ist Irland aus den Top 7 der größten deutschen Auslandsschuldner herausgefallen. Die Schulden der grünen Insel uns gegenüber sind seitdem um 44 Prozent gefallen und liegen nur noch bei rund 133 Milliarden Euro. Das liegt auch daran, dass die Iren ihre Staatsverschuldung seit 2013 konsequent abbauen. Seitdem ist sie von 123 auf 75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesunken – oder absolut um 15 Milliarden Euro.

Mit Österreich, der Schweiz, Belgien, Dänemark und Polen finden sich zudem alle weiteren deutschen Nachbarstaaten in den Top 18 – lediglich die Tschechische Republik fehlt. Aus der EU komplettieren Schweden, Finnland und Griechenland das Feld. Neben den USA schaffen es nur zwei weitere außereuropäische Länder in die Bestenliste: Kanada liegt mit 64 Milliarden Euro auf Rang 13, China ist mit 48 Milliarden Euro die Nummer 18.

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