Ex-VW-Manager in Kroatien festgenommen | Aktuell Europa | DW

Vielleicht hat der frühere Konzernmanager mit seiner Auslandsreise auch die Hartnäckigkeit der US-Ermittler unterschätzt. Ganz sicher sind ihm jedoch die verschärften Kontrollen in der Coronakrise zum Verhängnis geworden. Wie andere EU-Länder auch speichert Kroatien die Daten von einreisenden Personen. So konnten ihn die US-Behörden aufspüren und einen internationalen Haftbefehl beantragen.

Der Dieselmotorenentwickler der VW-Tochter Audi muss nun damit rechnen, an die USA ausgeliefert zu werden. Dort sind bereits zwei frühere VW-Mitarbeiter wegen Verschwörung zum Betrug zu jahrelangen Haft- und hohen Geldstrafen verurteilt worden. Gegen mehrere mutmaßlich Verantwortliche – darunter Ex-Konzernchef Martin Winterkorn – liegen Strafanzeigen und Haftbefehle der US-Justizbehörden vor.

Extrem teurer Betrug

Anfang vergangenen Jahres waren vier Audi-Manager von der US-Justiz angeklagt worden, darunter auch der jetzt in Kroatien festgenommene 59-Jährige. Alle vier arbeiteten in der Motorenentwicklung der Ingolstädter VW-Tochter. Audi soll eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Manipulationssoftware gespielt haben, die in Autos mehrerer Marken des Wolfsburger Konzerns eingebaut wurde.

Volkswagen hatte 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, Abgaswerte manipuliert zu haben. Eine Software sorgt dafür, dass Diesel-Autos die Stickoxidgrenzwerte auf dem Prüfstand einhalten, auf der Straße aber ein Vielfaches mehr der giftigen Abgase ausstoßen. Weltweit sind bis zu elf Millionen Fahrzeuge davon betroffen. Die Wiedergutmachung des Skandals hat den Konzern bislang mehr als 30 Milliarden Euro gekostet – vor allem Strafen und Schadenersatzzahlungen in Nordamerika.

rb/nob (dpa, rtr)



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