Extreme Trockenheit in Deutschland: Wir erleben schlimmste Dürre seit 250 Jahren

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Landstriche sind ausgetrocknet: Extreme Trockenheit in Deutschland: Wir erleben die schlimmste Dürre seit 250 Jahren

Die andauernde Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands nimmt zu und hat inzwischen sogar historische Dimensionen erreicht. In einigen Regionen wie Brandenburg ist die Waldbrandgefahr extrem hoch. Beobachtungsflüge sollen am Wochenende große Brände verhindern.

Sonne, Hitze, Trockenheit: In den kommenden Tagen lässt das Hochsommerwetter nicht locker. Im Westen war es am Donnerstag bei bis zu 34 Grad am wärmsten, im Südosten kletterte das Thermometer bis auf 29 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Am Freitag wird es laut DWD in der Spitze sogar noch heißer: Die Höchstwerte liegen dann bei 30 bis 36 Grad. Auch am Wochenende setzt sich der Trend fort: Am Samstag und Sonntag liegen die Höchstwerte bei viel Sonne bei bis zu 37 Grad.

Extreme Hitze: Nachts drohen verbreitet Tropennächte

Ab Freitag kommen auch Tropennächte hinzu. Die Temperaturen fallen dann nicht mehr unter 20 Grad. In Städten kann es um Mitternacht noch 25 Grad warm sein. “Auch in der kommenden Woche ist nicht mit einer Umstellung der Großwetterlage zu rechnen”, so ein DWD-Experte. “Die Modelle sind sich recht einig, dass die Hitze bei uns erstmal bleibt.”

Indes steigt die Waldbrandgefahr in Brandenburg wieder an. Auch der Regen vom vergangenen Wochenende habe daran nichts geändert, so die Einschätzung des Waldbrandschutzbeauftragten des Landes, Raimund Engel. “Das war ein Tropfen auf den märkischen Sandboden.”

Brandenburg leidet unter Trockenheit

Hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlung ließen das Wasser rasch wieder verdampfen, die Trockenheit sei tief drin im Boden. “Die Gefahrenlage ist ganz schnell wieder da.” 2019 brannte es 417 Mal auf Brandenburgs Waldflächen. Mehr als 13 000 Hektar Fläche standen in Flammen. 2018 hatte es 512 Mal auf insgesamt 1674 Hektar gebrannt. Brandenburg verfügt über rund 1,1 Millionen Hektar Wald.

Die extreme und andauernde Trockenheit hat inzwischen historische Dimensionen. Laut Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) leiden viele Regionen Mitteleuropas unter der schlimmsten Dürre seit 250 Jahren.

Schlimmste Dürre seit 250 Jahren

Ein deutsch-tschechisches Wissenschaftlerteam unter Leitung des UFZ hat die beiden vergangenen Dürrejahre 2018 und 2019 in die Reihe langfristiger globaler Klimadaten der letzten 250 Jahre eingeordnet. “Dabei zeigte sich, dass es seit 1766 in Mitteleuropa keine zweijährige Sommer-Dürre dieses Ausmaßes gegeben hat“, so die Forscher. Dürre- und Trockenperioden werden voraussichtlich weiter zunehmen, lautet das Fazit der Wissenschaftler.

Waldbrandschutzbeauftragter Engel setzt auf die Waldbrandzentralen mit Videoüberwachung im Land, die durch schnelles Alarmieren der Feuerwehren die Ausbreitung der Brände verhindern sollen. “Diese Technik, die dort verbaut ist, kommt aus der Weltraumforschung”, erläuterte der Fachmann. Sie sei besser als jedes menschliche Auge. Hochauflösende Sensoren registrierten die Rauchwolken über den Baumkronen und meldeten dies an eine der Waldbrandzentralen. Diese informieren anschließend die Leitstellen.

Der Süden wird von einer Zentrale in Wünsdorf (Teltow-Fläming) aus beobachtet, bis zu sieben Mitarbeiter werten Bilder aus. Den Norden soll im kommenden Jahr eine neu eingerichtete Zentrale in Eberswalde (Barnim) übernehmen. Zur Zeit werde dieser Teil des Landes von drei kleineren Stellen betreut, beschrieb Engel.

Eine Hoffnung setzt der Waldbrandschutzbeauftragte auch in den Waldumbau. Das Land plant, den Kiefernanteil zugunsten von Laubbäumen zu verringern, damit der Wald weniger anfällig für Schädlinge, Trockenheit und Brände ist. Waldbrandgebiete sollen wiederaufgeforstet werden und auf früheren Kiefernmonokulturen sollen stabile Mischwälder entstehen. Brandenburg verfügt über rund 1,1 Millionen Hektar Wald. Mehr als 70 Prozent der Bäume sind Kiefern.

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Hohe Waldbrandgefahr: Beobachtungsflüge in Franken

Wegen hoher Waldbrandgefahr werden am Wochenende auch in ganz Franken Hubschrauber und Beobachtungsflugzeuge über den Wäldern fliegen. Die Trockenheit der vergangenen Tage sorge in Unterfranken für Dürre, teilte die Bezirksregierung in Würzburg mit.

Deshalb werden von Freitag bis Sonntag Luftbeobachter mit zwei Beobachtungsflugzeugen über die gefährdeten Wälder Unterfrankens kreisen.

Dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes zufolge sind in Bayern derzeit besonders Unter- und Oberfranken gefährdet. Die oberfränkische Regierung ordnete für Samstag und Sonntag Beobachtungsflüge über den Wäldern an. 

Die fränkischen Bezirksregierungen warnen davor, im Wald mit offenem Feuer zu hantieren. Außerdem verweisen sie darauf, dass vom 1. März bis 31. Oktober in Wäldern ein Rauchverbot gelte. Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe könnten Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden.

Hohe Waldbrandgefahr auch in Hessen

Auch in weiten Teilen Hessens gilt eine hohe Waldbrandgefahr. Das hessische Umweltministerium rief am Donnerstag die zweithöchste Alarmstufe für die Forstverwaltung aus. Bedingt durch die andauernde Trockenheit verschärfe sich die Waldbrandgefahr, hieß es. Laut den Angaben war im gesamten Juli nur ein Drittel des durchschnittlichen Niederschlags gefallen. Bei der ausgerufenen Stufe A handelt es sich um die erste von zwei Alarmstufen.

Frankfurt erlässt wegen Trockenheit Grillverbot

Die Stadt Frankfurt hat wegen der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Brandgefahr ein Grillverbot in Parks und anderen städtischen Grünanlagen erlassen. Offenes Feuer, Gasgrills, aber auch die mit glühender Kohle betriebenen Shisha-Wasserpfeifen seien dort ab sofort verboten, teilte Hessens größte Stadt am Donnerstag mit.

“Ich bedaure sehr, dass wir das Grillen gerade in der jetzigen Situation verbieten müssen. Aber auf all unseren Grillplätzen stehen Bäume, auch das Gras kann sich blitzartig entzünden”, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Außerdem dürften auf den Friedhöfen wegen der Brandgefahr keine Grablichter mehr entzündet werden. Für den Wald im Frankfurter Stadtgebiet gelte die höchste Waldbrandstufe.

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lob/dpa


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