Familie besuchen, Ausflüge – was darf ich an Ostern überhaupt? Der Überblick

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Die Corona-Krise schränkt das Leben hierzulande massiv ein. Nun steht Ostern vor der Tür und viele fragen sich, was noch erlaubt ist. Die Regelungen der einzelnen Bundesländer in der Übersicht (alphabetisch geordnet).

Baden-Württemberg

Familienbesuche an Ostern: In Baden-Württemberg ist es grundsätzlich erlaubt, die Familie und andere Personen zu besuchen. Außerhalb des öffentlichen Raums sind in Baden-Württemberg „Ansammlungen“ von bis zu fünf Personen gestattet (§ 3 Abs. 2 Satz 1 der baden-württembergischen Corona-Verordnung (BW-CV)). Ausnahmen gibt es für Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind – beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder- , die in einer Wohngemeinschaft leben und deren Ehegatten und Lebenspartner. Heißt, in diesen Fällen wäre es sogar erlaubt, dass sich mehr als fünf Personen bei jemandem zuhause treffen.

Dennoch: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat seinen Bürgern dazu geraten, auf einen Besuch bei Verwandten oder Freunden zu verzichten. Soziale Kontakte seien auf ein Minimum zu beschränken. Es sei schmerzlich, sagen zu müssen, dass man Großeltern in diesem Jahr nicht besuchen solle, räumte Kretschmann ein. Aber ältere Menschen seien durch das Virus besonders gefährdet.

Ausflüge: Wer eine Zweitwohnung in dem Bundesland besitzt, darf das Osterfest darin verbringen. Von einem Tagesausflug – etwa in den Schwarzwald – wird zwar abgeraten, verboten ist er aber nicht. Ostergottesdienste finden nicht statt.

Bayern

Familienbesuche an Ostern: In Bayern darf niemand „ohne triftigen Grund” seine Wohnung verlassen. Das geht aus der bayerischen Kontaktverbots-Verordnung (Bay-CV) hervor. Ausnahmen gelten für Lebenspartner, Alte, Kranke oder Menschen mit Einschränkungen – sofern sie sich nicht in einer Einrichtung befinden, können sie besucht werden. Kinder von getrenntlebenden Eltern dürfen zudem in beiden Haushalten Ostern feiern. Für die Begleitung Sterbender sowie für Beerdigungen im engsten Familienkreis greifen ebenfalls Ausnahmeregelungen (§ 1 Abs. 5 lit. f Bay-CV).

Was das bedeutet? Eine Alleinstehende darf ihre Schwester somit nicht an Ostern zu sich in ihre Wohnung einladen. Ein Besuch bei ihren Eltern sollte zudem „sehr gut überlegt sein und ist nur angezeigt, wenn sie unterstützungsbedingt sind, weil sie etwa auf Hilfe beim Einkauf angewiesen sind“, schreibt die Landesregierung von Bayern weiter. Um ältere Angehörigen bestmöglich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, rät das Innenministerium jedoch dazu, diese Besuche „auf ein absolutes Minimum zu beschränken“.

Ausflüge: Ausflüge und Sport sind generell möglich. So bleiben zum Beispiel die Parkanlagen von Schloss Neuschwanstein im Allgäu über Ostern für Spaziergänger geöffnet, teilt die Verwaltung mit. Allerdings, so heißt es vonseiten des Innenministeriums, seien Aktivitäten draußen nur allein, mit Angehörigen des Haushaltes oder dem Lebenspartner erlaubt.

Die Beurteilung, was im Freien problematisch sei und was nicht, liege im Ermessen der jeweils zuständigen Polizei, sagte Oliver Platzer, Sprecher des Innenministeriums. Ballspielen mit den Kindern im Park? “Grundsätzlich ist das nicht verboten”, sagt er. Allerdings könne die Polizei auch in Einzelfällen entscheiden, das Spielen zu unterbrechen, wenn etwa nicht der nötige Abstand gehalten werden könne oder andere Menschen sich dem Spiel anschlössen. Das gelte auch für Sitzpausen auf Bänken. “Niemand hat was dagegen, wenn sich jemand auf eine Parkbank setzt”, so Platzer. Man solle nur nicht zu lange dort verweilen, den vorgeschriebenen Abstand halten und möglichst zügig weitergehen. Das Picknicken oder Grillen sei allerdings im öffentlichen Raum grundsätzlich nicht erlaubt.

Auch Ausflügen in die weitere Umgebung sind nicht strikt verboten. Das Landratsamt Ostallgäu hat am Donnerstag für das Osterwochenende allerdings touristische Aktivitäten im südlichen Landkreis untersagt. “Die Allgemeinverfügung gilt für alle, die außerhalb des Landkreises Ostallgäu wohnen, und kommt in folgenden Gemeindegebieten des Landkreises Ostallgäu zur Anwendung: Rückholz, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck am See, Nesselwang, Eisenberg, Hopferau, Rieden am Forggensee, Halblech, Schwangau, Pfronten und Füssen. Ausgenommen sind nur Personen mit Wohnsitz im Landkreis oder in den Gemeinden Oy-Mittelberg, Wertach, Bad Hindelang, Bernbeuren, Steingaden, Prem, Wildsteig und Saulgrub”, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Landkreises.

Josef Klenner, Präsident des Deutschen Alpenvereins, sagte zudem: „Bitte gehen Sie in der momentanen Situation nicht in die Berge.“ Wenn hier Rettungseinsätze nötig würden, belaste man unnötig Rettungskräfte und Krankenhäuser. Und auch auf Wassersport sollte man derzeit verzichten, um kein Risiko einzugehen, sagt Ingo Roeske von der Wasserwacht Bayern: „Wir können bei einem Einsatz nicht die eineinhalb Meter Abstand einhalten, das funktioniert nicht.“

Berlin

Familienbesuche an Ostern: In der Hauptstadt müssen eigentlich alle in ihrer Wohnung bleiben. § 1 Abs. 1 der Berliner Corona-Verordnung (Ber-CV) verbietet – auch in den eigenen vier Wänden – jedwede „Zusammenkünfte“. Der Besuch von Oma und Opa ist in vielen Familien zwar ein fester Bestandteil der Ostertradition, darauf muss in diesem Jahr demnach aber verzichtet werden. Ältere Menschen gelten als besonders gefährdet. Ausnahmeregeln greifen etwa für Kinder von getrennt lebenden Eltern. Sie dürfen in beiden Haushalten Ostern feiern. Für die Begleitung Sterbender sowie für Trauerfeiern und für den Besuch bei Ehepartnern oder Lebenspartnern gibt es ebenfalls Ausnahmen. Hier sind Besuche erlaubt.

Ausflüge: Wer raus will, braucht einen triftigen Grund. Das gilt auch für eine Fahrt zum Zweitwohnsitz. Nicht erlaubt ist zudem der Besuch von Angehörigen in anderen Bundesländern, dagegen schon das direkte Verlassen der Stadt und eine Rückkehr ohne Umwege.

Bewegung an der frischen Luft ist ebenso wie das Gassigehen mit Hunden gestattet. Hierbei gilt jedoch, dass die Aktivitäten nur allein, mit Mitgliedern des eigenen Haushalts oder mit einer einzigen weiteren Person stattfinden dürfen. Wer sich außerhalb seiner Wohnung oder Unterkunft bewegt, muss – soweit irgendwie möglich – auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen achten.

Brandenburg

Familienbesuche an Ostern: Private Feiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstandes zu beschränken. Ansammlungen, Feiern oder Treffen mit Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes verstoßen gegen die Eindämmungsverordnung.

„Ostern muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders ablaufen“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher. „Wir alle müssen auf Familienfeiern, gemeinsame Ausflüge, Gottesdienstbesuche, Osterfeuer und andere traditionelle Osterbräuche in diesem Jahr bedauerlicherweise verzichten. Aber es ist zwingend notwendig, dass wir auch über das Osterfest unsere direkten sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken. Damit schützen wir uns selbst, unsere Liebsten, ältere und kranke Menschen.“

Ausflüge: In dem Bundesland darf man sich frei bewegen. Auf Ausflüge sollen die Brandenburger verzichten, verboten sind sie nicht. Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen genutzt werden. Eine Ausnahme ist der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der ein Einreiseverbot verhängt hat. Wie bisher sind auch zu Ostern Spaziergänge oder Bewegung an der frischen Luft möglich, das aber weiterhin nur in beschränktem Maße – alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts.

Corona-Bürgertelefon der Landesregierung: 0331 866-5050

 

Bremen

Familienbesuche an Ostern: Die in Bremen geltenden Kontaktbeschränkungen haben auch über Ostern Bestand. Dennoch ist das Land kulanter als andere Bundesländer: Eine Feier zuhause, auch mit mehreren Personen, die nicht zwingend zur direkten Familie oder dem Hausstand gehören, sei theoretisch erlaubt, aber nicht empfohlen. Das berichtet “butenunbinnen“. Das Blatt zitiert eine Sprecherin des Innenressorts. Aber es gelte der dringliche Appell: “Überdenken Sie Ihren Wunsch, Freunde und Familie zu treffen und wägen Sie jedes Mal ab, ob sich das Risiko, jemanden in gesundheitliche Gefahr zu bringen, vermeiden lässt.”

Ausflüge: Touristische Übernachtungen sind nicht genehmigt. Wie woanders auch gilt eine Ausgangsbeschränkung. Eine Regelung zum Zweitwohnsitz findet sich auf der offiziellen Corona-Informationsseite im Internet nicht.

Hamburg

Familienbesuche an Ostern: Ein Familienbesuch über die Ostertage soll möglichst vermieden werden, betonte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Grundsätzlich verboten ist ein Besuch bei oder von Verwandten aber nicht. Auch dann nicht, wenn die Familie in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein wohnt: Die Einreiseverbote dieser Bundesländer gelten für Tourismus oder Freizeitaktivitäten – nicht für Verwandtenbesuche, so die Hamburger Gesundheitsbehörde. 

Ausflüge: Für die Hansestadt besteht derzeit keine Ausgangssperre und auch kein Ein- oder Ausreiseverbot. Allerdings ist es auch in Hamburg nicht erlaubt, Touristen übernachten zu lassen. Wer einen eigenen Garten hat, muss auch in diesem Jahr nicht aufs Ostereiersuchen verzichten. In Gemeinschaftsgärten geht das ebenfalls – aber nur wenn ausreichend Abstand gehalten werden kann.

  • Alle ausführlichen Regeln und Verbote in Hamburg, lesen Sie zudem bei unserem Partner “Hamburger Morgenpost“.

Hessen

Familienbesuch zu Ostern: “Ostern ist klassischerweise Urlaubszeit, eine Zeit, wo sich Familien und Freunde besuchen, Tagesausflüge unternommen werden, ich bitte herzlich um Verständnis, dass das an diesem Osterfest unterbleiben sollte”, appellierte Ministerpräsident Volker Bouffier auf einer Pressekonferenz. Doch handelt es sich bei dem Appell von Bouffier nur im eine Mahnung oder doch um ein Verbot?

In den “Richtlinien für den Vollzug der Ge- und Verbote aus den Corona-Verordnungen” heißt es, dass “größere Feiern und Zusammenkünfte” auch in privaten Räumlichkeiten zu unterbinden seien. Allerdings sollen Kontakte zu einer einzelnen Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, möglich bleiben. “Dies gilt auch für die Besuche dieser Person in der eigenen Wohnung”, schreibt das Land weiter. Enge Bezugspersonen und Partner dürfen also weiterhin zu Besuch kommen. Den Behörden rät das Land, gerade bei größeren Hausständen (Familien, Wohngemeinschaften, Mehrgenerationenhäuser) im Einzelfall eine sorgfältige Abwägung vorzunehmen.

Ausflüge: Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes erlaubt. Bei Begegnungen mit anderen Personen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Grillen oder Picknicken sind landesweit untersagt.

Besonders drastische Maßnahmen gelten rund um den Edersee in Nordhessen. Eigentümer von Zweitwohnungen mussten abreisen, da der Landkreis Waldeck-Frankenberg die Nutzung verboten hat. Reisen zu touristischen Zwecken sind hessenweit untersagt. Die Landesregierung empfahl, Parkplätze an beliebten Ausflugszielen zu sperren.

Surftipp: Kirche@Home: Ostern feiern mit #CoronaCare – FOCUS Online bringt die Oster-Gottesdienste zu Ihnen nach Hause

Mecklenburg-Vorpommern

Familienbesuch zu Ostern: Auch an Ostern gelten in Mecklenburg-Vorpommern die Regeln des Kontaktverbots, betont Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. “Wir empfehlen allen Bürgern, dieses Jahr zu Ostern zuhause zu bleiben, den Oster­spazier­gang in der näheren Umgebung zu machen und auf Reisen, Ausflüge und Familien­besuche nach Möglich­keit zu verzichten.” Was das konkret für Familienbesuche zu Ostern bedeutet?

Verboten sind sie nicht. Zwar sind alle Reisen in das Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern untersagt, aber Reisen zu privaten Besuchen “bei Familienangehörigen (Kernfamilie), die ihren ersten Wohnsitz (Haupt- oder alleinige Wohnung nach dem Bundesmeldegesetz) in Mecklenburg-Vorpommern haben”, sind laut der Verordnung der Landesregierung weiterhin erlaubt.

Zur Kernfamilie zählen demzufolge: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Eltern und Großeltern. “Ein solcher Familienbesuch ist jeweils auch zusammen mit dem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner oder Lebensgefährten möglich, sofern häusliche Gemeinschaft besteht”, heißt es in der Verordnung vom Land weiter.

Ausflüge: Über das Osterwochenende ist es Einheimischen untersagt, bestimmte (Tages-)Ausflüge im Land zu unternehmen. Dazu zählen die Ostsee­inseln (Usedom, Rügen, Hiddensee, Poel, Halbinsel Fischland-Darß-Zingst), das Gebiet der an der Ostsee gelegenen Städte und Gemeinden, einschließlich der Sund- und Bodden­gewässer sowie der Haffe und Wieken, die Stadt Waren an der Müritz, die Ämter Malchow, Malchin am Kummerower See, Mecklen­burgische Klein­seen­platte, Röbel-Müritz, Seen­land­schaft Waren und die Gemeinde Feld­berger Seen­landschaft. Wer nur einen Zweitwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern hat, wird zur Ausreise aufgefordert.

Ansonsten ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet.

Gottesdienste sind jedoch unter bestimmten Auflagen zu Ostern außerhalb von Gebäuden erlaubt. In einer am Mittwochabend veröffentlichten und sofort in Kraft getretenen Änderung der Corona-“Bekämpfungsverordnung” heißt es, Zusammenkünfte jedweder Glaubensgemeinschaften könnten unter freiem Himmel stattfinden, wenn die Einhaltung des erforderlichen Mindestabstandes von zwei Metern zu anderen Personen gesichert sei, die gestiegenen hygienischen Anforderungen beachtet würden und die zuständige Gesundheitsbehörde damit einverstanden sei.

Niedersachsen

Familienbesuch zu Ostern: Das strikte Verbot, Menschen zu besuchen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, wurde zuletzt gelockert – Osterbesuche in abgespeckter Form sind möglich. Nicht nur Verwandte, auch enge Freunde dürften empfangen werden, berichtet die “Bild”. Auf einen Besuch bei den Großeltern soll aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos möglichst verzichtet werden.

Grundsätzlich gilt in Niedersachsen: Direkte Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, sollen auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Auch in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück soll der Kreis der sich dort treffenden Menschen möglichst klein und möglichst gleichbleibend sein. Die hier denkbaren Konstellationen sind sehr unterschiedlich: Manche treffen sich mit ihren bereits ausgezogenen Kindern, andere mit nur einem engen Freund oder einer Freundin, wieder andere mit dem Ehepaar aus der Nachbarschaft. Das alles ist auch zukünftig in Niedersachsen möglich. Auf einen Besuch bei den Großeltern soll aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos möglichst verzichtet werden.

Ausflüge: Einige Landkreise etwa an der Nordseeküste sind für Touristen gesperrt. Der kurzfristige Aufenthalt zu touristischen Zwecken in Zweitwohnungen ist zudem generell verboten.

Nordrhein-Westfalen

Familienbesuch zu Ostern: “Auch wenn Besuchsreisen zu Ostern in Nordrhein-Westfalen nicht ausdrücklich verboten sind: Tun Sie es nicht”, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber “watson” auf Nachfrage. So beschränkt die nordrhein-westfälische Corona-Verordnung (NRW-CV) zwar Zusammenkünfte im öffentliche Raum. Regeln und Beschränkungen für die eigenen vier Wände gibt es in NRW aber nicht. Familie und Freunde dürfen demnach in die Wohnung eingeladen werden.

Ausflüge: Eine Reise zur privaten Ferienwohnung oder zur Zweitwohnung ist weiterhin erlaubt. Allerdings sind alle Bürger angehalten, gerade über die Osterferien auf touristische Reisen zu verzichten. Dazu zählen auch Tagesausflüge im Land oder in die benachbarten Niederlande und Belgien. Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen sind mit Ausnahmen untersagt.

Rheinland-Pfalz

Familienbesuch zu Ostern: Grundsätzlich gilt: Ein Verbot gibt es nicht. Eltern und Großeltern, Geschwister oder Freunde dürfen an Ostern besucht werden. Doch während der Osterfeiertage sollten Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum reduziert werden. “Deshalb bleiben die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten”, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Ausflüge: Eine genaue Regelung zur Nutzung von Zweitwohnsitzen gibt es hier nicht. Wie überall in Deutschland gilt: Ferienwohnungen dürfen nicht an Touristen vermietet werden. Auch Hotels sind zu.

In der Dritten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz heißt es: “Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person und im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes zulässig. Zu anderen als den in Satz 1 genannten Personen ist in der Öffentlichkeit, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.”

Saarland

Familie besuchen: Besuche bei Freunden, der Familie oder Bekannten sind nicht gestattet. Die Landesregierung von Saarland schreibt: „Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. […] Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, dürfen weder besucht noch in der eigenen Wohnung empfangen werden.“ Ausnahmen gelten nur für Lebenspartner mit getrennten Wohnungen und Handwerker, die etwa für dringende Reparaturen vor Ort sein müssen.

Ausflüge: Reisende dürfen ohne triftigen Grund nicht mehr in das Saarland ein- und ausreisen. Auch das Verlassen der eigenen Wohnräume braucht einen solchen Grund wie Arbeit oder Einkauf. Generell sind Sport und Bewegung an der frischen Luft aber alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Personen, die im selben Haushalt leben, möglich. Auch Motorradtouren sind erlaubt.

Sachsen

Familie besuchen: Besuche von Verwandten müssen zu Ostern ausfallen. „Der Besuch von Familienangehörigen ist nur zulässig, wenn sie am gleichen Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind“, teilte das Land mit. Das gilt jedoch nicht für den Lebenspartner. Innerhalb des Landes Sachsen dürfen sich Paare treffen. Außerhalb der Grenzen des Freistaates verweist das Land auf die jeweils dort geltenden Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. „Es wird dringend empfohlen, sich vor Reiseantritt über die geltenden Regelungen zu informieren“, so das Land Sachsen.

Ausflüge: Sport und Bewegung sollen vorrangig im Umfeld des Wohnbereichs stattfinden. Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung sind verboten. Zum Beispiel bedeutet das für Dresden, dass Ausflüge in die Sächsische Schweiz, den Tharandter Wald oder das Erzgebirge nicht gestattet sind. Auch ein Motorradausflug ist nicht erlaubt. Ihre Zweitwohnungen dürfen Sachsen dagegen aufsuchen.

Fragen zur Corona-Schutz-Verordnung oder zu den Allgemeinverfügungen können Bürger unter der Telefonnummer 0800 100 0214 stellen.

Als Alternative: Eier färben – Fakten rund ums Osterei: Was Sie noch nicht über die bunten Eier wussten 

Sachsen-Anhalt

Familie besuchen: In Sachsen-Anhalt wird die Einhaltung der Corona-Beschränkungen seit Beginn der Osterferien sehr intensiv durch die Polizei kontrolliert. Das Innenministerium warnte, dass wer trotz Verbot eine touristische Fahrt aus einem anderen Bundesland nach Sachsen-Anhalt unternehme, mit 400 Euro Bußgeld rechnen muss.

Familie dürfe sich begegnen, größere Familientreffen sollten aber vermieden werden, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) dem “mdr“. “Damit meine ich jetzt Familie innerhalb unseres Landes, damit meine ich nicht, dass man mit allen Cousins, Geschwistern und Großeltern eine große Party im Schrebergarten machen soll.”

Ausflüge: In Sachsen-Anhalt sind touristische Reisen untersagt, genauso wie die Fahrt zum Zweitwohnsitz. Ein Osterspaziergang ist aber erlaubt. Ein fester Radius um das Wohngebiet, den die Menschen nicht verlassen dürfen, gibt es in Sachsen-Anhalt bislang nicht. Allerdings sind Ausflüge nur zu zweit mit Sicherheitsabstand und mit Mitgliedern des eigenen Haushalts gestattet. Bei mehr als einer haushaltsfremden Person als Begleitung können 250 Euro Bußgeld fällig werden.

Schleswig-Holstein

Überraschung in Schleswig-Holstein: Die Landesregierung hat die Corona-Einschränkungen als einziges Bundesland zu den Feiertagen überraschend gelockert. Die neue Verordnung gilt von 9. bis 19. April.

Familie besuchen: Bis zu zehn Familienangehörige dürfen sich zu Ostern treffen – privat sowie öffentlich. Konkret gilt das laut neuer Verordnung für Ehegatten, Geschiedene, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Geschwister und in gerader Linie Verwandter.

Auch wer in einem anderen Bundesland wohnt und seine Familie in Schleswig-Holstein besucht, darf einreisen. „Unabhängig davon gilt aber auch für Reisen zu Familienbesuchen die dringende Bitte, dass diese auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren sind. Dies gilt natürlich umso mehr, wenn Risikogruppen, also ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder Raucher betroffen sind“, schreibt das Land. Gerade vor dem Hintergrund eines vermeidbaren Risikos sollte auf Familienbesuche freiwillig verzichtet und diese auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Ausflüge: Schleswig-Holsteiner dürfen in ihrem Land noch reisen. Dabei müssen jedoch einige Regeln beachtet werden. So ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur unter folgenden Voraussetzungen gestattet:

  • alleine
  • mit einer weiteren Person, die nicht aus dem eigenen Haushalt kommt
  • mit Personen aus dem eigenen Hausstand
  • neue Verordnung: Familienangehörige dürfen bis zu einer Anzahl von zehn Personen auch öffentlich zusammenkommen

Dies gilt für alle Tätigkeiten in der Öffentlichkeit, darunter Einkaufen, Spazierengehen oder Sport.

Wichtig für Einreisende und Touristen: Für Touristen, Tagesausflügler und Zweitwohnungsbesitzer gibt es derzeit ein Einreiseverbot. Wer bereits in seiner Ferienwohnung ist, darf im Land bleiben. Das gilt allerdings nicht für Besitzer von Ferienwohnungen auf den Inseln und Halligen.

Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01

Professor Dieter Kabelitz, Infektiologe vom Institut für Immunologie am Uni-Klinikum im Kiel, zeigt sich „entsetzt” von den Lockerungen und wirft Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) vor, ein hohes Infektionsrisiko in Kauf zu nehmen. Auch die Opposition kritisiert die neuen Regeln. Hier mehr lesen.

 

Thüringen

Familie besuchen: Grundsätzlich ist es in Thüringen erlaubt, eine Person zu besuchen. Es sei denn, sie lebt in einem Seniorenheim. Doch auch das Land Thüringen appelliert an seine Bürger: „Jede Person ist angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen außer zu den Angehörigen des eigenen Haushalts auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.“ Zu anderen Personen ist ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

Ausflüge: Im öffentlichen Raum darf man sich nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Haushalts aufhalten – das gilt auch für Osterspaziergänge. Es dürften sich dabei jedoch keine Wandergruppen bilden, mahnt ein Sprecher des Forsts.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Menschen in den vergangenen Tagen zudem immer wieder ermutigt, in ihre Gärten zu gehen und dort die Sonne und die frische Luft zu genießen. Allerdings hat Ramelow auch klar gemacht, dass sich dabei in einem Garten nur diejenigen aufhalten dürfen, die in einem Hausstand miteinander leben. Es sei nicht nur unklug, sondern auch verboten, andere Menschen zu Gartenfesten einzuladen oder sich in Vereinsheimen zu treffen, so Ramelow.

Dezidierte Regelungen zur Nutzung von Zweitwohnsitzen finden sich in der Thüringer Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus nicht.

Thüringer Hotline: Fragen zum Coronavirus allgemein, zum Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen – Infotelefon des Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz – (Mo – Fr: 9.00 – 12.00 Uhr und von 13.30 – 15.00 Uhr) unter +49361573815099

Surftipp: Ostern 2020 – Öffnungszeiten – alle Infos

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