Feuerpause nährt Hoffnungen in Kabul | Aktuell Asien | DW

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Alle Taliban-Kämpfer seien aufgefordert, während der am Freitag beginnenden Feiertage auf “Einsätze gegen den Feind” zu verzichten, erklärte ein Sprecher der Islamisten. Die Feuerpause in Afghanistan solle Tag und Nacht gelten – insgesamt 72 Stunden lang. “Feindliche” Angriffe würden jedoch mit Gewalt beantwortet, schränkte der Taliban-Vertreter ein.

Die Regierung in Kabul begrüßte die angekündigte Waffenruhe. Alle Sicherheits- und Streitkräfte seien angehalten, sich an die Feuerpause zu halten, sagte ein Sprecher von Präsident Aschraf Ghani. Sie sollten aber Vergeltung üben, sollte es zu Taliban-Anschlägen auf Streitkräfte oder Zivilisten kommen. Kurz zuvor hatte Ghani mitgeteilt, dass ein vereinbarter Gefangenenaustausch mit den Taliban vor dem Abschluss stehe. Die Regierung werde in Kürze die restlichen der insgesamt 5000 Kämpfer aus der Haft entlassen.

Afghanistan Farah Provinz Taliban Kämpfer Ausbildung (picture-alliance/Zuma)

Taliban-Kämpfer – hier auf einem Propaganda-Foto aus dem Jahr 2018

Eine Verringerung der Gewalt gilt als wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme innerafghanischer Friedensgespräche. Diese könnten bereits in einer Woche beginnen, so Ghani. Im Zuge der Gespräche sollten die Taliban einem “dauerhaften und vollständigen Waffenstillstand” zustimmen, forderte der Staatschef.

Taliban verneinen Alleinherrschaftsanspruch

Die Taliban versicherten unterdessen, “kein Machtmonopol” im Land anzustreben. Schließlich seien “all die verschiedenen afghanischen Stämme und Ethnien aufeinander angewiesen”, meinte Talibanführer Haibatullah Achundsada. Gleichzeitig betonte er das Ziel einer rein islamischen Regierung in Afghanistan.

Bereits Ende Mai hatten die Taliban eine dreitägige Feuerpause anlässlich des Endes des Fastenmonats Ramadan verkündet. Unmittelbar danach hatten die Aufständischen jedoch wieder mit tödlichen Anschlägen auf Stellungen der afghanischen Streitkräfte begonnen.

wa/pgr (afp, dpa, epd)



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