Fleetwood-Mac-Mitgründer Peter Green gestorben | Aktuell Kultur | DW

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Nach einem Leben voller Höhen und Tiefen, das vielfach der Fahrt in einer Achterbahn ähnelte, ist Peter Green im Alter von 73 Jahren gestorben – friedlich im Schlaf, wie seine Familie mitteilte.

Im Jahr 1967 gründete Green gemeinsam mit Schlagzeuger Mick Fleetwood und John McVie in London die Band Fleetwood Mac. Er stand hinter Songs wie “Albatross” und “Oh Well”, die den Sound der Band definierten und sie zu Weltruhm brachten. Doch schon drei Jahre später musste er wegen mentaler Probleme und Drogenmissbrauch die Band verlassen. Fleetwood Mac feierten ihre größten Erfolge ohne ihn – und für den begnadeten Musiker begann der soziale Abstieg.

 Fleetwood Mac I 1969 (picture-alliance/C. Walter)

Fleetwood Mac 1969: Mick Fleetwood, Peter Green, Jeremy Spencer, Danny Kirwan und John McVie (v.l.n.r.)

Der Blues-Rock-Gitarrist litt unter Drogenmissbrauch und Schizophrenie, wie Biografen berichteten. Lange Zeit wurde Green in der Psychiatrie behandelt. Den Großteil der 1970er Jahre verschwand der Musiker von der Bildfläche. Er soll zeitweise auf der Straße gelebt, als Friedhofsgärtner gearbeitet und eine Zeit in einem israelischen Kibbuz verbracht haben, hieß es.

Hochbegabter Teenager

Schon in jungen Jahren begeistert sich der 1946 als Sohn einer jüdischen Arbeiterfamilie im Londoner Stadtteil Bethnal Green geborene Green sich für US-Bluesmusiker wie B.B. King und Muddy Waters. Mit elf Jahren lernte er die ersten Gitarrengriffe. Im Alter von 15 Jahren begann der Teenager professionell Gitarre zu spielen und bekam fünf Jahre später die Chance, als Leadgitarrist für die Instrumentalband Peter B’s Looners auf der Bühne zu stehen.

Wenig später wurde er als Ersatz für sein Idol Eric Clapton bei den Bluesbreakers engagiert. Aus dieser Band stammten auch die beiden anderen Fleetwood-Mac-Gründer Fleetwood und McVie. 

Welthit “Albatross” – und dann der Absturz

Der von Green komponierte Song “Albatross” bescherte der Gruppe im Winter 1968/69 den ersten Nummer-1-Hit und katapultierte sie an die Spitze der britischen Musikszene.

Doch der schnelle Aufstieg zeigte bald seine Schattenseiten: Green verkraftete den Medienrummel nicht und seine Experimente mit der Droge LSD wurden immer extremer. Sein Leben zwischen Musik und Drogen kommentierte er später einmal in einem Interview: “Das Schlimmste, was mir im Leben passiert ist, sind die Drogen – das Beste war, einen Nummer-1-Hit zu landen.”

1979 gelang Green überraschend ein Achtungserfolg mit einem von religiösen Themen inspirierten Album. Fleetwood Mac schwamm währenddessen in neuer Formation auf einer Erfolgswelle. Vom 1977 erschienenen Album “Rumours” verkauften sich weltweit mehr als 40 Millionen Exemplare.

Comeback ohne Drogen

Trotz verschiedener kleiner Solo-Erfolge gelang Green kein größeres Comeback, bis er 1996 mit einer Gruppe befreundeter Musiker neu an den Start ging. Der britische “Daily Telegraph” sprach damals vom auf die Erde zurückgekehrten Rockstar.

 Fleetwood Mac I 1998 (picture-alliance/AP/A. Nadel)

Peter Green (li.) und andere aktuelle und ehemalige Fleetwood-Mac-Mitglieder 1998 in der Rock and Roll Hall of Fame

Frei von Drogen veröffentlichte Green mit der Peter Green Splinter Group einige Alben, bis sich die Band 2004 auflöste. Für Musikexperten war er schon zu Lebzeiten eine Blues-Legende und mit seinem sanften Sound einer der einflussreichsten Gitarristen der vergangenen Jahrzehnte. 1998 wurde er zusammen mit anderen ehemaligen und aktuellen Fleetwood-Mac-Mitgliedern in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

mak/ack (dpa, afp, ap)



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