Flick gegen Tuchel – Taktik-Analyse zu Bayern vs. PSG: Welche Kniffe entscheiden

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Bayern gegen Paris: Die große Analyse: Welche Taktik-Kniffe das Giganten-Finale entscheiden werden

Hansi Flick gegen Thomas Tuchel: Das Duell der beiden Deutschen am Sonntag im Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain ist auch eines zweier Trainer, die nichts dem Zufall überlassen wollen. Die entscheidende Frage: Wer kann welchen Zug am Taktik-Schachbrett am besten vorausplanen?

29 + 1 = 3. Was mathematisch wenig Sinn ergibt, ist die Erfolgsgleichung für Hansi Flick und den FC Bayern München. Schon Karl-Heinz Rummenigge verwies ja einst darauf, dass Fußball keine Mathematik sei.

29 Pflichtspiele sind es, die der FC Bayern unter Flick nun ungeschlagen ist. Kommt im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain (am Sonntag ab 21.00 Uhr im Live-Ticker von FOCUS Online) ein weiteres hinzu, holen die Bayern nach 2013 das zweite Triple der Vereinsgeschichte.

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Flicks Aufstieg vom Assistenten zum unumstrittenen Cheftrainer des FC Bayern ist nicht weniger als kometenhaft. In nur 35 Pflichtspielen formte der 55-Jährige aus einer in der Bundesliga schwächelnden Mannschaft eine, die die Champions League gewinnen kann.

In der einst von Niko Kovac verwendeten Metapher rast Flick mit weit über 200 Km/h über die Autobahn. Ihm gelang es damit, alle bisherigen Konkurrenten mit Leichtigkeit zu überholen. Womöglich kam ihm die kurze Pause an der Corona-Raststätte dabei sogar entgegen, konnten die Einzelteile des Autos doch dadurch etwas abkühlen.

Flick ist der Baumeister des Bayern-Erfolgs

Die Bayern sind so fit, wie sie es in der entscheidenden Phase der Saison wohl lange nicht mehr waren. Es sieht danach aus, dass am Finaltag alle Spieler des Kaders verfügbar sein werden.

Flick hat es trotz dieser Ausnahmesituation geschafft, die Stimmung positiv zu halten. Das ist eine nicht zu unterschätzende Parallele zu 2013, als sich Spieler wie Mario Gomez oder auch Arjen Robben in den Dienst der Mannschaft stellten, statt mit dem eigenen Schicksal zu hadern.

Flick ist der Baumeister des Erfolgs. Er selbst würde dieses Lob zwar ablehnen, weil er ungern im Mittelpunkt steht, doch ohne seine Leistung wäre das alles kaum möglich gewesen. Nur noch einmal muss Flick das Auto jetzt ans Limit bringen, um auch PSG zu überholen und dann die Abfahrt zum verdienten Urlaub zu nehmen.

Taktisch wird es für beide Finalisten wohl die größte Herausforderung der bisherigen Saison. Denn beide Trainer überlassen nichts dem Zufall. Paris besitzt zudem mit Neymar, Kylian Mbappé und Angel di María eines der besten Angriffstrios der Welt. Hinten aber haben sie schon mehrfach Angriffsfläche geboten.

Interessanterweise lässt sich über den FC Bayern exakt dasselbe behaupten. Thomas Müller, Robert Lewandowski und Serge Gnabry stehen der französischen Konkurrenz in Nichts nach, erzielten gemeinsam in der Königsklasse bereits 28 der 42 bayerischen Treffer – und damit mehr als ganz Paris zusammen (25).

Bayern wird auch gegen Paris voll ins Risiko gehen

Gegen Lyon und Barcelona zeigten aber auch sie Schwächen in der Defensive. Wenige Stationen reichten manchmal, um die hohe Linie der Münchner zu überspielen. Flick aber wird zurecht an seinem hohen Pressing festhalten.

Paris ist es nicht gewohnt, im Spielaufbau derart unter Druck zu stehen. Gegen Bergamo war das besonders gut zu sehen. 16 Ballgewinne konnten die Italiener in der Hälfte von Paris verbuchen, viele davon sehr zentral und in guter Ausgangslage zum Kontern.

Die Bayern sind in ihrem Anlaufverhalten im Moment so präzise, aggressiv und dominant wie wohl keine andere Mannschaft in Europa. In der Champions League sind sie einsamer Spitzenreiter, wenn es darum geht, wer die meisten hohen Balleroberungen verbucht. Schon vor dem Halbfinale gegen Lyon waren es 25 mehr als bei den Konkurrenten

Wie schnell findet Paris ein Gegenmittel?

Paris wird sich daran zunächst gewöhnen müssen. Das könnte ein Vorteil für die Bayern sein. Spannend wird es auch sein, was sich Tuchel gegen dieses erdrückende Pressing einfallen lässt. Er gilt als Tüftler.

Von Lyon könnte er gelernt haben, dass eine sehr breite Formation im Spielaufbau womöglich der Schlüssel ist. Der Nachteil ist aber, dass man bei Ballverlusten im Zentrum sehr offen steht. Trotzdem schaffte es Lyon immer wieder mal, die Bayern über kurze Dribblings oder schnelle Pässe in die Spitze zu überrumpeln.

Gerade Neymar wird beim Spielaufbau von Paris eine wichtige Rolle einnehmen, ist er doch bekannt dafür, sich immer wieder unterstützend ins Mittelfeld fallen zu lassen. Er, aber auch die Mittelfeldkollegen sind sehr ballsicher. Das wird die Bayern-Spieler auf der rechten Verteidigungsseite vor schwierige Entscheidungen stellen und Flick vielleicht sogar nochmal darüber nachdenken lassen, ob Benjamin Pavard zugunsten der Stabilität in die Mannschaft rückt.

Jede Spielsituation wird andere Entscheidungen von den Bayern abverlangen. Gehen sie aggressiv nach vorn und stören den Spielaufbau, oder bleiben sie lieber etwas tiefer und sichern mit ab? In den letzten Wochen und Monaten wirkten sie so gut aufeinander abgestimmt, dass ihnen eine hohe Quote an richtigen Entscheidungen zuzutrauen ist. Doch klar ist auch, dass Paris bereits wenige Fehler reichen könnten.

Bewahren die Bayern im Spielaufbau die Ruhe?

Auf der anderen Seite gilt das aber genauso. Mit einem gut organisierten Pressing allein ist die Aufgabe deshalb noch nicht erledigt. Gegen Lyon offenbarte sich, dass die Bayern schnell ungeduldig werden, wenn der Gegner das Spielfeld kompakt verteidigt und keine großen Lücken anbietet.

Tuchels Paris ist eigentlich eine Mannschaft, die ebenfalls sehr hoch verteidigt und selbst den Ball haben möchte. Andererseits ist der 46-Jährige ebenso dafür bekannt, in großen Spielen etwas zu verändern. Vielleicht hat Tuchel so großen Respekt vor den Bayern, dass er seine Mannschaft etwas tiefer positioniert, um dann mit Ballgewinnen die schnellen Spieler in der Offensive einsetzen zu können.

Geht man aber von der Spielweise der vergangenen Wochen aus, erwartet die Bayern im Spielaufbau ein hoher Druck. Gerade David Alaba, Jérôme Boateng und Thiago werden gefragt sein, wenn es darum geht, das Spiel zwar mit möglichst viel Raumgewinn aufzubauen, gleichzeitig aber auch Paris nicht in die Karten zu spielen.

Mit der Hektik aus den ersten 15 Minuten gegen Lyon wäre Paris wohl klar im Vorteil. Nahezu jede Gelegenheit wurde von den Bayern genutzt, um den Ball nach vorn zu spielen, statt sich den Gegner geduldig zurechtzulegen.

PSG – Bayern: Details werden das Finale entscheiden

Trotzdem kann die Qualität von Alaba und Boateng ein großer Vorteil für den FC Bayern sein. Alaba ist vor allem mit seiner Dynamik extrem wichtig. Immer wieder dribbelt er aus der Tiefe an und zieht die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich. Dadurch haben seine Mitspieler die Zeit und den Raum, sich im Mittelfeld als Anspielstation anzubieten.

Boateng hingegen löst solche Situationen über sein Passspiel. Auf der rechten Seite bedient er Gnabry, Thomas Müller oder Joshua Kimmich regelmäßig und seziert damit die gegnerische Formation.

Ähnlich wie Neymar bei Paris tendiert auch Gnabry immer wieder dazu, den Weg ins Zentrum zu suchen. Er und Müller harmonieren mit ihren Laufwegen prächtig, wie das 1:0 gegen Lyon zeigte. Die beiden könnten entscheidend werden gegen das Pariser Pressing.

Fazit: Für das Finale ist alles angerichtet: Zwei Trainer, die sich am Taktik-Schachbrett ein packendes Duell liefern werden und zwei Mannschaften, deren Spieler einen unvergleichlichen Willen und Hunger auf den Champions-League-Titel bewiesen haben. Es wird sehr wahrscheinlich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Details entscheiden werden. Wer trifft wann welche Entscheidung auf dem Platz und wer kann von den Fehlern des anderen am meisten profitieren?

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Flick wird im letzten Spiel nochmal alles aus seinem Auto herausholen und nicht weniger als die Maximalgeschwindigkeit fahren wollen. Auf Verschleißerscheinungen kann er jetzt ohnehin keine Rücksicht mehr nehmen. Die Frage wird sein, ob es Flick gelingt, den 29 ungeschlagenen Pflichtspielen ein weiteres hinzuzufügen und die Erfolgsgleichung damit zu lösen. Es wäre die passende Pointe seines kometenhaften Aufstiegs beim FC Bayern, wenn er jetzt auch noch Tuchel Schachmatt setzt.

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jk/

 

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