FOCUS: Fischfang der deutschen Fischer bricht ein

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Berlin. Die deutschen Fischer verzeichnen seit Jahresbeginn einen dramatischen Rückgang ihrer Fangmengen. Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS unter Berufung auf Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums schreibt, lag die gefangene Menge Ostsee-Hering zwischen Januar und Mai 83 Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Beim Zander betrug das Minus 71 Prozent, bei Ostsee-Dorsch 69 Prozent und bei Nordsee-Scholle 61 Prozent. Der Generalsekretär des Deutschen Fischerei-Verbandes, Peter Breckling, sagte dem FOCUS, neben niedrigeren Fangquoten habe die Coronakrise die ohnehin schwierige Situation noch verschärft. Beispielsweise mussten Restaurants schließen. „Durch den Lockdown gab es Unterbrechungen von Handelswegen bis zum Konsumenten, so dass Fischereien die Fangtätigkeit einstellen mussten“, sagte Breckling. Alois Gerig (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag, sagte dem FOCUS, er blicke mit „großer Sorge“ auf die Entwicklung. Wegen der zu Jahresbeginn reduzierten Fangquoten und längerer Schonzeiten arbeiten die deutschen Fischer „auf einem sehr niedrigen Niveau“. Die Situation könnte sich mit dem Brexit noch verschärfen, „da ein Großteil der Fanggründe der Nordsee in britischen Gewässern liegen“, sagte Gerig.

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