Frachtschiff bricht vor Mauritius auseinander | Aktuell Afrika | DW

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Der Krisenstab des Inselstaates Mauritius teilte mit, der Zustand des Schiffes habe sich weiter verschlimmert.  Es sei deutlich zu sehen, wie sich an der “Wakashio” ein “beträchtlicher Teil” des Rumpfes gelöst habe. Das Schiff sei kurz davor, komplett in zwei Teile zu zerbrechen.

Wettlauf mit der Zeit

Schiffe der Küstenwache halten sich laut Krisenstab bereit, um beim Auseinanderbrechen der “Wakashio” auslaufendes Öl aufzufangen. Es ist unklar, wie viel Öl sich noch in dem Frachter befindet. Nach Schätzungen könnten es rund 90 Tonnen sein.

Bereits am Freitag waren Ölreste, die nicht abgepumpt werden konnten, aus dem Schiff ausgetreten. Seit dem frühen Samstag flogen Helikopter zwischen dem Frachter und der Küste hin- und her, um weiteres Öl vom Schiff zu bringen. Für die kommenden Tage ist schlechtes Wetter mit vier bis fünf Meter hohen Wellen vorhergesagt, was die Arbeiten deutlich erschweren dürfte.

Ölpest auf Mauritius (AFP)

Verzweifelte Versuche, den Küstenstreifen vom Ölschlick zu befreien

Das Nachrichtenportal “lemauricien” berichtet unter Berufung auf das Schifffahrtsministerium des kleinen Staates im Indischen Ozean, der Plan sei, den vorderen Teil des Schiffs langsam abzuschleppen und mindestens 1000 Kilometer entfernt von der Küste zu versenken. Der hintere Teil des Schiffsrumpfes soll demnach zunächst auf dem Riff bleiben.

Der 300 Meter lange japanische Frachter war vor rund drei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf einem Korallenriff auf Grund gelaufen. Nach ein paar Tagen riss einer der Tanks und mehr als 1000 Tonnen Treibstoff flossen in die Lagune vor Pointe d’Esny. Tausende Freiwillige versuchen seitdem, die Strände von dem Ölschlick zu reinigen. Die Regierung spricht vom schlimmsten ökologischen Desaster, die das Land je erlebt hat.

Mauritius droht Ölkatastrophe (Reuters/French Army command)

Die auf dem Korallenriff gestrandete “Wakashio” am 11. August

Das Urlaubsparadies Mauritius hatte vergangene Woche den Umweltnotstand ausgerufen. Allerdings wurde den Behörden vorgeworfen, zu langsam gehandelt zu haben. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert eine Untersuchung des Unfalls. Es sei unklar, warum das Schiff so nah an das Riff fuhr und warum es Tage dauerte, bis die Behörden an der Unfallstelle eintrafen.

qu/wa (dpa, afp)



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