Friseure öffnen ab heute – was Sie beachten müssen, welche Regeln nun gelten

0
126
Werbebanner

Endlich Haare schneiden: Ab heute wieder erlaubt: Was Sie beachten müssen, wenn Sie jetzt zum Friseur gehen

Nach wochenlanger Schließung in der Corona-Krise dürfen Friseurinnen und Friseure wieder ihre Salons öffnen – allerdings mit einigen Einschränkungen. Kunden und Personal müssen etwa Mund-Nasen-Masken tragen, gesichtsnahe Dienstleistungen wie Wimpernfärben sind tabu. FOCUS Online gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Bund und Länder hatten beschlossen, dass Friseurbetriebe bundesweit ab dem 4. Mai wieder öffnen können – “unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung”, wie es in dem zugehörigen Beschluss heißt. Schon jetzt steht fest: Der Friseurbesuch wird nicht mehr so sein wie gewohnt.

Was Sie jetzt für Ihren nächsten Besuch wissen müssen:

Muss ich beim Friseur einen Mundschutz tragen?

Ja. Beim Bedienen müssen sowohl Friseure als auch Kunden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Man kann einen eigenen mitbringen, die Salons werden aber wohl auch einen bereitstellen. Probleme beim Schneiden soll es da nicht geben, sagt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Gegebenenfalls nimmt man die Schlaufen kurzzeitig vom Ohr. Damit der Mundschutz dann nicht abfällt, könnte ihn der Kunde in dieser Zeit festhalten.

Wie wirken sich die neuen Vorgaben auf die Preise aus?

Wegen Corona-Vorgaben: Friseurbesuche werden teurer

 

Kunden müssen bei einem Friseurbesuch in Zukunft wohl mehr bezahlen. Der Grund dafür ist zum einen der zeitliche Mehraufwand durch den neuen Schutzstandard. Zum anderen müssen Friseursalons mehr Geld für Schutzausrüstung wie etwa Einmalhandschuhe, Masken und Desinfektionsmittel ausgeben. All das führt nach Angaben des Zentralverbands zu einem moderaten Anstieg der Preise.

Wie teurer ein Haarschnitt künftig wird, lässt sich allerdings nicht genau beziffern – das legt jeder Salon selber fest. Der Verband Deutscher Friseurunternehmen rechnet mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von ein bis zwei Euro.

Werden weiterhin alle Dienstleistungen angeboten?

Nein. Kunden werden sich auf einige Abstriche einstellen müssen. “Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden”, heißt es dazu in dem Schutzstandard. Das trifft etwa die auf Bärte spezialisierten Barber besonders. Sie können in Zukunft nur Herrenhaarschnitte anbieten.

Haushaltsbuch zum Download

Mit dieser simplen Excel-Tabelle haben Sie den perfekten Überblick über Ihre Finanzen.

Männer werden zudem um einen Nasshaarschnitt nicht umhinkommen. Haare waschen wird mit dem Standard nämlich für alle Kunden Pflicht. So sollen mögliche Viren in den Haaren abgetötet werden. Dazu reicht es auch nicht, sich vor dem Friseurbesuch die Haare selbst zu waschen. Auf dem Weg zum Salon könnte man nämlich erneut mit dem Virus in Kontakt kommen.

Ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee wird es außerdem vorübergehend beim Friseur nicht geben. Eine Zeitschrift beim Haare schneiden oder Föhnen zu lesen, ist hingegen erlaubt – sie kann “unter Hygieneauflagen zur Verfügung” gestellt werden. Die Maßnahmen sollen das Infektionsrisiko in den Salons verringern.

Kann man jetzt nur noch mit einem Termin zum Friseur?

Theoretisch sind sogenannte Walk-in-Friseure, also solche ohne Terminvergabe, weiterhin erlaubt. Der Zentralverband empfiehlt dennoch, Termine auszumachen. Wegen der erwartbar hohen Nachfrage nach der Wiedereröffnung dürfte es schwer werden, ohne Ankündigung einen Haarschnitt zu bekommen. Der Schutzstandard verbietet zudem Wartebereiche in den Salons. Im Zweifel müssten Kunden also vor dem Salon auf einen freien Platz warten.

FOCUS-MONEY – Corona-Crash: Und nun?

Börsenbeben, Pandemie, globale Rezession – die Unsicherheit in der Corona-Krise ist riesig. Vier renommierten Geldanlage-Experten ordnen die aktuelle Lage ein, geben Prognosen ab und sagen, was an der Börse jetzt wirklich wichtig ist. FOCUS-MONEY zeigt in diesem PDF-Heft, wie Sie sich jetzt Renditen von fünf bis zehn Prozent sichern. Wie Anleger jetzt richtig agieren.

Was ist, wenn ein Kunde oder Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wird?

Alle Kunden sollen ihre Kontaktdaten im Friseursalon hinterlassen. Dazu zählt nicht nur die Adresse, sondern etwa auch die Handynummer oder E-Mail-Adresse. So sollen Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden können.

Große Verunsicherung in der Branche – Friseure rechnen mit “riesigem Ansturm”

Wenige Tage vor Wiedereröffnung der Friseursalons war die Verunsicherung in der Branche laut Hamburger Friseur-Innung groß. “Das Büro der Friseur-Innung hat sehr viel zu tun, weil so viele Anfragen eingehen. Alle sind verunsichert wegen der zahlreichen Auflagen”, sagte der Verbandsvorsitzende, Obermeister Birger Kentzler, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die zuständige Berufsgenossenschaft habe sechs Seiten Arbeitsschutz-Standards für das Friseurhandwerk geschickt. “Wenn ich das lese, frage ich mich schon, ob das nicht ein bisschen zu viel des Guten ist.”

Friseure in Berlin rechnen zum Teil mit einem “riesigen Ansturm”. “Wir hören von Friseuren beides: Manche sind besorgt, dass die Kunden aus Unsicherheit nicht kommen. Aber die meisten gehen davon aus und setzen auch Hoffnungen darauf, dass es einen großen Andrang geben wird”, sagte Daniel Jander, Sprecher der Handwerkskammer Berlin. Viele Salons vergeben bereits online oder telefonisch Termine und sind für die erste Zeit nach der Öffnung ausgebucht.

Da sich der Mindestabstand von 1,50 Meter beim Schneiden nicht einhalten lässt, sollen sowohl Kunden als auch Friseure einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Vor dem Schneiden müssten die Haare gewaschen werden, heißt es in einem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Umfrage: Jeder Dritte will bald zu Friseur gehen

Jeder dritte Bundesbürger will schnell nach Ende der sechswöchigen Zwangsschließung zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. “Ich habe mir schon einen Termin besorgt”, sagen 10 Prozent, 4 Prozent wollten sich einen besorgen, konnten aber keinen mehr bekommen. Weitere 18 Prozent sind zwar noch terminlos, wollen aber “bald nach Öffnung” zum Friseur gehen.

Rund jeder siebte Bundesbürger sagt von sich, Friseurbesuche während der Coronakrise “sehr vermisst” (15 Prozent) zu haben, “eher vermisst” sagen 28 Prozent. Männern – von ihnen vermissten 47 Prozent Haareschneiden und Co. – fiel die friseurlose Zeit insgesamt schwerer als Frauen: Von diesen vermissten 40 Prozent ihre Friseurbesuche “sehr” oder “eher”.

Jeder siebte Bundesbürger hat sich in dieser Zeit selbst die Haare geschnitten (14 Prozent). “Ich habe meine Haare wachsen lassen, trage aber weiterhin dieselbe Frisur”, sagen 58 Prozent. 11 Prozent berichten, sie hätten ihre Haare zwar wachsen lassen, kämmten, stylten oder trügen diese jetzt aber anders als vor der Corona-Zeit.

Weitere 11 Prozent suchten Hilfe – und ließen sich die Haare von jemand anderem schneiden. Meist ging das sogar gut: Insgesamt 87 Prozent der Befragten sind mit ihrem Krisen-Haarschnitt “sehr” (45) oder “eher zufrieden” (42). “Eher unzufrieden” sind 8 Prozent. Für 3 Prozent endete der Fremd-Schnitt als Katastrophe (“sehr unzufrieden”). Ein Trost: Haar-Unfälle kann man sich ab Montag professionell beheben lassen.

Lesen Sie auch:

Grüne verlieren gegenüber Vorwoche – SPD und AfD gewinnen leicht

Weitere Lesetipps zur Corona-Pandemie

  • Immer wieder versuchen Betrüger und Kriminelle, die Corona-Krise mit üblen Tricks auszunutzen. Aktuell kursiert eine dubiose Falschnachricht bei WhatsApp und in sozialen Netzwerken, in der vor angeblich mit Chemikalien besprühten Atemschutzmasken gewarnt wird. Kriminelle wollen so ihre Opfer bestehlen. Mehr lesen Sie hier.
  • Die Intensivstationen deutscher Krankenhäuser sind nicht einmal halb gefüllt. Das löst bei vielen Menschen das Gefühl aus, das Virus sei nicht so schlimm, Maßnahmen wie der Lockdown sinnlos. Virologe Drosten erklärt, warum diese Menschen falsch liegen. Dahinter steckt das „Präventions-Paradox“. Mehr lesen Sie hier.
  • Klar ist: Jetzt gilt Maskenpflicht. Klar ist aber auch: Es gibt nicht genug Schutzausstattung für alle. Gezwungenermaßen werden Menschen also ihre Mund-Nasen-Bedeckungen wiederverwenden. Wie das möglich ist und was dabei zu beachten ist. Mehr lesen Sie hier.
  • Das große Covid-19-Radar zeigt in interaktiven Graphiken und mithilfe vieler Zahlen, wie sich die Pandemie ausbreitet. Die Karten zeigen auch, warum Covid-19  gefährlicher ist als die Influenza – und wieso eine Verlangsamung der Epidemie von so zentraler Bedeutung ist. Mehr lesen Sie hier.

rob/lob/kam/dpa

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

eins × drei =