Gerhard Schröder: Nach Nawalny-Mordversuch wird auch Kritik am Altkanzler laut

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Nord-Stream-Posten: Nach Nawalny-Mordversuch steigt jetzt der Druck auf Ex-Kanzler Schröder

Nach dem Mordversuch an Alexey Nawalny wird auch zunehmend Kritik an Gerhard Schröder laut. Der Altkanzler pflegt enge Beziehungen zu Putin – und wenn es nach den Kritikern geht, soll das nicht mehr lange so sein.

Politiker von CDU und Grünen fordern als Konsequenz aus der Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny Altkanzler Gerhard Schröder auf, seinen Posten beim Pipeline-Unternehmen Nord Stream 2 zu räumen.

Wadephul: Schröder darf Nawalny-Anschlag “weder politisch noch moralisch” ignorieren

Unionsfraktionsvize Johann Wadephul sagte dem Berliner “Tagesspiegel” (Sonntag): Schröder müsse “umgehend seine Ämter und Posten in Russland aufgeben”. Für den Anschlag auf Nawalny mit einem Nervengift trage allein die russische Regierung die Verantwortung. Auch wenn Moskau die Verantwortung leugne, dürfe das gerade ein ehemaliger Bundeskanzler “weder politisch noch moralisch” ignorieren, sagte der CDU-Politiker.

Er fügte hinzu: “Wenn Herr Schröder noch politischen Anstand und Wertmaßstäbe besitzt, dann verbietet sich für ihn eine weitere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen, die von einer solchen Regierung abhängig sind.”

Auch Göring-Eckardt mit Appell an den Altkanzler

Wegen der Vergiftung Nawalnys ist eine Diskussion entbrannt, ob die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die Gas von Russland nach Deutschland transportieren soll, weitergebaut werden soll. Schröder ist Präsident des Verwaltungsrates der Nord Stream 2 AG, bei der der russische Konzern Gazprom formal einziger Anteilseigner ist. Kritiker werfen dem Altkanzler vor, in seiner Position Lobby-Arbeit für den Kreml zu betreiben.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt rief Schröder ebenfalls auf, seine Tätigkeit für Gazprom aufzugeben. “SPD-Altkanzler Schröder muss sich jetzt entscheiden, ob er auf der Seite der Demokratie und der Menschenrechte steht”, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Sie hatte bereits gefordert, die Bauarbeiten an dem Pipeline-Projekt zu stoppen.

Auch Mehrheit der Deutschen für einen Rückzug Schröders

Die Mehrheit der Deutschen ist laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die “Augsburger Allgemeine” ebenfalls dafür, dass Schröder seine Ämter bei russischen Staatsunternehmen aufgibt. 53,4 Prozent der Befragten befürworten demnach, dass sich der Altkanzler als Konsequenz aus dem Fall Nawalny zurückzieht, nur 33,1 Prozent der Befragten haben kein Problem mit seinen Posten. Der Rest ist unentschieden.

Maas: “Ich hoffe nicht, dass die Russen uns zwischen, unsere Haltung zu ändern”

Die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 soll russisches Gas nach Deutschland bringen – nach der Vergiftung Nawalnys ist eine Debatte entbrannt, ob das Vorhaben gestoppt werden sollte. Außenminister Heiko Maas sagte der “Bild am Sonntag”: “Ich hoffe nicht, dass die Russen uns zwingen, unsere Haltung zu Nord Stream 2 zu ändern.” Maas betonte aber auch, dass ein Stopp der fast fertig gebauten Pipeline auch deutschen und europäischen Firmen schaden würde.

Lesen Sie alle weiteren Informationen zum Fall Nawalny im Ticker von FOCUS Online.

Nawalny wird seit dem 22. August in der Berliner Charité behandelt, nachdem er zwei Tage zuvor während eines Fluges in Russland zusammengebrochen war. Die Bundesregierung erklärte am Mittwoch, dass Nawalny “zweifelsfrei” mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sei. Das Gift war in den 1970er Jahren von sowjetischen Wissenschaftlern entwickelt worden.

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til/dpa/AFP


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