Gladbach geht voran: Erste Bundesliga-Profis verzichten auf Gehalt

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Das Coronavirus bringt den Sport durcheinander. Die Uefa verschiebt die Fußball-Europameisterschaft auf 2021, während das IOC an Olympia 2020 in Tokio festhalten will. Indes sind im Tennis auch die French Open vertagt. Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

  • Gladbach-Profis verzichten auf Teiles des Gehalts
  • Fünf Top-Ligen in Europa droht Verlust von knapp vier Milliarden Euro
  • BVB-Boss Watzke weigert sich, Chaos-Klubs mit Solidarfond zu helfen

Gladbach-Profis verzichten auf Teile des Gehalts

Topmeldung (09.14 Uhr): Die Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach verzichten in den kommenden Monaten angesichts der Corona-Krise auf einen Teil ihres Gehalts. Das erfuhr die Düsseldorfer “Rheinische Post” (Freitag) aus Vereinskreisen.

In der Summe soll der Verein auf diese Weise monatlich mehr als eine Million Euro einsparen. Die Spieler haben sich zu diesem teilweisen Gehaltsverzicht entschieden, um den Klub zu entlasten und vor allem das Einkommen sowie die Jobs der übrigen Mitarbeiter zu sichern.

Ex-Leverkusen-Boss: Kirch-Krise war für Fußball bedrohlicher als Corona-Krise

12.07 Uhr: Wolfgang Holzhäuser sieht die Coronakrise nicht existenzbedrohend für den Fußball. Der frühere kommissarische Vorsitzende des Ligaverbandes und Leverkusen-Geschäftsführer hielt die Kirch-Krise für den Fußball sogar für bedrohlicher als die aktuelle Sars-CoV-2-Virus-Problematik.

“Bei der Kirch-Krise fiel ja der, der bezahlen hätte müssen, weg, obwohl man das Produkt liefern konnte”, so Holzhäuser im “kicker” rückblickend über die Insolvenz des Bundesliga-TV-Vermarkters Anfang der Nuller-Jahre. “Heute ist es umgekehrt, die Rechteinhaber können ja zahlen. Es kommt darauf an, die Leistung zu erbringen”, so Holzhäuser im “kicker”.

Gegenüber “Spox” legte er nach. “Geisterspiele würden manche Fangruppierungen ärgern. Aber nicht alles, was den Fangruppierungen passt, muss richtig sein. Die Gesundheit steht über allem”, sagt der Ex-Bayer-Boss und fordert eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison. “Und lieber finden die restlichen Spiele ohne Zuschauer statt als überhaupt nicht.”

Mannschaftsarzt fordert Ausgangssperre: “Sonst schleppen wir das Problem über Monate mit uns rum”

10.28 Uhr: Der Mannschaftsarzt des Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden hat sich angesichts der Coronavirus-Krise und eines infizierten Spielers seines Vereins für schärfere Maßnahmen ausgesprochen. “Ich halte es für sinnvoll, eine knallharte Ausgangssperre einzuführen, um die Infektionskette zu unterbrechen. Sonst schleppen wir das Problem über Monate mit uns rum”, sagte Tammo Quitzau dem Fachmagazin “Kicker” in einem Interview (Donnerstag).

Bei dem hessischen Verein war der 20 Jahre alte Außenverteidiger Tobias Mißner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auf die Frage, ob er es für realistisch halte, dass die Fußballsaison bis Juni zu Ende gespielt werden könne, antwortete Quitzau: “Das hängt sehr von den Maßnahmen ab, die jetzt beschlossen werden, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Es ist nicht ausgeschlossen.”

Fußball: Ehemaliger Real-Präsident auf der Intensivstation

08.18 Uhr: Lorenzo Sanz, der frühere Club-Präsident von Real Madrid, ist positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das berichtete sein Sohn Fernando Sanz der spanischen Zeitung “Marca”.

Der 76 Jahre alte Lorenzo Sanz war Ende der 1990iger Jahre Chef der Königlichen. “Wir wünschen Lorenzo Sanz, Ex-Präsident von Real Madrid, all unsere Unterstützung und alles Gute”, hieß es bei Real auf Twitter. “Die gesamte Familie Real Madrid sendet ihre Stärke und Ermutigung.”

Fernando Sanz sagte, dass sich der Gesundheitszustand seines Vaters verbessert habe. “Es geht ihm gut, und er hatte eine gute Nacht”, schrieb er in den sozialen Medien. Sein Vater habe mehrere Tage isoliert zu Hause verbracht, weil er Fieber bekommen hatte. Als weitere Symptome hinzukamen, wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Fußball: Fünf Top-Ligen in Europa droht Verlust von knapp vier Milliarden Euro

08.00 Uhr: Ein Saisonabbruch aufgrund der Coronakrise würde die europäischen Top-Fußballligen teuer zu stehen kommen. Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs-Unternehmens KPMG hätten die fünf großen Eliteklassen bei einer vorzeitigen Beendigung der Spielzeit zusammengerechnet mit einem Verlust von 3,4 bis 3,95 Milliarden Euro zu kämpfen.

Am härtesten träfe es nach diesen Berechnungen die englische Premier League, der bei noch 92 verbleibenden Spielen 1,15 bis 1,25 Milliarden Euro verloren gingen. Die Bundesliga liegt nach KPMG-Angaben mit einem möglichen Verlust von 650 bis 750 Millionen Euro in diesem Vergleich hinter der spanischen Primera Division auf Rang drei. Mit etwas geringeren Einbußen müssten die italienische Serie A und die französische Ligue 1 kalkulieren. 

Die von KPMG ermittelten Werte setzten sich aus den bei einem Saisonabbruch ausbleibenden Einnahmen aus TV-Rechten, Werbepartnerschaften sowie Ticketing und Dienstleistungen bei den Spielen zusammen. Derzeit ruht in allen europäischen Topligen auf unbestimmte Zeit der Ball. Aufgrund der EM-Verschiebung ins Jahr 2021 soll allerdings für die nationalen Spielklassen mehr Zeit bleiben, um die Saison zu Ende zu spielen.

Fußball: AC Florenz meldet zehn Coronafälle – Ribery & Co. spenden

Donnerstag, 19. März, 07.50 Uhr: Der italienische Erstligist AC Florenz um den früheren Bayern-Star Franck Ribery vermeldet zehn Coronafälle. Wie Besitzer Rocco Commisso mitteilte, befänden sich drei Personen aus dem Umfeld der Fiorentina im Krankenhaus. Zu den Infizierten gehören auch die Spieler Patrick Cutrone, German Pezzella und Dusan Vlahovic. “Die Situation verschlimmert sich”, sagte Commisso bei Sky Italia.

Der Klub hat unterdessen eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Krankenhäuser der Stadt zu unterstützen. Bislang sind bereits mehr als 400.000 Euro zusammengekommen, alleine Ribery beteiligte sich mit 50.000 Euro. Norditalien ist die am schlimmsten vom Coronavirus betroffene Region Europas.

Fußball: Watzke will angeblich auf Gehalt verzichten

19.23 Uhr: Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, will nach Informationen des “kicker” in der Corona-Krise auf einen Teil seiner Vergütung verzichten. Wie das Magazin aus Vereinskreisen erfahren hat, habe Watzke eine Gehaltskürzung von einem Drittel vorgeschlagen – so lange der Ball in der Bundesliga nicht rollt. Der Verein wollte keine Stellung beziehen. Watzke selbst wollte sich auf “kicker”-Nachfrage ebenfalls nicht äußern.

Für den 60 Jahre alten Fußball-Funktionär wurde im Geschäftsjahr 2018/19 eine Festvergütung von 1,9 Millionen Euro jährlich – oder monatlich knapp 160.000 Euro – ausgewiesen.

Die Forderungen nach finanziellen Beiträgen der Fußball-Profis und Verantwortlichen in der Corona-Krise waren zuletzt immer lauter geworden. Anfang der Woche hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Solidaritätsbeitrag der Fußball-Profis ins Spiel gebracht. Der CSU-Politiker sagte, er fände es in Ordnung, wenn viele derjenigen Spieler, “die ganz große Gehälter bekommen”, ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären.

Motorsport: 24 Stunden von Le Mans auf September verschoben

18.03 Uhr: Die traditionelle Motorsport-Veranstaltung “24 Stunden von Le Mans” ist auf den 19. bis 20. September 2020 verschoben worden. Das teilten die Veranstalter wegen der Gefahren im Zusammenhang mit dem Coronavirus und den neuesten Richtlinien der französischen Regierung am Mittwoch mit. Ursprünglich hätte das Rennen am 13. und 14. Juni stattfinden sollen.

Fußball: BVB-Boss Watzke fürchtet lange Zeit ohne Fans in Stadien

17.45 Uhr: Hans-Joachim Watzke hat erneut betont, dass es für die Bundesliga unerlässlich sei, die aufgrund des Coronavirus unterbrochene Saison zu Ende zu bringen – wann auch immer. “Ansonsten wird’s finan­ziell für zu viele Ver­eine so dra­ma­tisch, dass sich Dinge im Fuß­ball ver­än­dern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag”, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund zu “11Freunde”.

Der BVB selbst würde “einige Monate aus­kommen, wenn in den nächsten Monaten nicht ein Cent dem Konto gut­ge­schrieben werden würde”. Allerdings seien die Einnahmen “in der wirt­schaft­li­chen Pla­nung natür­lich zum Teil ein­ge­plant” gewesen, ergänzte Watzke, der Geisterspiele über Wochen und Monate befürchtet: “Wenn wir im Jahr 2020 noch Spiele mit Zuschauern sehen, dann wäre ich schon sehr glück­lich.”

Der 60-Jährige räumte auch der Deutschen Meisterschaft einen anderen Stellenwert ein “als sämt­liche Titel vorher”, rein emotionaler Natur: “Die Schale wird weder der Menge am Borsig­platz (in Dortmund, Anm. d. Red.) gezeigt noch auf dem Mari­en­platz (München) oder sonstwo.”

Watzke erneuerte die Weigerung, aus seiner Sicht finanziell fragwürdig geführten Vereinen zu helfen. “Solidarfonds klingt ja erst mal gut, aber man müsste sich ansehen, wie ein solcher Fonds dann aufgebaut wäre. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass Klubs, die in den vergangenen Jahren sportlich und ökonomisch viele Fehler gemacht haben, am Ende davon profitieren.”

In einem ARD-Auftritt am Sonntag hatte Watzke die Gesundheitsgefahr für Profimannschaften als “nicht so gravierend” eingestuft und war daraufhin heftig kritisiert worden. Man müsse “da schon richtig hinhören”, betonte er nun. “Ich habe kei­nes­falls gesagt, dass die Spe­zies der Pro­fi­fuß­baller immun gegen eine Erkran­kung mit dem Covid-19-Virus ist. Aber, und dabei bleibe ich: Pro­fi­sportler gehören nicht zu den Risi­ko­gruppen. Die Wahr­schein­lich­keit, dass ein Profi sta­tionär behan­delt werden muss oder Schlim­meres pas­siert, ist sehr gering, wenn auch nicht aus­ge­schlossen.”

Fußball: Italiens Sportminister stellt Fortsetzung am 3. Mai in Aussicht

16.43 Uhr: Nach Ansicht von Sportminister Vincenzo Spadafora könnte die italienische Serie A den wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzten Spielbetrieb am 3. Mai wieder aufnehmen. Dies sagte er am Mittwoch in einem TV-Interview. Allerdings sei noch zu prüfen, “ob die Spiele mit oder ohne Zuschauer ausgetragen werden sollen, das hängt von der Situation ab”. Italien hatte am 9. März alle Sportwettbewerbe zunächst bis zum 3. April ausgesetzt.

Der italienische Verbandschef Gabriele Gravina stellte indes in einem Radiointerview klar, dass das Ende der nationalen Meisterschaften Priorität gegenüber den internationalen Wettbewerben habe. Dank der Verschiebung der EM auf kommendes Jahr haben die Ligen die Möglichkeit, ihre Saison im Sommer zuende zu spielen. “Mit dem spanischen Verband sind wir der Ansicht, dass man über den 30. Juni hinaus spielen soll”, sagte der Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC. 

Fußball: DFB-Team spendet 2,5 Millionen Euro

13.44 Uhr: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat angesichts der Coronakrise einen Spendenaufruf gestartet und geht mit gutem Beispiel voran: Die Nationalspieler um Kapitän Manuel Neuer spenden 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke. Über die Plattform wirhelfen.eu kann sich jeder Fan an der Aktion beteiligen, die die Profis am Mittwoch über Instagram bekannt machten.

“Wir müssen aufeinander schauen in solchen Zeiten”, betonte Neuer, der sich wie mehrere seiner Kollegen in einer Videobotschaft an die Fans wandte. “Wir allen merken, dass wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Jeder von uns ist betroffen”, ergänzte Joshua Kimmich: “Deshalb ist es wichtig, dass wir einander helfen und unterstützen. Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und Solidarität zeigen.”

Leon Goretzka sagte: “Ich möchte euch bitten, euren Teil beizutragen. Wir als Nationalmannschaft sind vorausgegangen und haben 2,5 Millionen Euro für den guten Zweck gespendet und hoffen, dass viele von euch folgen werden.” Auch der Gladbacher Matthias Ginter, Lukas Klostermann (RB Leipzig) sowie die Freiburger Luca Waldschmidt und Robin Koch fordern ihre Anhänger zu Spenden auf.

“Lasst uns ein Zeichen setzen, indem wir zusammenstehen in dieser schwierigen Zeit”, sagte Ginter. Auch die anderen Profis appellieren an Solidarität und Zusammenhalt angesichts dieser “verrückten” Situation, wie sie Klostermann nennt.

Fußball: Ex-Chelsea-Star gefeuert – weil er wegen Coronavirus nicht spielen will?

13.11 Uhr: John Obi Mikel und Trabzonspor gehen getrennte Wege. Laut des Vereins erfolgte die Trennung trotz des Vertrages bis 2021 einvernehmlich – doch ist das die ganze Wahrheit?

Ex-Chelsea-Star Mikel hatte sich in einem Instagram-Post gegen die Fortsetzung der Süper Lig ausgeprochen. Diese läuft im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ligen trotz des Coroavirus ohne Zuschauer weiter. “Es gibt mehr im Leben als Fußball. Ich fühle mich nicht wohl und will in dieser Situation keinen Fußball spielen”, schrieb der Mittelfeldspieler auf Instagram.

“Jeder sollte in diesen kritischen Zeiten zu Hause bei seiner Familie und seinen Lieben sein”, so Mikel weiter. “Die Saison sollte abgebrochen werden, da die Welt vor solchen turbulenten Zeiten steht.” Zustimmung hatte er von Galatasaray-Stürmer Falcao sowie von Didier Drogba erhalten.

Fußball: Nächster Corona-Fall in Hannover, ganze Mannschaft in Quarantäne

12.00 Uhr: Stürmer Valdrin Mustafa aus der U23 von Hannover 96 ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Wir haben gestern bereits alle unsere Spieler darauf hingewiesen, Distanz zu Familie, Freunden und Bekannten zu halten und zu Hause zu bleiben», wird Michael Tarnat, der Sportliche Leiter der 96-Akademie, in einer Vereinsmitteilung vom Mittwoch zitiert. Die ganze Mannschaft, die Trainer und das Funktionsteam des Regionalligisten wurden in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. “Bei allen Spielern werden jetzt Tests durchgeführt”, sagte Tarnat nach dem positiven Ergebnis beim 22-Jährigen.

Aus der Zweitligamannschaft der Niedersachsen waren bereits Timo Hübers und Jannes Horn positiv auf das Virus getestet worden. Sowohl in der 2. Bundesliga als auch in der Regionalliga ruht der Spielbetrieb derzeit.

Fußball: SV Meppen stellt Antrag auf Kurzarbeit, um Insolvenz zu vermeiden

10.59 Uhr: Der SV Meppen hat einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Weil die 3. Liga bis zum 30. April pausiert und die Einnahmen aktuell zu einem großen Teil ausbleiben, sah sich der Verein dazu genötigt.

“Die Personalkosten bestimmen einen sehr großen Teil aller Ausgaben. Wir müssen die Ausgaben reduzieren, um damit den fehlenden Einnahmen zu begegnen”, sagte Finanzvorstand Stefan Gette in einer Erklärung des Vereins auf dessen Homepage. Es gehe auch darum, eine drohende Insolvenz zu vermeiden.

“Es ist wichtig festzuhalten, dass der Fußball in der aktuellen gesamtgesellschaftlichen Situation nicht das Wichtigste ist. Dennoch ist das oberste Ziel, uns auch beim SVM solidarisch zu zeigen, um am Ende den Fortbestand des SV Meppen sicherzustellen”, erklärt Vorstandssprecher Andreas Kremer und berichtet von ersten Gesprächen. “Wir haben bereits in kürzester Zeit eine Einigung und positive Signale aus dem Drittligateam zur Beantragung von Kurzarbeit erhalten. Wir hoffen im Sinne aller, dass wir so schnell wie möglich wieder zu einer normalen Ausgangslage zurückkehren können.”

Fußball: Neuer reagiert auf Söder-Forderung nach Gehaltsverzicht

Mittwoch, 18. März, 08.09 Uhr: Die Forderung von Markus Söder, dass die Profis der 1. und 2. Liga auf Teile ihrer Gehälter verzichten sollen, um ihre Klubs und die Jobs der insgesamt 56.000 Mitarbeiter abzusichern, sorgt weiter für Aufregung. Nachdem sich gestern Kölns Geschäftsführer Horst Heldt ablehnend gegenüber dem Ansinnen des bayerischen Ministerpräsidenten gezeigt hatte (“populistische Scheiß-Ausdrücke”), äußert sich nun FC-Bayern-Kapitän Manuel Neuer und findet bemerkenswerte Worte.

“Wie jeder andere Mensch in dieser Zeit machen auch ich und die anderen Fußballprofis uns darüber Gedanken, wie man mit der Situation am besten umgehen kann”, sagte der Nationaltorhüter gegenüber “Bild”. Das impliziert wohl, dass Neuer und seine Kollegen durchaus über den Vorschlag Söders nachdenken. Auch andere Bundeligisten, zum Beispiel Bremen und der BVB, überlegen, wie sie in der Krise helfen können, wollen sich aber nicht öffentlich äußern.

Auch der heftig kritisierte DFL-Chef Christian Seifert äußerte sich gegenüber “Bild” zu diesem Thema. “Was Markus Söder gesagt hat, ist das, was viele Menschen denken. Ich weiß von Klubs, die längst mit ihren Spielern darüber sprechen und es vielleicht schon umgesetzt haben”, verrät der 50-Jährige. “Aber klar – die Forderung ist nachvollziehbar. Viele Akteure müssen ihren Beitrag leisten.”

Mehr Infos zur weltweiten Pandemie: Alles zum Ausbruch des Coronavirus lesen Sie hier

Basketball: NBA-Superstar Kevin Durant mit Coronavirus infiziert

22.42 Uhr: Vier Basketball-Profis der Brooklyn Nets haben sich mit Sars-CoV-2 infiziert. Nach einem US-Medienbericht soll es sich dabei unter anderem um Superstar Kevin Durant handeln. “Seid alle vorsichtig, passt auf euch auf und und geht in Quarantäne. Wir kommen da durch”, sagte der 31-Jährige demnach einem Journalisten, der für “The Athletic” arbeitet.

Wie ein Sprecher des NBA-Klubs der Deutschen Presse-Agentur zuvor bestätigt hatte, habe einer der vier Spieler Symptome von Covid-19, die drei anderen seien beschwerdefrei. In der NBA sind demnach nun insgesamt sieben Spieler mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Der erste positiv getestete Spieler war der Franzose Rudy Gobert von Utah Jazz. Infolge dessen war die Saison in der vergangenen Woche auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden. Bekannt sind auch positive Tests bei Goberts Teamkollege Donovan Mitchell und Christian Wood von den Detroit Pistons.

Letzter Gegner der Brooklyn Nets waren am 10. März die Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James.

Handball: Deutsche Nationalmannschaft muss in Quarantäne

22.04 Uhr: Die gesamte Handball-Nationalmannschaft soll wegen eines mit dem Coronavirus infizierten Nationalspielers unter Quarantäne gestellt werden. Kreisläufer Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen ist nach dpa-Informationen vom Dienstagabend positiv auf das Virus getestet worden. Da die DHB-Auswahl sich noch in der vergangenen Woche inklusive Kohlbacher zu einem Lehrgang in Aschersleben getroffen hatte, empfahl Mannschaftsarzt Kurt Steuer eine zweiwöchige häusliche Quarantäne für das komplette Team inklusive der Betreuer um den neuen Bundestrainer Alfred Gislason.

Der 24-jährige Kohlbacher ist bereits der zweite Profi der Rhein-Neckar Löwen, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Zuvor war es bereits beim dänischen Nationalspieler Mads Mensah festgestellt worden. Es sind die ersten beiden bekannten Fälle von mit dem Coronavirus infizierten Bundesliga-Profis. Als erstes hatte der TV-Sender Sky Sport News HD über einen Corona-Fall innerhalb der Nationalmannschaft berichtet.

Fußball: FIFA kommt Uefa wegen Klub-WM entgegen

17.56 Uhr: Im Sommer 2021 wäre die EM eigentlich mit der Premiere der millionenschweren Klub-WM des Weltverbands FIFA kollidiert. FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigte aber noch am Dienstag an, die Uefa-Entscheidung einer Verlegung der Europameisterschaft zu akzeptieren.

Die Klub-WM werde ebenfalls verlegt, Infantino nannte einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2021 und sogar die Jahre 2022 und 2023 als mögliche Ausweichtermine. Die Entscheidung werde “zu einem späteren Zeitpunkt” fallen, “wenn mehr Klarheit herrscht”. Ceferin hatte zuvor “der FIFA und ihrem Präsidenten” gedankt, der angekündigt habe, “alles zu tun, damit dieser neue Kalender funktioniert”.

Die Klub-WM war zuletzt auf 24 Mannschaften aufgestockt worden, ursprünglich sollten acht davon aus Europa kommen. Möglicherweise entsendet die Uefa im Gegenzug für eine Verlegung der Klub-WM aber nun mehr Vereine.

Tennis: French Open wegen Corona-Epidemie auf Herbst verlegt

17.08 Uhr: Die Veranstalter der French Open haben auf die Corona-Krise reagiert und das berühmteste Sandplatzturnier im Tennis in den Herbst verlegt. Dies wurde am Dienstag bekannt. Demnach soll das Grand-Slam-Event vom 20. September bis 4. Oktober stattfinden.

Ursprünglich waren die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni geplant. Frankreich ist stark von der Corona-Pandemie betroffen, mit Stand Dienstagnachmittag waren dort bereits 148 Menschen der Erkrankung COVID-19 erlegen.

Olympische Spiele 2020: IOC sieht “keine drastischen Entscheidungen erforderlich”

16.07 Uhr: Das Internationale Olympische Komitee lässt weiter keinen Zweifel am Festhalten an der Austragung der Olympischen Spiele in Tokio aufkommen. “Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet”, teilte das IOC nach einer Telefonkonferenz des Exekutivkomitees über das weitere Vorgehen in der Coronakrise mit Athletenvertretern, Nationalen Olympischen Komitees und internationalen Verbänden mit.

“Da bis zu den Spielen noch mehr als vier Monate verbleiben, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Entscheidungen erforderlich”, hieß es in der IOC-Mitteilung weiter. “Jegliche Spekulation zum jetzigen Zeitpunkt wäre kontraproduktiv.” Die Tokio-Spiele sollen am 24. Juli eröffnet werden. Es ist eines der wenigen sportlichen Großereignisse in diesem Jahr, das nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 noch nicht abgesagt wurde.

Das IOC ermutigte in seiner Erklärung alle Athleten, sich weiter “so gut sie können” auf die Spiele in Tokio vorzubereiten. Die Pandemie beeinträchtigt vielerorts die sportliche Vorbereitung der Athleten. Die Organisation sei dennoch “zuversichtlich”, dass die zahlreichen weltweit ergriffenen Maßnahmen dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Darüber hinaus betonte das IOC, dass die Entscheidung des Festhaltens an den Spielen «nicht von finanziellen Interessen bestimmt” werde. “Denn dank seiner Risikomanagementpolitik und seiner Versicherung wird es in jedem Fall in der Lage sein, seine Tätigkeit fortzusetzen und seinen Auftrag zur Organisation der Olympischen Spiele zu erfüllen”, erklärte das IOC.

Weiterhin würden aber die Gegebenheiten für die Vorbereitung auf die Tokio-Spiele analysiert. “Für den Fall einer möglichen Störung sind alternative Pläne vorhanden”, teilte das IOC mit.

Fußball: Champions League und Europa League “bis auf Weiteres” ausgesetzt

15.39 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat im Zuge der Coronavirus-Krise alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften “bis auf Weiteres” ausgesetzt. Entscheidungen zu neuen Terminen beispielsweise für Partien der Champions League und Europa League sollen “zu gegebener Zeit” getroffen und mitgeteilt werden, wie die Uefa nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag mitteilte.

Eine Arbeitsgruppe solle unter Beteiligung der Ligen und Klubs nach Lösungen im Kalender suchen, die es ermöglichen, die Saison zu Ende zu spielen. Die für Ende März geplanten Playoff-Spiele zur Europameisterschaft, die in den Sommer 2021 verschoben wurde, sollen nach Möglichkeit Anfang Juni stattfinden.

Damit blieb zunächst unklar, wie die Sieger in den beiden europäischen Vereinswettbewerben ermittelt werden sollen. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, dass es in Champions League und Europa League jeweils Final-Four-Turniere mit Halbfinals und Endspielen am selben Ort geben solle. Das Finale der Champions League sollte bislang am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel der Europa League war drei Tage zuvor in Danzig geplant.

Insgesamt fünf deutsche Vereine sind in den europäischen Wettbewerben von den Verschiebungen betroffen: Der FC Bayern hatte sein Hinspiel im Achtelfinale der Königsklasse beim FC Chelsea mit 3:0 gewonnen. RB Leipzig steht bereits mit zwei Siegen (1:0/3:0) über Tottenham Hotspur erstmals in seiner Vereinsgeschichte unter den acht besten Teams des Kontinents. Borussia Dortmund scheiterte hingegen an Paris Saint-Germain (2:1/0:2).

In der Europa League besitzt Bayer Leverkusen durch den 3:1-Hinspielsieg bei den Glasgow Rangers gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Eintracht Frankfurt (0:3 gegen den FC Basel) und VfL Wolfsburg (1:2 gegen Schachtjor Donezk) hatten hingegen ihre ersten Achtelfinal-Duelle zuhause verloren.

Fußball: BVB setzt Mannschaftstraining wegen Corona-Epidemie aus und schließt alle Fanshops

15.30 Uhr: Bei Borussia Dortmund wird vorerst bis kommenden Montag nicht mehr trainiert. Eigentlich sollte der BVB am Dienstag nach zwei trainingsfreien Tagen das gemeinsame Training wieder aufnehmen. Wegen der Coronavirus-Pandemie bekamen die Spieler aber die Anweisung, vorerst nicht mehr zu kommen und wurden mit individuellen Plänen ausgestattet.

“Es ist sinnvoll, dass die Spieler erst einmal zuhause bleiben”, sagte Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl. Ob tatsächlich vom kommenden Montag an wieder trainiert werden kann, ist auch noch unklar. “Wir müssen einfach abwarten”, meinte Kehl, der auf die sich ständig ändernde allgemeine Lage verwies. Der BVB schloss am Dienstag auch vorerst alle Fanshops.

Fußball-EM 2020 wird wegen Corona-Epidemie um ein Jahr auf 2021 verschoben

15.14 Uhr: Die Europäische Fußball-Union hat die in zwölf Städten geplante EM 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben. Die Entscheidung traf das Uefa-Exekutivkomitee nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag.

Die Gesundheit aller am Spiel Beteiligten habe Priorität, ebenso wie die Vermeidung von unnötigem Druck auf die nationalen öffentlichen Dienste, die an der Durchführung der Spiele beteiligt sind. Wie die Uefa weiter mitteilte, werde die Verlegung dazu beitragen, dass alle nationalen Wettbewerbe, die derzeit aufgrund des COVID-19-Notfalls ausgesetzt sind, abgeschlossen werden können.

Inwieweit die Uefa die historische Endrunde im nächsten Jahr unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will und kann, blieb zunächst offen. Der EM-Modus mit über den gesamten Kontinent verteilten Gastgeberorten war zur Feier des EM-Jubiläums gewählt worden, vorgeschlagen vom früheren Uefa-Präsidenten Michel Platini.

Neben München, wo drei Gruppenspiele der deutschen Nationalelf sowie ein Viertelfinale stattfinden sollten, wurden Rom, Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Deutschland hatte sich als Gruppenerster qualifiziert. Als Gegner waren Frankreich, Portugal sowie der Gewinner einer Playoff-Partie zugelost worden.

Den Ligen haben nun über einen Monat mehr Zeit, um die derzeit ausgesetzte Saison doch noch unter einigermaßen regulären Umständen beenden zu können. Stichtag ist der 30. Juni, an dem normalerweise auslaufende Verträge enden. Die Deutsche Fußball Liga hatte am Montag verkündet, für die verbleibenden Partien auf Geisterspiele setzen zu wollen. Ob und wann der Spielbetrieb in Deutschland fortgesetzt werden kann, soll in der Woche ab dem 30. März entschieden werden.

Die Uefa-Wettbewerbe und Spiele (einschließlich Freundschaftsspiele) für Vereine und Nationalmannschaften für Männer und Frauen wurden bis auf weiteres ausgesetzt.  Die für Ende März geplanten Playoff-Spiele und internationalen Freundschaftsspiele der EM werden nun vorbehaltlich einer Überprüfung der Situation Anfang Juni im internationalen Fenster ausgetragen.

Durch eine Verlegung in den Sommer 2021 muss sich die Uefa nun mit dem Weltverband FIFA arrangieren, der zu dem Zeitpunkt eigentlich die Premiere der millionenschweren Klub-WM feiern will. Dieses Turnier war zuletzt auf 24 Mannschaften aufgestockt worden, ursprünglich sollten acht davon aus Europa kommen. Möglicherweise entsendet die Uefa im Gegenzug für eine Verlegung der Klub-WM aber nun mehr Vereine.

Zudem muss die Uefa wohl das eigene Final Four der Nations League verschieben, das im Juni stattfinden soll. Im Sommer 2021 soll zudem die Frauen-EM in England stattfinden, das Eröffnungsspiel ist allerdings erst für den 7. Juli terminiert.

Fußball: Copa América 2020 auf kommendes Jahr verschoben

14.44 Uhr: Die Copa América, die parallel zur EM von 12. Juni bis 11. Juli in Argentinien und Kolumbien stattfinden sollte, wird in das kommende Jahr verlegt. Das gab der Südamerikanische Fußballverband Conmebol am Dienstag bekannt. Demnach habe man die weltweite und regionale Entwicklung des Coronavirus analysiert und erachte eine Veranstaltung diesen Ausmaßes als zweitrangig. “Das Ziel ist, die Gesundheit des südamerikanischen Fußballs zu bewahren.”

Die Entscheidung sei zusammen mit dem Europäischen Fußballverband Uefa getroffen worden. Der Conmebol zufolge sollen die Gruppen, Spielorte und der Modus der Copa América beibehalten werden. Sie soll vom 11. Juni bis zum 10. Juli 2021 stattfinden. Die Conmebol möchte auch zwei Nationalmannschaften von außerhalb Südamerikas – Katar und Australien – als Gäste beibehalten. Die Verschiebung wird den nationalen Verbänden und dem kontinentalen Verband in Südamerika Zeit geben, noch Termine für Meisterschaften und Pokale zu finden.

In Südamerika ist zuletzt nur noch in Chile und Argentinien auf nationaler Ebene Fußball gespielt worden. In Brasilien liefen noch die Regionalmeisterschaften. Die anstehenden Spiele der Copa Libertadores, vergleichbar mit der Champions League, hatte die Conmebol verschoben, aber noch nicht entschieden, wann und wie sie den Wettbewerb wieder aufnehmen will. Auch die Partien der WM-Qualifikation in Südamerika, die für den 26., 27. und 31. März terminiert waren, sind abgesagt.

Fußball: Bundesliga-Klubs an “Grenze der Belastbarkeit”

14.28 Uhr: Geschäftsführer Klaus Filbry von Werder Bremen sieht die Fußball-Klubs in der Coronavirus-Krise mit “wirtschaftlichen Herausforderungen” konfrontiert, “die alle in der Bundesliga an die Grenze der Belastbarkeit bringen werden”. Die Hanseaten erwägen, sich von Banken Geld zu leihen, um die Liquidität zu sichern. “Kredite sind sicherlich kurzfristig ein wichtiges Instrument, wie in jeder anderen Branche jetzt auch in dieser Krise”, sagte Filbry dem “Weser Kurier”.

Wie lange Werder ohne geregelten Spielbetrieb in der Bundesliga durchhalten könne, lasse sich derzeit nicht “abschätzen”, sagte Filbry: “Weil zu viele Variablen im Spiel sind. Wir haben in den letzten Jahren nicht schlecht gewirtschaftet, wir sind zwar gewisse Risiken eingegangen, haben aber auch mehrere Male ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet und Eigenkapital aufgebaut.” Nun habe man es aber “mit Dimensionen zu tun, die selbst große Vereine nicht lange durchhalten können”, sagte der Manager.

Auf eine solche Krisensituation durch die Pandemie habe sich der Fußball nicht vorbereiten können, betonte Filbry: “Was uns als Branche jetzt trifft, war nicht vorhersehbar, nicht planbar und nicht versicherbar”. Da hätten auch “keine Rücklagen geholfen, dafür sind die Beträge, um die es jetzt geht, einfach zu hoch.”

Fußball: EM wird offenbar auf Sommer 2021 verschoben

13.37 Uhr: Die Fußball-Europameisterschaft 2020 soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge in den Sommer 2021 verlegt werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union (Uefa) haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt, wie unter anderem die Nachrichtenagentur AFP sowie das ZDF berichtete. Demnach soll das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 ausgetragen werden

In einer weiteren Videokonferenz müssen die 55 Uefa-Mitgliedsverbände die Verlegung absegnen, ehe das Uefa-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen kann. Eigentlich sollte die Europameisterschaft in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in mehreren europäischen Ländern stattfinden, darunter Deutschland, das mit München vertreten gewesen wäre.

Fußball: Uefa fordert offenbar 300 Millionen Euro für EM-Verschiebung

11.20 Uhr: Nach Informationen von “The Athletic” fordert die Uefa 275 Millionen Pfund (300 Millionen Euro), um die EURO 2020 um ein Jahr zu verschieben. Exakt diesen Betrag soll die Verschiebung des Fußballturniers um zwölf Monate kosten.

Brisant ist, das die Uefa laut des Berichts seine Klubs und Ligen zur Kasse bitten will. Immerhin wäre es im Interesse der nationalen Ligen, wenn sie ihre Saison nach hinten verschieben und beenden können.

Fußball: Positiver Coronavirus-Fall bei Hertha BSC – Mannschaft in Quarantäne

11.15 Uhr: Bei Hertha BSC ist ein erster Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mannschaft, Trainer und Funktionsteam seien daraufhin unter eine zweiwöchige häusliche Quarantäne gestellt worden, teilte der Berliner Verein am Dienstag mit. Das für diesen Dienstag angesetzte erste Training nach einer Pause wurde dementsprechend abgesagt.

Laut “Bild”-Zeitung handelt es sich beim betroffenen Profi um Maximilian Mittelstädt. Hertha gab den Namen offiziell nicht bekannt.

“Bei einer solch rasanten Entwicklung der Fallzahlen war es abzusehen, dass das Virus früher oder später auch im Mannschaftskreis ankommt”, sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. “Das Wichtigste ist, dass sich alle nun an die Regeln halten. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist. Wann die Mannschaft wieder gemeinsam auf dem Platz stehen kann, ist derzeit noch offen”, betonte Preetz.

Der Spieler habe über die üblichen Symptome geklagt. Er sei dann umgehend von der Gruppe getrennt worden. “Wir werden jetzt beobachten, ob noch weitere Fälle dazukommen, denn davon ist der Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining abhängig”, sagte Mannschaftsarzt Uli Schleicher.

Während die Deutsche Fußball Liga zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt hat, darf in Berlin bis zum 19. April nicht gespielt werden. Das hatte der Senat im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Hertha belegt in der Tabelle den 13. Platz.

Leichtathletik: Diamond-League-Meetings in Katar und China abgesagt

11.13 Uhr: Die ersten drei Diamond-League-Meetings der Leichtathleten in Katar und China sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Wie World Athletics am Dienstag mitteilte, können die Wettkämpfe am 17. April in Doha sowie die am 9. und 16. Mai vorgesehen Meetings in China nicht wie geplant stattfinden. Diese Entscheidung sei in enger Abstimmung mit den Organisationskomitees, den lokalen Behörden und den Sportverbänden getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung.

Der aktuelle Plan sehe vor, das Meeting in Shanghai vom 16. Mai auf den 13. August zu verlegen. Neue Termine für Doha und das zweite Meeting in China, für die noch keine Stadt bekanntgegeben wurde, seien noch offen. Es könnte sein, dass sie nach dem Diamond-League-Finale vom 9. bis 11. September in Zürich stattfinden, “falls die globale Situation es erlaubt”, teilte World Athletics mit. Insgesamt umfasst die Premium-Serie 15 Meetings.

Fußball: Das wären die Optionen einer EM-Verschiebung

11.05 Uhr: Winter-EM? Verschiebung in den Sommer 2021? Die Optionen liegen auf dem Tisch, jetzt ist die Uefa gefordert! Am Dienstag wird sich die Europäische Fußball-Union ab 14 Uhr per Videokonferenz über das weitere Vorgehen abstimmen und danach mit großer Wahrscheinlichkeit die EURO 2020 absagen – zumindest in der bisher geplanten Form. Kurz vor dem möglicherweise historischen Beschluss trat plötzlich Russland auf den Plan.

Das Land mit Präsident Wladimir Putin an der Spitze kann sich offenbar eine größere Rolle in den Notfallplänen für das Großevent vorstellen. “Natürlich sind wird bereit. Wir müssen aber zuerst diskutieren, wie das Format aussehen könnte, wie viele Spiele stattfinden würden und so weiter”, sagte Alexei Sorokin, Chef des Organisationskomitees für die WM 2018, russischen Medien. Bisher war St. Petersburg als einer von zwölf Austragungsorten für das Turnier vom 12. Juni bis 12. Juli vorgesehen.

Die ursprünglichen Planungen der von Präsident Aleksander Ceferin geführten Uefa wirken angesichts der Größenordnung der Corona-Pandemie allerdings unrealistisch. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius sagte bereits, er “rechne fest mit einer Verlegung des Turniers”. Gleiches gilt für DFL-Chef Christian Seifert: “Ich gehe davon aus, dass die nationalen Ligen nach Dienstag mehr Spielraum haben werden.”

Präsident Gabriele Gravina vom italienischen Fußballverband FIGC kündigte am Montag an, er werde um eine Verschiebung bitten. Die Köpfe werden rauchen beim Krisengipfel – Vertreter der 55 Mitgliedsverbände, die Vorstände der Klubvereinigung ECA und der Vereinigung der europäischen Ligen sowie der Spielergewerkschaft FIFPro werden zugeschaltet.

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Fußball: EM-Entscheidung der Uefa steht an

08.10 Uhr: Heute entscheidet die Uefa in einer Videokonferenz mit ihren 55 Mitgliedsverbänden über eine EM-Absage oder eine Verschiebung aufgrund der Coronavirus-Krise.  Alle, die im europäischen Fußball mitreden, konferieren am Dienstag per Videoschalte. Von der EM-Entscheidung wird auch abhängen, wie es in den nationalen Liegen weitergeht. Wird die EM verschoben, könnten die Ligen ihre Spiele nach hinten verlegen.

Auch Joachim Löw blickt nach Nyon in der Schweiz. Die Ausrichtung in zwölf Ländern im Sommer (12. Juni bis 12. Juli) erscheint aufgrund der Coronavirus-Pandemie illusorisch. “Ich rechne fest mit einer Verlegung des Turniers”, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in der ARD. Offen ist, in welchen Zeitraum.

In den Winter 2020? Oder den Sommer 2021? Eine Komplett-Absage kann sich die Uefa kaum leisten. Auf den Bundestrainer kommt in jedem Fall eine lange Pause zu – die DFB-Elf wäre erst wieder am 3. September zum Start der neuen Nations League gegen Spanien im Einsatz.

Formel 1: Monaco hält trotz Corona-Epidemie an Grand-Prix-Plänen fest

Dienstag, 17. März, 07.54 Uhr: Monaco hält trotz der Coronavirus-Pandemie an seinen Plänen für das Formel-1-Rennen Ende Mai fest. Es werde erwartet, dass der Grand Prix in Monte Carlo “wie ursprünglich geplant stattfindet”, teilte der Automobilclub des Fürstentums als Veranstalter mit. Im ursprünglichen Formel-1-Kalender war das Rennen als siebter WM-Lauf für den 24. Mai vorgesehen. Nach der kurzfristigen Absage des Auftakts in Australien und der Verschiebung der Rennen in Bahrain, Vietnam und China muss die Rennserie ihre Terminpläne aber völlig neu organisieren.

Die Formel-1-Spitze hatte zuletzt einen Saisonbeginn für Ende Mai angekündigt. Damit könnte Monaco zum Ort des Neustarts werden. Offen ist, was mit den Rennen im niederländischen Zandvoort und in Barcelona passiert, die für den 3. und 10. Mai angesetzt waren. Formel-1-Sportchef Ross Brawn rechnet derzeit mit mindestens 17 Grand Prix für dieses Jahr. Ursprünglich waren 22 Rennen vorgesehen. Um Platz für verlegte WM-Läufe zu schaffen, will die Königsklasse des Motorsports auf die knapp vierwöchige Sommerpause im August verzichten. Einige Grand-Prix-Events könnten dann zudem von drei auf zwei Tage verkürzt werden.

Fußball: Söder ruft Profis zu Gehaltsverzicht auf

21.00 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Fußball-Stars dazu aufgerufen, auf Millionen zu verzichten, um ihren Vereinen in der Corona-Krise zu helfen. Denn er sieht dies derzeit nicht als zentrale Aufgabe der Politik an. “Ganz ehrlich: Es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe jetzt, dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können”, sagte Söder am Montag in einem Interview der “Bild”-Zeitung. Wichtiger sei nun die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Söder sagte stattdessen, er fände es in Ordnung, wenn viele derjenigen Spieler, “die ganz große Gehälter bekommen”, ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären. Hier würden jedes Jahr Millionen verdient. Und um die Phase jetzt zu überbrücken, sei Solidarität nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern gefragt – die lebten schließlich von den Vereinen. “Deswegen wäre vielleicht jetzt mal die Idee, dass da jeder seinen Beitrag macht, damit sein Verein, die Liga und der Sport auch dann wieder stattfinden kann, wenn – so hoffen wir – die Krise überwunden wurde.”

Fußball: 3. Liga macht Pause bis 30. April

20.30 Uhr: Die 3. Liga unterbricht ihren Spielbetrieb zunächst bis 30. April. Darauf hat sich die Spielleitung der 3. Liga mit dem Ausschuss 3. Liga und den Vertretern der 20 Drittligisten im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung verständigt. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen.

Die Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt, alle Teilnehmer aus den Klubs der 3. Liga waren von ihren heimischen Standorten zugeschaltet. Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) waren neben dem zuständigen Vizepräsidenten Peter Frymuth unter anderem Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sowie als medizinischer Experte Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. med. Tim Meyer vertreten.

DFL-Beschluss: Bundesliga und 2. Liga pausieren bis mindestens zum 2. April

15.06 Uhr: Die Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 in der Deutschen Fußball Liga organisierten Profi-Klubs am Montag in Frankfurt/Main beschlossen.

“Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen”, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen.

Geisterspiele seien “in naher Zukunft die einzige Chance”, äußerte Seifert zudem. “Deshalb bitte ich um Verständnis und Unterstützung, dass wir darüber nachdenken müssen.” Es gebe “keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat”.

Am vergangenen Freitag hatte die DFL nach massiver Kritik und langem Hin und Her den eigentlich für das Wochenende geplanten 26. Spieltag abgesagt. Die Branchengrößen hatten das zögerliche Krisenmanagement im Anschluss auch mit finanziellen Zwängen begründet. Hintergrund sind Zahlungen aus dem milliardenschweren TV-Vertrag, die nur fällig werden, wenn auch tatsächlich gespielt wird.

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im Watzke hatte unlängst von der “größten Krise des deutschen Profi-Fußballs” gesprochen. Sollte die Saison wegen der Krise nicht beendet werden können, drohen Einnahmeverluste in Höhe von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Auch deshalb war längst über Solidarfonds innerhalb der Ligen diskutiert worden.

Von großer Bedeutung für den deutschen Fußball wird der Ausgang der Uefa-Konferenz am Dienstag sein. Die Europäische Fußball-Union berät über die Verlegung der Fußball-EM 2020 in den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Sollte das Turnier aufgrund der Verbreitung von Sars-CoV-2 wie erwartet nicht wie ursprünglich geplant vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden, hätten die nationalen Ligen bis zum 30. Juni Zeit, ihre Saison abzuschließen.

Seifert rechnet mit einer Verlegung der EM: “Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Sommer eine perfekte EM spielen, die ist vermutlich keine Zahl mehr vor dem Komma. Das ist jedem klar. Wichtig ist, dass jetzt die Entscheidungsträger auch Zeit bekommen, ihre Entscheidungen zu erläutern.”

Fußball: EM 2020 – Russland bietet sich als Gastgeber an

Topmeldung (11:08 Uhr): In der Diskussion über eine Durchführung der EM 2020 hat Russland der Europäischen Fußball-Union (Uefa) seine Hilfe als potenzieller Gastgeber angeboten – und damit eine neue Perspektive ermöglicht. “Natürlich sind wird bereit. Wir müssen aber zuerst diskutieren, wie das Format aussehen könnte, wie viele Spiele stattfinden würden und so weiter”, sagte Alexei Sorokin, Chef des Organisationskomitees für die WM 2018, russischen Medien.

Sorokin bekräftigte, dass die Austragung der Endrunde in Russland “von der Uefa evaluiert werden muss”. Dass die Uefa, die am Dienstag bei einem Krisengipfel über das weitere Vorgehen berät, am bisherigen Termin (12. Juni bis 12. Juli) festhält, ist angesichts der Corona-Pandemie allerdings unrealistisch. Viel wahrscheinlicher als die lokale scheint die zeitliche Verschiebung in den Dezember dieses Jahres oder in den Sommer 2021.

Es besteht zudem die Möglichkeit, dass die Uefa am Dienstag zunächst nur die geplante Ausführung in zwölf Ländern im angedachten Zeitraum absagt, die Entwicklung der Pandemie abwartet und dann über Alternativen entscheidet.

 

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jmi/da/bhi/dpa/sid

 

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